#556

RE: Schön, dass wir mal darüber geplaudert haben.....

in Die Grünen 25.08.2020 19:22
von Findus | 2.581 Beiträge

Zitat von Meridian im Beitrag #555
Aber zum Gespräch mit Merkel: Irgendwie macht mir zu denken, dass das Quartett sich so vorsichtig gegenüber Merkel äußert. Wenn in dem Gespräch nichts herausgekommen wäre, hätten die Vier doch an harter Kritik nicht gespart. Ich habe zwar in einem früheren Beitrag geschrieben, dass Merkel die Vier um den Finger herumgewickelt hätte. Aber so wie man Greta und Luisa kennt, lassen die sich das nicht so leicht mit sich machen. Da kann Merkel noch so geschickt sein.


Vielleicht möchte Luisa Neubauer doch in den Bundestag auf der Liste der Grünen? Da die Zeichen sowieso auf Schwarz-Grün stehen...


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#557

RE: Schön, dass wir mal darüber geplaudert haben.....

in Die Grünen 25.08.2020 21:37
von kuschelgorilla | 3.292 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #549
Schöne Analyse, die "Null-Emission" ein gutes Fazit.
Doch was heißt "Null-Emission" als gesellschaftliches, wirtschaftliches und politisches Programm insgesamt? Wie soll ein Wandel organisiert werden? Und ist selbst eine grüne Marktwirtschaft nicht doch bereits ein Systemwechsel? Wie bezieht man Länder wie Brasilien oder Australien mit ein?
Nach dem Lesen habe ich sowohl den Eindruck, dass es eilt den Klimawandel anzugehen als auch mehr offene Fragen als vor dem Lesen des Beitrages.

Danke für das Teilen Meridian. Irgendwie lässt mich das Interview der Sueddeutschen trotzdem etwas ratlos zurück.


Wie man andere mit einbezieht? Naja - man muss wohl erst mal vormachen, dass es funktionieren kann und dann selbst an die Partner entsprechende Ansprüche stellen. Aber immer erst bei sich selbst anfangen.


Meine Motivation ging heute morgen winkend und lächelnd an mir vorbei
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#558

RE: Schön, dass wir mal darüber geplaudert haben.....

in Die Grünen 26.08.2020 00:37
von Atue (gelöscht)
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Bei vielen Dingen macht es nur bedingt Sinn, den Vorreiter spielen zu wollen. Ein Beispiel hierfür sind Technologien. Die ersten Photovoltaikanlagen waren auch umwelttechnisch alles andere als sinnvoll. Erst im großtechnischen Maßstab macht es Sinn, solche Techniken umfassend einzuführen. Heute haben wir die Schwelle zur Rentabilität längst überschritten - auch weil es politische Entscheidungen gab und gibt, diese Technik als Zukunftstechnik weiter zu entwickeln.

Wir müssen aufhören zu glauben, dass Vorbild und Marktwirtschaft schon reichen, um irgendwann die richtigen Dinge auch noch richtig zu tun! Marktwirtschaft und insbesondere die soziale Marktwirtschaft - und noch mehr die ökologisch-soziale Marktwirtschaft braucht Ethik und auch geisteswissenschaftlich begründete Rahmen, damit die Entwicklung ganzer Märkte und Gesellschaften tatsächlich in die Richtung geht, die mehrheitlich gewollt ist.

Ohne passende Rahmenbedingungen durch die Politik gehen selbst sinnvolle Mehrheiten im Alltagschaos unter und werden auch dann nicht berücksichtigt, wenn einzelne Vordenker schon nach neuen Maximen handeln.



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#559

RE: Schön, dass wir mal darüber geplaudert haben.....

in Die Grünen 26.08.2020 18:12
von kuschelgorilla | 3.292 Beiträge

Zitat von Atue im Beitrag #558
...
Wir müssen aufhören zu glauben, dass Vorbild und Marktwirtschaft schon reichen, um irgendwann die richtigen Dinge auch noch richtig zu tun! Marktwirtschaft und insbesondere die soziale Marktwirtschaft - und noch mehr die ökologisch-soziale Marktwirtschaft braucht Ethik und auch geisteswissenschaftlich begründete Rahmen, damit die Entwicklung ganzer Märkte und Gesellschaften tatsächlich in die Richtung geht, die mehrheitlich gewollt ist.

