#46

RE: Westbank

in Naher und mittlerer Osten 20.09.2017 18:53
von antenna (gelöscht)
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Zitat von Anthea im Beitrag #45
??? Als Steinböckin neige ich zum "Erbsenzählen" oder auch "Korinthenkackerei". Lach*Kichern]


Bin ich auch - doch weit entfernt von Erbsenzaehlerei, die ja durchaus lobenswert sein kann. Nur sollte man nicht selektiv Korinthenkacken... Lach.

Israelkritikern unserioesen Journalismus vorzuwerfen ist das Schlimmste nicht. "Pallywood laesst gruessen" und auch andere Verunglimpfungen gehoeren zu der harmloseren Sorte.
Nun sollten wir den Begriff " Bedrohung" definieren. Denunzierung und Antisemtismusbeschuldigung sind eine Bedrohung, Bedrohungen koennen subtiler Art erfolgen. Herr Weinthal liefert genuegend Beispiele dafuer, ohne dass Betroffene Beweise anfuehren muessten in Form von E-Mail Kopien. Es reicht, wenn man in seine Zeitung schaut - die ja per se als serioeser Journalismus gilt - Zitate von Herrn Weinthal brauchen keine Beweisfuehrung, schliesslich und endlich ist er das Sprachrohr der Netanjahu Regierung. Das sind wir verdammt noch mal unserer Staatsraison geschuldet, keine Hinterfragungen anzustellen.



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#47

RE: Westbank

in Naher und mittlerer Osten 20.09.2017 19:47
von Anthea | 12.441 Beiträge

Zitat von antenna im Beitrag #40
Da sitzt in Berlin ein angeblicher Vertreter der regierungsnahen englischsprachigen Zeitung „Jerusalem Post“ und verschickt Drohungen und Ultimaten an deutsche Volkshochschulen und Gemeinderäte, die es gewagt haben, einen kritischen Vortrag über den Nahost-Konflikt ins Programm aufzunehmen.

Zitat von antenna im Beitrag #46
Zitat von Anthea im Beitrag #45
??? Als Steinböckin neige ich zum "Erbsenzählen" oder auch "Korinthenkackerei". Lach*Kichern]


Bin ich auch - doch weit entfernt von Erbsenzaehlerei, die ja durchaus lobenswert sein kann. Nur sollte man nicht selektiv Korinthenkacken... Lach.

Israelkritikern unserioesen Journalismus vorzuwerfen ist das Schlimmste nicht. "Pallywood laesst gruessen" und auch andere Verunglimpfungen gehoeren zu der harmloseren Sorte.
Nun sollten wir den Begriff " Bedrohung" definieren. Denunzierung und Antisemtismusbeschuldigung sind eine Bedrohung, Bedrohungen koennen subtiler Art erfolgen. Herr Weinthal liefert genuegend Beispiele dafuer, ohne dass Betroffene Beweise anfuehren muessten in Form von E-Mail Kopien. Es reicht, wenn man in seine Zeitung schaut - die ja per se als serioeser Journalismus gilt - Zitate von Herrn Weinthal brauchen keine Beweisfuehrung, schliesslich und endlich ist er das Sprachrohr der Netanjahu Regierung. Das sind wir verdammt noch mal unserer Staatsraison geschuldet, keine Hinterfragungen anzustellen.


Nein "wir" sollten und müssen gar nichts definieren.
Das, muss der Schreiber des Satzes:

"Da sitzt in Berlin ein angeblicher Vertreter der regierungsnahen englischsprachigen Zeitung „Jerusalem Post“ und verschickt Drohungen und Ultimaten an deutsche Volkshochschulen und Gemeinderäte, die es gewagt haben, einen kritischen Vortrag über den Nahost-Konflikt ins Programm aufzunehmen. "


Jeder Tag ist der Anfang des Lebens. Jedes Leben ist der Anfang der Ewigkeit.
Rainer Maria Rilke
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#48

RE: Westbank

in Naher und mittlerer Osten 20.09.2017 20:00
von antenna (gelöscht)
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Ich versuche mich weiter in Sache Beweise.

