#76

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 17.12.2017 13:21
von Till (gelöscht)
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Zitat
Vor allem aber erkennt man in Deutschland instinktiv, dass Israel ein Spiegel ist, der einem tagein tagaus die eigene Schwächlichkeit vor Augen hält: Für den postheroischen, auf Ausgleich, Beschwichtigung und vorauseilendem Gehorsam gepolten Schmusedeutschen ist Israel, sein Selbstverständnis, seine Staatsräson, sein Wille zu Selbstbehauptung eine einzige, große Zumutung.

Denn dass es da tatsächlich ein modernes und liberales Land gibt, dass auf seine kulturelle Identität pocht, das willens ist, diese auch mit Waffengewalt zu verteidigen, das nicht bereit ist, sich selbst aufzugeben, sondern tatsächlich um die eigene Existenz kämpft – das übersteigt das durchschnittliche deutsche Vorstellungsvermögen bei weitem.

Für den Appeasement-Deutschen, der in seiner verquasten Logik die Verteidigung des Eigenen als Diskriminierung der Anderen empfindet, ist Israel daher die Staat gewordene Provokation. Schließlich muss Israel Kampfbereitschaft kultivieren, Entschlossenheit und Standhaftigkeit. Das ist für den bundesdeutschen Wellness-Bürger eine emotionale Überforderung, die ihn erheblich verstört.

Alexander Grau in Cicero


Da geht den Rechtsbraunnationalen das Messer in der Hose auf.



zuletzt bearbeitet 17.12.2017 13:22 | nach oben springen

#77

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 17.12.2017 15:21
von antenna (gelöscht)
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Zitat von Anthea im Beitrag #64
Und ob der Gott der Christen oder Allah oder das Spaghettimonster irgendjemandem ein Land versprochen hat, oder der eine dem anderen was geklaut hat durch Raub, Krieg etc - und das durch die Zeiten, oder wer vermeintlich zuerst da war, das sollte man auch mal sein Bewenden haben lassen.Da sind nun einmal die Standpunkte unterschiedlich


Sehr "salopp" gesagt. Die Standpunkte sind unterschiedlich - aber es gibt ein Voelkerrecht, das eine ganz klare und deutliche Sprache spricht.

"Man sollte das auch mal sein Bewenden haben lassen" - wie denn, wenn der illegale Landraub kein Ende findet?

Gut, wenn Juden und Palaestinenser sich solidarisch zeigen. Wie Mitglieder der "Stimme fuer einen gerechten Frieden in Nahost bzw. Jewish Antifa Berlin es tun. Auf FB zu lesen:

"<Happy Chanuka und FREE PALESTINE!>
Wie es zu erwarten war, reagieren deutsche Medien und Berufspolitiker_innen mit selektiver Empörung auf Palästinenser_innen, die auf die Straße gehen, um gegen die kriminelle Situation zu demonstrieren, in der sie leben müssen. Was für eine Überraschung - manche Menschen, deren Familien in den letzten siebzig Jahren vertrieben und getötet wurden von einem Staat, der sich jüdisch nennt, schreien womöglich etwas gegen Juden. Das ist natürlich FALSCH und es liegt an uns, es gemeinsam mit unseren Genoss_innen aus der palästinensischen Community zu unterbinden, so wie wir und sie es auch tun. Komischerweise kommen die Momente, in denen Palästinenser_innen solche verletzenden Parolen kritisieren und zum Schweigen bringen, nie in den bearbeiteten Videos zionistischer Organisationen vor, die damit beauftragt werden, jedes Anzeichen von Antisemitismus zu dokumentieren.
Die Heuchelei der deutschen Politiker_innen dagegen, die die israelische Besatzung schamlos unterstützen und entsetzt darüber sind, dass PoC (*Persons of color) sich weigern, still zu sitzen und ihre Unterdrückung zu ertragen, ist zum Kotzen. Wir werden weiterhin an Demonstrationen teilnehmen, die von unseren Partner_innen aus der palästinensischen Community organisiert werden und in denen wir herzlich willkommen geheißen werden und uns sicher fühlen,"



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#78

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 18.12.2017 14:18
von Till (gelöscht)
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Am Samstag wurde in Frankfurt gegen die Jerusalem-Entscheidung demonstriert. Ohne Zwischenfälle.
Am Sonntag wurde in Frankfurt öffentlich Chanukka gefeiert. Ohne Zwischenfälle.


