#1021

RE: Klimaherausforderungen

in Die Grünen 01.09.2022 01:23
von Atue (gelöscht)
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Zitat von Findus im Beitrag #1019
Wenn Feinstaub z.B. für frühere Sterblichkeit verantwortlich ist, muss die Frage gestattet sein, ob die Pellet-Heizung ethisch überhaupt tragbar ist.


Um wie viele Jahre verkürzen die Alternativen jeweils die Lebenszeit? Also mal ganzheitlich auf AKWs geschaut, und deren Brennstäbe, die aus Uran bestehen.....und zwar inklusive der Betrachtung aller noch anstehender lebensverkürzender Maßnahmen, die zukünftig durch noch nicht geschehene Unfälle passieren, oder durch die noch ungelöste Endlagerfrage?

Wie sieht das bei Öl, Kohle und Gasheizungen aus?
Und Stromheizungen......wieder ganzheitlich betrachtet muss man mit überlegen, wie der Strom hergestellt wird......

Ich zitiere hier mal ein Fazit eines Internetartikels dazu:
Will man die Frage, ob Pellets umweltfreundlich sind oder nicht, beantworten, kann eine Einschätzung eigentlich nur im Vergleich zu anderen Heizarten gegeben werden. Denn für sich allein genommen, wirken sich Pelletsproduktion und übermäßige Holzverbrennung durchaus auf die Umwelt aus. Erst gegenüber Ölheizung und Gasheizung spielt die Pelletheizung ihre ökologischen Trümpfe aus. Denn sie erzeugt nur einen Bruchteil des CO2, das Öl und Gas produzieren. Zudem verfrachtet die Verbrennung fossiler Brennstoffe Mengen an CO2 zurück in die Atmosphäre, die eigentlich dauerhaft unter der Erdoberfläche gespeichert waren – ein Umstand, der den Treibhauseffekt wesentlich beschleunigen könnte. Insofern sind Pellets also doch durchaus klimafreundlich. Besitzer einer Pelletheizung können daher etwas aufatmen und müssen sich nicht um den Schlaf beraubt fühlen




Zitat von Findus im Beitrag #1019
Du magst du gerne korrigieren - doch würde uns nicht ein "kalter Entzug" vom endlosen Energiehunger helfen, schneller und effektiver klima- und gesundheitsfreundliche eine ökologische und soziale Energiewende zu gestalten?


Nüchtern und sachlich betrachtet mag das so sein - nur: dir sollte bei einer solchen Idee klar sein, dass wir damit nicht 8 Milliarden Menschen auf dem Planeten versorgen können....recht gut wird das vielleicht mit so 2-4 Milliarden noch gehen....sagst du den anderen Bescheid, dass wir auf sie wegen des kalten Entzugs verzichten?

Und wenn du das denen erklärt hast kommt es noch dicker: Den glücklichen 2-4 Milliarden die weiter leben dürfen, denen erklärst du dann noch, dass sie auf wesentliche Teile ihres Wohlstands zukünftig verzichten.....dabei geht es gar nicht um einen Rückfall in die Steinzeit - aber vielleicht mal so vergleichbar auf ein Niveau von 1950....heute geht schon das Jammern durch die Republik, weil wir durch die Inflation und Gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen auf das Lohnniveau von 2014 "gedrückt" werden.....

Zitat von Findus im Beitrag #1019
Es gibt doch so viele schlaue Experten, die eigentlich Antworten geben sollten. Warum bekommen wir das in unserem Land nicht besser hin?


Eine Antwort ist: Bring drei Experten an einen Tisch, dann hast du fünf verschiedene Meinungen....
Eine andere Antwort ist: Wir werden nicht von Experten sondern von Politikern regiert....
Eine dritte Antwort ist: Als Bürger sehen wir gerne weg, wenn es Probleme gibt. Die sollen doch andere für uns lösen.




Dieser Tage ging durch die Presse, dass der Club of Rome vor 50 Jahren seinen ersten großen Bericht an die Menschheit abgegeben hat - die Grenzen des Wachstums. Schon 1972 warnten deren Mitglieder die Menschheit davor, dass wir irgendwann zwischen 2010 und 2040 auf katastrophale Zustände zulaufen werden - wenn sich nicht grundlegend was verändert.

