#541

RE: bezahlbarer Wohnraum - sozialdemokratisches Thema

in Parteien - kritisch betrachtet 06.01.2020 09:43
von heiner | 881 Beiträge

Wenn zumindest der gleiche Betrag, der damit erwirtschaftet wird, in Mietpreisminderung einfließt, sehe ich das positiv. Klar, wenn gebaut werden muss, wird Bauland ausgewiesen & nun klingelt die Kasse derer die da zuvor Land hatten, das kaum was wert war. Damit wird Wohneigentum teurer & mancher Bauer der schon großzügig mit Subventionen beschickt wurde, kann sich, wenn er das möchte auf einen Reichtum freuen, der ihm in den Schoß fiel, ohne Zutun, während die jungen Leute, die bauen wollen, sich dafür heftig abrackern müssen. Die SPD möchte Wohnen zu einer bezahlbaren Angelegenheit machen & auch etwas tun dafür, das ist besser als Schicksalsergeben, alles einfach schleifen zu lassen, wie das CDU/CSU & alle, "rechts der Mitte" das tun. Auch gefällt mir ein Plan aus der SPD, der sagt:"lass uns als Staat doch Wohnungen bauen, so preiswert wie geht & an junge Menschen ohne Aufgeld verkaufen. Deren Mietwohnungen werden damit frei, der Wohnungsmarkt entspannt sich.


Wir wollen eine Gesellschaft, die mehr Freiheit bietet und mehr Mitverantwortung fordert. (Willy Brandt)
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#542

RE: bezahlbarer Wohnraum - sozialdemokratisches Thema

in Parteien - kritisch betrachtet 06.01.2020 12:06
von Anthea | 12.276 Beiträge

Zitat von heiner im Beitrag #541
Wenn zumindest der gleiche Betrag, der damit erwirtschaftet wird, in Mietpreisminderung einfließt, sehe ich das positiv. Klar, wenn gebaut werden muss, wird Bauland ausgewiesen & nun klingelt die Kasse derer die da zuvor Land hatten, das kaum was wert war. Damit wird Wohneigentum teurer & mancher Bauer der schon großzügig mit Subventionen beschickt wurde, kann sich, wenn er das möchte auf einen Reichtum freuen, der ihm in den Schoß fiel, ohne Zutun, während die jungen Leute, die bauen wollen, sich dafür heftig abrackern müssen. Die SPD möchte Wohnen zu einer bezahlbaren Angelegenheit machen & auch etwas tun dafür, das ist besser als Schicksalsergeben, alles einfach schleifen zu lassen, wie das CDU/CSU & alle, "rechts der Mitte" das tun. Auch gefällt mir ein Plan aus der SPD, der sagt:"lass uns als Staat doch Wohnungen bauen, so preiswert wie geht & an junge Menschen ohne Aufgeld verkaufen. Deren Mietwohnungen werden damit frei, der Wohnungsmarkt entspannt sich.


Lieber heiner, wen stellst du dir vor unter "jungen Menschen"? Viele sind noch im Aufbau ihrer "Karrieren" resp. der versuchten Sicherung ihrer Lebensgrundlagen. Und Geld ist bei vielen auch noch nicht wirklich vorhanden. Zumal wollen sich viele junge Leute nicht derart binden, Klotz ans Bein hängen mit "Häuschen".
Die Banken würden sich allerdings über Kredite freuen.

Außerdem verstehe ich nicht, wieso der Staat preiswert Wohnungen bauen soll, um diese zu verkaufen? Warum nicht gleich vermieten, also billigen Wohnraum direkt schaffen?