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#79

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 18.12.2017 14:43
von antenna (gelöscht)
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Zitat von Till im Beitrag #78
Am Samstag wurde in Frankfurt gegen die Jerusalem-Entscheidung demonstriert. Ohne Zwischenfälle.
Am Sonntag wurde in Frankfurt öffentlich Chanukka gefeiert. Ohne Zwischenfälle.


Schoen, dass das hier erwaehnt wird. Anderswo soll es aehnlich gewesen sein.



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#80

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 18.12.2017 16:44
von Athineos | 551 Beiträge

Diesen Alleingang der USA, bez. Herrn Trumps muss wohl ( fast ) jeder als gefährliche, politische Zündelei ansehen! Hier wird es von den einschlägigen Usern gleich wieder als Aufhänger für ihre antisemitischen ( nicht antiisraelischen ) Elaborate benützt! Das ist so überflüssig wie es das Massaker der Arabischen Legion von Kfar Etzion war .......


Μολών λαβέ!
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#81

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 19.12.2017 14:50
von Till (gelöscht)
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Die Anerkennung Gesamt-Jerusalems als israelische Hauptstadt war auch Thema im Sicherheitsrat der UN.

In einem von Ägypten vorgelegten Resolutions-Entwurf wurde "tiefes Bedauern" über "jüngste Entscheidungen im Hinblick auf den Status Jerusalems" ausgedrückt. Die USA oder US-Präsident Donald Trump wurden nicht direkt erwähnt. UN-Botschafterin Nikki Haley stimmte für die USA gegen die Resolution, alle anderen 14 Mitglieder dafür. Die Sorge dieser Länder: Der Friedensprozess in Nahost werde durch die einseitige Entscheidung der USA untergraben. Dies sei eine "empörende Behauptung", sagte Haley, und eine "Beleidigung, die wir nicht vergessen werden".

Wie de Herr, so's Gescherr, sagt man in Hessen. Dazu noch die trotzige Miene der Dame - das passt.

https://i0.web.de/image/660/32708660,pd=3/nikki-haley.jpg



zuletzt bearbeitet 19.12.2017 15:07 | nach oben springen

#82

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 19.12.2017 15:11
von antenna (gelöscht)
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Zitat von Anthea im Beitrag #56
Und dabei ist es mir egal, was für "Gründe" die "ehrenwerten" Demonstranten mit ihren menschenverachtenden Parolen haben. Ihre Kritik dürfen sie gerne äußern. Dinge wie "Juden ins Gas" oder Aufrufe zur Gewalt jedoch nicht!


Sorry, dass ich dieses Thema nochmals aufgreife. In dieser Sache waren wir uns ja einig, Kritik ja, alles was darueber hinausgeht, Gewalt und Hass NEIN.

Nun habe ich einiges ueber verschiedene Demonstrationen gelesen, von Teilnehmern, die behaupten, dass Demos, an denen sie teilgenommen haben, friedlich und ohne hasserfuellte Rufer war.

Die Juedische Stimme fuer einen gerechten Frieden in Nahost .V. konstatiert heute auf FB:
"Ob überhaupt solche Rufe skandiert wurden, wissen wir nicht. Der Journalist, der einige falsche Behauptungen in seinem Artikel aufstellte, kann das nicht beweisen.

Die Empörung ist groß, dass eine Masse von Menschen in Deutschland „Tod den Juden“ skandiert und dass die Polizei nicht dagegen einschreitet. Doch es ist erstaunlich schwer, einen Beleg dafür zu finden, dass diese Rufe ertönten.
Dabei sind sich die Berichterstatter scheinbar einig. In Dutzenden Artikel vieler großer Zeitungen wird der skandalöse Verlauf der Demonstrationen geschildert. "
(Die Welt, die Sueddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine, Spiegel, die Zeit, Frankfurter Rundschau.....)

