#106

RE: Eigene Gedichte

in Gedichte 10.07.2021 14:39
von Anthea | 12.418 Beiträge

Danke dir für deine Glückwünsche. Aber nein, ich habe das Gedicht nicht aus gegebener Veranlassung eingesetzt. Es existiert seit 2004. "Träume" waren eigentlich schnell ausgeträumt und haben mich eigentlich nie wirklich ergriffen. Ich schreibe seit wirklich Kindertagen und es war und ist weiterhin ein schönes Hobby.

Ja, das Gedicht ist bewusst so "schwülstig", wie es dir vorkommt. Aber es ist reines und ehrliches Fühlen, ausgerichtet am Inhalt der Geschichte um eine besondere Liebe.
Obwohl, Liebe ist eigentlich immer eine besondere... Und das ist auch gut so.

---


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#107

RE: Eigene Gedichte

in Gedichte 14.07.2021 11:37
von Anthea | 12.418 Beiträge

Suchmeldung

Pass auf, wo du hintrittst,
denn ich suche mein Herz -
schon seit vielen Stunden
hab ich´s nicht gefunden.
Man warf´s einfach fort.
Liebe ist nur ein Wort.

Heb´behutsam es auf,
man hat es zerbrochen.
Es tat doch nur hoffen,
war ehrlich und offen.

Muss heilen Stück für Stück.
Doch ich brauch´es zurück!

---


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#108

Eigene Gedichte

in Gedichte 17.07.2021 07:31
von Gysi (gelöscht)
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"Pass auf, wo du hintrisst -
denn ich suche mein Herz!"

Das ist ein starker Satz!
Der Rest passt nicht so gut zu ihm, Meine Meinung,

Mir isses schon peinlich, dass ich dich immer so kritisiere, Wäre hübsch, wenn andere User auch was dazu sagen könnten.


Reden ist Silber, Schweigen ist Blech! (gz)


zuletzt bearbeitet 17.07.2021 07:32 | nach oben springen

#109

RE: Eigene Gedichte

in Gedichte 17.07.2021 11:42
von Anthea | 12.418 Beiträge

"Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen,
Wenn es nicht aus der Seele dringt..." Goethe

Lieber Gysi, ich habe eine andere Herangehensweise, so ich Gedichte schreibe. Die "Technik" ist mir dabei egal. Ich schreibe ein Gedicht und könnte dazu eine Geschichte schreiben. So wirst du sehen, dass die Gliederung gezielt ist, 6 Zeilen zum Eingang, vier Zeilen zur Erklärung des Verluststückes und Fazit...

Ich denke, es ist alles, was man schreibt, immer eine Frage von Sender und Antenne. Ich kann zum Beispiel mit vielen Gedichten, die aus irgendwelchen Fragmenten und - im Empfinden des auf anderer Wellenlänge angesiedelten Lesers - zusammenhanglosen Worten bestehen, nichts wirklich anfangen. Es sei denn, ich hätte den Ehrgeiz, eine Analyse der Art "was will der Autor damit sagen" vorzunehmen. Anders: Es ergreift mich nicht, löst keine Emotionen aus. Außer vielleicht dem der Ratlosigkeit. Was dann wie bei einem Bild ist und ich nicht weiß, was es bedeuten soll. Für andere sicherlich ein Kunstwerk schwarzer Kreis auf dunklem Grund, oder so. Heißt, ich mag eher das "Figürliche", in Stimmungsbilder gebrachtes "Echte".

---


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#110

Eigene Gedichte

in Gedichte 17.07.2021 13:40
von Gysi (gelöscht)
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Zitat von Anthea
Pass auf, wo du hintrittst -
denn ich suche mein Herz!"

Also, DEN Satz habe ich gefühlt! Weil ich ihn auch begriffen habe.

