#91

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 19.12.2017 17:42
von Till (gelöscht)
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Die Vermutung kann man hier adressieren. Vielleicht kommt eine Antwort.


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#92

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 19.12.2017 17:56
von Anthea | 12.418 Beiträge

Zitat von Till im Beitrag #91
Die Vermutung kann man hier adressieren. Vielleicht kommt eine Antwort.


Ja, könnte.
Aber: Warum in die Ferne schweifen, sieh: Vermutbares liegt so nah...

---


Ist das, was das Herz glaubt, nicht genau so wahr wie das, was das Auge sieht? Khalil Gibran
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#93

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 19.12.2017 18:00
von Till (gelöscht)
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Zitat von Anthea im Beitrag #90
Ich mutmaße, dass, so es um die Rufe von "deutschen Christen" gegangen wäre, die "Tod den Juden" gerufen hätten oder gerufen haben sollen lt medialer Berichterstattung, so wäre keine derartige und umfangreiche Recherche wie in #82 gelesen, erfolgt!
Gut, dann mutmaße ich mal, dass es bei mutmaßlich deutschen Christen mutmaßlich gar nicht erst zu der mutmaßlich falschen Berichterstattung gekommen wäre.


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#94

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 19.12.2017 18:40
von Anthea | 12.418 Beiträge

Ich möchte mal eines klarstellen jenseits von Mutmaßungen.
Ich habe mir viel "Schimpf" eingeholt von Rechtsbraunen, wenn ich über die Jahre immer wieder behauptet habe, dass die Muslime die neuen Juden seien. Als Zielscheibe des Hasses.
Und ich lehne alle Zielscheiben ab, egal, was für ein "Konterfei" auf diesen erscheint.
Jetzt ist das "alte" offenbar wieder angesagt!

Die Hoffnung stirbt ja nie. Somit wäre Einsicht gut und richtig. Was alle verbindet: Wir haben eine Welt und ein Leben.


Ist das, was das Herz glaubt, nicht genau so wahr wie das, was das Auge sieht? Khalil Gibran
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#95

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 19.12.2017 18:47
von Anthea | 12.418 Beiträge

Ist das, was das Herz glaubt, nicht genau so wahr wie das, was das Auge sieht? Khalil Gibran
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#96

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 20.12.2017 16:22
von antenna (gelöscht)
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"Teilt euch die Stadt" sclaegt Danial Barenboim in der "ZEIT" vor.

"Die Entscheidung der amerikanischen Regierung, Jerusalem {.....} de facto als Hauptstadt Israels anzuerkennen, ist die juengste einer Reihe gravierender politischer Entscheidungen im israelisch-palaestinensischen Konflikt.
Sie macht deutlich, dass jeder Vorstoß von außen dazu tendiert, eine der beiden Konfliktparteien zu favorisieren und die andere zu demoralisieren. Dies führt zu Euphorie auf der einen Seite und Gewalt auf der anderen. Wird dem nicht deutlich und geschlossen entgegengetreten, so rückt eine Lösung des Konfliktes in noch weitere Ferne."{.....}

Unsere Politiker schaemen sich aktuell ueber die Reaktionen palaestinensischer und propalaestinensischer Demonstranten auf die einseitige völkerrechtswidrige Ankündigung von US-Präsidenten-Dealer Trump und der jahrzehntelangen Besatzung.
Diesbezueglich fraegt Frau Hecht-Galinski auf FB:
"Haben sich diese Politiker jemals dafür geschämt, dass sie immer wieder komplizenhaft ein Auge zugedrückt haben, wenn die Besatzungsmacht wieder mal auf Krieg und Ausweitung seines Territoriums in Form von illegalen Siedlungen aus waren? Haben sie sich etwa geschämt, dass sie den „Jüdischen Staat“ und seine illegale Besatzungs-Politik erst mit ermöglicht haben? Haben sie sich je geschämt für ihre grenzenlose Solidarität mit den Besatzern, und dass sie für das unglaubliche Unrecht an den Palästinensern den deutschen Steuerzahler für Rüstungsgüter zahlen lassen und ihre Zusammenarbeit auf ALLEN Gebieten, die militärische, geheimdienstliche und sonstige Zusammenarbeit, noch erweitern."