Die Menschheit WEISS es also - schaut aber auch schon seit 1972 konsequent weg. Die Voraussagen für die nächsten Jahrzehnte des Club of Rome sind Hunger, Dürren, Seuchen, failed States, Kriege, Flüchtlingsströme, das Zusammenbrechen von Ökosystemen und einiges mehr.

Ich habe den ersten Bericht des Club of Rome Anfang der 80er gelesen - und sehe nichts, was mich optimistisch stimmt.
Wir WISSEN dass es so kommt - und machen doch nichts.

Siehe Bayern - da regt man sich über die Abstände von Windrädern zu Siedlungen auf.....und will Atomkraftwerke länger laufen lassen.....
Siehe den Aufruhr der kommt, wenn von einem Grünen die Aussage kommt, dass man in Kantinen doch mal über einen Veggie-day nachdenken könnte.....

SINNVOLL wäre das - aber schon den Dialog darüber zerstört man damit, dass man sofort über Bevormundung redet.

Und auch mal hart gesprochen: Auch die Diskussion über die Feinstaubschädlichkeit von Pelletheizungen ist eine typische Nebelkerzendiskussion....anstatt sich sehr schnell auf die größten Schädlinge zu konzentrieren, und deren Umweltschädlichkeit nachhaltig abzustellen, lenkt man die Diskussion auf Pelletheizungen und zerredet die.....um dann weiter machen zu können wie bisher.

Wir müssen raus aus AKWs, wir müssen raus aus Braunkohle, Kohle und schließlich auch aus Gas und dann auch aus Pellets. Aber bitteschön lasst uns mal die AKWs abschalten und uns dann um die Braunkohle und Kohle kümmern - und zwar bitte immer mit den besten Alternativen - und die können nur regenerativ sein.

Bezogen auf den ökologischen Fußabdruck und die Klimaschädlichkeit ist es inzwischen unbestritten, dass die e-Mobilität besser ist als das, was wir bisher in der Automobilität eingesetzt haben. Aber anstatt die Alternativen zuzulassen, lenkt man die Diskussion auf schwierige Herstellungsmethoden bei der Lithiumproduktion im Ausland....und verhindert so den sinnvollen Einstieg in den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen. Klar sollte man beim Umstieg auf Batterietechnologie auch mehr und mehr die Lithiumproduktion auf ethisch korrekte Verfahren umstellen - nur, wenn das Fehlen solcher Verfahren in der Gegenwart dazu führt, dass man weiterhin auf ganzheitlich betrachtet wesentlich schädlichere fossile Technologie setzt - dann leistet man dem sinnvollen Wandel einen Bärendienst.

Mich überzeugt deshalb deine Argumentation auch nicht. ICH wünsche mir den Wandel in der Weltwirtschaft schon seit Anfang der 80er, als mir klar war, auf was die Menschheit zusteuert. Für meinen Teil habe ich versucht, in meinem Leben einen gesunden Kompromiss zwischen dem zu fahren, dass ich selbst in der Tendenz eher den miesen Schnitt meines Landes zum positiven verbessere - aber gleichzeitig bin ich auch nicht bereit, als Asket zu leben, während alle anderen fröhlich weiter die Party bis zum bitteren Ende laufen lassen. Im Rahmen meiner Möglichkeiten habe ich einiges gemacht - und auch auf einiges verzichtet. Ich wäre auch zu mehr bereit gewesen - aber nicht, wenn ganze Gesellschaftsschichten CDU/CSU, FDP und auch SPD oder LINKE oder gar AFD wählen, weil die noch nicht mal im Ansatz das notwendigste adressieren.

