#571

RE: Corona

in Parteien - kritisch betrachtet 17.05.2020 21:00
von moorhuhn | 1.486 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #570
Gerade in Fragen der Corona-Krisenbewältigung scheint mir die Sozialdemokratie ungerechtfertigt vergessen zu werden.


Ich würde es " unbewusst/bequem übersehen" nennen. Die Omnipräsenz von Kanzlerin, Söder, Spahn und (CDU)- co transportiert eine simple lernpsychologische Konsequenz: Vordergründiges wird gespeichert, Hintergründe, nachgeordnete Fakten vernachlässigt.
Kann man gut an der Funktionsweise von Suchmaschinen im Netz erklären.


Der frühe Vogel kann mich mal !
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#572

RE: Corona

in Parteien - kritisch betrachtet 18.05.2020 00:08
von Atue (gelöscht)
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Die Antwort ist einfach: Angela Merkel.

Sie ist die Regierungschefin, und gerade in Krisenzeiten überzeugt sie jedesmal aufs Neue, weil sie unaufgeregt, sachlich aber gleichzeitig auch immer wieder erfolgreich die Krisen managed. Ob sie wirklich erfolgreich ist, spielt gar keine große Rolle - es reicht aus, dass sie wohltuend aus dem Chaos derer hervorragt, die derzeit das Weltgeschehen bestimmen.

Für die Regierungspolitik steht dann die CDU, nicht die SPD - die wollte ja eh nicht (so inzwischen im Volksgedächtnis verhaftet) und hat jetzt dann auch noch neue Chefs gewählt, die auch nicht wollen......auf die SPD ist also scheinbar kein wirklicher Verlass, die ist auf dem Absprung. Verlass ist insofern gerade in der Krise nur das, was sicher erscheint - und Mutti steht genau dafür.

Alternative Entwürfe, wie man das Land besser regieren können, haben da schlechte Karten. Erst wenn die Krise über der Regierung zusammenschwappen würde, kämen die Alternativen zu neuen Höhen - so wie schon in Griechenland, Italien oder auch Spanien passiert.
Deutschland aber ist eher weltweit in einer noch relativ guten Verfassung - also lieber beim Bewährten bleiben - und das ist Angela, und nicht die SPD.
Übrigens - auch die Grünen verlieren in einem solchen Umfeld, weil Alternativen nicht gefragt sind.

Ob das allerdings bis zur nächsten Wahl anhält, wenn dann auch noch Mutti nicht mehr zur Wahl steht - das kann dann ganz anders aussehen. Wahrscheinlich haben wir ja dann eine längere Rezession hinter uns, die Finanzen stehen auf Steuererhöhung und die Sozialpolitik wird mehr von der Union denn der SPD bedroht - wenn dann noch der falsche Unionskandidat käme, könnte tatsächlich eine Mehrheit im Volke in der Angst vor dem Sozialabbau mehr SPD wählen.

Deshalb - jetzt erst mal in Ruhe eine gute und verünftige Politik mitmachen, klar machen, wo man auch für welche Alternativen steht - und dann sukzessive das passende (!) Spitzenpersonal aufbauen und einen veritablen Kandidaten für die nächste Wahl präsentieren.

Dann hätte die SPD eine Chance - allerdings glaube ich nicht daran, die SPD wird es einfach wieder verka....en.



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#573

RE: Corona

in Parteien - kritisch betrachtet 18.05.2020 17:19
von Findus | 2.581 Beiträge

Zitat von Atue im Beitrag #572
Übrigens - auch die Grünen verlieren in einem solchen Umfeld, weil Alternativen nicht gefragt sind.



Der Unterschied: Die SPD liegt bei ihren 15% stabil. Die Grünen hingegen haben ordentlich verloren. Scheinbar ist es - auch ohne Merkel - leicht von Vorteil in der Regierung zu sein.


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#574

RE: Corona

in Parteien - kritisch betrachtet 19.05.2020 16:26
von heiner | 881 Beiträge

BTW ist noch eine Weile hin & die SPD hat ihr Potential noch lange nicht ausgeschöpft. Ob es zu einem Wahlergebnis wie 1972 reicht, das glaube ich nun nicht, bis dorthin gibt es eine Menge Luft & wir sollten abwarten, "RRG" ist eine Option & Olaf Scholz der Einzige mit "Kanzlerformat".


Wir wollen eine Gesellschaft, die mehr Freiheit bietet und mehr Mitverantwortung fordert. (Willy Brandt)
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#575

RE: Corona

in Parteien - kritisch betrachtet 19.05.2020 17:00
von kuschelgorilla | 3.292 Beiträge

Zitat von heiner im Beitrag #574
...Olaf Scholz der Einzige mit "Kanzlerformat".