Ohne passende Rahmenbedingungen durch die Politik gehen selbst sinnvolle Mehrheiten im Alltagschaos unter und werden auch dann nicht berücksichtigt, wenn einzelne Vordenker schon nach neuen Maximen handeln.


Vorbild ist wichtig. Marktwirtschaft? Naja.... Im Weiteren stimme ich deinen Ausführungen weitestgehend zu. Kennst du die Romane Dirk C. Fleck - Die Maeva-Trilogie (Das Tahiti-Projekt, Das Südsee-Virus, Feuer am Fuss)? Ich denke, diese Romane beschreiben ganz gut, wie es laufen könnte - im Positiven, wie auch im Negativen.

Für uns ist eines der zentralen Probleme, dass man hier dem Neoliberalismus fröhnt. Heißt: jegliche Einmischung seitens des Staates ist böse und zu unterlassen. Allerdings wird es genau diese Einmischung brauchen, um die von dir genannten Rahmenbedingungen zu schaffen. Hier wird es auch wichtig sein, wie weit man diese Einmischung seitens des Staates treiben will/muss, denn schließlich wollen wir keine (Öko-)Diktatur, in der wir jegliche Freiheit verlieren werden.


Meine Motivation ging heute morgen winkend und lächelnd an mir vorbei


zuletzt bearbeitet 26.08.2020 18:14 | nach oben springen

#560

RE: Schön, dass wir mal darüber geplaudert haben.....

in Die Grünen 26.08.2020 21:19
von Findus | 2.581 Beiträge

Zitat von kuschelgorilla im Beitrag #557

Wie man andere mit einbezieht? Naja - man muss wohl erst mal vormachen, dass es funktionieren kann und dann selbst an die Partner entsprechende Ansprüche stellen. Aber immer erst bei sich selbst anfangen.


Einerseits das Einbeziehen, andererseits das Konkretisieren. Nicht nur, was "Null-Emission" heißt und wie man es umsetzt, sondern wie man frühzeitig auch anhängende Folgeprobleme löst. Und kann unsere Industrie überhaupt sich einfach so umstellen?

Zitat von Atue im Beitrag #558
Bei vielen Dingen macht es nur bedingt Sinn, den Vorreiter spielen zu wollen. Ein Beispiel hierfür sind Technologien. Die ersten Photovoltaikanlagen waren auch umwelttechnisch alles andere als sinnvoll. Erst im großtechnischen Maßstab macht es Sinn, solche Techniken umfassend einzuführen. Heute haben wir die Schwelle zur Rentabilität längst überschritten - auch weil es politische Entscheidungen gab und gibt, diese Technik als Zukunftstechnik weiter zu entwickeln.


Damit bist du wieder in einer industriellen Logik. Wenn auch der einer "grünen Industrie".
Ich bin mir nicht sicher, ob das hilfreich ist. Beteiligung würde es ermöglichen, mehr der Komplexität des Klimaschutzes zu bewältigen. Wenn es ums weltweite Vernetzen ginge, hätte Digitalisierung tatsächlich einmal ein innovatives Potenzial. Vor Ort wäre der Kontakt zwischen den Menschen wichtiger.

Ich erinnere mich an so manch Diskussion hier im Forum. E-Auto oder besser Wasserstoffmobiltiät. Ich glaube inzwischen, dass wir zu klein diskutiert haben, über ein sehr speziellen Aspekt. Es bräuchte ein Gesamtpaket um das Ziel Klimawandel erfolgreich bewältigen endlich angehen zu können. Und vielleicht ein Nebeneinander von Techniken, die dabei helfen könnten.



zuletzt bearbeitet 26.08.2020 21:21 | nach oben springen

#561

RE: Schön, dass wir mal darüber geplaudert haben.....

in Die Grünen 26.08.2020 23:44
von Atue (gelöscht)
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Zitat von kuschelgorilla im Beitrag #559
Für uns ist eines der zentralen Probleme, dass man hier dem Neoliberalismus fröhnt. Heißt: jegliche Einmischung seitens des Staates ist böse und zu unterlassen. Allerdings wird es genau diese Einmischung brauchen, um die von dir genannten Rahmenbedingungen zu schaffen. Hier wird es auch wichtig sein, wie weit man diese Einmischung seitens des Staates treiben will/muss, denn schließlich wollen wir keine (Öko-)Diktatur, in der wir jegliche Freiheit verlieren werden.