Wenn jeder in Deutschland seinen individuellen ökologischen Fußabdruck so verringern würde, wie ich meinen verringert habe - wir wären heute schon deutlich weiter und es wäre kein Problem für uns, auf russisches Gas, AKWs und Braunkohle und auch noch Steinkohle zu verzichten. Ich wäre auch noch bereit, weiter zu gehen - aber nicht, wenn die anderen um mich herum munter weiter machen und Party feiern. Nein - mein schlechtes Gewissen hält sich in Grenzen - und mit meiner Pelletheizung inklusive Feinstaubfilter weiß ich, dass ich schon viele Jahre schädliche Emissionen vermieden habe.

Ganz ehrlich - ich fliege dann auch demnächst ohne schlechtes Gewissen in meinen nächsten Urlaub. Ok - den ökologischen Fußabdruck kompensiere ich freiwillig allerdings nur finanziell - real wäre er nur kompensiert, wenn ich auf den Flug verzichten würde.....aber so weit geht mein Altruismus inzwischen dann nicht mehr, dass ich auf allen Wohlstand verzichte, während eine übergroße Mehrheit noch immer noch nicht mal die Grünen wählt.....obwohl die inzwischen weich gespülten Grünen nur noch wenige Zumutungen fordern.

NOTWENDIG wäre was ganz anderes - frag nur mal den Club of Rome.....da sind die Experten!

Und: WENN die Menschheit 1972 auf den Club of Rome gehört hätte und umgesteuert hätte - wir hätten bis heute einen beständig steigenden Wohlstand beibehalten können....weltweit, ohne Hunger, ohne Verelendung....es wäre möglich gewesen.....wir haben uns anders entschieden (oder genauer genommen, wir haben die Warnungen ignoriert). Die Rechnung zahlen wir dann in den nächsten mindestens 300 Jahren......und es wird teuer.



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#1022

RE: Klimaherausforderungen

in Die Grünen 01.09.2022 09:51
von Meridian | 2.869 Beiträge

Wasserstoff hinkt zwar in der Effizienz von Akkus hinterher, bleibt aber am Ball.

https://www.cleanthinking.de/hysata-kapi...se-wasserstoff/

Die Kapillar-Elektrolyse erhöht die Effizienz deutlich. Hier noch ein Video, dass das schön erklärt.

https://www.youtube.com/watch?v=nAQTpjFkulQ

Ob das Unternehmen seine Versprechen halten kann? Schön wäre es.


Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.
(Benjamin Franklin)
SirPorthos hat sich bedankt!
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#1023

RE: Klimaherausforderungen

in Die Grünen 01.09.2022 15:54
von SirPorthos | 3.127 Beiträge

Moin Meridian,

ich habe damals als Schüler ineffzient Wasserstoff hergestellt. Anode und Kathode. Als Katalysator ne Salzmischung. Damit habe ich Luftballons gefüllt und mit dem Knallgas die verdammte Nachbarschaft tyranisiert. Das war nur ein Spaß.

Aber nun stell Dir mal vor, Mama Afrika würde in der Sahara Photovoltaik betreiben. Wasser aus den Meeren haben sie genug. Und Sonne haben sie auch.Niemand müsste mehr hungern in Afrika. Die Welt würde besser werden.Und wir alle hätten Energie ohne Nutzung fossiler Resourcen.

Und Mama Afrika würde prosperieren.

Und ja, ich liebe Afrika. Es ist die Wiege der Menschheit.

Alles Gute aus dem alten Land !


Imperare sibi maximum bellum est
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#1024

RE: Klimaherausforderungen

in Die Grünen 06.09.2022 09:44
von Meridian | 2.869 Beiträge

Es war die Rede von der schwierigen und nicht umweltfreundlichen Gewinnung von Lithium. Doch das Recycling von Li-Akkus macht Fortschritte.

https://www.solarserver.de/2022/09/05/zs...ionenbatterien/

Die Recyclingquote sollte immer auf 100% angestrebt werden. Das würde auch die Rohstoffabhängigkeit vermindern.


Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.
(Benjamin Franklin)
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#1025

Waschlappen

in Die Grünen 07.09.2022 17:46
von SirPorthos | 3.127 Beiträge

Moin liebe Gemeinde !