---


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#543

RE: bezahlbarer Wohnraum - sozialdemokratisches Thema

in Parteien - kritisch betrachtet 06.01.2020 18:14
von Findus | 2.430 Beiträge

Zitat von heiner im Beitrag #541
Wenn zumindest der gleiche Betrag, der damit erwirtschaftet wird, in Mietpreisminderung einfließt, sehe ich das positiv. Klar, wenn gebaut werden muss, wird Bauland ausgewiesen & nun klingelt die Kasse derer die da zuvor Land hatten, das kaum was wert war. Damit wird Wohneigentum teurer & mancher Bauer der schon großzügig mit Subventionen beschickt wurde, kann sich, wenn er das möchte auf einen Reichtum freuen, der ihm in den Schoß fiel, ohne Zutun, während die jungen Leute, die bauen wollen, sich dafür heftig abrackern müssen. Die SPD möchte Wohnen zu einer bezahlbaren Angelegenheit machen & auch etwas tun dafür, das ist besser als Schicksalsergeben, alles einfach schleifen zu lassen, wie das CDU/CSU & alle, "rechts der Mitte" das tun. Auch gefällt mir ein Plan aus der SPD, der sagt:"lass uns als Staat doch Wohnungen bauen, so preiswert wie geht & an junge Menschen ohne Aufgeld verkaufen. Deren Mietwohnungen werden damit frei, der Wohnungsmarkt entspannt sich.


Genau so würde ich Walter-Borjans auch verstehen, einen Vorschlag machen statt Schicksalsergeben in der GroKo. Ein neuer Vorschlag ist erfrischend zu lesen, da sämtliche bisherigen Vorschläge leider noch nicht das Gelbe vom Ei waren. Schön, wenn neue und unverbrauchte Ideen formuliert werden
Die staatliche Wohnungsbaupolitik die du beschreibst, sehe ich ein gutes Instrument dafür. Lass den Staat die Wohnungen bauen, die für die Investoren am Markt nicht genug Rendite bringen. Dafür aber mit langer Bindungsfrist als Sozialwohnung. Wenn die Wertsteigerungen von Grund und Boden - sozial verträglich! - steuerlich abgeschöpft würden und in den sozialen Wohnungsbau fließen, dann wären Borjans und deine Idee zusammen eine Runde Sache.
Unter den heute zurecht wichtigen ökologischen Gesichtspunkten sollte allerdings eher weniger neues Bauland ausgewiesen werden. Bereits bebaute leerstehende Fläche sollte aus dieser Sichtweise eher saniert und neu genutzt werden. So würden wir der Zersiedlung keinen weiteren Vorschub leisten und unsere Bienen schützen. Für Privatpersonen könnten dann auch Förderprogramme im Sinne von "Jung kauf Alt" aufgelegt und als passender Anreiz stärker als private Neubauten gefördert werden.
Heiner, heute hast du mich inspiriert

Zitat von Anthea im Beitrag #542
Lieber heiner, wen stellst du dir vor unter "jungen Menschen"? Viele sind noch im Aufbau ihrer "Karrieren" resp. der versuchten Sicherung ihrer Lebensgrundlagen. Und Geld ist bei vielen auch noch nicht wirklich vorhanden. Zumal wollen sich viele junge Leute nicht derart binden, Klotz ans Bein hängen mit "Häuschen".
Die Banken würden sich allerdings über Kredite freuen.

Außerdem verstehe ich nicht, wieso der Staat preiswert Wohnungen bauen soll, um diese zu verkaufen? Warum nicht gleich vermieten, also billigen Wohnraum direkt schaffen?



Ich lese aus Heiners Beitrag eigentlich, dass er an Vermietung denkt? @heiner, sonst korrigier mich bitte, falls ich mich irren sollte.


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#544

RE: bezahlbarer Wohnraum - sozialdemokratisches Thema

in Parteien - kritisch betrachtet 06.01.2020 18:17
von Findus | 2.430 Beiträge

Zitat von Anthea im Beitrag #540
Belzebub mit Belzebub vertreiben????

Denn was werden zur Kasse gebetene Hausbesitzer, die Wohnraum zur Verfügung stellen, machen? Kosten weitergeben, sprich: auf Mieten aufschlagen. Somit halte ich den Vorschlag der SPD zur Mietpreisminderung für kontraproduktiv.

https://www.focus.de/immobilien/kaufen/e...tter_TOP_THEMEN



Könnte man gesetzlich verbieten.


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#545

RE: bezahlbarer Wohnraum - sozialdemokratisches Thema

in Parteien - kritisch betrachtet 06.01.2020 18:36
von heiner | 881 Beiträge

Einfaches Rechenmodell, 100 Städte bauen je 100 Eigentumswohnungen. 10 000 Eigentumswohnungen werden zum Selbstkostenpreis verkauft, 10 000 Mietwohnungen werden frei & der Staat kommt Null auf Null raus, ohne Schulden. Mit dem Abschöpfungserlös aus der Gewinnabschöpfung für Bauland, kann man jungen Familien die Finanzierung erleichtern. Kosten tut es also nur jenen etwas, die ohne Arbeit durch Erschließung, Kohle gemacht haben, sonst keinem.


