#121

RE: Sozialdemokratie (SPD)

in Parteien - kritisch betrachtet 06.11.2017 06:13
von Archimedes | 148 Beiträge

In den letzten acht Jahren hat die SPD so viel Spitzenpersonal verbrannt, dass eben nicht mehr viel übrig ist. Man hätte nach der Wahl vor acht Jahren und der schwarz-gelben Koalition einfach mal ordentlich tabula rasa machen sollen. Dann hätte es dieses Mal bei der Wahl vielleicht mit einem ordentlichen Ergebnis geklappt.


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#122

RE: Sozialdemokratie (SPD)

in Parteien - kritisch betrachtet 06.11.2017 13:50
von fjodorov (gelöscht)
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Zitat von Archimedes im Beitrag #121
In den letzten acht Jahren hat die SPD so viel Spitzenpersonal verbrannt, dass eben nicht mehr viel übrig ist. Man hätte nach der Wahl vor acht Jahren und der schwarz-gelben Koalition einfach mal ordentlich tabula rasa machen sollen. Dann hätte es dieses Mal bei der Wahl vielleicht mit einem ordentlichen Ergebnis geklappt.

Also sich selbst entmachten und zurücktreten.Keine realistische Option,denn die Eigeninteressen der Parteiprominenz stehen deutlich über den Parteiinteressen.Nun will Schulz ja der Basis ein größeres Mitspracherecht bei der Wahl des Parteivorsitzenden einräumen.Das erkenne ich als notwendig an und verbinde damit die Hoffnung,dass der Name der SPD,nämlich sozialdemokratische Partei,wieder mit entsprechenden Inhalten verbunden werden kann,Aber erst wenn die alte Riege durch wirkliche Sozialdemokraten ersetzt wurden ist,sehe ich Licht am Ende des Tunnels.


"Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen"

Jean Jaurès (1859-1914)
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#123

RE: Sozialdemokratie (SPD)

in Parteien - kritisch betrachtet 06.11.2017 17:58
von Findus (gelöscht)
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Zitat von Archimedes im Beitrag #121
In den letzten acht Jahren hat die SPD so viel Spitzenpersonal verbrannt, dass eben nicht mehr viel übrig ist. Man hätte nach der Wahl vor acht Jahren und der schwarz-gelben Koalition einfach mal ordentlich tabula rasa machen sollen. Dann hätte es dieses Mal bei der Wahl vielleicht mit einem ordentlichen Ergebnis geklappt.


Auch verbunden mit dem einfachen Umstand, dass Nachwuchspersonal auch erst aufgebaut werden muss. Dann wäre Andrea Nahles mit ihren 47 Jahren auch nicht der einzige "Parteinachwuchs".


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#124

RE: Sozialdemokratie (SPD)

in Parteien - kritisch betrachtet 06.11.2017 19:26
von fjodorov (gelöscht)
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Zitat von Archimedes im Beitrag Integration
Nun ich bin Ausländer und lebe geraume Zeit in diesem Lande hier. Und da frage ich mich auch, welche Tugenden soll ich denn annehmen. Die preußischen? Also ich bin pünktlich, zuverlässig und zumeist auch noch recht ordentlich? So sagen Kollegen, Chefs und Freunde, die mich ziemlich preußisch oder schlimmer noch niederrheinisch schimpfen.
Ich benehme mich leider im Ausland auch höflich, zurückhaltend, lege nie mein Handtuch auf einen Liegestuhl morgens am Pool und besaufe mich nicht, um halbnackt auf dem Ballermann herumzulaufen. Also verfehle ich an dieser Stelle deutlich die deutschen Tugenden.
Aber am Schlimmsten ist, dass ich Humor habe und mich selbst auch nicht immer allzu Ernst nehme und über mich selbst lachen kann. Ich fürchte also ich bleibe immer Ausländer.

Zitat von fjodorov im Beitrag #122
Zitat von Archimedes im Beitrag #121
In den letzten acht Jahren hat die SPD so viel Spitzenpersonal verbrannt, dass eben nicht mehr viel übrig ist. Man hätte nach der Wahl vor acht Jahren und der schwarz-gelben Koalition einfach mal ordentlich tabula rasa machen sollen. Dann hätte es dieses Mal bei der Wahl vielleicht mit einem ordentlichen Ergebnis geklappt.

