#76

RE: Was ist Antisemitismus?

in Naher und mittlerer Osten 05.09.2017 16:12
von Minou | 149 Beiträge

Antenna, gerade deshalb, weil er selbst Israeli ist, fand ich seine Bemerkung so drollig.


Beginne den Tag mit einem Lächeln, denn jeder Tag ist ein Geschenk.
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#77

RE: Was ist Antisemitismus?

in Naher und mittlerer Osten 05.09.2017 16:20
von antenna (gelöscht)
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Zitat von Minou im Beitrag #76
Antenna, gerade deshalb, weil er selbst Israeli ist, fand ich seine Bemerkung so drollig.


Ich auch



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#78

RE: Was ist Antisemitismus?

in Naher und mittlerer Osten 05.09.2017 17:49
von Kammerjäger (gelöscht)
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Antisemitische "Zwischentöne" im andersforum


Wie immer, keine Zeit


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#79

RE: Was ist Antisemitismus?

in Naher und mittlerer Osten 05.09.2017 19:26
von antenna (gelöscht)
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Zitat von Kammerjäger im Beitrag #78
Antisemitische "Zwischentöne" im [URL=http://www.politik-sind-wir.de/showthread.php/49170-Erschreckende-Zensur-im-Wahlkampf!!?p=894740#post894740]andersforum/URL]



Fuer Gesperrte leider nicht zu lesen.



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#80

RE: Was ist Antisemitismus?

in Naher und mittlerer Osten 12.09.2017 14:45
von antenna (gelöscht)
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Waren das alles Antisemiten?

28 juedische Intellektuelle warnten 1948 davor, dass Israel ein faschistischer Staat wird.
Ein Brief an die New York Times, wurde u.A. unterschrieben von Hannah Arendt und Albert Einstein.

http://www.soziale-opposition.de/einstein-arendt/



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#81

RE: Was ist Antisemitismus?

in Naher und mittlerer Osten 13.09.2017 09:30
von grauer kater (gelöscht)
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Arn Strohmeyer hat heute in www.das-palaestina-portal.eu einen Beitrag geschrieben, der von jedem gelesen werden sollte! Es geht um die Äußerungen der isr. Justizministerin Ayalet Shakel, mit denen sich der Zionismus vom Völkerrecht und den Menschenrechten distanziert.

Desweiten distanzieren sich die in Deutschland lebenden Palästinenser von Kanzlerkandidat Schulz´ Aussage, sie seien "antisemitisch". Diese Äußerung im "Duell" mit Merkel sowie seine Wiederholung von Merkels juristisch stark umstrittener These "Der Schutz Israels sei dt. Staatsraison!" waren so überflüssig, wie ein Kropf! Bei Wahlberechtigten mit arabischen Wurzeln und bei Muslimen insgesamt dürfte das der SPD einige zehntausende Stimmen kosten, allein unter den Palästinensern besitzen 70 000 Personen die dt. Staatsbürgerschaft. Man fragt sich, wer Herrn Schulz hier beraten hat, denn er kennt die Lage der Palästinenser in Israel und den besetzten Gebieten aus eigener Anschauung.



zuletzt bearbeitet 13.09.2017 09:55 | nach oben springen
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#82

RE: Was ist Antisemitismus?

in Naher und mittlerer Osten 13.09.2017 14:44
von antenna (gelöscht)
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Zitat von grauer kater im Beitrag #81
Desweiten distanzieren sich die in Deutschland lebenden Palästinenser von Kanzlerkandidat Schulz´ Aussage, sie seien "antisemitisch". Diese Äußerung im "Duell" mit Merkel sowie seine Wiederholung von Merkels juristisch stark umstrittener These "Der Schutz Israels sei dt. Staatsraison!" waren so überflüssig, wie ein Kropf! Bei Wahlberechtigten mit arabischen Wurzeln und bei Muslimen insgesamt dürfte das der SPD einige zehntausende Stimmen kosten, allein unter den Palästinensern besitzen 70 000 Personen die dt. Staatsbürgerschaft. Man fragt sich, wer Herrn Schulz hier beraten hat, denn er kennt die Lage der Palästinenser in Israel und den besetzten Gebieten aus eigener Anschauung.