Die Idee Barenboims finde ich gut, aber leider weit von der Realitaet entfernt.
Richtig auch, dass eine Loesung des Konfliktes in noch weite Ferne rueckt, wenn "man dem nicht deutlich und geschlossen entgegentritt".
Dies kann man von unseren Politikern nicht erkennen, nicht gestern, nicht heute und leider vermutlich auch nicht morgen.
Dabei waere es mehr vonnoeten fuer Israels Sicherheit, die Teil unserer Staatsraison ist als jede militaerische Zusammenarbeit.



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#97

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 21.12.2017 13:00
von Till (gelöscht)
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Zitat von NZZ
Kurz vor einer Abstimmung in der Uno-Vollversammlung über den Status von Jerusalem hat der amerikanische Präsident Trump Kritikern mit dem Entzug von Finanzhilfe gedroht. «Sie nehmen Hunderte Millionen oder sogar Milliarden von Dollars an, und dann stimmen sie gegen uns», sagte er am Mittwoch. «Lasst sie gegen uns stimmen», fügte er an. «Wir werden eine Menge Geld sparen. Uns ist das egal.» Die amerikanische Vertreterin bei der Uno, Nikki Haley, hieb in die gleiche Kerbe: «Der Präsident und die USA nehmen diese Abstimmung persönlich», schrieb sie laut «New York Times» in einem Brief an die Mitgliedstaaten.

At the UN we're always asked to do more & give more. So, when we make a decision, at the will of the American ppl, abt where to locate OUR embassy, we don't expect those we've helped to target us. On Thurs there'll be a vote criticizing our choice. The US will be taking names. pic.twitter.com/ZsusB8Hqt4


Eine Sternstunde US-amerikanischer Diplomatie.


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#98

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 21.12.2017 14:33
von antenna (gelöscht)
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Zitat von Till im Beitrag #97
Eine Sternstunde US-amerikanischer Diplomatie.


und ein Versuch der Erpressung.



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#99

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 21.12.2017 15:10
von antenna (gelöscht)
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Zitat von sagittarius im Beitrag #67
Es gibt in den USA eine starke Lobby für Israel,bestehend aus jüdischen Organisationen und evangelikalen Gruppen


Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, dass die „Vereinigten Christen für Israel“ seit langem Trump zur Verlegung der Botschaft nach Jerusalem gedrängt hätten. 82 Prozent der evangelikalen Protestantenkirche, zu denen sich jeder vierte Amerikaner bekenne, würden nach einer Umfrage des „Pew Research Center“ von 2013 die Auffassung vertreten, dass Gott den Juden den Staat Israel gegeben habe; unter jüdischen Amerikanern sei die Zustimmungsrate weniger als halb so groß.



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#100

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 24.12.2017 10:17
von grauer kater (gelöscht)
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Mearsheimer/Walt haben die zionistische Lobby und ihren Einfluss auf die US-Politik ausführlich beschrieben. Der Zionistische Staat sind die USA, Israel ist sein Appendix und das Ziel ist die Umsetzung der "New World Order". Nur dem stehen die Interessen der übrigen Staaten der Erde entgegen! Allerdings, bis die Europäer das begreifen, dürfte es noch einige Zeit brauchen, trotz Trump!



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#101

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 24.12.2017 15:00
von antenna (gelöscht)
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Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden ruft Europa zur Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt auf.
Er hielte es für einen naheliegenden und guten Schritt, wenn die EU-Staaten sich dafür entscheiden könnten, sagte der Präsident des Zentralrats, Schuster, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" und haelt Trumps Entscheidung fuer diplomatisch durchaus geschickt.

Diese Nachricht wurde gestern im Deutschlandfunk gesendet.
Was ist mit den Regeln des Grundgesetzes, wenn bewusst gegen die Regeln des Voelkerrechts beworben wird?
Ist Herr Schuster Deutscher oder Buerger des Juedischen Staats.? Bestimmt der Zentralrat als Sprachrohr Netanjahus die deutsche Aussenpolitik? Stellen wir uns vor, dass muslimische Verbaende in Deutschland solche Vorschlaege machten.