Ich denke gerade über Waschlappen nach. Der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann empfahl ja Waschlampen, um Energie und Gas zu sparen. Aber ich habe mit Waschlappen so meine Probleme. Begründung: Ich halte 80% der Politiker für Waschlappen und die kommen niemals an meinen heiligen Hintern dran....und vorne schon gar nicht ! 🤣 Damit kann sich Herr Kretschmann seinen alten grünen faltigen Arsch abputzen. Das spart Klopapier ! Sehr nachhaltig !

LG


Imperare sibi maximum bellum est


zuletzt bearbeitet 07.09.2022 17:53 | nach oben springen

#1026

RE: Jahrtausendsommer 1540

in Die Grünen 13.09.2022 12:20
von Meridian | 2.869 Beiträge

Hier ein Video, dass zeigt, dass es in der Geschichte Europa noch wärmere Sommer gab.



Die Klimaskeptiker würden das als Beweis sehen, dass solche Klimaschwankungen nicht menschgemacht sind. Doch man kann auch umgekehrt sagen: Wenn 1540 schon solche Sommer möglich waren, was ist dann erst zusammen mit dem jetzigen menschllichen Einfluss möglich??

Weitere Links:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natu...r-a-978654.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Dürre...ter%20herrschte.

https://klimaarchiv.info/1540-die-jahrtausendduerre.html

Übereinstimmend kann man sagen, dass vor der Dürre in Mitteleuropa der Mittelmeerraum schon vorher betroffen war. Das kann man im Kleinen auch für den Sommer 2022 sagen. Bevor die Hitzewellen nach Deutschland schwappten, war es in Südeuropa schon ungewöhnlich heiß.

Während Nahrung immer teurer wurde, wurde Wein sehr billig. (So konnte man seine Sorgen ersaufen.) Gilt aber auch für diesjahr: Nahrung wird immer teurer, wenn auch mehr bedingt durch den Ukraine-Krieg. Recht billig ist dagegen der Wein. Sogar in einem Bioladen habe ich Wein für nur 3,99€ oder weniger gefunden.

Noch zu 1540: Auffallend ist auch, dass in Russland der Sommer hingegen ein Ausfall war. In Europa führte die Austrocknung der Flüsse zum einen zu starkem Wassermangel, zum anderen aber auch zu einer verstärkten Bautätigkeit von Brücken.

Aktuell ist in meiner Gegend (Berlin) das Gras wieder grün, es hat auch immer wieder geregnet. Aber nur die obere Schicht von 25cm ist durchfeuchtet. Das reicht fürs Gras. Darunter bis in 1,8m Tiefe ist es teils knochentrocken. Eigentlich müsste es ein paar Wochen lang mäßigen Dauerregen geben, um den Boden wieder komplett zu durchfeuchten. Ein kurzer, aber starker Regen bringt wenig, denn dann würde das meiste Wasser oberflächlich in die Flüsse und Seen abfließen.


Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.
(Benjamin Franklin)
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#1027

RE: Jahrtausendsommer 1540

in Die Grünen 13.09.2022 14:52
von Anthea | 12.430 Beiträge

Es ist ein Spruch von altersher: Wer Sorgen hat, hat auch Likör(wein). Oder so ähnlich heißt das.


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#1028

RE: Energiebilanz Deutschland 2022

in Die Grünen 05.01.2023 11:45
von Meridian | 2.869 Beiträge

Es gibt erste vorläufige Bilanzen zur Stromproduktion in DE von 2022:

Positiv: Die Erneuerbaren haben wieder zugelegt, wenn auch mehr wetterbedingt als durch Zubau
Negativ: Die Fossilen auch, v.a. die Kohle. Grund: weniger Atomkraft und Verlagerung von Gas auf Kohle, wo möglich.

Hier die Anteile:

https://www.energy-charts.info/charts/en...2&interval=year

Achtung: Die Prozente sind auf den Nettostromverbrauch bezogen. Die offiziellen Daten von Regierungsseite beziehen sich auf den Bruttostromverbrauch. Die Erneuerbaren dürften demnach einen Anteil von ca. 45% haben.

Photovoltaik: Starke Steigerung wegen des sehr sonnigen Sommers, aber auch der Zubau ist nicht zu verachten.