Danke grauer Kater auch fuer die Einstellung des Links von Arn Strohmeyer. Ich habe den Text bereits gelesen, bin aber "vorsichtig" geworden, Zitate aus dem Palaestina-Portal zu bringen, wurde diesem doch gelegentlich - wohl des Namens wegen - fehlende Objektivitaet vorgeworfen.
Es stimmt, dass die Aussage von Israels Justizministerin, mit der unser Herr Maas eine enge Zusammenarbeit vereinbart hat, von Jedem gelesen werden sollte.
Hoffentlich auch von Merkel und Schulz, der im TV Duell mit ziemlicher Sicherheit viele Stimmen verscherzt hat. Nicht nur, dass er Dinge sagte, die ueberfluessig wie ein Kropf waren, sondern auch wegen pauschaler Antisemitismusvorwuerfe an die jungen, palaestinensichen Maenner in Deutschland. Wahrscheinlich glaubt er sich damit auf der Erfolgsschleimspur und hofft auf aehnlich viele israelische Orden wie Frau Merkel.



zuletzt bearbeitet 13.09.2017 14:45 | nach oben springen
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#83

RE: Was ist Antisemitismus?

in Naher und mittlerer Osten 13.09.2017 15:07
von Till (gelöscht)
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Zitat von antenna im Beitrag #82
Ich habe den Text bereits gelesen, bin aber "vorsichtig" geworden, Zitate aus dem Palaestina-Portal zu bringen, wurde diesem doch gelegentlich - wohl des Namens wegen - fehlende Objektivitaet vorgeworfen.
Einen kritischen Artikel zu den Vorstellungen der Justizministerin Ayelet Shaked von Recht und Gesetz findet man auch bei Abraham Melzers "Der Semit": "Israels Justizministerin Shaked entlarvt das wahre Gesicht des Zionismus"



zuletzt bearbeitet 13.09.2017 15:08 | nach oben springen
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#84

RE: Was ist Antisemitismus?

in Naher und mittlerer Osten 13.09.2017 15:28
von antenna (gelöscht)
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Zitat von grauer kater im Beitrag #81
Arn Strohmeyer hat heute in www.das-palaestina-portal.eu einen Beitrag geschrieben, der von jedem gelesen werden sollte! Es geht um die Äußerungen der isr. Justizministerin Ayalet Shakel, mit denen sich der Zionismus vom Völkerrecht und den Menschenrechten distanziert.


Leider laesst sich der Link nicht oeffnen. (Jedenfalls nicht von mir)
Deswegen hier ein kurzer Ausschnitt aus Arn Strohmeyers Artikel:

"Die kopernikanische Wende
Nach der Zionismus-Definition von Justizministerin Ayelet Shakel kann niemand mehr behaupten, dass Israel eine liberale Demokratie und ein Rechtsstaat ist.
Israels Justizministerin Ayelet Shaked hat die Katze im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Sack gelassen. Auf einer Konferenz in Tel Aviv bekannte sie jetzt wörtlich: „Der Zionismus darf sich nicht, und ich sage hier, er wird sich nicht weiterhin dem System der individuellen Rechte unterwerfen, das in einer universellen Weise interpretiert wird, die sie von der Geschichte der Knesset und der Geschichte der Gesetzgebung trennt, die wir alle kennen.“ Die Regierung Netanjahu forciert also das Projekt, dass Israel ein ausschließlich „jüdischer Staat“ ist und nur die Juden das Recht auf Selbstbestimmung wahrnehmen können, was alle anderen Minderheiten im Land (also die 20 Prozent Palästinenser, die israelische Staatsbürger sind) ausschließt.

Ayelet Shaked war schon früher durch ein zynisches und zur Gewalt aufforderndes Zitat des israelischen Journalisten Eliad Elitzur aufgefallen, das sie sich auf ihrer Internetseite zu eigen gemacht hatte: dass man die Mütter der [palästinensischen] Märtyrer töten und ihren Söhnen nachfolgen lassen solle, weil sie sonst weitere kleine Schlangen großziehen würden. Dies ist das Bekenntnis zu einer wahrhaft mörderischen Moral.

Der israelische Journalist Gideon Levy von der Tageszeitung „Haaretz“ nannte sie nach ihrem neuesten Bekenntnis „Israels Wahrheitsministerin“, weil sie laut und klar ausgesprochen hat, was seit langem bekannt ist, aber so direkt und deutlich noch kaum ein Israeli formuliert hat. Jetzt weiß man: Für das israelische Polit-Establishment ist die Debatte über Menschen- und zivile Rechte nicht nur antizionistisch, sondern auch antisemitisch!"