Die "Welt" findet Deutschlands Stimme gegen Jerusalem geradezu "beschaemend" und nennt es "Prinzipienbruch" und schaemte sich nicht, den Holocaust einmal mehr als Instrument zu missbrauchen.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/a...eschaemend.html



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#102

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 25.12.2017 11:28
von grauer kater (gelöscht)
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Zitat von antenna im Beitrag #101
Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden ruft Europa zur Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt auf..............................................Die "Welt" findet Deutschlands Stimme gegen Jerusalem geradezu "beschaemend" und nennt es "Prinzipienbruch" und schaemte sich nicht, den Holocaust einmal mehr als Instrument zu missbrauchen.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/a...eschaemend.html




Im www.das-palaestina-portal.de sind gestern einige sehr gute Artikel zu Jerusalem/Al Kuz veröffentlich worden. In der Thora wird Jerusalem kein einziges Mal erwähnt. Es ist noch nicht mal klar, ob Jerusalem nicht schon vor der antiken Eroberung durch die jüdischen antiken Stämme bestanden hat. Und nach 2000 Jahren Abwesenheit einer Ethnie gibt es keinen völkerrechtlichen Anspruch mehr auf ein bestimmtes Territorium. Nach neuerem Völkerrecht ist es normalerweise auch nicht möglich, Territorien gewaltsam zu okkupieren, deren Bevölkerung zu vertreiben, zu terrorisieren, ihrer Rechte zu berauben.

Und von der Springerpresse "Die Welt", deren Chef Döpfner sich als bekennender Zionist geoutet hat, ist wohl kaum was anderes zu erwarten.



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#103

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 25.12.2017 11:56
von antenna (gelöscht)
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Zitat von grauer kater im Beitrag #102
Im www.das-palaestina-portal.de sind gestern einige sehr gute Artikel veroeffentlicht worden


Darunter der Artikel "Die Kinder von Bethlehem", der in der Frankfurter Rundschau erschienen ist.
Es ist ein Bericht ueber die Arbeit auf einer Entbindungsstation in einem Bethlehemer Krankenhaus, das nur wenige Meter von Jesus Geburtsort entfernt ist.
{...................................}
"Es ist Nachmittag geworden, die Sonne neigt sich über dem Krankenhaus. Maly Arman, die neue Mutter, hat sich schlafen gelegt. Mary Moah, die Sozialarbeiterin, hat ihre Türen für heute geschlossen. Und Dr. Nathalie, die Frauenärztin, hat den OP-Kittel gegen Bluse und Hose getauscht. Im ersten Stock steht Micheline Al-Qassis, die Kinderärztin, am Fenster der Frühchenstation und schaut auf den Innenhof. Ein Paar in Tüll und Glitzer posiert vor der Kapelle, ein beliebtes Hochzeitsmotiv. „In neun Monaten sind sie wieder hier“, sagt sie lächelnd. „Da sind sie alle gleich: Muslime, Christen, Juden.“


Alle sind Menschen!



zuletzt bearbeitet 25.12.2017 12:00 | nach oben springen

#104

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 26.12.2017 19:56
von Athineos | 551 Beiträge

@ Grauer Kater

Und wie oft wird Jerusalem im Koran erwähnt?
Ich will es Ihnen sagen! Kein einziges Mal namentlich.
Im AT kpmmt der Name zum ersten Mal im Buch der Richter vor. Im 1. Mose wenigstens der umstrittene Begriff Salem .....
Und nun?

P.S.: Noch etwas Lesestoff zu Erhard Arendt, dem Verantwortlichen für diese Palästina-Seite:
https://lizaswelt.net/2009/07/20/selbstl...bstmordlegende/


Μολών λαβέ!


zuletzt bearbeitet 26.12.2017 20:02 | nach oben springen

#105

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 27.12.2017 16:41
von Till (gelöscht)
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Mit Antisemitismus-Debatten verhält es sich wie mit Autounfällen. Schön anzusehen sind sie nicht, und doch will ein jeder stets ganz vorne dabei sein. So wie der Gaffer sich unweigerlich dem Autowrack nähern muss, verspürt der Teilnehmer der Antisemitismus-Debatte einen überwältigenden Drang, auch mal etwas sagen zu müssen.
Beginn eines sich über zehn Bildschirmseiten erstreckenden und trotzdem einseitigen Artikels von Jennifer Nathalie Pyka zum Thema Antisemitismus. Immerhin ein eindrucksvoller Fall von Selbsterkenntnis.

Donald Trump soll in Jerusalem ein Denkmal errichtet werden. Nur wenige Meter von der Klagemauer entfernt soll in einigen Jahren eine neue Bahnhaltestelle stehen. Geht es nach Israels Verkehrsminister Katz, wird sie den Namen von US-Präsident Trump tragen - als Dank für dessen Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels. "Im Oktober hatte Katz bereits eine riesige Tunnelbohrmaschine in Tel Aviv nach der UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley benannt. Er begründete dies mit Haleys Einsatz für Israel in den Vereinten Nationen." Passt irgendwie zu der bissigen Dame.


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