#826

RE: Windkraft vs. Bürgerinitiaven?

in Die Grünen 23.05.2021 18:12
von Till (gelöscht)
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Um beispielsweise Autos effizienter zu machen, brauchen wir keine Rechenzentren. Einfach kleiner bauen, weniger PS, weniger Protz reichen völlig. Dazu Auto fahren teurer machen und ÖPNV ausbauen.
Oder um Kurzstreckenflüge einzustellen und durch die Bahn zu ersetzen benötigen wir auch keine Rechenzentren.



zuletzt bearbeitet 23.05.2021 18:17 | nach oben springen

#827

RE: Windkraft vs. Bürgerinitiaven?

in Die Grünen 23.05.2021 18:24
von Findus | 2.522 Beiträge

Zitat von Till im Beitrag #826
Um beispielsweise Autos effizienter zu machen, brauchen wir keine Rechenzentren. Einfach kleiner bauen, weniger PS, weniger Protz reichen völlig.


In dieser Generalität falsch. Wir haben Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen. Wenn es z.B. nur den Einheitsviersitzer gäbe, so hätten größere Familien Probleme. Der Handwerker wird noch immer einen leistungsstark motorisierten Van benötigen. Ältere Menschen wollen ein Auto mit beinfreundlichem Einstieg, usw. Auf dem Land wird das Auto immer wichtiger bleiben als in der Stadt.
Und ein Auto ist heute ein fahrender Computer, lieber Till.

Was wir machen können, ist das Auto und andere Verkehrsformen sinnvoll miteinander zu verbinden. Schaffst du mehr P+R mit Anschluss an die Stadtbahn, dann stellen mehr Leute ihren Wagen einen Teil der Strecke ab. Interessanterweise sind Schienenfahrzeuge in der Nutzung regelmäßig beliebter als Busse. Auch das sollte man beachten und z.B. Kleinbahnstrecken reaktivieren / soweit möglich wiederherstellen. Und auch das Fahrrad ist ein tolles Verkehrsmittel, jedoch nur für kurze Strecken. In den Städten kann man das in ein Mobilitätskonzept einbauen.
Öffentlicher Verkehr muss in der Taktung attraktiver werden und die Bedürfnisse der verschiedenen Nutzergruppen besser berücksichtigen.

Im Fazit braucht es hier keine Till´sche Ideologie, sondern ein schlaues Verkehrskonzept. Und da kommen wir an den Punkt, wo Politik dann eben doch für die Details Planer braucht. Das bringt mehr als in Verboten zu denken.



zuletzt bearbeitet 23.05.2021 18:26 | nach oben springen

#828

RE: Windkraft vs. Bürgerinitiaven?

in Die Grünen 23.05.2021 18:42
von Till (gelöscht)
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Meine Güte, ich stelle doch überhaupt nicht in Abrede, dass wir unterschiedliche Autos für unterschiedliche Zwecke brauchen. Einen Lkw kann man auch nicht durch einen Fiat 500 ersetzen.
Aber niemand braucht einen 2,5-Tonner SUV, schon gar nicht, um zum P+R-Platz zu kommen. Und wenn man den nicht verbieten will, dann so teuer machen, dass es weh tut. Hat nichts mit Ideologie zu tun, sondern nur mit Vernunft.

Was den Ausbau des ÖPNV betrifft, gibt es viele Möglichkeiten; das Wichtigste ist allerdings guter Wille.

Im Übrigen, auch wenn ein Auto ohne Computer nicht mehr denkbar ist: Die Energieeinsparung ist dadurch größer als der zusätzliche Verbrauch.



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#829

RE: Windkraft vs. Bürgerinitiaven?

in Die Grünen 23.05.2021 18:57
von Findus | 2.522 Beiträge

Ein Mini ist trotzdem nicht für jeden das richtige, Till. Nehmen wir mal alte Menschen. Die gute Tante Trudi mit ihrem kaputten Bein. Früher hatte die Trudi einen kleinen VW FOX, wegen des hohen Einstiegs. Nachdem der Fox jedoch nicht mehr produziert wurde, musste Trudi beim nächsten Autokauf auf einen SUV umsteigen - niemand produziert kleine Autos mit beinfreundlichem höheren Einstieg.
Im Gegenteil, Till, würde ich annehmen, dass sich die Produktpalette um Effizient zu sein noch stärker als heute diversifizieren müsste.