Also sich selbst entmachten und zurücktreten.Keine realistische Option,denn die Eigeninteressen der Parteiprominenz stehen deutlich über den Parteiinteressen.Nun will Schulz ja der Basis ein größeres Mitspracherecht bei der Wahl des Parteivorsitzenden einräumen.Das erkenne ich als notwendig an und verbinde damit die Hoffnung,dass der Name der SPD,nämlich sozialdemokratische Partei,wieder mit entsprechenden Inhalten verbunden werden kann,Aber erst wenn die alte Riege durch wirkliche Sozialdemokraten ersetzt wurden ist,sehe ich Licht am Ende des Tunnels.


Wie zu erwarten lehnen die SPD-Fürsten eine Mitbestimmung der Basis bei der Wahl des Vorsitzenden ab.Man will das unter sich ausklüngeln um jeden Richtungswechsel zu vermeiden.Ist auch egal,diese Partei braucht niemand.


"Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen"

Jean Jaurès (1859-1914)
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#125

RE: Sozialdemokratie (SPD)

in Parteien - kritisch betrachtet 06.11.2017 19:38
von Findus (gelöscht)
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Zitat von fjodorov im Beitrag #124

Wie zu erwarten lehnen die SPD-Fürsten eine Mitbestimmung der Basis bei der Wahl des Vorsitzenden ab.Man will das unter sich ausklüngeln um jeden Richtungswechsel zu vermeiden.Ist auch egal,diese Partei braucht niemand.


Eine Linkspartei, die im Bund nie regieren will, aber auch nicht



zuletzt bearbeitet 06.11.2017 19:39 | nach oben springen

#126

RE: Sozialdemokratie (SPD)

in Parteien - kritisch betrachtet 06.11.2017 19:58
von fjodorov (gelöscht)
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Zitat von Findus im Beitrag #125
Zitat von fjodorov im Beitrag #124

Wie zu erwarten lehnen die SPD-Fürsten eine Mitbestimmung der Basis bei der Wahl des Vorsitzenden ab.Man will das unter sich ausklüngeln um jeden Richtungswechsel zu vermeiden.Ist auch egal,diese Partei braucht niemand.


Eine Linkspartei, die im Bund nie regieren will, aber auch nicht

Sicher kann man der Meinung sein,dass eine Opposition im Bundestag nicht notwendig ist.Allerdings ist das nicht meine Überzeugung.


"Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen"

Jean Jaurès (1859-1914)
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#127

RE: Sozialdemokratie (SPD)

in Parteien - kritisch betrachtet 06.11.2017 20:32
von Findus (gelöscht)
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Zitat von fjodorov im Beitrag #126

Sicher kann man der Meinung sein,dass eine Opposition im Bundestag nicht notwendig ist.Allerdings ist das nicht meine Überzeugung.


In einer parlamentarischen Demokratie gibt es immer eine Opposition. Wie man an der SPD jetzt sieht, muss diese nicht immer nur "Linkspartei" heißen.
Warum sollte man jemanden wählen, der immer nur Opposition sein will, aber nie nach Verantwortung strebt seine Ideen vielleicht auch umsetzen? Diesen Widerspruch musst du mir bitteschön schon auflösen, wenn du mein Argument widerlegen willst.



zuletzt bearbeitet 06.11.2017 20:33 | nach oben springen

#128

RE: Sozialdemokratie (SPD)

in Parteien - kritisch betrachtet 06.11.2017 20:33
von Till (gelöscht)
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Dabei wartet die CDU doch nur darauf, mit den Linken zu koalieren.


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#129

RE: Sozialdemokratie (SPD)

in Parteien - kritisch betrachtet 06.11.2017 20:36
von Findus (gelöscht)
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Bevor du versuchst, auf die CDU abzulenken, denke doch an die mögliche Rot-rot-grüne Option, für die die Linkspartei werben kann.
Zum anderen kann es in der Kommunalpolitik durchaus vorkommen, das Linkspartei und CDU zusammenarbeiten.


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#130

RE: Sozialdemokratie (SPD)

in Parteien - kritisch betrachtet 06.11.2017 20:40
von Till (gelöscht)
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2013 war Rot-Rot-Grün möglich. Wenn ich mich richtig erinnere, wollte damals die SPD nicht.