"Illustriert sind die Artikel mit Fotos von Demonstranten, die selbstgebastelte Israel-Flaggen verbrennen. Journalisten und Antisemitismus-Recherchestellen haben Videos der Demonstrationen am Brandenburger Tor und in Neukölln hochgeladen, aber in keinem ist der Aufruf zu hören. Wenn, wie von der „Berliner Zeitung“ berichtet, über tausend Demonstranten diesen Slogans „minutenlang skandiert“ hatten, müsste sich doch eine Aufnahme oder ein Zeuge dafür finden lassen.



Die Journalistin Polina Garaev, die für das israelische Fernsehen bei einigen der Demonstrationen dabei war, sagt, sie habe diesen Ruf nicht gehört. Dasselbe sagt ein Demonstrationsteilnehmer, der Videos hochgeladen hatte, dafür aber den islamischen und judenfeindlichen Schlachtruf “Khaybar, Khaybar, ya yahud, sawfa ya’ud” („Khaybar, Khaybar, oh Juden, die Armee Mohammeds wird wiederkehren“). Er bezieht sich auf den Kampf um die jüdisch besiedelte Oase Khaybar im Jahr 628. „Das ist schon ein radikaler Ausdruck“, sagt der Teilnehmer, „wir sagen es denen jedes Mal: Lasst den Scheiß.“



Viele Artikel über die „Tod den Juden“-Rufe nehmen Bezug auf ein Video des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA). Das Video zeigt Demonstranten, die „Kindermörder Israel“, „Terrorstaat Israel“ und auch „Khaybar“ rufen. Aber auch nach stundenlanger Sichtung dieser Demonstrations-Videos vom JFDA, von Redoc, von palästinensischen Facebook-Seiten und deutschen Verschwörungsseiten aus der rechten Szene lassen sich nur einige zufällig aufgenommene Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Demonstranten finden, die sich nicht einigen konnten, was sie rufen wollten – aber kein einziger „Tod den Juden“-Ruf.



Das JFDA antwortet auf Twitter auf die Frage, ob sie bei ihrer Recherche solche Rufe gehört oder aufgenommen haben: „Wir haben diesen Ausruf bei unseren Beobachtungen der vergangenen Tage weder auf Deutsch noch auf Arabisch gehört.”

Die Berliner Polizei hat die Demonstration aufgenommen und gesetzeswidrige Handlungen und Äußerungen notiert. Am Telefon liest Pressesprecher Michael Gassen nach Sichtung der Berichte eine Liste mit allen anstößigen Äußerungen vor: „Terrorist USA, Terrorist Israel, Kindermörder Israel. Zu einem späteren Zeitpunkt: Kindermörder Israel, Zionisten gleich Faschisten. Israel Kindermörder, Israel Frauenmörder.“ Der Ausruf „Tod den Juden“ ist nicht dabei.

Woher kommt also diese Behauptung?

In der „Berliner Zeitung“, deren Redaktion mit der des „Berliner Kuriers“ in diesem Jahr zusammengelegt wurde, erscheint am folgenden Tag ein Artikel derselben Verfasser, in dem diese Behauptung wiederholt wird:

Ab 16 Uhr hatten sich hier rund 1500 Teilnehmer versammelt. Bereits nach wenigen Minuten richteten sich die Sprechchöre nicht mehr gegen die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt, sondern offen gegen Juden. Zudem verbrannten zwei Männer eine mitgebrachte Fahne mit aufgemaltem Davidstern. Dazu skandierte die aufgebrachte Menge minutenlang „Tod den Juden“.

Einer der beiden Autoren der Artikel hatte an jenem Freitag auch ein dreißigminütiges Video gemacht. Es zeigt das Ende der Demonstration sowie den Zeitraum danach, als immer noch wütende Demonstranten auf dem Platz versammelt sind. Es wurde 188.000 Mal angeschaut, aber auch hier ist kein „Tod den Juden“-Ruf zu hören.