Ich lehne Neoliberalismus genauso ab, wie eine Ökodiktatur. Beides sind extreme Sichtweisen, die man nur einnehmen kann, wenn man normale menschliche Verhaltensweisen ausblendet.

Freiheit ist immer auch die Freiheit der anderen - die bekommen wir nur, wenn wir Regeln für das Zusammenleben haben, die das fördern. Modern sind für mich Ansätze, die auf Verstehen/Bildung setzen, auf Mitbestimmung und Kreativität, und vor allem auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aber auch dem Anerkennen, was Wissenschaft gerade auch nicht weiß.

Gerade die Corona-Zeiten liefern doch viele Beispiele dafür, wie man in einem aufgeklärten Umfeld mit Bedrohungslagen umgehen kann und umgehen sollte.

Zitat von Findus im Beitrag #560
Damit bist du wieder in einer industriellen Logik. Wenn auch der einer "grünen Industrie".
Ich bin mir nicht sicher, ob das hilfreich ist.


Was wäre die Alternative? Keine nachhaltigen Ansätze in der Industrie? Sozialistische Industriepolitik? Oder rein eine Industrie, die ausschließlich auf kurzfristige Gewinne ausgelegt ist?

Nachhaltigkeit ist für mich inzwischen keine Frage mehr - sondern eine Prämisse. Allerdings zählt für mich zur Nachhaltigkeit auch die Wirtschafltiche Dimension mit dazu - also die Forderung, dass wir bei solchen Prozessen nicht nur drauflegen dürfen, sondern dass diese auch wirtschaftlich sinnvoll sein müssen.

Langfristig geht es immer nur mit der Kreativität der Menschen. Es geht auch nur mit nachhaltigen Konzepten. Ohne Industrie wird es auch nicht gehen! Oder siehst du ernsthaft eine Alternative?



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#562

RE: Schön, dass wir mal darüber geplaudert haben.....

in Die Grünen 27.08.2020 11:06
von Findus | 2.581 Beiträge

Zitat von Atue im Beitrag #561

Was wäre die Alternative? Keine nachhaltigen Ansätze in der Industrie? Sozialistische Industriepolitik? Oder rein eine Industrie, die ausschließlich auf kurzfristige Gewinne ausgelegt ist?


Was eine Alternative wäre, müsste letztlich die Gesellschaft aushandeln.
Von der gesellschaftlichen Seite her gesehen wäre eine genügsamere Haltung zum Thema Konsum wünschenswert. Es soll gerne alle Produkte weiter geben. Wenn wir auf den Aspekt Nachhaltigkeit Wert legen, sollten wir auf hohe Qualität achten, damit Güter lange nutzbar sind und vielleicht auch repariert werden können.
Technisch bedeutet das für mich, dass es sicher Felder geben wird, in denen die Industrie benötigt wird. Jedoch auch andere Felder, in denen die Rückkehr von der Maschine zum Handwerk die bessere Alternative wäre. Arbeit könnte so gleichzeitig auch wieder sinnstiftender werden.
Versteh mich nicht falsch, die Industrie hat ihren Platz. Es kann jedoch nicht grundsätzlich das Primat des Gesetzes der Masse gelten, wenn es nachhaltige lokale Strukturen geben soll.


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#563

RE: Schön, dass wir mal darüber geplaudert haben.....

in Die Grünen 27.08.2020 14:42
von Meridian | 2.884 Beiträge

Die berüchtigte "Freiwillige Selbstverpflichtung" der Industrie, wie sie v.a. unter Gerhard Schröder propagiert wurde, kann man als gescheitert betrachten. Sie hat bei VW mit der 4-Tage-Woche funktioniert (ein großer Verdienst von Schröder). Aber was bei VW klappt, funktioniert anderswo noch lange nicht. Es geht mir nicht um eine Verbotsorgie, wie so manche Grüne es wollen, sondern darum, der Industrie ein verbindliches Ziel mit entsprechenden Förderprogrammen zu geben.

Wenn man ein Null-Emissionsprogramm vorlegt, kann man durchaus auf einen Entwicklungsschub für entsprechende Technologie hoffen, auch neue Technologien dafür dürften in den Vordergrund rücken. Bei einem Regierungsprogramm zur Emissionsreduktion besteht hingegen die Gefahr, dass man an Technologien festhält, die eigentlich überholt sind. D.h. man kann sie noch für die angestrebte Reduktion optimieren, aber als Null-Emissions-Technologie würden sie nie taugen.