Echt? Aua!!!! Dann siehts echt zappenduster aus.


Meine Motivation ging heute morgen winkend und lächelnd an mir vorbei
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#576

RE: Corona

in Parteien - kritisch betrachtet 20.05.2020 18:35
von Findus | 2.581 Beiträge

Zitat von heiner im Beitrag #574
TW ist noch eine Weile hin & die SPD hat ihr Potential noch lange nicht ausgeschöpft. Ob es zu einem Wahlergebnis wie 1972 reicht, das glaube ich nun nicht, bis dorthin gibt es eine Menge Luft & wir sollten abwarten, "RRG" ist eine Option & Olaf Scholz der Einzige mit "Kanzlerformat".


Sind Olaf Scholz und RRG nicht ein Widerspruch in sich? Oder wie bringt die SPD die beiden Zusammen, Heiner?



zuletzt bearbeitet 20.05.2020 18:35 | nach oben springen

#577

RE: Corona

in Parteien - kritisch betrachtet 20.05.2020 19:37
von kuschelgorilla | 3.292 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #576
Zitat von heiner im Beitrag #574
TW ist noch eine Weile hin & die SPD hat ihr Potential noch lange nicht ausgeschöpft. Ob es zu einem Wahlergebnis wie 1972 reicht, das glaube ich nun nicht, bis dorthin gibt es eine Menge Luft & wir sollten abwarten, "RRG" ist eine Option & Olaf Scholz der Einzige mit "Kanzlerformat".


Sind Olaf Scholz und RRG nicht ein Widerspruch in sich? Oder wie bringt die SPD die beiden Zusammen, Heiner?


Wenn das gelingen sollte, wäre das die Quadratur des Kreises... Ich halte es nicht für unmöglich, ABER...


Meine Motivation ging heute morgen winkend und lächelnd an mir vorbei
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#578

RE: Corona

in Parteien - kritisch betrachtet 15.08.2020 10:08
von kuschelgorilla | 3.292 Beiträge

Naja - jetzt scheint man sich auf Olaf Scholz geeinigt zu haben...

https://www.zeit.de/politik/deutschland/...ost_zon_link_sf

Aber ganz offensichtlich hält Scholz die Linken nicht für regierungsfähig. Damit wäre RRG hinfällig...


Meine Motivation ging heute morgen winkend und lächelnd an mir vorbei
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#579

RE: Corona

in Parteien - kritisch betrachtet 30.11.2020 14:01
von Teddybär | 1.675 Beiträge

SPD ist nicht mehr wählbar.


"Jusos erklären extremistische Fatah-Jugend zur Schwesterorganisation" berichtet "Die Welt"

Wie können die Jusos so dumm sein ?

Remko Leemhuis vom American Jewish Committee sagte gegenüber WELT: „Wir sind sehr irritiert über diesen Antrag und die Tatsache, dass er angenommen worden ist.“ Besonders irritierend sei, dass im Antrag der Jusos zwar das Recht Israels auf Sicherheit betont würde, der jüdische Staat aber gleichzeitig dazu aufgefordert würde, den Sicherheitszaun zum Westjordanland zu entfernen.
Quelle: welt.de klick

Das ist ein Akt politischer Instinktlosigkeit und beschämend für eine demokratische Partei.


Es gibt immer ein a🐻|Plüsch ist liebe|🐻🐻🐻 an die Macht|🐻🐻🐻 aller Wälder und Wiesen vereinigt euch!!|The First Reel Director in 🐻wood|

🐻 nutzt telegram.org als Messenger
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#580

Böse "Schwestern"

in Parteien - kritisch betrachtet 30.11.2020 17:36
von Anthea | 12.544 Beiträge

Wenn sich da solche Strömungen innerhalb einer Partei breit machen, dann ist die allerdings wohl nicht mehr wählbar!
Was für eine "Kumpanei", was für ein Ansinnen...

Israel müsste doch "mit dem Klammerbeutel gepudert sein", wenn sie darüber alleine nur nachzudenken bereit wären...
Denn "Selbstmordambitionen" haben sie sicherlich nicht!

---


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#581

RE: Corona

in Parteien - kritisch betrachtet 03.12.2020 11:48
von Findus | 2.581 Beiträge

Zitat von Teddybär im Beitrag #579
Remko Leemhuis vom American Jewish Committee sagte gegenüber WELT: „Wir sind sehr irritiert über diesen Antrag und die Tatsache, dass er angenommen worden ist.“ Besonders irritierend sei, dass im Antrag der Jusos zwar das Recht Israels auf Sicherheit betont würde, der jüdische Staat aber gleichzeitig dazu aufgefordert würde, den Sicherheitszaun zum Westjordanland zu entfernen.


