Es sei denn, Europa will freiwillig wirtschaftliche Nachteile erleiden. Ich denke nicht, dass dass mit der Kritik gegen die USA (und der indirekten Handelskrieg-Drohung, wobei es den Handelskrieg längst gibt) man nicht mit Russland plötzlich auf Kuschelkurs ist. Vielmehr sieht sich Europa selber durch die US-Sanktionen beachteiligt. Die USA wollen damit das Erdgasgeschäft mit Russland (das nach wie vor läuft) torpedieren, damit gemäß der "America first!"-Doktrin die Europäer gefälligst von den USA geliefertes Flüssiggas bezieht.
Dabei hat man doch gehofft, dass es anders wird. Die beiden haben doch am Rande des G20-Gipfels lagen miteinander gesprochen. Es scheint so, dass entweder die Gespräche soch nicht so toll verlaufen sind oder sie waren gut, aber Trump nach dem Motto "Was geht mich mein Geschwätz von gestern an?" anders handelt. Würde zu ihm und seiner Unberechenbarkeit passen.
in International
31.07.2017 23:47
von
Hamlets Gummibärchen (gelöscht)
Zitat von Luftdrache im Beitrag #5Alle G20 - Staaten schauen ein Stück auf ihre eigenen Interessen. Alles andere wäre für einen Staatschef auch ein wenig seltsam, oder? Das Trump isoliert ist, liegt sicher nicht an Putin und sicher nicht an Merkel. Es liegt daran, dass man mit einer Weltvorstellung von vor 50 Jahren heute keine Politik mehr machen kann. Und es liegt sicher daran, dass Politik eben nicht "den besten Deal machen" ist. Ein Deal ist etwas für eine Krämerseele.
Und vor allem darran, daß man als Weltmacht die Welt nicht wie einen Immobilienkozern und seine Konkurrenten behandeln kann.
"Bosheit, mein Herr, ist der Geist der Kritik, und Kritik bedeutet den Ursprung des Fortschritts und der Aufklärung" (Thomas Mann, Der Zauberberg)
Man kann aus keiner Mücke einen Elefanten machen, aber jeden Elefanten zur Schnecke.
in International
10.08.2017 18:15
von
Till (gelöscht)
Zitat von Meridian im Beitrag #32Es scheint, dass Putin von Trump sehr enttäuscht ist und dessen Präsidentschaft bereits abgeschrieben hat.
Dafür kann sich Putin vor deutschen Freunden nicht retten.
ZitatGerhard Schröder ist ja Lobbyist der russischen Gasindustrie. Matthias Platzeck hat eine neue Aufgabe gefunden, nämlich „vor allem Vorbehalte und Bedenken gegenüber unseren russischen Freunden in deutschen Familien und Elternhäusern abzubauen“, wie er einer kremlnahen Zeitung erzählte. Brigitte Zypries findet die US-Sanktionen so doof wie Trump und setzte das Märchen in die Welt, die seien nur beschlossen worden, um der deutschen Industrie zu schaden. Albrecht Glaser hat die „One World Ideologie“ als Hauptfeind ausgemacht und sieht in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union „Patienten, die meisten mit Infektionskrankheiten“. Wenn’s nach ihm und den völkischen Kräften in der AfD ginge, würde Europa am russischen Wesen genesen. Die Linke betreibt aus alter Anhänglichkeit an die frühere Kolonialmacht – und aus Amerikahass – Putins Geschäft. Und nun hat auch noch FDP-Chef Christian Lindner vorgeschlagen, Russlands Annexion der Krim als „dauerhaftes Provisorium“ anzuerkennen und auch sonst nicht abzuwarten, bis Putin sein Verhalten ändert, um ihn mit einem Abbau der Sanktionen zu belohnen.
in International
03.09.2017 18:28
von
fjodorov (gelöscht)
Die Situation zwischen Russland und den USA verschärft sich immer weiter.Nach der Schließung des russischen Generalkonsulats in San Francisco wird Russland sicher nicht stillhalten.Die Spirale der Auseinandersetzung dreht sich immer schneller und damit steigt auch die Kriegsgefahr.
in International
03.11.2017 16:34
von
fjodorov (gelöscht)
Die Kampagne in den USA,begleitet von Medien auch in Deutschland,Russland hätte die Präsidentschaftswahl in den USA beeinflusst trägt Früchte.Trump wird es nicht wagen die Beziehungen zu Russland zu normalisieren,er würde sich sofort dem Verdacht aussetzen ein Präsident Putins zu sein,so dämlich eine solche Unterstellung und Behauptung auch ist.Dagegen ist jetzt auf beiden Seiten wieder eine extreme Aufrüstung zu verzeichnen.Zumindest die Rüstungsindustrie kann zufrieden sein.
"Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen"
in International
03.11.2017 16:36
von
Findus (gelöscht)
Die Vermutung stand bereits im amerikanischen Wahlkampf im Raum. Sie muss geklärt werden. Eine ggf. Beeinflussung aus Russland wäre schließlich auch nicht gerade eine freundschaftliche Geste.
in International
03.11.2017 16:41
von
fjodorov (gelöscht)
Die Behauptung stand schon während des US-Wahlkampfes in den Medien.Wie die praktische Umsetzung einer behaupteten Beeinflussung aber ausgesehen haben sollte,diese Antwort bleibt man uns schuldig.
"Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen"
in International
03.11.2017 16:47
von
Findus (gelöscht)
Nicht grundlos werden Facebook und Google - Management befragt. Der Eindruck, dass Inhalte gepusht werden können, ist ja nicht nur bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl entstanden, sondern auch zu anderen Anlässen. Ohne die Algorythmen zu kennen, die hinter der Software beider Unternehmen steht, wird es schwierig diese Frage zu beantworten. So oder so gehört eine entsprechende Behauptung geklärt.
in International
03.11.2017 16:51
von
Till (gelöscht)
Dass Trump die Wahlen gewann, obwohl Clinton an die drei Millionen Stimmen mehr auf sich vereinigte, liegt nicht an russischer Unterstützung, sondern an den Eigenheiten des amerikanischen Wahlsystems. In einer kalifornischen Dissertation hat der Politologe Dov H. Levin Russen und Amerikanern im Zeitraum von 1946 bis 2000 117 Fälle von Wahleinmischung nachgewiesen; 81 davon entfallen auf die USA. (Zeit online)
in International
03.11.2017 16:51
von
fjodorov (gelöscht)
Was bedeuten würde,das Wahlkampf prinzipiell nicht mehr erlaubt sein darf,denn ohne Zweifel haben sowohl die Demokratische wie auch die Republikanische Partei alle technischne Möglichkeiten genutzt um Wähler in ihrem Sinne zu beeinflussen.Wir können aber sicher sein,dass Russland den Wählern in den Wahlkabinen nicht die Hand geführt hat.Wo diese ihr Kreuz gemacht haben, entschieden nur sie selbst.
"Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen"
in International
03.11.2017 17:42
von
Findus (gelöscht)
Zitat von Till im Beitrag #40Dass Trump die Wahlen gewann, obwohl Clinton an die drei Millionen Stimmen mehr auf sich vereinigte, liegt nicht an russischer Unterstützung, sondern an den Eigenheiten des amerikanischen Wahlsystems.
Mit bzw. ohne möglichen russischen Einfluss über Facebook? Das ist ja die Frage, die die USA gerade zu klären versuchen. Ich finde die Frage schon relevant, was heute technisch möglich ist oder vielleicht auch nur ins Reich der Fantasie gehört.
Zitat In einer kalifornischen Dissertation hat der Politologe Dov H. Levin Russen und Amerikanern im Zeitraum von 1946 bis 2000 117 Fälle von Wahleinmischung nachgewiesen; 81 davon entfallen auf die USA. (Zeit online)
117 Wahleinmischungen zu viel.
zuletzt bearbeitet 03.11.2017 17:42 |
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in International
04.11.2017 12:48
von
Till (gelöscht)
Zitat von Findus im Beitrag #42Mit bzw. ohne möglichen russischen Einfluss über Facebook? Das ist ja die Frage, die die USA gerade zu klären versuchen. Ich finde die Frage schon relevant, was heute technisch möglich ist oder vielleicht auch nur ins Reich der Fantasie gehört.
MMn sind solche Art Einmischungen eher geeignet, aus 100%igen Anhängern eines Kandidaten oder einer Partei 150%ige zu machen.
zuletzt bearbeitet 04.11.2017 12:48 |
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