Und Sprache kann man immer so ansetzen, dass man die Gefühle dahinter fühlt. Das alles ist abhängig vom Informationsbackground, der Betonung, der gewohnten Idiome, Rhythmik, den sprachlichen Feinheiten und so fort. Am Ende ist es eine Sache der Kommunikation: Was ist gemeint, was kommt an und wie.

Was fühle ich nicht, was ich erjagen könnte? Ich habe dein Gedcht verstanden. Aber mitgerissen hat mich nur der Anfang, dann war's vorbei. Wenn es andere anders wahrnehmen, okay. Ich wünsche es dir.


Reden ist Silber, Schweigen ist Blech! (gz)


zuletzt bearbeitet 17.07.2021 13:42 | nach oben springen

#111

RE: Eigene Gedichte

in Gedichte 17.07.2021 15:02
von Anthea | 12.418 Beiträge

Lieber Gysi, das ist genau so wie das Lachen über einen Witz. Da grölen die anderen, wenn jemand in eine Torte fällt, manchen kann es nicht schlüpfrig genug sein, andere bevorzugen einen eher subtilen Humor.... Tout à son gout. (Man verzeihe mir den fehlenden Akzent circonflexe). ;-)

Frauen empfinden nun einmal anders als Männer. Besonders auch dann, wenn es um die Absonderlichkeiten von "Mann" schlechthin geht. Lach* Denen habe ich mich in einem Buch einmal angenommen. Frauen fanden es "köstlich" und schmunzelten, Männer waren da eher verhalten.

Es gibt übrigens ein herrliches Buch von Allan Pease: "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken."

Ist doch alles gut und auch gut, dass nicht alle den gleichen Geschmack haben. Wäre langweilig.

---


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


zuletzt bearbeitet 08.08.2021 16:18 | nach oben springen

#112

Eigene Gedichte

in Gedichte 17.07.2021 16:29
von Gysi (gelöscht)
avatar

Zitat von Anthea
st doch alles gut und auch gut, dass nicht alle den gleichen Geschmack haben.

Natürlich nicht. Ich habe allerdings eine Schwäche: Ich möchte den anderen/die andere verstehen... Aber es ist halt meine Schwäche.


Reden ist Silber, Schweigen ist Blech! (gz)
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#113

RE: Eigene Gedichte

in Gedichte 17.07.2021 17:53
von Anthea | 12.418 Beiträge

Ach, lieber Gysi, welcher Mann versteht schon Frauen
Da hilft nur: üben, üben, üben!

---


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#114

RE: Eigene Gedichte

in Gedichte 17.07.2021 18:14
von Anthea | 12.418 Beiträge

Wie sagte Heinz Erhard? Noch'n Gedicht.

Fragen

Du fragst dich, warum leben wir
Und macht das Leben einen Sinn?
Die Frage stelle doch nicht mir,
Da ich genau so ratlos bin.

Warum machst du die Augen auf
An jedem Tag nach dunkler Nacht?
Ich weiß genau, wie es geschah,
Weil Liebe über dir gewacht.

Du fragst, wie lang lebt diese Welt
Und weißt, ich kann es dir nicht sagen.
Denn immer schon seit langer Zeit
Da stell' auch ich mir diese Fragen.

Warum blühn Blumen wundervoll
Und sterben dann in höchster Pracht?
Warum gibt´s Tränen, schmerzlich Leid,
wo man doch gestern noch gelacht?

Was ist´s, was einstens uns verband?
Zerred´ es nicht mit deinen Fragen.
Ich weiß es gut: Die Antwort drauf
Kann nur dein Herz dir wirklich sagen.

---


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


zuletzt bearbeitet 17.07.2021 21:57 | nach oben springen

#115

Eigene Gedichte

in Gedichte 18.07.2021 09:19
von Gysi (gelöscht)
avatar

Zitat von Anthea
Ach, lieber Gysi, welcher Mann versteht schon Frauen

Ich bemühe mich. Die Frauen sind übrigens gar nicht so sehr von den Männern verschieden, wir sind alle bisweilen etwas kompliziert. Und ich frage auch nicht mehr weiter. Es gibt ja auch die falschen Fragen, wie du in deinem Gedicht danach zu Recxht bemerkst.