"Ende Januar 2016 sollte in den Weserterrassen in Bremen ein Vortrag des Publizisten Arn Strohmeyer zu dem Thema „Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt -Hitlers langer verhängnisvoller Schatten“ stattfinden. Unter demselben Thema hat der Autor auch ein Buch veröffentlicht. Die Leitung der Weserterrassen hat die Veranstaltung, die von der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft getragen wurde, abgesagt, nachdem der israelische Korrespondent der „Jerusalem Post“ in Berlin, Benjamin Weinthal, dem Vermieter des Raums indirekt gedroht hat. In dem Schreiben des Kampangenjournalisten heißt es, die Zeitung habe um 19 Uhr Redaktionsschluss, bis dahin müsse er Bescheid wissen, ob die Veranstaltung stattfinden würde oder nicht. Das Buch und die Veranstaltung seien „antisemitisch“ und widersprächen dem Andenken des Tages der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar. Hier könnte der Verfassungsschutz einmal gründlich aufräumen und Journalisten wie Broder, Shapira und Weinthal wegen übler Nachrede und Nötigung neutralisieren."

" Weinthal ist bekannt für sein Vorgehen gegen in seinen Augen „antisemitische“ Veranstaltungen. In Berlin ist er massiv gegen einen Vortrag des jüdischen Publizisten Max Blumenthal vorgegangen, der dann auch abgesagt wurde. Auch eine Vortragsreise der jüdisch-amerikanischen Publizistin Lilian Rosengarten in Deutschland hat er mit allen Mitteln zu verhindern gesucht. Jedwede Kritik an Israels Politik, sei sie noch so sachlich und notwendig, ist für ihn antisemitisch. Weinthal war auch federführend an der Verleumdungs- und Diffamierungskampagne gegen Ludwig Watzal beteiligt."

https://promosaik.blogspot.com/2016/01/e...chutzprasi.html



zuletzt bearbeitet 20.09.2017 20:04 | nach oben springen

#49

RE: Westbank

in Naher und mittlerer Osten 20.09.2017 20:28
von antenna (gelöscht)
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und die Kampagne von Weinthal gegen Strohmeyer ging weiter.....

"Benjamin Weinthal schießt weiter aus allen Rohren gegen meinen Vortrag am 9. März in der Volkshochschule in Ulm. Seine Geschosse dabei sind Unterstellungen und Falschbehauptungen. Zur Stützung seiner Schmutzkampagne muss nun auch der große Sohn der Stadt, Albert Einstein herhalten.. Dieser geniale Physiker wurde 1879 in Ulm geboren. Deshalb gibt Weinthal seinem Artikel vom 3. März in der „Jerusalem Post“ die Überschrift: „Politiker in Albert Einsteins deutscher Heimatstadt unterstützen antisemitischen Vortrag“. Dabei unterstellt Weinthal – unterstützt mit entsprechenden Zitaten des Simon-Wiesenthal-Zentrums – , dass die Volkshochschule und die Stadt Ulm hier dem „Antisemiten“ Strohmeyer ein Forum bieten, um Propaganda für BDS zu machen. Das ist aber gar nicht das Thema meines Vortrages, sondern „Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt. Hitlers langer verhängnisvoller Schatten.{.........}

Nach den Kriterien des Benjamin Weinthal muss der Brief Albert Einsteins und Hannah Arendts als eindeutig „antisemitisch“ bezeichnet werden.

Aber um solche historischen und politischen Details muss sich dieser Kampagnen-Journalist natürlich nicht scheren. Er greift immer gleich zum großen Vorschlaghammer: Er sieht in seiner paranoiden Weltsicht überall Antisemiten am Werk. Auch die Stadt Ulm ist offenbar voll davon, weil man es dort trotz seiner Einsprüche wagt, Strohmeyers Vortrag einfach nicht abzusagen. Einige Stadtobere hätten ihm, schreibt er empört, auf seine emails einfach nicht geantwortet. "

Nicht immer ist der Herr Weinthal erfolgreich .....


http://www.palaestina-portal.eu/Stimmen_...20herhalten.htm



zuletzt bearbeitet 20.09.2017 20:29 | nach oben springen

#50

RE: Westbank

in Naher und mittlerer Osten 21.09.2017 08:29
von antenna (gelöscht)
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weiss man auch nur vom "Hoerensagen":

"Friedensgruppe Code Pink erhielt Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis. Israelische Botschaft und regierungsnahe Akteure scheiterten mit Kampagne.