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#85

RE: Was ist Antisemitismus?

in Naher und mittlerer Osten 13.09.2017 15:40
von antenna (gelöscht)
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Zitat von Till im Beitrag #83
Zitat von antenna im Beitrag #82
Ich habe den Text bereits gelesen, bin aber "vorsichtig" geworden, Zitate aus dem Palaestina-Portal zu bringen, wurde diesem doch gelegentlich - wohl des Namens wegen - fehlende Objektivitaet vorgeworfen.
Einen kritischen Artikel zu den Vorstellungen der Justizministerin Ayelet Shaked von Recht und Gesetz findet man auch bei Abraham Melzers "Der Semit": "Israels Justizministerin Shaked entlarvt das wahre Gesicht des Zionismus"




Abi Melzers "Der Semit" ist immer lesenswert. Danke.



zuletzt bearbeitet 13.09.2017 15:40 | nach oben springen
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#86

RE: Was ist Antisemitismus?

in Naher und mittlerer Osten 13.09.2017 16:35
von antenna (gelöscht)
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Abraham Melzer hat sich schon hauefig zum Thema "Antisemitismus" geauessert, so auch in der Ausgabe "Der Semit" vom 12.09.

Dazu schreibt er ueber eine weitere vermeintliche Antisemitismus - Expertin namens Sina Arnold, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin..... "Da sprach eine junge „Expertin“ über etwas, wovon sie wenig Ahnung hatte.....
Antisemitismus wurde wieder als Lockvogel benutzt, um über „Pro-palästinensische Gruppen sowie die globalisierungskritische- und die Friedenbewegung zu referieren......
Ich beschäftige mich mit dem Antisemitismus schon seit über dreißig Jahren und muss gestehen, dass ich bis heute nicht weiß, was Antisemitismus ist und vor allem, wer ein Antisemit ist. Ich bin da immer noch sehr konservativ. Für mich ist ein Antisemit nicht derjenige, der Juden nicht mag, weil sie Juden sind, sondern derjenige, der sie deshalb vernichten will. Für viele andere, besonders Zionisten und Philosemiten ist es aber so, dass Antisemit derjenige ist, den sie nicht mögen, weil er vielleicht Israels Politik kritisiert......
Immer wieder wurden Antisemitismus, Israel und Antizionismus durcheinander gebracht. Immer wieder wurden Araber bzw. Moslems für den Antisemitismus verantwortlich gemacht, obwohl die letzte Studie der Bundesregierung zum Antisemitismus in Deutschland wieder das gezeigt hat, dass unter den Tatverdächtigten bei sogenannten „antisemitischen Delikten“ von 339 Tatverdächtigte 312 Deutsche waren und nur 27 einen anderen ethnischen Ursprung hatten, wobei nicht einmal sicher ist, dass alle Muslims oder Araber waren."

http://der-semit.de/die-vermeintliche-an...nold/#more-1733

Diesen Artikel wuerde ich gerne - aber dann in voller Laenge -dem Herrn Schulz unter die Nase reiben.



zuletzt bearbeitet 13.09.2017 16:37 | nach oben springen
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#87

RE: Was ist Antisemitismus?

in Naher und mittlerer Osten 14.09.2017 14:50
von antenna (gelöscht)
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Nun hat sich auch die JUEDISCHE STIMME fuer einen gerechten Frieden in Nahost gemeldet mit einem offenen Brief an Herrn Schulz.

Einen Dank an Frau Ruth Fruchtmann fuer ihre deutliche Stellungnahme.

Brief an Martin Schulz
14. September 2017
Hiermit dokumentieren wir den Brief unseres Mitglieds Ruth Fruchtman an den SPD-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten Martin Schulz, der sich letzten Sonntag pauschalisierend gegen Palästinenser_innen in Deutschland geäußert hatte.