Windenergie: V.a. dank der Monate Jan und noch mehr Feb, bei denen die Windräder ganze Arbeit geleistet haben, ist der Windstromanteil wieder gestiegen, hat aber den Rekord von 2020 noch nicht erreicht. Der Zubau steigt zwar, ist aber weiterhin auf niedrigem Niveau. Immerhin kommt der Ausbau der Offshore-Windräder wieder in Gang.

Biomasse: Stromproduktion stabil, kaum Zubau

Wasserkraft: weniger Strom dank Trockenheit

Braunkohle und Steinkohle: Höchste Stromproduktion seit 2018

Erdgas: Stromproduktion etwas niedriger als 2021, aber nicht so wie erhofft, immer noch höher als 2018.

Stromexport: Wieder höher als in den vorigen 2 Jahren.

Hier ein Link dazu (Stromerzeugung seit 2002):

https://www.energy-charts.info/charts/en...al=year&year=-1

Mit einem Einfachklick kann man eine Energieform weg- oder wieder herklicken (auf den entsprechenden farbigen Punkt neben der Erklärung). Ein Doppelklick lässt die betreffende Energieform als einzige erscheinen. Ein Dreifachklick lässt alle Energieformen incl. Last und Importsaldo erscheinen. (ist auch in den Hinweisen rechts unten beschrieben) Noch zur Windenergie: Wer nur onshore und offshore sehen will, kann auf eines der beiden einen Doppelklick machen und anschließend auf das andere anschließend einen Einfachklick.

Rechts (nur auf Laptops mit hinreichend großen Bildschirmen, sonst erscheint die vereinfachte Version für Tablets und Smartphones) kann man noch z.B. im Bereich der Anordnung auf "Gestapelt (gruppiert)" klicken. Dann werden erneuerbare, fossile und nukleare Energien getrennt. In der Konfiguration kann man Teil- und Gesamtsummen anklicken, damit auch Zahlen sichtbar werden. Und es geht noch vieles mehr. Einfach probieren...


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#1029

RE: Energiebilanz Deutschland 2022

in Die Grünen 05.01.2023 15:03
von Meridian | 2.869 Beiträge

Noch eine interessante Anmerkung zur Photovoltaik in Bayern: Sie deckt offenbar 20% des Strombedarfes.

https://www.solarserver.de/2023/01/05/ph...n-strombedarfs/

Eigentlich eine positive Nachricht, aber da fängt es an, kritisch zu werden. Während sie im Winter viel zu wenig liefert, kann sie an sonnigen Tagen im Sommer und Spätfrühling rechnerisch zur Mittagszeit rein rechnerisch über 100% des Strombedarfes decken. Solange es Leitungen gibt, um den Überschuss wegzuleiten, ist das gut, aber die Speicherung wird immer nötiger. Hier reichen Kurzzeitspeicher wie Akkus, die den überschüssigen Mittagsstrom für die Abendstunden bereithalten.

Überschüsse zur Produktion von Wasserstoff sind eher für die Windenergie geeignet, da diese weniger an die Tageszeiten gebunden ist. Gerade gestern waren die Windräder in Deutschland in Hochform. Es könnte sogar einen Leistungsrekord gegeben haben. Immerhin sorgt das für Einsparungen beim Gas, dessen Speicherfüllstand immer noch (oder wieder) bei 90% liegt. Seit dem mild-windigen Wetter kam es sogar wieder zu einer Auffüllung. Geholfen hat auch der niedrigere Energieverbrauch an Weihnachten und zum Jahreswechsel. In den kalten Tagen kam es allerdings zu einer starken Abnahme, die - hätte sie bis März gehalten - zur kompletten Leerung der Gasspeicher zur Folge gehabt hätten.