Führend beteiligt am Widerstand gegen Code Pink war offenbar der israelische Kampagnenjournalist BENJAMIN WEINTHAL. Der Bayerische Rundfunk zitiert aus einer Mitteilung von Code Pink, in der es heißt, Weinthal selbst habe die Kampagne mit einem Brief an die Bayreuther Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe ins Rollen gebracht – und dann in der Jerusalem Post, für die er als Korrespondent arbeitet, darüber mehrfach berichtet.

Code Pink bezeichnete die Vorwürfe der israelischen Botschaft als "verleumderische Anschuldigungen". Bei der Gruppierung handele es sich um eine international anerkannte Friedensorganisation, zudem habe man nie Israel das Existenzrecht abgesprochen. "Ich war schockiert, als ich gehört habe, dass ich antisemitisch eingestellt sein soll. Das ist falsch. Ich kritisiere lediglich Teile der israelischen Regierung und deren Menschenrechtsgesetze. Als Freund sollte man einem anderen Freund sagen dürfen, wenn etwas falsch ist", sagte die Code-Pink-Aktivsitin Barbara Briggs-Letson.

Zeitweise hatte es so ausgesehen, als ob die israelische Regierungskampagne Erfolg hat. Oberbürgermeisterin Merk-Erbe hatte sich bei aufkommender Kritik unmittelbar gegen die Verleihung ausgesprochen, wurde aber von Stadtrat überstimmt."



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#51

RE: Westbank

in Naher und mittlerer Osten 21.09.2017 09:36
von Anthea | 12.441 Beiträge

Zitat von antenna im Beitrag #50
weiss man auch nur vom "Hoerensagen":

"Friedensgruppe Code Pink erhielt Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis. Israelische Botschaft und regierungsnahe Akteure scheiterten mit Kampagne.

Führend beteiligt am Widerstand gegen Code Pink war offenbar der israelische Kampagnenjournalist BENJAMIN WEINTHAL. Der Bayerische Rundfunk zitiert aus einer Mitteilung von Code Pink, in der es heißt, Weinthal selbst habe die Kampagne mit einem Brief an die Bayreuther Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe ins Rollen gebracht – und dann in der Jerusalem Post, für die er als Korrespondent arbeitet, darüber mehrfach berichtet.

Code Pink bezeichnete die Vorwürfe der israelischen Botschaft als "verleumderische Anschuldigungen". Bei der Gruppierung handele es sich um eine international anerkannte Friedensorganisation, zudem habe man nie Israel das Existenzrecht abgesprochen. "Ich war schockiert, als ich gehört habe, dass ich antisemitisch eingestellt sein soll. Das ist falsch. Ich kritisiere lediglich Teile der israelischen Regierung und deren Menschenrechtsgesetze. Als Freund sollte man einem anderen Freund sagen dürfen, wenn etwas falsch ist", sagte die Code-Pink-Aktivsitin Barbara Briggs-Letson.

Zeitweise hatte es so ausgesehen, als ob die israelische Regierungskampagne Erfolg hat. Oberbürgermeisterin Merk-Erbe hatte sich bei aufkommender Kritik unmittelbar gegen die Verleihung ausgesprochen, wurde aber von Stadtrat überstimmt."



Ach, liebe antenna, es gibt sicherlich unzählige Beispiele, die du wirst anführen können, um mein Ersuchenvon Beweisen bei Behauptung einer Straftat wie in dem Falle "Bedrohung" zu relativieren.
Und genau hier liegt ja der Hase bei deinen Beispielen begraben.
Eine freie Meinung kann ich äußern. Und wenn ich beispielsweise sage, dass Trump ein Psycho ist, dann können Sympathiesanten natürlich auch "fordern", dies durch ein medizinisches Gutachten zu belegen. Kann ich nicht. Dann könnte derjenige privat einklagen, solche ehrenrührigen Behauptungen zu unterlassen.

Geht jedoch jemand hin und behauptet, dass eine Drohung seitens XY zum beabsichtigten Schaden eines anderen explizit erfolgt sei, dann hat das eine andere "Hausnummer". Da kommen dann viele mögliche Straftaten ins Spiel, auch z.B. Erpressung.

Ich will das Thema gar nicht weiter vertiefen. Und zwar mag es so sein oder auch nicht. Und wenn du eine Quelle oder Menschen als "seriös" einstufst, dann können andere durchaus anderer Meinung sein und jemanden als "befangen" oder "tendenziös" ausgerichtet ansehen. Alles eine Frage des Standpunktes.
Deshalb beiß dich jetzt nicht weiter fest. Denn ein "Bekennerschreiben" hinsichtlich dieser Drohung kann offenbar nicht geliefert werden.
Jeder seriöse Nachrichtenvermelder würde schreiben: Das Schreiben liegt der Redaktion vor - oder so ähnlich.


