#136

RE: Weniger ist manchmal mehr

in Parteien - kritisch betrachtet 23.02.2021 22:31
von Anthea | 12.544 Beiträge

Zitat von Teddybär im Beitrag #135
Ich hab’s nicht so mit der Links Partei, aber Frau Wagenknecht ist eine der profiliertesten Gestalten der deutschen Politik.

Seltsam ist nur, was Frau Wagenknecht an Herrn Lafontaine findet


Ich mag den Oskar. Und wenn man beobachtet, wie liebevoll das Ehepaar miteinander umgeht - es ist Liebe.


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#137

RE: Weniger ist manchmal mehr

in Parteien - kritisch betrachtet 24.02.2021 00:59
von Atue (gelöscht)
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Zitat von Teddybär im Beitrag #135
Seltsam ist nur, was Frau Wagenknecht an Herrn Lafontaine findet


Vieles von dem, was Herr Lafontaine politisch gewollt hat, kann ich durchaus gut verstehen und auch teilen. Mit seinen politischen Sichtweisen habe ich insofern nur wenig Probleme.
Lafontaine war allerdings nicht mehrheitsfähig - und seine Geduld auf Mehrheiten hinzuarbeiten hat nicht ausgereicht. Sein Abgang aus der SPD war alles andere als würdig, seine Rolle bei den Linken immer auch umstritten.

Inhaltlich hat Lafontaine mit Wagenknecht kein großes Problem - und umgekehrt dürfte das genauso gelten. Wenn es dann noch menschlich passt, spricht alles dafür, dass das auch ein gutes Pärchen sein kann. Ich muss den Geschmack nicht teilen - wünsche den beiden privat aber alles gute.

Politisch halte ich beide für unterschätzt - beide erkennen vieles sehr relevantes, was man ganz grundsätzlich ändern müsste.....es gibt aber absolut keine Mehrheiten für ihre Sichtweisen.



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#138

RE: Weniger ist manchmal mehr

in Parteien - kritisch betrachtet 26.02.2021 17:33
von Till (gelöscht)
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Zitat von Atue im Beitrag #137
Lafontaine war allerdings nicht mehrheitsfähig - und seine Geduld auf Mehrheiten hinzuarbeiten hat nicht ausgereicht. Sein Abgang aus der SPD war alles andere als würdig

Lafontaines Abgang war nicht unwürdig, er war konsequent. Nachdem er feststellte, daß er den Kurs Schröders (an dem die SPD noch heute laboriert) nicht beeinflussen konnte, klebte er nicht an seinem Sessel und ließ sich auch nicht verbiegen; sein Abgang war, "zeitgemäß" ausgedrückt, alternativlos.



Anthea hat sich bedankt!
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#139

RE: Weniger ist manchmal mehr

in Parteien - kritisch betrachtet 26.02.2021 18:10
von Anthea | 12.544 Beiträge

Genau so habe ich das auch immer gesehen und mochte Lafontaine aufgrund seiner Konsequenz.


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#140

RE: Weniger ist manchmal mehr

in Parteien - kritisch betrachtet 26.02.2021 19:11
von Teddybär | 1.675 Beiträge

Zitat von Anthea im Beitrag #139
Genau so habe ich das auch immer gesehen und mochte Lafontaine aufgrund seiner Konsequenz.



Konsequent konsequent.

Ich halte den Saar-Napoleon für einen grandiosen Demagogen und sehr guten Wahlkämpfer. Und mit seinem Austritt aus der SPD und Eintritt in die Partei "Die Linke" absolut folgerichtig. Auch das ist ein Grund, warum das Siechtum der SPD weitere Fortschritte macht.


Es gibt immer ein a🐻|Plüsch ist liebe|🐻🐻🐻 an die Macht|🐻🐻🐻 aller Wälder und Wiesen vereinigt euch!!|The First Reel Director in 🐻wood|

🐻 nutzt telegram.org als Messenger
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#141

RE: Weniger ist manchmal mehr

in Parteien - kritisch betrachtet 26.02.2021 23:55
von Atue (gelöscht)
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Zitat von Mecki im Beitrag #138
Lafontaines Abgang war nicht unwürdig, er war konsequent. Nachdem er feststellte, daß er den Kurs Schröders (an dem die SPD noch heute laboriert) nicht beeinflussen konnte, klebte er nicht an seinem Sessel und ließ sich auch nicht verbiegen; sein Abgang war, "zeitgemäß" ausgedrückt, alternativlos.


Nicht der Abgang als solcher war unwürdig, sondern die Art und Weise, wie er geschah.