Ich glaube, das ist, was der Wissenschaftler damit ausdrücken will. Mit anderen Worten: Bei einer geforderten Null-Emission würde sich die Spreu vom Weizen trennen. Dann würden sich in Zukunft nur noch Technologien lohnen, mit deren Hilfe man in absehbarer Zeit die Schadstoffemissionen komplett auf Null absenken kann.


Die äußere Welt ist der Spiegel deines Inneren.
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#564

RE: Schön, dass wir mal darüber geplaudert haben.....

in Die Grünen 27.08.2020 15:23
von Findus | 2.581 Beiträge

Zitat von Meridian im Beitrag #563
Es geht mir nicht um eine Verbotsorgie, wie so manche Grüne es wollen, sondern darum, der Industrie ein verbindliches Ziel mit entsprechenden Förderprogrammen zu geben.


Den Industrien, die Sinn machen. Kohleabbau oder den Luftverkehr darfst du nicht subventionieren.


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#565

RE: Schön, dass wir mal darüber geplaudert haben.....

in Die Grünen 31.08.2020 16:11
von kuschelgorilla | 3.292 Beiträge

Zum Thema nachhaltige Ansätze...
Da Photovoltaik-Parks auch viel Fläche fressen, Fläche, die für die Landwirtschaft und andere Bereiche nicht mehr zur Verfügung steht, könnte dies hier eine Lösung sein. Ob dieser Ansatz aber wirklich realistisch ist???

https://www.gmx.net/magazine/wissen/wiss...tobahn-35022646


Meine Motivation ging heute morgen winkend und lächelnd an mir vorbei
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#566

RE: Schön, dass wir mal darüber geplaudert haben.....

in Die Grünen 02.09.2020 00:30
von Atue (gelöscht)
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Man kann über alles nachdenken - allerdings sind Photovoltaikanlagen über Autobahnen sicherlich für mich nicht die erste Wahl. Hier würde ich erst mal über die vorhandenen Hausdächer nachdenken, die derzeit noch ungenutzt sehr viel Potential bieten.



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#567

RE: Schön, dass wir mal darüber geplaudert haben.....

in Die Grünen 02.09.2020 10:33
von Meridian | 2.884 Beiträge

Zitat von Atue im Beitrag #566
Man kann über alles nachdenken - allerdings sind Photovoltaikanlagen über Autobahnen sicherlich für mich nicht die erste Wahl. Hier würde ich erst mal über die vorhandenen Hausdächer nachdenken, die derzeit noch ungenutzt sehr viel Potential bieten.


An und über Autobahnen sollten PV-Anlagen als Schallschutzwände oder gar Einhausungen funktionieren, wo nötig. Dann hat man weniger Lärm und gewinnt zugleich Energie. Ansonsten stelle ich mir PV-Anlagen am ehesten über Parkplätzen vor (z.B. an Supermärkten). Sie schützen vor Regen, Schnee und Hitze, und Aufladestationen für die immer häufiger verkehrenden Elektrofahrzeuge werden immer mehr mit PV-Energie versorgt.


Die äußere Welt ist der Spiegel deines Inneren.


zuletzt bearbeitet 02.09.2020 10:34 | nach oben springen

#568

RE: Schön, dass wir mal darüber geplaudert haben.....

in Die Grünen 02.09.2020 11:05
von Meridian | 2.884 Beiträge

And the winner for August 2020 is...

...diesmal die Braunkohle.

https://www.energy-charts.de/energy_de.h...ar=2020&month=8

Vor dem Sturmtief letzte Woche kämpfte die Windkraft noch mit der Atomkraft um Platz 4. Doch der Sturm brachte sie dann auf einen sicheren 2. Platz. Für den 1. Platz wäre ein weiterer Sturm nötig gewesen. Den ganzen Monat lieferten sich Photovoltaik und Erdgas ein Wettrennen. Am Ende gewann am letzten Augusttag Erdgas dank der letzten sonnenscheinarmen Tage den 3. Platz.