---


Jeder Tag ist der Anfang des Lebens. Jedes Leben ist der Anfang der Ewigkeit.
Rainer Maria Rilke


zuletzt bearbeitet 21.09.2017 09:37 | nach oben springen

#52

RE: Westbank

in Naher und mittlerer Osten 21.09.2017 12:18
von antenna (gelöscht)
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Zitat von Anthea im Beitrag #51
Ich will das Thema gar nicht weiter vertiefen. Und zwar mag es so sein oder auch nicht. Und wenn du eine Quelle oder Menschen als "seriös" einstufst, dann können andere durchaus anderer Meinung sein und jemanden als "befangen" oder "tendenziös" ausgerichtet ansehen. Alles eine Frage des Standpunktes.
Deshalb beiß dich jetzt nicht weiter fest. Denn ein "Bekennerschreiben" hinsichtlich dieser Drohung kann offenbar nicht geliefert werden.


Nein, ich werde mich nicht weiter "festbeissen", keine Sorge.

"Das ist das Bequeme am Antisemitismus-Vorwurf: Er muss nicht belegt, nicht argumentiert werden. Auch die Kritik am Staat Israel ist in der deutschen Öffentlichkeit durchweg als Antisemitismus eingeordnet. Beweise für den Vorwurf? Die braucht der gewöhnliche Redakteur, der übliche Politiker nicht. Es reicht aus, das Wort Antisemit zu benutzen, und der so stigmatisierte ist erledigt. "

Sagt Ulli Gellermann in seinem Artikel "Das Stigma Antisemtismus - wer Antisemit ist, bestimmt der Mainstream" (18.05.15)

Nein," Bekennerschreiben" liegen mir keine vor, Herr Melzer koennte sie ja noch nachliefern, sollte ich mich doch noch festbeissen wollen, um endlich auch hier als serioese Quelle zu gelten.
Gellermann hat es doch so schoen erklaert, was es mit der Drohung bzw. des Antisemitsmusvorwurfs( fuer den ich doch nun wahrlich ausreichend Beispiele geliefert habe), auf sich hat: Der Stigmatisierte ist erledigt.
Ich finde, dass es keines "Bekennerschreibens" bedarf. Es reicht der Drohgebaerde.



zuletzt bearbeitet 21.09.2017 12:20 | nach oben springen

#53

RE: Westbank

in Naher und mittlerer Osten 21.09.2017 12:57
von Anthea | 12.441 Beiträge

Aber natürlich beißt du dich fest. Oder du willst dich nicht mit meinem letzten Wort zufrieden geben, das ich eigentlich doch gut erklärt hatte? Nicht?

Jetzt schreibst du von Antisemitismusvorwürfen und allem Möglichen. Und ziehst Uli Gellerman dazu, wohl wissend, dass ich diesen schätze. Jedoch keinesfalls mit allem, was er schreibt, einverstanden bin. Auch dieser hat mit dem von mir Geschriebenen nichts zu tun.

Aber noch einmal:

Es geht darum, die Behauptung eines Straftatbestandes - wie es eine Drohung nun einmal ist - nicht einfach in den Raum zu werfen, sondern, so dieser gegen jemanden gerichtet erfolgte, diesen auch zu belegen! Punkt!
Was jemand von einem anderen hält, ob der Antisemit ist oder Nazi oder nur ein Blödmann - das steht auf einem ganz anderen Blatt!

Stell dir mal vor, jemand würde über dich z.B. schreiben: Sie hat Broder einen Brief geschrieben und unter Androhung von Konsequenzen (welche auch immer) diesen aufgefordert, sofort seine Pamphlete gegen Muslime zu unterlassen.
Du würdest doch dann mit Fug und Recht empört verlangen können, dass hierfür ein Beweis geliefert werden muss.

Aber jetzt ist für mich wirklich Schluss mit dem Thema.