Reden ist Silber, Schweigen ist Blech! (gz)
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#116

RE: Eigene Gedichte

in Gedichte 18.07.2021 09:26
von Anthea | 12.418 Beiträge

Lach* Das solltest du noch einmal überdenken, denn nur fragenden Menschen kann geholfen werden.

---


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#117

Eigene Gedichte

in Gedichte 18.07.2021 10:14
von Gysi (gelöscht)
avatar

Zitat von Anthea
Lach* Das solltest du noch einmal überdenken, denn nur fragenden Menschen kann geholfen werden.

Aber die falschen Fragen zerreden oft. Man kann allerdings auch die falschen Antworten geben, indem man die richtigen Fragen als Zerrederei abqualifiziert. Lassen wir's dabei. Zu der Gedichteschreiberei haben wir verschiedene Meinungen. Die lasse ich gerne so stehen. Unsere Verschiedenheiten in Bezug unserer Auffassungen zu den Gedichten und zu Greta.


Reden ist Silber, Schweigen ist Blech! (gz)


zuletzt bearbeitet 18.07.2021 10:15 | nach oben springen

#118

Poesie

in Gedichte 20.03.2023 23:31
von SirPorthos | 3.127 Beiträge

Liebe Gemeinde,

ich habe heute ein Gedicht im Stil von Rainer Maria Rilke komponiert.

Hier:

"In dir, o Seele, ruht ein unendliches Meer,
Ein Ozean aus Gefühlen, tief und schwer.
Wie Wellen, die das Ufer umspielen,
So schwanken deine Emotionen und fühlen.

Du bist ein Wesen von unendlicher Tiefe,
Voller Schönheit und unergründlichem Rätsel.
Dein Herz schlägt im Takt der Natur,
Dein Geist strebt nach Wahrheit und Klarheit nur.

Du bist ein Kind des Universums,
Geschaffen aus Sternenstaub und Licht.
Dein Leben ist ein Teil des ewigen Stroms,
Ein Augenblick im Fluss der Zeit.

Lass deine Seele fliegen wie ein Vogel,
Erhebe dich über alle Sorgen und Plage.
Denn in dir ruht die Kraft und der Mut,
Die dir helfen, durch jede Krise zu tragen.

In dir, o Seele, ruht ein unendliches Meer,
Ein Ozean aus Liebe und Hoffnung, weit und leer.
Du bist ein Wunderwerk der Schöpfung,
Ein Geschenk des Universums für alle Zeit."

Für ein Erstwerk finde ich es recht gelungen.

Was haltet Ihr davon ?

Lieben Gruß aus Hamburg !


Imperare sibi maximum bellum est
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#119

RE: Poesie

in Gedichte 21.03.2023 07:29
von Anthea | 12.418 Beiträge

Oh wie schön, lieber SirPorthos. Das erzeugt Stimmung. Hast du prima gemacht. Ich liebe Rilke.
Ich werde es in die Rubrik "Eigene Gedichte" transferieren.
Liebe Grüße


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


zuletzt bearbeitet 21.03.2023 07:31 | nach oben springen

#120

RE: Poesie

in Gedichte 29.04.2023 16:34
von Anonymer Gutmensch | 40 Beiträge

Mal wieder ein Gedicht.

Paradieslos


Möglicherweise wird es,
vielleicht schon nächste Woche,
einen Ruck geben
und das Paradies wird
sich auf Erden ausbreiten.

Epidemisch,
wie die Spanische Grippe.

Ich aber werde dann darauf bestehen,
in einem kleinen Winkel der Erde,
so wie sie war,
bleiben zu dürfen.

Paradieslos.


Man kann leicht erkennen, Daß es älter sein muß: von der Spanischen Grippe redete man vor Corona.


Anthea hat sich bedankt!
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