PS: Die gute Tante Trudi hat mit beim Fox nahe der Stadtbahn geparkt und tut das mit ihrem SUV immer noch. Die will nur ihren Alltag gut bewältigen und interessiert sich nicht dafür, dass sie in dein ideologisches Schema nicht passt.

Nachhaltigkeit und Ökologie sind wichtig, keine Frage. Doch muss man sie sinnvoll mit dem Alltag der Menschen verbinden statt stumpf Forderungen zu stellen.

Im Grunde bräuchte es eine Mischung aus Grünen und FDP um Ökologie und Freiheit gut zu vereinen.



zuletzt bearbeitet 23.05.2021 19:03 | nach oben springen

#830

RE: Windkraft vs. Bürgerinitiaven?

in Die Grünen 23.05.2021 19:05
von Till (gelöscht)
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Aahja, weil es keinen VW Fox mehr gibt, kauft sich Ihre Tante Trudi jetzt einen Touareg.

Die FDP braucht kein Mensch. Deren Vorstellungen von Ökologie sind jenseits von gut und böse; da sind wir in hundert Jahren noch keinen Schritt weiter.



Meridian hat sich bedankt!
zuletzt bearbeitet 23.05.2021 19:08 | nach oben springen

#831

RE: Windkraft vs. Bürgerinitiaven?

in Die Grünen 23.05.2021 19:18
von Meridian | 2.869 Beiträge

Zitat
Im Grunde bräuchte es eine Mischung aus Grünen und FDP um Ökologie und Freiheit gut zu vereinen.


Deswegen hoffe ich, dass beide Parteien in der nächsten Regierung in einer Koalition sind, mit CDU oder besser SPD.

Bei rot-rot-grün (oder grün-rot-rot) erwarte ich weniger Erfolge. Ich befürchte, die werden es so angehen, dass alle Widerstände gegen sie maximal aktiviert werden (z.B. auch im Bundesrat). Zudem rechne ich in so einer Koalition mit Gezicke und Gehacke bis hin zu gegenseitigen Blockaden und kleinen Racheaktionen wie bei Dick und Doof, ähnlich wie in der aktuellen R2G in Berlin.

Bsp.: Man ist sich grundsätzlich einig, den öffentlichen Nahverkehr auszubauen, aber Grüne und Linke waren lange schon aus ideologischen Gründen gegen die Erweiterung der U-Bahn, weil zu teuer und schon fast einseitig für die Straßenbahn. Ok, gerade im Westen Berlins kann sie durchaus reaktiviert werden. Die SPD war für die Verlängerung von ein paar U-Bahn-Linien. Im Streit hat man sich zur Freude der Opposition zeitweise gegenseitig blockiert (d.h. die Opposition hat man sich selber geschaffen).
Inzwischen hat man sich bei allen auf die Verlängerung von zwei oder drei Linien geeinigt. Und die Straßenbahn? Da geht alles langsamer voran als gewünscht. Jetzt, wo Wahlen anstehen, ist keine einzige neue Tramlinie gebaut worden gegen die Versprechen (Gründe: 1. NIMBY-Proteste, 2. Mangel an Arbeitskräften in der Stadtplanung, ist schwer zu beheben, weil Planer in der Privatwirtschaft besser bezahlt werden und 3. eine ohnehin schwerfällige Bürokratie), auch wenn die Planungen Fortschritte machen und bald Baurecht für 3 Abschnitte zu erwarten ist. R2G hat zwar in den Umfragen weiterhin die Mehrheit, unter welcher Führung, ist nicht sicher. Derzeit führen die Grünen, aber Giffey kandidiert, und die Berliner nehmen ihr Plagiat nur wenig übel. Eine Ampel ist genauso möglich wie eine Beteiligung der CDU.