---


Jeder Tag ist der Anfang des Lebens. Jedes Leben ist der Anfang der Ewigkeit.
Rainer Maria Rilke


zuletzt bearbeitet 21.09.2017 12:58 | nach oben springen

#54

RE: Westbank

in Naher und mittlerer Osten 27.09.2017 08:21
von antenna (gelöscht)
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"Die EU-Kommission hat eine Kennzeichnung von Produkten aus israelischen Siedlungen in besetzten Gebieten beschlossen. Damit soll künftig in allen 28 Mitgliedstaaten die korrekte Herkunftsbezeichnung für Erzeugnisse aus dem Westjordanland und Ost-Jerusalem sowie von den Golanhöhen eingeführt werden. Bislang wurden sie als "Produkte aus Israel" bezeichnet."

Das ist heute auf Spiegel online zu lesen
.http://www.spiegel.de/politik/ausland/is...-a-1062254.html

Dies geht uebrigens auf eine Entscheidung vom Jahr 2012 zurueck.

Erwartungsgemaess sind die Reaktionen aus Israel heftig. So fuehlt sich beispielsweise der ehemalige Aussenminister und jetzige Verteidigungsminister, der Ex-Tuersteher Avigor Lieberman an den gelben Judenstern erinnert, den Juden zur Zwangskennzeichnung im Nazi - Deutschland tragen mussten.
Weiter ist zu verlauten, dass diese Massnahme dem Friedensprozes zwischen Israel und den Palaestinensern nicht dienlich sei.
Welcher "Friedensprozess" ist da wohl gemeint? Vielleicht wird das israelische Aussenministerium dies dem EU-Aussenminiter erklaeren, den es einbestellt hat zum Rapport oder auch zum Leviten lesen.

Die Kritik seitens der CDU-CSU konnte nicht ausbleiben, diese fuerchtet, dass die Kennzeichnungspflicht zur Stigmatisierung fuehren koennte.
Sie ist der Auffassung,"dass Stigmatisierungen und Boykotte kein geeignetes Mittel sind, den Dialog zwischen Israelis und Palästinensern zu fördern. Sie tragen somit auch nicht dazu bei, die Region zu befrieden und das Ziel einer Zweistaatenloesung voranzubringen."

Was also waeren "geeignete Mittel"? Darf's ein U-Boot mehr sein und weiterhin die drei Affen-Politik?



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#55

RE: Westbank

in Naher und mittlerer Osten 27.09.2017 08:29
von antenna (gelöscht)
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Merkel der deutsche Netanjahu?? So jedenfalls ist es in einem Kommentar der Zeitung "haaretz" zum Wahlausgang zu lesen.

"Anshel Pfeffer bezeichnet Merkel als "deutschen Netanjahu" und warnt davor, dass Langlebigkeit und Stabilität in der Politik für "Stagnation und Lähmung" stehen.

https://www.heise.de/tp/features/Merkel-...hu-3839646.html



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#56

RE: Westbank

in Naher und mittlerer Osten 27.09.2017 15:51
von Till (gelöscht)
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Zitat von antenna im Beitrag #54
Erwartungsgemaess sind die Reaktionen aus Israel heftig. So fuehlt sich beispielsweise der ehemalige Aussenminister und jetzige Verteidigungsminister, der Ex-Tuersteher Avigor Lieberman an den gelben Judenstern erinnert, den Juden zur Zwangskennzeichnung im Nazi - Deutschland tragen mussten.
Mit Logik hat es der Typ wohl nicht so. Im Grunde dürfte dann auf keiner Ware "Made in Israel" stehen.


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#57

RE: Westbank

in Naher und mittlerer Osten 29.09.2017 11:43
von antenna (gelöscht)
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Hier geht es um Menschen, die autark sein moechten. Es ist nichts weiter als eine Betrachtung von Menschen, - anderes ausblendend .

Menschen, die etwa 150 km von mir entfernt wohnen und deren Schicksal mich sehr beruehrt.
Nachfolgend ein kleiner Einblick in deren Leben, vom Deutschlandfunk veroeffentlicht mit der Ueberschrift:


"Deutsche in Gaza"
"Marmorkuchen mit Heimweh." Von Benjamin Hammer
"Sie kamen aus Deutschland, sind im Gaza-Streifen verheiratet und treffen sich regelmäßig zum Auswanderinnen-Stammtisch."

Tja, so wie wohl viele Deutsche, im Ausland wohnend!