"Sehr geehrter Herr Schulz,

letzten Sonntag machten Sie während Ihres TV-Duells mit der Bundeskanzlerin die folgende Erklärung:



„Es gibt zum Beispiel junge Palästinenser, Männer, die zu uns kommen, die mit einem tief verwurzelten Antisemitismus erzogen worden sind, denen muss man in klaren Sätzen sagen: ‚In diesem Land hast Du nur dann einen Platz, wenn Du akzeptierst, dass Deutschland ein Land ist, das Israel schützt, dass das unsere Staatsräson ist.‘“

Da ich selber jüdisch bin, zwar in London geboren, seit 1976 in der Bundesrepublik Deutschland lebe und im Dezember letzten Jahres eingebürgert worden bin, denke ich, dass Sie mit diesen Sätzen die jüdischen Wähler_innen ansprechen wollten. Leider muss ich Sie, was mich betrifft, sehr enttäuschen. Meine erste Reaktion als ich Ihre Worte hörte, war: Wer schützt die Palästinenser_innen, die in der Westbank, Ostjerusalem und im Gazastreifen – den seit 1967 von Israel illegal besetzten Gebieten – leben, tagtäglich ihre Ländereien verlieren, der Willkür und dem Terror von Siedlern und den israelischen Streitkräften ausgesetzt sind? Sie haben keine Rechte.{...}
Sie sind nicht mit einem „tief verwurzelten Antisemitismus erzogen worden“, wie Sie behaupten; ich selber kenne viele, die durch friedlichen Widerstand gemeinsam mit jüdischen Israelis, mit denen sie in Frieden leben wollen, jahrelang versuchen, ihre Rechte zu verteidigen.

Terrorismus? Beide spätere Premierminister Israels, Menachem Begin und Jitzhak Shamir waren Terroristen, Begin in der Irgun, Shamir in der Bande Stern. Israel braucht Ihren Schutz nicht. Israel ist die vierte/ bzw. fünfte Atommacht, verfügt über eine starke nukleare Kapazität, der Staat beliefert viele Staaten, ggf. auch arabische, mit Sicherheitstechniken, Rüstung u.a. Schutz für Israel sollte nicht zur deutschen Staatsräson gehören, sondern Schutz für die unterdrückten Menschen der Region – für die Palästinenser_innen – , die die Folgen des Holocaust ausbaden müssen. Stoppen Sie die Rüstungsexporte in die Region, verkaufen Sie an Israel keine U-Boote. Ich habe die Haltung von Außenminister Gabriel, der sich nicht von Premierminister Netanjahu kleinkriegen ließ und mit Vertretern der Menschenrechtsorganisationen Breaking the Silence und B’tselem zusammentraf, sehr begrüßt. Setzen Sie sich tatkräftig für eine echte Friedenslösung ein, für eine, die auch den Palästinensern gerecht wird, anstatt mit Worthülsen zu hantieren.

Auch darf Antisemitismus nicht mit Kritik an der israelischen Politik beliebig gleichgesetzt und inflationär benutzt werden. Darf ich vorschlagen, dass Sie zuerst vor der eigenen Tür kehren? Die NSU Mithelfer_innen und vieles, was mit diesen Mordfällen zusammenhängt – die Rolle des Verfassungsschutzes, der Polizei – , liegt noch im Dunkeln. Als jüdische Europäerin habe ich vor solchen Entwicklungen in Deutschland noch immer mehr Angst als vor sog. islamistischen Einwanderern. Und nach Israel werde ich nicht fliehen!"



Mit freundlichen Grüßen



Ruth Furchtman

http://www.juedische-stimme.de/?p=2323



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#88

RE: Was ist Antisemitismus?

in Naher und mittlerer Osten 14.09.2017 15:07
von Anthea | 12.276 Beiträge

Eines macht mich gerade beim Lesen des Beitrages von antenna wieder etwas "unwirsch".
Ich will gar nicht auf den zum großen Teil sicherlich (oder vermutlich, mangels näheren Wissens) richtigen Inhalt der Beschreibung einer "Ist-Situation" eingehen.
Jedoch, warum um alles in der Welt muss man den Satz von Herrn Schulz zum Anlass nehmen, nunmehr eine große und weitschweifige Abhandlung und Erklärungen weiterer Untaten folgen zu lassen. Dieser Satz beim Duell mit der Bundeskanzlerin lautete:

„Es gibt zum Beispiel junge Palästinenser, Männer, die zu uns kommen, die mit einem tief verwurzelten Antisemitismus erzogen worden sind, denen muss man in klaren Sätzen sagen: ‚In diesem Land hast Du nur dann einen Platz, wenn Du akzeptierst, dass Deutschland ein Land ist, das Israel schützt, dass das unsere Staatsräson ist.‘“

DAZU muss doch ein jeder vernünftige und mit gutem Willen ausgestattete Mensch einwandfrei und ohne "aber" ein frohes "Ja" sagen. Der Art: So MUSS es sein. Denn SO sind die Bestimmungen in Deutschland. In dem Land, wo diese Männer Zuflucht suchen. Und diese kann es eben nur mit diesen Bedingungen verknüpft geben.