Die äußere Welt ist der Spiegel deines Inneren.
Findus hat sich bedankt!
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#832

RE: Windkraft vs. Bürgerinitiaven?

in Die Grünen 23.05.2021 19:21
von Till (gelöscht)
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Und Sie meinen, zwischen FDP und Grünen wird Friede, Freude, Eierkuchen herrschen?



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#833

RE: Windkraft vs. Bürgerinitiaven?

in Die Grünen 23.05.2021 19:25
von Findus | 2.522 Beiträge

Zitat von Meridian im Beitrag #831
Eine Ampel ist genauso möglich wie eine Beteiligung der CDU.


Gerade wegen der Unterschiedlichkeit der Partner eine interessante Kombination. Es braucht hier einen Ministerpräsidenten / Regierenden Bürgermeister, der diese Unterschiede moderieren und die jeweiligen Stärken hervorbringen kann.


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#834

RE: Windkraft vs. Bürgerinitiaven?

in Die Grünen 23.05.2021 21:38
von Meridian | 2.869 Beiträge

Zitat von Till im Beitrag #832
Und Sie meinen, zwischen FDP und Grünen wird Friede, Freude, Eierkuchen herrschen?


Weiß ich nicht. Aber eine Ampel hat die Chance, Wirtschaft (FDP), Klimapolitik (Grüne) und Sozialpolitik (SPD) zu harmonisieren. Ob und wie sie genutzt wird, ist eine andere Frage.


Die äußere Welt ist der Spiegel deines Inneren.
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#835

RE: Windkraft vs. Bürgerinitiaven?

in Die Grünen 23.05.2021 22:38
von Findus | 2.522 Beiträge

Zitat von Meridian im Beitrag #834
Weiß ich nicht. Aber eine Ampel hat die Chance, Wirtschaft (FDP), Klimapolitik (Grüne) und Sozialpolitik (SPD) zu harmonisieren. Ob und wie sie genutzt wird, ist eine andere Frage.


Ich denke, Meridian, die Chancen zu sehen die genutzt werden könnten, ist eine hilfreiche Haltung als über das Schlechte zu unken und zu jammern. Chancen kann man gestalten. Unkenrufe lassen einen hingegen im Jammertal bleiben.
Das du die Möglichkeiten und Chancen siehst, würde dich zu einem guten Politiker machen - dich würde ich wählen.



zuletzt bearbeitet 23.05.2021 22:40 | nach oben springen

#836

RE: Windkraft vs. Bürgerinitiaven?

in Die Grünen 24.05.2021 10:10
von Anthea | 12.430 Beiträge

Zitat von Till im Beitrag #832
Und Sie meinen, zwischen FDP und Grünen wird Friede, Freude, Eierkuchen herrschen?


Das glaube ich nicht in Anbetracht des ehrgeizigen FDP Chefs...

---


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#837

RE: Windkraft vs. Bürgerinitiaven?

in Die Grünen 24.05.2021 10:26
von Findus | 2.522 Beiträge

Zitat von Anthea im Beitrag #836
Zitat von Till im Beitrag #832
Und Sie meinen, zwischen FDP und Grünen wird Friede, Freude, Eierkuchen herrschen?


Das glaube ich nicht in Anbetracht des ehrgeizigen FDP Chefs...

---



Laschet - Baerbock passt genau so wenig. Und R2G ist augenblicklich an den Grünen am Scheitern.
Die Ampel bietet im Grunde die meisten Chancen für Veränderung.


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#838

RE: Windkraft vs. Bürgerinitiaven?

in Die Grünen 24.05.2021 11:07
von Meridian | 2.869 Beiträge

Zitat von Anthea im Beitrag #836

Das glaube ich nicht in Anbetracht des ehrgeizigen FDP Chefs...

---



Es sei denn, die FDP steigt derart auf (und die Grünen sinken derart), dass sie in einer Ampel plötzlich stärkste Partei, also das Vermächtnis von Westerwelles geplanten Projekt 18 einlösen würde, z.B. mit FDP 18%, Grüne 17% und SPD 16%. Macht zusammen 51%. [Allerdings ist bei einer so starken FDP auch schwarz-gelb gar nicht so unwahrscheinlich. Wenn genügend "sonstige" gewählt werden, können der CDU schon 28% reichen. Fliegt die Linke - laut INSA aktuell bei 6% - raus, reicht auch noch weniger, was stark an das Wahlergebnis von NRW erinnern würde: mittelmäßige CDU, starke FDP und Linke raus mit 4,9%.]