Wir wollen eine Gesellschaft, die mehr Freiheit bietet und mehr Mitverantwortung fordert. (Willy Brandt)
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#546

RE: bezahlbarer Wohnraum - sozialdemokratisches Thema

in Parteien - kritisch betrachtet 06.01.2020 22:13
von Anthea | 12.276 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #544
Zitat von Anthea im Beitrag #540
Belzebub mit Belzebub vertreiben????

Denn was werden zur Kasse gebetene Hausbesitzer, die Wohnraum zur Verfügung stellen, machen? Kosten weitergeben, sprich: auf Mieten aufschlagen. Somit halte ich den Vorschlag der SPD zur Mietpreisminderung für kontraproduktiv.

https://www.focus.de/immobilien/kaufen/e...tter_TOP_THEMEN



Könnte man gesetzlich verbieten.


Im Fokus-Artikel ist eine Umfrage, ob Borjans und Esken die richtigen Vorsitzenden sind. Das Ergebnis "nein" mit ca. 84% spricht für sich...


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#547

RE: bezahlbarer Wohnraum - sozialdemokratisches Thema

in Parteien - kritisch betrachtet 06.01.2020 23:15
von Atue (gelöscht)
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Zitat von heiner im Beitrag #545
Einfaches Rechenmodell, 100 Städte bauen je 100 Eigentumswohnungen. 10 000 Eigentumswohnungen werden zum Selbstkostenpreis verkauft, 10 000 Mietwohnungen werden frei & der Staat kommt Null auf Null raus, ohne Schulden. Mit dem Abschöpfungserlös aus der Gewinnabschöpfung für Bauland, kann man jungen Familien die Finanzierung erleichtern. Kosten tut es also nur jenen etwas, die ohne Arbeit durch Erschließung, Kohle gemacht haben, sonst keinem.


Klingt ziemlich verlockend. In der Praxis wäre es aber wohl eher so, dass viele Städte die Vorfinanzierung nicht stemmen könnten. Dann würden viele aufgrund von Planungsfehlern explodierende Kosten haben, die man nicht an den Markt weitergeben kann. Einige Wohnungen wären in eher unattraktiven Gegenden, niemand würde die kaufen wollen. Usw. ....

Es gibt in Deutschland 47 Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, die von SPD-Oberbürgermeistern regiert werden. Wenn es so einfach wäre - die könnten schon längst angefangen haben......wenn es denn ein Nullsummenspiel wäre....



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#548

RE: bezahlbarer Wohnraum - sozialdemokratisches Thema

in Parteien - kritisch betrachtet 07.01.2020 08:04
von heiner | 881 Beiträge

Nun gebe ich auf das was der Focus focusiert, genau nichts. Das Blatt ist rechts von Dschingis Khan & nichts ist ihnen so wichtig, wie der SPD ans Bein zu pinkeln.
Was logistische Aufgaben bei der Umsetzung von Planungen zum Thema "bezahlbares Wohnen" angeht, da hat man wohl in Jahrzehnten Wohnungsbau, ausreichend Erfahrung gesammelt. Klar dass dann wenn "Kosteneffizienz" Priorität hat, auch neue Gedanken wichtig sind, so würde ich z.B. den Hochschulen die Architekten ausbilden, entsprechende Lösungen nach Lastenheft abverlangen, nur ein Beispiel. Es handelt sich jedoch um lösbare Aufgaben & Vorfinanzierung dürfte für den Bund kein Problem sein, wenn hernach keine Schuld übrig bleibt, ohnehin nicht. Wenn dort wo nicht alle Eigentumswohnungen gekauft werden, ein paar Vermietungen anstehen, so what?
Neue Ideen haben zuweilen Paralellen, die wir aus zwei Jahrzehnten "Verbrennerlobby" in Erinnerung haben:"Alles was E-Mobilität ausmacht, funktioniert nicht". Hätte es nicht die Fa. Tesla gegeben, einige Gutgläubige wären immer noch der Meinung, dass es ohne Smog in den Städten eben nicht geht.