Anruf in der Redaktion: Kann der Reporter bestätigen, dass „fast 1500 hasserfüllte Menschen ‚Tod den Juden‘ skandiert“ hatten, und hat er sie dabei gefilmt? Nein, sagt er, weil seine Hände zu kalt gewesen seien und die Zahl eine „Übertreibung“ sei. Tatsächlich habe er den Ruf „Tod den Juden“ nur kurz am Rande gehört, nach dem Ende der eigentlichen Demonstrationen, von einer kleinen Gruppe, „so fünf oder sechs Leute“. Ein Bekannter, mit dem er unterwegs war, habe ihm den Ruf übersetzt. Einen Kontakt zu diesem Zeugen kann er nicht herstellen.

Bei einem späteren Gespräch sagt der Reporter, er habe den fertigen Artikel gar nicht gekannt, über dem sein Name steht und der so viele Reaktionen ausgelöst hat. Er habe die Beobachtung seinem Redaktions-Kollegen nur telefonisch mitgeteilt. Dass in dem Artikel davon die Rede war, dass 1500 Menschen minutenlang den Spruch skandierten, habe er nicht gewusst und es habe ihn überrascht. Das sei alles maßlos übertrieben.

Über die Folgen dieser Berichterstattung, über die mediale Welle und die Reaktion des Justizministers, gibt er sich überrascht: „Ich staune ja natürlich auch, dass es dann bis in die Schlagzeilen schafft, ohne das man das auch noch hinterfragt.“



In „Berliner Zeitung“ und „Berliner Kurier“ sind heute Korrekturen erschienen. Auch deren Online–Artikel wurden nachträglich teilweise berichtigt."

Ich glaube, wir sind uns auch darin einig, dass jeder Hassrufer einer zu viel ist. Doch ueber eine solche Berichterstattung und die Folgen, auch darueber sollte man sich Gedanken machen. Nachtraegliche Korrekturen, was verspricht man sich davon?



zuletzt bearbeitet 19.12.2017 15:12 | nach oben springen

#83

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 19.12.2017 15:19
von antenna (gelöscht)
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Zitat von Till im Beitrag #81
Wie de Herr, so's Gescherr, sagt man in Hessen. Dazu noch die trotzige Miene der Dame - das passt.



Es war nichts anderes zu erwarten, als dass die USA von ihrem Veto-Recht Gebrauch machen wuerde und ueberrascht kaum. Wer ist hier der Herr, wer das Gescherr?



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#84

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 19.12.2017 15:27
von Till (gelöscht)
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Überraschend war das wirklich nicht. Ich fand nur die Wortwahl "Beleidigung, die wir nicht vergessen werden" bezeichnend. Genauso dumm und emotional wie ihr Herr.


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#85

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 19.12.2017 15:57
von Anthea | 12.276 Beiträge

Juden und Israel in den arabischen Medien

Ein Artikel aus 2002 von dem 2010 verstorbenen Mitgründer von Livenet Fritz Herrli aus dem christlichen Webportal. Weitere Informationen zu Herrli und dem Portal auch bei Wikipedia.

http://www.livenet.de/themen/gesellschaf...hen_medien.html

Ich stelle den Link hier nur aus gegebener Veranlassung für Interessierte zur Verfügung und gedenke selbst nicht, über den Inhalt zu diskutieren. Die gegebene Veranlassung ist die Tatsache, dass Hetzrufe gegen Juden in Zweifel gezogen wurden und der Gerechtigkeit wegen eine andere Sichtweise aufgezeigt wird. In dem Falle von "neutraler" Drittstelle: Christen.

---


Ist das, was das Herz glaubt, nicht genau so wahr wie das, was das Auge sieht? Khalil Gibran
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#86

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 19.12.2017 16:02
von antenna (gelöscht)
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Zitat von Till im Beitrag #84
Überraschend war das wirklich nicht. Ich fand nur die Wortwahl "Beleidigung, die wir nicht vergessen werden" bezeichnend. Genauso dumm und emotional wie ihr Herr.


Ah ja, so kann man es auch verstehen. Ich hatte ein bisschen um die Ecke gedacht - beim Herr und Gescherr. Es passt schon.



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#87

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 19.12.2017 16:20
von antenna (gelöscht)
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Zitat von Anthea im Beitrag #85
und gedenke selbst nicht, über den Inhalt zu diskutieren. Die gegebene Veranlassung ist die Tatsache, dass Hetzrufe gegen Juden in Zweifel gezogen wurden und der Gerechtigkeit wegen eine andere Sichtweise aufgezeigt wird. In dem Falle von "neutraler" Drittstelle: Christen.