Angenommen, es würde eine Mehrheit für eine Ampel gewählt mit FDP als stärkste Partei, aber ohne dass sie einen Kanzlerkandidaten aufgestellt hat: Darf die FDP dann trotzdem den Kanzler stellen? Ich meine, das ist möglich. Und wenn Lindner plötzlich Kanzler werden kann, wird er bestimmt lieber eine Ampel versuchen als Juniorpartner der CDU zu werden.

Ist die FDP nicht die stärkste Partei unter einer Ampel, hängt davon ab, was der FDP sonst noch geboten wird. Sind SPD und Grüne zusammen mit der CSU jeweils so stark, dass es knappe Mehrheiten gibt für schwarz-grün oder schwarz-rot (aber keine schwarz-gelbe Mehrheit) und damit die Ampel die einzige Möglichkeit für die FDP einer Regierungsbeteiligung ist, wird sie sich auch darum bemühen, bes. dann, wenn auch noch R2G eine Mehrheit hat. Gibt es aber keine Mehrheit für schwarz-rot, was ziemlich wahrscheinlich ist, wird sie auch versuchen, auf eine Deutschlandkoalition CDU-SPD-FDP hinzuarbeiten, wenn es mit den Grünen schwierig ist. Aber ob die SPD das mitmacht?
Gibt es auch keine Mehrheit für schwarz-grün, hat die FDP wieder mehr "Erpressungspotential" mit den Worten: Ein Bündnis mit den Grünen nur unter der CDU. Allerdings können dann auch SPD und Grüne mit der CDU eine Kenia-Koalition bilden.

Aber wer auch regieren wird: Die Umwelt- und Klimapolitik findet nun unter den Argusaugen des Verfassungsgerichts und den Umweltbewegungen statt. Ermutigt durch den überraschenden Erfolg werden letztere sofort erneut klagen, wenn die Umweltpolitik denen nicht genügt, und zwar auch dann, wenn die Grünen an der Regierung beteiligt sind.


Die äußere Welt ist der Spiegel deines Inneren.
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#839

RE: Windkraft vs. Bürgerinitiaven?

in Die Grünen 24.05.2021 11:43
von Anthea | 12.430 Beiträge

Lieber Lindner - Hauptsache Laschet wird verhindert.


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#840

RE: Windkraft vs. Bürgerinitiaven?

in Die Grünen 24.05.2021 16:58
von Till (gelöscht)
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Zitat von Findus im Beitrag #835
Ich denke, Meridian, die Chancen zu sehen die genutzt werden könnten, ist eine hilfreiche Haltung als über das Schlechte zu unken und zu jammern. Chancen kann man gestalten. Unkenrufe lassen einen hingegen im Jammertal bleiben.

Ihr Optimismus ist nur Mangel an Information.

Der entscheidende Parameter ist Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr. Der weltweite Durchschnitt liegt bei etwas unter 5 Tonnen.

Deutschland lag nach dem Konsumprinzip 2016 bei 10,8 Tonnen; 2000 waren es 13 Tonnen. 55 % bis 2030 einzusparen, ist ein sportliches Ziel, an das ich allerdings nicht glaube; nicht jedenfalls, wenn CDU, SPD und FDP das Sagen haben. Dazu fehlt mir vor allen Dingen ein nachvollziehbarer Projektplan; irgendwelche Absichtserklärungen kann jeder loslassen. Außerdem gibt es zu viele Bremser und Bedenkenträger.

Das andere Problem ist, dass es viele Regionen in der Welt gibt, deren CO2-Ausstoß nur aufgrund des niedrigen Lebensstandards deutlich unter 5 Tonnen liegt. Dass diese Regionen die Absicht haben, sich weiterzuentwickeln, kann man ihnen nicht verübeln; das wird allerdings nach Lage der Dinge erst einmal mit einem höheren CO2-Ausstoß einhergehen.



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