"Ute El Ankah ist eine von mindestens sechs deutschen Frauen, die im Gazastreifen mit ihren palästinensischen Familien zusammenleben. Im Vergleich zu den 90er-Jahren haben sich die Bedingungen deutlich verschlechtert. Nur umgerechnet 150 Euro können die El Ankahs pro Monat für Lebensmittel ausgeben. Aktuell gibt es nur rund fünf Stunden Strom am Tag, weil die Palästinensische Autonomiebehörde wegen eines Konfliktes mit der Hamas keinen Strom mehr für den Gazastreifen bezahlt.
"Ich fühle mich eingesperrt"
Von oben dröhnt eine Überwachungsdrohne der israelischen Armee.
Wer nach Israel ausreisen will, braucht eine Sondergenehmigung. Viele Anträge werden abgelehnt. Auch Ägypten hat seine Grenze zum Gazastreifen praktisch abgeriegelt. Ute El Ankah war zum letzten Mal vor sechs Jahren in Deutschland.
"Ich fühle mich eingesperrt", sagt sie. "Mein Vater ist nicht mehr der Jüngste, ich habe Albträume, wenn ich daran denke, dass einmal irgendetwas passiert und ich ihn nicht mehr sehen kann. Das belastet mich schon sehr."
"Glaube, unsere Regierung ist nicht so an uns interessiert"
Die 49-Jährige räumt ein, dass sie in den vergangenen Jahren gar keinen Antrag für eine Ausreise über Israel gestellt hat. "Zu aussichtslos", meint sie. Über den Antrag ihres Sohnes – ein deutscher Staatsbürger – sei ein Jahr lang nicht entschieden worden. Der Sohn schaffte es schließlich, über Ägypten auszureisen. Ein gefährlicher Weg. Auf der Fahrt nach Kairo, sagt Ute El Ankah, sei ihr Sohn beschossen worden. Von der zuständigen deutschen Vertretung in Ramallah im palästinensischen Westjordanland fühlt sie sich im Stich gelassen.
"Ich glaube, unsere Regierung ist nicht so an uns interessiert. Ich habe nicht das Gefühl, dass man sich irgendwelche Gedanken um uns macht. Wir sind sozusagen selber schuld, dass wir uns in so ein Krisengebiet begeben haben. Und da müssen wir selber sehen, wie wir klarkommen. So ein Gefühl habe ich.
Ein Vorwurf, den das Auswärtige Amt zurückweist. Man setzte sich regelmäßig und nachdrücklich für die Belange deutscher Staatsbürger ein. Die Diplomaten verweisen jedoch auf eine bestehende Reisewarnung für den Gazastreifen. Darin heißt es, man könne im Gazastreifen keine konsularische Hilfe leisten. Das gelte auch für die Ausreise.
Als Bettina Böttcher vor drei Jahren mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in den Gazastreifen zog, gab es diese Warnung bereits. Böttcher wurde in Köln geboren, studierte Medizin und lernte ihren Mann kennen – einen Palästinenser aus dem Gazastreifen. Eine Woche war die Familie in ihrer neuen Heimat, da brach zwischen Israel und der Hamas ein Krieg aus:
Familie in Deutschland jahrelang nicht gesehen
"Wir haben das unterschätzt, glaube ich. Wir haben immer gedacht, es wird keinen Krieg geben und es wird nicht so weit kommen, und wenn, dann ist er schnell wieder vorbei. Da haben wir uns verschaetzt.
Böttcher ist Frauenärztin, sie lehrt an der islamischen Universität von Gaza. Natürlich hätten sie manche Leute für verrückt erklärt. Mit kleinen Kindern nach Gaza ziehen. Aber ein Teil ihrer Familie lebe nun einmal im Gazastreifen. "Wir konnten nicht akzeptieren, dass unsere Kinder ohne sie aufwachsen", sagt Böttcher. Ihre Familie in Deutschland haben die Böttchers seit ihrer Einreise in den Gazastreifen vor drei Jahren nicht mehr gesehen. Die Ärztin versucht der Lage etwas Positives abzugewinnen.
Direkte Kontakte mit Hamas für Diplomaten tabu
Sicherheit. Ausgerechnet im Gazastreifen. Bettina Böttcher sieht das so: Als Frau könne man sich im Gazastreifen einfach besser bewegen. Auch Böttcher ist zum Islam konvertiert. Was sie nicht sagt: Die vermeintliche Sicherheit des Gazastreifens wird von der Hamas mit harter Hand verteidigt. Eine Organisation, die zuletzt gemäßigter erschien, von der Europäischen Union jedoch immer noch als Terrororganisation eingestuft wird.
Genau das macht es für die deutschen Diplomaten schwierig, sich um deutsche Staatsbürger zu kümmern. Direkte Kontakte mit der Hamas sind für sie tabu.
Mit Kaffee und Marmorkuche gegen Heimweh.
Als Annette Rohner-Ridwan Anfang der 80er-Jahre mit ihrem palästinensischen Mann in den Gazastreifen zog, existierte die Hamas noch gar nicht. Rohner-Ridwan will bereits in den nächsten Tagen nach Deutschland reisen. Doch die Israelis, so berichtet es die Deutsche, haben ihre Ausreise bisher nicht genehmigt. Sie war zuletzt vor vier Jahren in ihrem Heimatland. Was sie an Deutschland am meisten vermisst?
"Oh, die Natur. Ich habe Flüsse, ich habe Seen. Ich habe Wälder, ich habe Felder. Also die Natur im Grunde genommen. Und natürlich meine Verwandten"
Die Sehnsucht nach Deutschland aber bleibt. Rohner-Ridwan ist 64 Jahre alt. Sie würde gerne noch einmal auf die Zugspitze fahren. Ob es dazu kommt, das weiß sie nicht."