Im hegel´schen Sinne hat das doch fast etwas dialektisches. Zu einem so lange andauernden Konflikt gehören zwei Seiten, auf denen Fehler gemacht worden sind. Frieden setzt voraus, dass miteinander geredet wird und irgendwann auch ein gegenseitiges Verzeihen steht.

Wenn man den Welt-Artikel weiter liest, könnte genau dieser Gedanke gemeint gewesen sein:

Auf Anfrage von WELT teilte der Bundesvorstand der Jusos schriftlich mit: „Wir sind davon überzeugt: Eine friedliche Lösung des Konflikts, die sich ganz eindeutig zum Existenzrecht Israels bekennt und das Selbstbestimmungsrecht der palästinensischen Menschen respektiert, kann es nur durch gemeinsamen Austausch geben “ Die Jusos seien in dem Konflikt eine „Third Party“, eine vermittelnde Partei. Und weiter: „Wir möchten die Konfliktparteien, unsere Bündnispartner, an einen Tisch bringen und sie dabei unterstützen, Brücken zu bauen.

Was haben denn die Jusos genau beschlossen? Das wäre wichtig zu wissen, um den Sachverhalt wirklich beurteilen zu können.


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#582

RE: Corona

in Parteien - kritisch betrachtet 03.12.2020 13:38
von Anthea | 12.544 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #581
Was haben denn die Jusos genau beschlossen?


"Beschlossen" haben die, sich mit den Israel-Feinden zu verbünden.
So blöd, dass die nicht wissen, was es mit der Fatah auf sich hat, können die eigentlich gar nicht sein.
Auf dem Logo der Fatah-Jugend is z.B. eine Landkarte zu sehen, auf der ganz Israel, das Westjordanland und der Gazastreifen in den palästinensischen Farben zu sehen sind. Klarer geht es wohl kaum, was die von einem Existenzrecht Israels halten.
Die Politik Israels ist dem eigenen Überlebenskampf in dem Gebiet der Fatah und Hamas, der Terrororganisation", geschuldet und somit richtig.

---


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#583

RE: Corona

in Parteien - kritisch betrachtet 03.12.2020 15:31
von Findus | 2.581 Beiträge

Das widerlegt nicht die Tatsache, dass zu einem Konflikt immer zwei Seiten gehören, die leider auch Unrecht tun. Die internationale Politik ist daher immer wieder gefordert, weiter sich um einen dauerhaften Frieden zu bemühen.

Mit Blick auf die Begründung "Brücken bauen zu wollen", wofür hälst du den Beschluss der Jusos? Ist das aus deiner Sicht unbedarft, böswillig, ignorant?


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#584

RE: Bündnisse

in Parteien - kritisch betrachtet 03.12.2020 18:13
von Anthea | 12.544 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #583
Mit Blick auf die Begründung "Brücken bauen zu wollen", wofür hälst du den Beschluss der Jusos? Ist das aus deiner Sicht unbedarft, böswillig, ignorant?


Das ist unverantwortlich dumm und ignorant. Manche bezeichnen sie dadurch als antisemitisch. So weit gehe ich nicht, besonders aufgrund der Tatsache, dass sie zugeben, keine großen Kenntnisse über den Nahostkonflikt zu besitzen. Da sollten sie sich erst einmal schlau machen. Solche "hehren" und edlen Sprüche von "Brücken bauen" ziehen nicht.

Die sollten erst einmal ihre "innere Politik" ins Reine bringen, ehe sie sich an "Weltpolitik" wagen.

---


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#585

RE: SPD Wahlprogramm

in Parteien - kritisch betrachtet 28.02.2021 18:35
von Meridian | 2.884 Beiträge

Das Wahlprogramm der SPD.

https://www.sueddeutsche.de/politik/spd-...eform-1.5220582

Vermögensteuer, Tempolimit und Korrekturen an Hartz IV:

Bei der Vermögenssteuer ist aber nicht klar, ab welchem Jahresgehalt sie greift. Unklar sind auch die Korrekturen beim Hartz4. Besteht diese in erster Linie in Umbenennung in Bürgergeld??

Das Tempolimit, naja, warum nicht. Aber solange CDU/FDP und AfD eine rechnerische Mehrheit haben, wird sich das eh nicht durchsetzen. Beim Umwelt- und Klimaschutz wird v.a. die Umstellung auf Elektromobilität erwähnt. Die Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien wird nicht erwähnt. Nun, die SPD hängt halt immer noch an der Kohle.


Die äußere Welt ist der Spiegel deines Inneren.
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