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#1030

RE: Energiebilanz Deutschland 2022

in Die Grünen 07.01.2023 11:41
von Findus | 2.522 Beiträge

Im Grunde nichts Neues und doch mehr Details. Auch bei einer Begrenzung der Klimaerwärmung auf "nur" 1,5 Grad werden wir weltweit die Hälfte der Gletscher verlieren. Die nach dem Abschmelzen des Südlichen Schneeferner im Sommer 2022 verbleibenden 4 deutschen Gletscher sind der Studie zufolge nicht mehr zu retten. Für den Südlichen Schneeferner prognostiziert die Bayrische Akademie der Wissenschaften, dass er in 1 bis 2 Jahren komplett abgeschmolzen sein wird.
Der Studie zufolge steht das Schmelzen der Gletscher in linearem Zusammenhang mit dem durchschnittlichen globalen Temperaturanstieg. Damit ist der Sachverhalt so einfach, dass ihn sich eigentlich Jedermann vorstellen können sollte.

Mehr zum Thema: https://www.spektrum.de/news/die-gletscherschmelze-ist-nicht-mehr-zu-stoppen/2096292

Für mich macht sich da zum Jahresanfang doch Ernüchterung breit. Wir schaffen es nicht vom Klima-Killer Kohle loszukommen, mehr Energie zu sparen und selbst innovative Ansätze wie die Erforschung einer Moorlandwirtschaft auf wiedervernässten Flächen (Einsparpotenzial 5% der Brutto - CO2-Emission) finden sich noch am Beginn der Studienphase.



zuletzt bearbeitet 07.01.2023 11:42 | nach oben springen

#1031

RE: Wolken...

in Die Grünen 01.04.2023 09:51
von Meridian | 2.869 Beiträge

Lachgas gilt als eines der heftigsten Treibhausgase überhaupt und hat angeblich die 300-fache Wirkung wie CO2. Doch es hat auch andere Wirkungen. Und nein, die folgende Meldung ist nicht vom Postillon:

https://www.wetteronline.de/wetterticker...dc-d8607f822bf1

Warum keine lila Wolken mit der Aufschrift "Milka"? Bei den Kühen klappt das doch auch (angeblich). Aber rosa geht auch. Da fühlt man sich doch gerade im Frühling wie auf "Wolke 7".


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#1032

RE: Wolken...

in Die Grünen 01.04.2023 13:19
von Anthea | 12.430 Beiträge

Ob pink oder rosa - das sind ja richtige "Mädchenwolken".
Modisch farblich total "in". Ich finde solche Wolken schön.

PS: Und wenn man vorher für solch ein Ergebnis so richtig viel lachen muss durch Lachgas - lachen ist doch gesund, sagt man.


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#1033

RE: Wolken...

in Die Grünen 01.04.2023 13:52
von Dr. Yes | 1.360 Beiträge

Zitat von Meridian im Beitrag #1031
Und nein, die folgende Meldung ist nicht vom Postillon:
https://www.wetteronline.de/wetterticker...dc-d8607f822bf1

Wäre ja ein gelungener Gag, wenn im Gegenzug der Postillion heute nur wahre Geschichten verbreitet.


Ще не вмерла України і слава, і воля


zuletzt bearbeitet 01.04.2023 14:00 | nach oben springen

#1034

RE: Wolken...

in Die Grünen 01.04.2023 16:00
von Anthea | 12.430 Beiträge

Zitat von Dr. Yes im Beitrag #1033
Zitat von Meridian im Beitrag #1031
Und nein, die folgende Meldung ist nicht vom Postillon:
https://www.wetteronline.de/wetterticker...dc-d8607f822bf1

Wäre ja ein gelungener Gag, wenn im Gegenzug der Postillion heute nur wahre Geschichten verbreitet.


Das macht ja alle wuschig, wenn dann der Postillon morgen zweimal den Monatsnamen nennt... Ja, was denn nun?


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#1035

RE: E-Coal

in Die Grünen 01.04.2023 16:31
von Meridian | 2.869 Beiträge

Eine Maßnahme, um Dampfloks klimaneutral zu betreiben, zumindest am 1. April...

https://pro-bahn-sh.de/museumsbahnen-im-...-auf-ecoals-um/

Elektrische Dampfloks gab es aber tatsächlich eine Zeitlang in der Schweiz:

https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrische_Dampflokomotive

.


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