http://www.deutschlandfunk.de/deutsche-i...ticle_id=396571

Kann man sich vorstellen, was es bedeutet, nur fuenf Stunden am Tag ueber Strom zu verfuegen?. In Anbetracht des gerade zu Ende gehenden Sommers, der in dieser Region in diesem Jahr aussergewoehnlich heiss war? Keine Klimaanlage, kein Ventilator und nur begrenzte Kuehlmoeglichkeit fuer Lebensmittel.
Kein Flughafen, kein Seehafen - der Weg nach draussen, in diesem Fall Deutschland, geht nur ueber Israel und Aegypten und deren Gnaden. Wie aussichtslos dieses Unterfangen ist, wird hier beschrieben.
Eine konsularische Hilfe ist auch fuer die Deutschen in der West-Bank als vernachlaessigt zu betrachten.

Ich haette auch Albtraueme beim Gedanken, nicht nach Belieben ausreissen zu koennen.



zuletzt bearbeitet 29.09.2017 11:44 | nach oben springen

#58

RE: Westbank

in Naher und mittlerer Osten 12.11.2017 11:45
von MaMi (gelöscht)
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Zitat von Till im Beitrag #6
Wenn Sie die ultraorthodoxen Juden fragen, ja.

Die Ultraorthodoxen erkennen den Staat Israel nicht an.


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#59

RE: Westbank

in Naher und mittlerer Osten 12.11.2017 12:45
von Till (gelöscht)
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Na gut, dann ersetzen Sie "israelisch" von mir aus durch "urjüdisch".


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#60

RE: Westbank

in Naher und mittlerer Osten 30.11.2017 20:39
von Till (gelöscht)
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Die Regierung will demnächst mit einem Schlupfloch illegale Siedlungen umwidmen

Israel versucht, "möglichst viele der über hundert ungenehmigten Siedlervorposten, von denen sich ein Großteil auf palästinensischem Privatbesitz befindet, nachträglich zu legalisieren. Das zu diesem Zweck verabschiedete Enteignungsgesetz liegt zwar auf Eis, da Generalstaatsanwalt Menachim Mendelblit es nicht für verfassungskonform hält. Jedoch arbeitet Mendelblit laut israelischen Medien nun an einer alternativen „Lösung“, um rund tausend Siedlerwohnungen – ein Drittel besagter Außenposten – rückwirkend zu genehmigen.
Mendelblit stützt sich auf einen Rechtsartikel, der ermöglicht, fremdes Privatland zu besiedeln, wenn es irrtümlich für Staatsland gehalten wurde. Die ursprünglichen Besitzer könnten demnach nicht auf Rückgabe, sondern höchstens auf finanzielle Entschädigung klagen. Im Ergebnis läuft dies für die betroffenen Palästinenser ebenfalls auf eine Zwangsenteignung raus." (FR)

Auch wenn mich manche Unterbelichtete wieder einen Judenhasser schimpfen - mit Rechtsstaatlichkeit hätte die beschriebene Vorgehensweise Israels, wenn sie denn verwirklicht wird, nichts zu tun.


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