Würdiger wäre es meiner Ansicht nach gewesen, wenn er seinen Rücktritt offiziell und abgestimmt eingereicht hätte. Dazu eine Pressekonferenz, in der er ganz offen über seine Motivation für den Rücktritt geredet hätte. Darüber, welche Sichtweise er hat, dass seine Sichtweise aber nicht der Regierungssichtweise entspricht, dass er aber auch nicht mehr die Sichtweise der Regierung weiter mittragen will.......


Eine klare Kontraposition, mit der Konsequenz des Rückzugs aus der Regierung und aus der Partei.

Lafontaine hat diesen klaren Weg damals meiner Meinung nach nicht gewählt, weil er in dem damaligen Wahlkampf Opfer eines Attentats wurde, und noch immer unter diesem Eindruck des Attentats stand. Menschlich sehe ich ihm das nach - aber im Sinne eines würdigen Abgangs hätte ich mir gewünscht, dass er nicht einfach nur einen Brief hinterlässt, der auch längst nicht so klar und eindeutig war, wie man das zu erwarten hätte.....und dann wurde er wochenlang nicht gesehen, weil er abgetaucht ist......DAS hätte man würdiger machen können - und auch er hätte es sich selbst leichter machen können.

DAS meinte ich damit.



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#142

RE: Weniger ist manchmal mehr

in Parteien - kritisch betrachtet 27.02.2021 13:47
von Findus | 2.581 Beiträge

Und wozu führt dich die Historie Lafontaines, Atue?
Für die Politik der heutigen Linkspartei ohne Relevanz.


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#143

Kein Ruhmesblatt

in Parteien - kritisch betrachtet 05.03.2021 08:58
von Anthea | 12.544 Beiträge

Die neue Parteichefin der Linken Susanne Hennig-Wellsow. Ahnungslos.

Hennig-Wellsow will Soldaten abziehen – von wo, weiß sie aber nicht

https://www.welt.de/politik/deutschland/...ber-von-wo.html

Ein recht peinlicher Auftritt. Mein Bauchgefühl hat mich nicht betrogen, als ich das Konterfrei der neuen Parteichefin sah...
Mal sehen, wie die Andere ist....

So wird das nix. Schade, dass die Linke sich jahrelang immer selbst zerlegt. Die wirklich guten Leute, die ihr Profil verliehen haben, Gysi, Wagenknecht, Lafontaine sind von der öffentlichen Bühne verschwunden. Ich sehe niemanden, der die Partei aus dem Tief holen kann.


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#144

RE: Kein Ruhmesblatt

in Parteien - kritisch betrachtet 05.03.2021 09:13
von Meridian | 2.884 Beiträge

Ich würde Hennig-Wellsow noch nicht deswegen aufgeben. Sie zahlt derzeit Lehrgeld im harten politischen Alltag. Unwissenheit gibt es auch bei anderen Politikern, doch die verstecken es besser. Sie hätte auf die Frage, wo man abziehen soll, ja antworten können "Egal wo. Hauptsache abziehen".

Ob sie lernfähig ist? Wird sich zeigen.


Die äußere Welt ist der Spiegel deines Inneren.
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#145

RE: Kein Ruhmesblatt

in Parteien - kritisch betrachtet 05.03.2021 09:19
von Anthea | 12.544 Beiträge

Zitat von Meridian im Beitrag #144
Ich würde Hennig-Wellsow noch nicht deswegen aufgeben. Sie zahlt derzeit Lehrgeld im harten politischen Alltag. Unwissenheit gibt es auch bei anderen Politikern, doch die verstecken es besser. Sie hätte auf die Frage, wo man abziehen soll, ja antworten können "Egal wo. Hauptsache abziehen".

Ob sie lernfähig ist? Wird sich zeigen.


Mag sein, Meridian, dass ich zu vorschnell urteile. Aber eigentlich ist mein "Bauch" ein zuverlässiger Ratgeber.
Sie erscheint mir zu "DDR-geprägt",


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#146

RE: Weniger ist manchmal mehr

in Parteien - kritisch betrachtet 05.03.2021 09:56
von denker_1 | 1.609 Beiträge

Zitat von Anthea


Ich mag den Oskar. Und wenn man beobachtet, wie liebevoll das Ehepaar miteinander umgeht - es ist Liebe.



Das reicht nicht!

Hitler ist mit seiner Gattin Eva auch liebevoll umgegangen. Auch Tyrannen können lieben. Denn politisch war ja Hiler nun mal der Tyrann als der er in die Geschichte eingegangen ist.