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#131

RE: Sozialdemokratie (SPD)

in Parteien - kritisch betrachtet 06.11.2017 20:44
von Findus (gelöscht)
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Zitat von Till im Beitrag #130
2013 war Rot-Rot-Grün möglich. Wenn ich mich richtig erinnere, wollte damals die SPD nicht.


So ernsthaft wie die Linkspartei

Wenn Rot-rot-grün also ein Märchen ist, gibt es keine reale Option für eine sozialere Politik.



zuletzt bearbeitet 06.11.2017 20:45 | nach oben springen

#132

RE: Sozialdemokratie (SPD)

in Parteien - kritisch betrachtet 06.11.2017 21:04
von Findus (gelöscht)
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Da Schweigen die Folge dieser für manche erschreckenden (?) Feststellung ist, führen wir den Gedanken zu Ende.
Da Märchenstunde niemanden weiterbringt, war und ist rot-grün der bestmögliche Weg. Zur Not ist auch die Zusammenarbeit der SPD mit einer gesellschaftsliberalen FDP oder einer gemäßigten CDU der richtige Weg.
Genau dies bedeutet nämlich das Schweigen auf die Frage nach der fehlenden rot-rot-grünen Regierungsoption.


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#133

RE: Sozialdemokratie (SPD)

in Parteien - kritisch betrachtet 06.11.2017 21:14
von Till (gelöscht)
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Apropos Märchenstunde: Bei keiner Partei ist die Diskrepanz zwischen Reden und Handeln so groß wie bei der SPD. Deshalb ist diese Partei in der heutigen Verfassung überflüssig.
Was die SPD braucht ist ein Führungspersonal, das sich unbelastet und ehrlich mit den Fehlern der Vergangenheit auseinander setzt und diese korrigiert.


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#134

RE: Sozialdemokratie (SPD)

in Parteien - kritisch betrachtet 06.11.2017 21:57
von Findus (gelöscht)
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SPD und Linkspartei sind sich eben vielleicht doch ähnlicher als sie wahrhaben möchten.
Rot-rot-grün scheitert letztlich an beiden Parteien und die Option auf eine andere Politik gleich mit. Der Unterschied ist, dass die SPD ein im Augenlick unwahrscheinliches, aber immerhin mögliches rot-grünes Bündnis hoffen kann, die Linkspartei aber mangels Interesse (? Oder welchen Grund hat die Haltung reine Oppositionspartei sein zu wollen?) nie im Bund regieren wird.



zuletzt bearbeitet 06.11.2017 22:01 | nach oben springen

#135

RE: Sozialdemokratie (SPD)

in Parteien - kritisch betrachtet 06.11.2017 23:12
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Findus im Beitrag #134
SPD und Linkspartei sind sich eben vielleicht doch ähnlicher als sie wahrhaben möchten.
Rot-rot-grün scheitert letztlich an beiden Parteien und die Option auf eine andere Politik gleich mit. Der Unterschied ist, dass die SPD ein im Augenlick unwahrscheinliches, aber immerhin mögliches rot-grünes Bündnis hoffen kann, die Linkspartei aber mangels Interesse (? Oder welchen Grund hat die Haltung reine Oppositionspartei sein zu wollen?) nie im Bund regieren wird.

Ich denke im letzten Punkt bist Du im Irrtum, denn an der Linkspartei ist kein Bündnis gescheitert, sondern eher in der Vergangenheit an der SPD, die sich einerseits von den Hetztiraden der Konservativen und Rechten aufstacheln lies an den Stigmatisierungskampagnen teilzunehmen und andererseits ist wohl auch verletzte Eitelkeit dabei gewesen, als der ehemalige Parteivorsitzende der SPD Lafontaine die Seiten wechselte.
Dieses Bündnis hätte die SPD schon 2013 haben können, aber die SPD zog es ja vor, die eigenen Werte und Prinzipien aufzugeben und Mutti und Konsorten an die Macht zu hieven...


Du kannst dir nicht aussuchen wie du stirbst. Oder wann. Du kannst nur entscheiden wie du lebst. Jetzt. (Joan Baez)
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