Für die Braunkohle ist es das erste Mal seit genau einem Jahr (also seit Aug 2019), dass sie in einem Monat den meisten Strom lieferte. Ursache ist dabei nicht einmal der schwache Wind. Letztlich und auch wegen des Sturms hat die Windkraft nur geringfügig weniger geliefert als im Juli (und sogar mehr als im Aug 2019). Die Photovoltaik verlor gegenüber dem Juli deutlicher trotz der sonnigen Hitzewelle, aber die kürzeren Tage und das schlechtere Wetter im letzten Aug.drittel machten sich bemerkbar; dennoch lag die PV leicht über dem Wert vom Aug 2019. Ja, mit erstmals über 6TWh war der Aug 2020 sogar der leistungsstärkste August für die PV, was aber auch am Zubau liegt.

Grund für den 1. Platz für die Braunkohle (und auch für den 3. Platz für Erdgas) ist schlicht und einfach der wieder steigende Energiebedarf. PV- und Windkraft lieferten etwa genauso viel wie im Juni, doch im Juni war der Energiebedarf noch gering, was damals für Platz 1 und 2 für Wind und PV reichte, jetzt aber nicht mehr.

Auch die Steinkohle hat leicht zugelegt und ist wieder vor der Wasserkraft, aber noch weit hinter der Biomasse.

Zur bisherigen Jahresbilanz: Die Windkraft (88TWh) führt wohl uneinholbar vor der Braunkohle (48TWh). Selbst wenn die letzten Monate windschwach werden sollten, dürfte die Braunkohle kaum noch gewinnen. Dritter ist zwar die PV, dürfte aber auf den 5. Platz zurückfallen, da die lichtarmen Monate noch bevorstehen. Dennoch: In einer Jahresbilanz war die PV noch nie zwischenzeitlich Dritter. Gas und Atomkraft liefern ein Wettrennen, derzeit Gas knapp auf Rang 4. Die Biomasse erscheint sicher auf Platz 6, gefolgt von Steinkohle und Wasserkraft. Sollte aber der Rest des Jahres windschwach werden, kann die Steinkohle durchaus noch die Biomasse überholen und sogar der PV den 5. Platz streitig machen. Denn wie viel die fossilen Energien liefern werden, hängt in der kalten und sonnenscheinarmen Jahreszeit neben dem Energiebedarf stark von der Windkraft ab. Man sieht es am Bsp. von der Kalenderwoche 35 (letzte Woche), wo während des Sturmtief-Durchzuges die Windkraft alles verdrängte. Erstmals überhaupt an einem Werktag zur Mittagszeit wurde sogar die Atomkraft leicht reduziert (geschah bislang nur an Wochenenden oder an Werktagen nachts). Das liegt auch daran, dass die Windspitze mit der PV-Spitze zeitlich zusammenfiel, so dass es auch noch einen Leistungsrekord von PV und Windkraft zusammen (64GW) gab.

https://www.energy-charts.de/power_de.ht...ar=2020&week=35


Die äußere Welt ist der Spiegel deines Inneren.
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#569

RE: Schön, dass wir mal darüber geplaudert haben.....

in Die Grünen 04.09.2020 12:35
von Meridian | 2.884 Beiträge

Angeblich soll Hamburgs modernstes Steinkohlekraftwerk Moorburg stillgelegt werden.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/k...ssung-1.5020851

Tja, so kann es gehen. Strom aus Steinkohle ist derzeit eh sehr unattraktiv, siehe meine Links zum vorigen Beitrag. Lustig finde ich auch die Auktionen um die geringste Entschädigung. Wenn viele Versorger ihre Kraftwerke stilllegen wollen, werden sie sich in verlangter Entschädigung gegenseitig unterbieten. Find ich gar nicht einmal schlecht. Noch besser wäre es, wenn die Unterbietungen ins Negative gehen, also man sogar noch zu Zahlungen bereit ist, um den Zuschlag für die Stilllegung zu erhalten. Andererseits werden die Energieversorger ihre Verluste durch höhere Endkundenstrompreise ausgleichen.


Die äußere Welt ist der Spiegel deines Inneren.
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#570

Schwarz-Grünes Kraftwerk Moorburg

in Die Grünen 06.09.2020 13:37
von Findus | 2.581 Beiträge

Moorburg war übrigens ein Schwarz-grünes Streitprojekt. Und es war eine Grüne Ministerin die in Hamburg verkündete, dass Moorburg gebaut wird. Das war das Ende von Schwarz-Grün in Hamburg.



zuletzt bearbeitet 06.09.2020 13:37 | nach oben springen


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