Wir wollen eine Gesellschaft, die mehr Freiheit bietet und mehr Mitverantwortung fordert. (Willy Brandt)


zuletzt bearbeitet 07.01.2020 08:05 | nach oben springen

#549

RE: bezahlbarer Wohnraum - sozialdemokratisches Thema

in Parteien - kritisch betrachtet 07.01.2020 09:41
von Teddybär | 1.675 Beiträge

Die Sozialdemokratie geht den Bach runter — leider.


Es gibt immer ein a🐻|Plüsch ist liebe|🐻🐻🐻 an die Macht|🐻🐻🐻 aller Wälder und Wiesen vereinigt euch!!|The First Reel Director in 🐻wood|

🐻 nutzt telegram.org als Messenger


zuletzt bearbeitet 07.01.2020 09:42 | nach oben springen

#550

RE: bezahlbarer Wohnraum - sozialdemokratisches Thema

in Parteien - kritisch betrachtet 07.01.2020 17:00
von heiner | 881 Beiträge

Die SPD hat alle Stürme seit mehr als 150 Jahren überlebt, da bin ich nicht bange, dass sie auch die nächsten 150 Jahre packt. Ohne die SPD kümmert sich keiner um die Normalos & was die Chaoten rechts der Mitte abziehen, kann keinen denkenden Menschen überzeugen.


Wir wollen eine Gesellschaft, die mehr Freiheit bietet und mehr Mitverantwortung fordert. (Willy Brandt)
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#551

RE: bezahlbarer Wohnraum - sozialdemokratisches Thema

in Parteien - kritisch betrachtet 07.01.2020 18:55
von Anthea | 12.276 Beiträge

Ehrenwerte Absichten, die man Borjans bescheinigt Aber, dennoch heißt es: Ökonomisches Leichtgewicht der SPD.
Anders vereinfacht gesagt: Das ist nix! Verwunderlich auch, dass er so einige Grundlagen bei solchen Ideen gar nicht zu wissen scheint…So löst sein als ökologisch sinnlos betrachteter Plan das Wohnungsproblem nicht. Zudem führt die Bodenwertzuwachs-Steuer zu Doppelbesteuerung.

https://www.presseportal.de/pm/30621/4484896


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#552

RE: bezahlbarer Wohnraum - sozialdemokratisches Thema

in Parteien - kritisch betrachtet 07.01.2020 21:11
von Findus | 2.430 Beiträge

Es geht also wieder um Personen, nicht um Inhalte. Ich muss da mit meiner Einschätzung zum Focus heiner absolut Recht geben. Wie kann man so ein Blatt knapp über Bildzeitungsjournalismus ernsthaft für voll nehmen?
Und so:

Zitat von Anthea im Beitrag #546
Zitat von Findus im Beitrag #544
Zitat von Anthea im Beitrag #540
Belzebub mit Belzebub vertreiben????

Denn was werden zur Kasse gebetene Hausbesitzer, die Wohnraum zur Verfügung stellen, machen? Kosten weitergeben, sprich: auf Mieten aufschlagen. Somit halte ich den Vorschlag der SPD zur Mietpreisminderung für kontraproduktiv.

https://www.focus.de/immobilien/kaufen/e...tter_TOP_THEMEN



Könnte man gesetzlich verbieten.


Im Fokus-Artikel ist eine Umfrage, ob Borjans und Esken die richtigen Vorsitzenden sind. Das Ergebnis "nein" mit ca. 84% spricht für sich...



Sicher auch ein interessanter Punkt, aber keine Antwort auf den Vorschlag zur sozialdemokratischen Wohnungsbaupolitik. Und so frage ich mich: Wo bleibt der Inhalt?

Und zur Umfrage:
Der Wert dieser Umfrage liegt etwa auf dem Niveau von "84% der Kleinkleckerdorfer sind mit dem neuen Vorsitzenden des
Und wirklich - 84% von welcher Gruppe? Wenn die Focus-Leser befragt wurden, wundert mich, dass die Befragung doch so gut ausgefallen ist.

Nein, kommen wir lieber wieder zu den ernsthaften Inhalten.