Auch andere Nazi Verbrecher hatten Frau und Kinder. Auch solche die in den KZ als Aufseher andere Kinder, möglicherweise gleichen Alters, ermordet haben.

Auf die Politik die diese Leute für uns machen, kommt es an.



zuletzt bearbeitet 05.03.2021 09:56 | nach oben springen

#147

RE: Weniger ist manchmal mehr

in Parteien - kritisch betrachtet 05.03.2021 10:19
von Anthea | 12.544 Beiträge

@denker_1, ich habe nirgendwo geschrieben, dass ein liebevoller Umgang mit dem Partner gleichbedeutend sei mit politischer Kompetenz.

Allerdings stimmt die bei dem Ehepaar und deshalb ist es wirklich schade, dass sie nicht ganz vorne an der Spitze der Partei stehen.
Leider war das Verhältnis zwischen Kipping und Wagenknecht auch nie von besonderer Sympathie geprägt. Kipping ist eine ehrgeizige Zicke mit Selbstüberschätzung. Und hat jedoch sicherlich immer das Gespür (gehabt), dass Sarah ihr weit überlegen war.

---


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#148

RE: Weniger ist manchmal mehr

in Parteien - kritisch betrachtet 05.03.2021 11:07
von Meridian | 2.884 Beiträge

Es ist ganz einfach: Sahra (so wird sie nebenbei geschrieben) und Lafontaine sind zu gut für die Politik. Ich sehe auch bei Boris Palmer gewisse Parallelitäten. Seine Schwäche sind seine Ausbrüche, die politisch nicht immer korrekt sind. Aber ansonsten ist er ein sehr erfolgreicher Bürgermeister. Vielleicht ist er auch schon zu gut für die Politik, die bekanntlich ja stets ein schmutziges Geschäft ist. Und wer da mitmache will, muss auch bereit sein, entsprechend Schmutziges zu tun. Und ich fürchte, dass das mit dem Schmutzigen in den letzten Jahren immer mehr überhand nimmt, und zwar in allen Parteien.


Die äußere Welt ist der Spiegel deines Inneren.
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#149

RE: Weniger ist manchmal mehr

in Parteien - kritisch betrachtet 05.03.2021 12:16
von Findus | 2.581 Beiträge

Oha, werden Wagenknecht und Lafontaine hier gerade zu Heiligen hochstilisiert?
Ich habe Lafontaines Abgang 1999 anders wahrgenommen: Ein Machtstratege zieht sich zurück, da er erkennt, dass er keinen Blumentopf mit gewinnen kann. Weder gegen Schröder noch mit einem desaströs von der Regierung Kohl hinterlassenen Haushalt.
Lafontaine war übrigens hatte vor Wagenknecht übrigens bereits drei Ehen mit starken Frauen. Scheidung von Christa Müller im Jahr 2013, nachdem seine Liaison mit Sara Wagenknecht im Jahr 2011 publik geworden war.


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#150

RE: Weniger ist manchmal mehr

in Parteien - kritisch betrachtet 05.03.2021 12:54
von Anthea | 12.544 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #149
Oha, werden Wagenknecht und Lafontaine hier gerade zu Heiligen hochstilisiert?
Ich habe Lafontaines Abgang 1999 anders wahrgenommen: Ein Machtstratege zieht sich zurück, da er erkennt, dass er keinen Blumentopf mit gewinnen kann. Weder gegen Schröder noch mit einem desaströs von der Regierung Kohl hinterlassenen Haushalt.
Lafontaine war übrigens hatte vor Wagenknecht übrigens bereits drei Ehen mit starken Frauen. Scheidung von Christa Müller im Jahr 2013, nachdem seine Liaison mit Sara Wagenknecht im Jahr 2011 publik geworden war.


Nicht zu Heiligen, Findus, aber zu fähigen Politikern.
Ich sehe Lafontaines Rücktritt anders als du. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Als er merkte, wohin "der Hase laufen sollte" und er es aus seiner Einstellung heraus nicht mittragen konnte und wollte, machte er Nägel mit Köpfen. Er hielt seichtes Gelaber und seines Bleibens nicht für produktiv. Es gibt nun einmal Gegensätze, die sich abstoßen. Eins geht nur.
Und natürlich ist er ein Machtmensch. Und für diese kommen nun einmal Kompromisse, die in Wahrheit halbe Lügen von einer Seite sind, nicht in den Kram. Lafontaine ist ein Macher und kein Mitmacher unter Höhergestellten, die jedoch nicht "seine Kragenweite" sind.

---


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Mahatma Gandhi


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