Eine "deutliche Stellungnahme" von Frau Fruchtmann ist somit diejenige, dass sie ein persönliches "brainstorming" machte und ihre Gefühlswelt und Gedankengänge offenbarte.
Das mag sie gerne tun.
Aber ich vermisse, dass sie ganz deutlich in der zitierten Passage Herrn Schulz zustimmt. Und zwar ohne "wenn und aber".


---


Jeder Tag ist der Anfang des Lebens. Jedes Leben ist der Anfang der Ewigkeit.
Rainer Maria Rilke


zuletzt bearbeitet 14.09.2017 15:08 | nach oben springen
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#89

RE: Was ist Antisemitismus?

in Naher und mittlerer Osten 14.09.2017 15:46
von antenna (gelöscht)
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Zitat von Anthea im Beitrag #88
Aber ich vermisse, dass sie ganz deutlich in der zitierten Passage Herrn Schulz zustimmt. Und zwar ohne "wenn und aber".


Abgesehen davon, dass diese zitierte Passage von Herrn Schulz "so ueberfluessig wie ein Kropf" war, wie grauer Kater so treffend sagte, bleibt die Frage, wann und wo die palaestinensischen jungen Maenner in Deutschland auffaellig wurden in Sache Antisemitismus.

und ganz falsch duerfte nicht sein, was Melzer zu dem Thema Antisemtismus gesagt hat:

"Immer wieder wurden Antisemitismus, Israel und Antizionismus durcheinander gebracht. Immer wieder wurden Araber bzw. Moslems für den Antisemitismus verantwortlich gemacht, obwohl die letzte Studie der Bundesregierung zum Antisemitismus in Deutschland wieder das gezeigt hat, dass unter den Tatverdächtigten bei sogenannten „antisemitischen Delikten“ von 339 Tatverdächtigte 312 Deutsche waren und nur 27 einen anderen ethnischen Ursprung hatten, wobei nicht einmal sicher ist, dass alle Muslims oder Araber waren."



Nun bin ich an der Reihe, "unwirsch" zu sein. Antisemitismus anprangern - ja. Ganz klar. Frau Fruchtman, sie scheint mir ueberaus vernuenftig und mit gutem Willen ausgestattet zu sein, tut das sicher nicht weniger als du, Anthea und auch ich. Aber bitte nicht so wie Herr Schulz es tat, als er pauschal die Palaestinenser in Deutschland Antisemitismus unterstellte.

Es scheint halt tatsaechlich nicht so einfach zu sein, Antisemitismus von Antizionismus zu unterscheiden, besonders im Wahlkampf beim Stimmenfang. Herr Schulz war schlecht beraten mit dieser dummen Bemerkung.



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#90

RE: Was ist Antisemitismus?

in Naher und mittlerer Osten 14.09.2017 16:00
von antenna (gelöscht)
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Noch ein offener Brief an Herrn Schulz:

"Ich schäme mich noch jetzt für Ihre unsägliche, von Ignoranz beherrschte Aussage, die Sie auf keinen Fall für einen künftigen Bundeskanzler qualifiziert.

Sehr geehrter Herr Schulz. Es gibt und gab keinen tief verwurzelten Antisemitismus bei den jungen Palästinensern! Moslems, Christen und Juden lebten in Palästina weitgehend friedlich und tolerant mit- oder nebeneinander bis der zionistische Siedler-Kolonialismus über sie hereinbrach. Er brachte Vertreibung, Massaker und Unterdrückung über die alteingesessene arabische Bevölkerung mit sich. Dass die Diskriminierung von 20% der arabischstämmigen Israelis und die rassistisch motivierte brutale Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung durch die israelischen Besatzer völkerrechtlich legitimierten Widerstand, ja Wut und manchmal auch Hass hervorbringt, sollten Sie eigentlich verstehen können. Ihre durch Ihre Aussage betonte Komplizenschaft und die der deutschen Regierung mit der seit Jahrzehnten anhaltenden verbrecherischen Politik Israels und der damit einhergehende Verrat am humanitären Völkerrecht wird mit Sicherheit auch für Deutschland Folgen haben. Dafür, so hoffe ich, werden Sie eines Tages Rechenschaft ablegen müssen. Herr Schulz - Die Geschichte vergisst nichts! Mit freundlichen Grüssen - W.Behr"

auf FB veroeffentlicht.



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