Zitat von Atue im Beitrag #547
Zitat von heiner im Beitrag #545
Einfaches Rechenmodell, 100 Städte bauen je 100 Eigentumswohnungen. 10 000 Eigentumswohnungen werden zum Selbstkostenpreis verkauft, 10 000 Mietwohnungen werden frei & der Staat kommt Null auf Null raus, ohne Schulden. Mit dem Abschöpfungserlös aus der Gewinnabschöpfung für Bauland, kann man jungen Familien die Finanzierung erleichtern. Kosten tut es also nur jenen etwas, die ohne Arbeit durch Erschließung, Kohle gemacht haben, sonst keinem.


Klingt ziemlich verlockend. In der Praxis wäre es aber wohl eher so, dass viele Städte die Vorfinanzierung nicht stemmen könnten. Dann würden viele aufgrund von Planungsfehlern explodierende Kosten haben, die man nicht an den Markt weitergeben kann. Einige Wohnungen wären in eher unattraktiven Gegenden, niemand würde die kaufen wollen. Usw. ....

Es gibt in Deutschland 47 Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern, die von SPD-Oberbürgermeistern regiert werden. Wenn es so einfach wäre - die könnten schon längst angefangen haben......wenn es denn ein Nullsummenspiel wäre....


Wenn die Kommunen diese Probleme mit der Vorfinanzierung haben, müssen Förderprogramme von Bund oder Land her. Das ist ja kein Problem, dass nicht gelöst werden kann. Die verschiedenen Ebenen aus Politik und Verwaltung müssen dann an einen Tisch und gemeinsame Lösungsideen erarbeiten.
Mögliche zukünftige Planungsfehler sind auch kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Und seien wir ehrlich: Die privaten Investoren machen's doch auch nicht besser. Nur scheitern diese und sind sie auch noch groß genug, dann wird gleich wieder nach staatlichen Rettungspaketen geschrien. Nein. Und Sozialwohnungen werden eh nur geschaffen, wenn eine kommunale Baugenossenschaft investiert.

Zitat von heiner im Beitrag #548
Nun gebe ich auf das was der Focus focusiert, genau nichts. Das Blatt ist rechts von Dschingis Khan & nichts ist ihnen so wichtig, wie der SPD ans Bein zu pinkeln.
Was logistische Aufgaben bei der Umsetzung von Planungen zum Thema "bezahlbares Wohnen" angeht, da hat man wohl in Jahrzehnten Wohnungsbau, ausreichend Erfahrung gesammelt. Klar dass dann wenn "Kosteneffizienz" Priorität hat, auch neue Gedanken wichtig sind, so würde ich z.B. den Hochschulen die Architekten ausbilden, entsprechende Lösungen nach Lastenheft abverlangen, nur ein Beispiel. Es handelt sich jedoch um lösbare Aufgaben & Vorfinanzierung dürfte für den Bund kein Problem sein, wenn hernach keine Schuld übrig bleibt, ohnehin nicht. Wenn dort wo nicht alle Eigentumswohnungen gekauft werden, ein paar Vermietungen anstehen, so what?


Genau so. Danke, heiner
Ich ergänze gerne noch: Was kosteneffizient ist, ist auch eine Frage, mit welcher Qualität gebaut wird. Oder anders ausgedrückt: "Der billigste Wohnungsbau ist nicht unbedingt der preiswerteste Wohnungsbau". Und genau darum ist das von heiner angesprochene Lastenheft keine schlechte Idee.



zuletzt bearbeitet 07.01.2020 21:12 | nach oben springen

#553

RE: bezahlbarer Wohnraum - sozialdemokratisches Thema

in Parteien - kritisch betrachtet 08.01.2020 06:26
von Anthea | 12.276 Beiträge

Zitat
Im Fokus-Artikel ist eine Umfrage, ob Borjans und Esken die richtigen Vorsitzenden sind. Das Ergebnis "nein" mit ca. 84% spricht für sich...