Ich gedenke auch nicht, darueber zu diskutieren, denn ich sehe in dem Bericht von 2002 keinen Bezug zu den aktuellen Vorfaellen bezueglich der Demonstrationen.

Er zeigt nicht die geringste Relevanz zu diesem Thema hier, wo es nicht um gegenseitige Schuldzuweisungen geht, sondern um Verantwortung und Loesungswege fuer diesen Konflikt, der mit Mr. Trumps Entscheidung gefaehrlich angeheizt wurde.
Das Einstellen des Links ist einmal mehr ein Beweis, dass der Kern dieses Konflikts ueberhaupt nicht verstanden wird und dies waere die Voraussetzung fuer eine konstruktive Diskussion zu diesem Thema.

Im Uebrigen sind viele christliche Zionisten sehr viel parteiischer und unversoenlicher als juedische Zionisten und von Neutralitaet keine Spur.



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#88

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 19.12.2017 16:24
von Till (gelöscht)
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Zitat von Anthea im Beitrag #85
Juden und Israel in den arabischen Medien

Ein Artikel aus 2002 von dem 2010 verstorbenen Mitgründer von Livenet Fritz Herrli aus dem christlichen Webportal. Weitere Informationen zu Herrli und dem Portal auch bei Wikipedia.

http://www.livenet.de/themen/gesellschaf...hen_medien.html

Ich stelle den Link hier nur aus gegebener Veranlassung für Interessierte zur Verfügung und gedenke selbst nicht, über den Inhalt zu diskutieren. Die gegebene Veranlassung ist die Tatsache, dass Hetzrufe gegen Juden in Zweifel gezogen wurden und der Gerechtigkeit wegen eine andere Sichtweise aufgezeigt wird. In dem Falle von "neutraler" Drittstelle: Christen.
Dass sich viel Hass bei den Palästinensern aufgestaut hat, bestreitet niemand. Dass dieser teilweise auf persönlicher schlimmer Erfahrung beruht, teilweise auf Indoktrination, (hoffentlich) auch. Hier ging es allerdings darum, wie eine Demonstration in Deutschland für eine Antisemitismus-Debatte instrumentalisiert wird und das auslösende Problem völlig in den Hintergrund gerät.



zuletzt bearbeitet 19.12.2017 16:25 | nach oben springen

#89

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 19.12.2017 16:39
von antenna (gelöscht)
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Zitat von antenna im Beitrag #87
Im Uebrigen sind viele christliche Zionisten sehr viel parteiischer und unversoenlicher als juedische Zionisten und von Neutralitaet keine Spur.



Bleibt noch zu erwaehnen, dass der Verfasser des eingestellten Artikels, Fritz Herrli ein evangelikaler Medienexperte war.
Das war nach Lesen des Textes meine anfaengliche Vermutung, die sich nach einer Recherche bestaetigte.

"Sie kämpfen gegen Emanzipation und Evolutionslehre, Pornografie, Homosexualität und den Islam: Evangelikale Christen sind auf einem Kreuzzug gegen den Zeitgeist in Deutschland." (Schweiz nicht ausgenommen)

http://www.taz.de/!5169874/

So viel nur nebenbei zu dem Thema. Wie Till richtig sagte, bestreitet niemand, dass sich viel Hass und Wut bei den Palaestinensern aufgestaut hat, ich auch nicht.
Worum es hier geht, wurde nun hinreichend erklaert.



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#90

RE: Jerusalem

in Naher und mittlerer Osten 19.12.2017 17:24
von Anthea | 12.276 Beiträge

Ich mutmaße, dass, so es um die Rufe von "deutschen Christen" gegangen wäre, die "Tod den Juden" gerufen hätten oder gerufen haben sollen lt medialer Berichterstattung, so wäre keine derartige und umfangreiche Recherche wie in #82 gelesen, erfolgt!

---


Ist das, was das Herz glaubt, nicht genau so wahr wie das, was das Auge sieht? Khalil Gibran
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