Zitat
Sicher auch ein interessanter Punkt, aber keine Antwort auf den Vorschlag zur sozialdemokratischen Wohnungsbaupolitik. Und so frage ich mich: Wo bleibt der Inhalt?Und zur Umfrage:Der Wert dieser Umfrage liegt etwa auf dem Niveau von "84% der Kleinkleckerdorfer sind mit dem neuen Vorsitzenden des Und wirklich - 84% von welcher Gruppe? Wenn die Focus-Leser befragt wurden, wundert mich, dass die Befragung doch so gut ausgefallen ist.Nein, kommen wir lieber wieder zu den ernsthaften Inhalten



Nun bist du auf die "ernsten Inhalte", sprich: die Kritik an den Vorstellungen von Borjans gar nicht eingegangen. Siehe #551 mit dem Link https://www.presseportal.de/pm/30621/4484896.

Nichtsdestotrotz sind natürlich Inhalte mit den Personen verbunden, die sie kreieren. So ist eine grundsätzliche Frage durchaus zulässig, ob die Bürger der Meinung sind, dass eine gute Wahl getroffen wurde.

Und da ja die Online-Umfrage im Fokus keine Gnade fand , da offenbar Fokus-Leser nicht ernst zu nehmen sind, hier zwei andere Pressestimmen zur Personalie Borjans/Esken:

"In der Gesamtbevölkerung überwiegt die Skepsis gegenüber "Nowabo" und Esken. Etwa 45 Prozent sehen das designierte Führungsduo "sehr" oder "eher negativ". Knapp 20 Prozent haben keine klare Meinung, rund 35 Prozent stehen ihnen positiv gegenüber." Spiegel

"Eine deutliche Mehrheit der Deutschen schätzt die Erfolgschancen der neuen SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans pessimistisch ein. 62 Prozent der Befragten glauben nicht an einen Erfolg der beiden, wie aus dem am Freitag. Nur 23 Prozent erwarten, dass sie die SPD erfolgreich in die Zukunft führen werden." Der Tagessspiegel

Mit meiner Skepsis, die durchaus auch einer Enttäuschung über den Niedergang der SPD gewidmet ist, stehe ich offensichtlich nicht alleine auf weiter Flur.

---


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#554

RE: bezahlbarer Wohnraum - sozialdemokratisches Thema

in Parteien - kritisch betrachtet 08.01.2020 06:42
von Anthea | 12.276 Beiträge

Zitat
Zitat von heiner im Beitrag #545Einfaches Rechenmodell, 100 Städte bauen je 100 Eigentumswohnungen. 10 000 Eigentumswohnungen werden zum Selbstkostenpreis verkauft, 10 000 Mietwohnungen werden frei & der Staat kommt Null auf Null raus, ohne Schulden. Mit dem Abschöpfungserlös aus der Gewinnabschöpfung für Bauland, kann man jungen Familien die Finanzierung erleichtern. Kosten tut es also nur jenen etwas, die ohne Arbeit durch Erschließung, Kohle gemacht haben, sonst keinem.



Sorry, aber diese Logik erschließt sich mir nicht. Es soll also um einen Tausch gehen - so, wie es da steht. Die in teuren Mietwohnungen Lebenden kaufen dann die preiswerten EW. Und jetzt gibt es auf dem Wohnungsmarkt 10.000 frei gewordene teure Wohnungen, oder?

Und gibt es dann eine Auflage, dass nur Leute in einer jugendlichen Altersgruppe die ET-Wohnungen kaufen dürfen? Selbst drin wohnen müssen und diese nicht (teuer) vermieten dürften?

---


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#555

RE: bezahlbarer Wohnraum - sozialdemokratisches Thema

in Parteien - kritisch betrachtet 08.01.2020 08:33
von heiner | 881 Beiträge

Ob jene Mietwohnungen, aus denen zukünftige Eigentümer ausziehen nun teuer oder nicht so sind, das ist kein Thema. Die Mischpoke rechts der Mitte sagt doch immer, der Markt regle alles perfekt, nun darf das der Markt machen, viele Wohnungen frei, also sind die potentiellen Mieter in einer besseren Position, die Mieten fallen.

Ob & welche Auflagen zu machen sind, um wirklich jungen Familien & nicht "Immo-Haien" den Vorteil zukommen zu lassen, das muss dann geregelt werden, wenn man das wirklich umsetzen kann. Derzeit haben die Konservativen noch zu viel Macht, die wollen keine Förderung junger Familien. Nachdem jedoch die meisten Umfragen (kein Focus) eine RRG-Konstellation nach der nächsten BTW. sehen, hat man wohl eine Chance auf Besserung.


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