#16

RE: FDP neben AfD

in Deutschland 14.10.2017 13:20
von Martin | 343 Beiträge

Das wäre problematisch, ja. Allerdings sind viele ehemalige Linken- und Grünenwähler deshalb zur AfD abgewandert, weil sie ihre aufklärerischen und humanistischen Ideale in ihren bisher präferierten Parteien nicht mehr vertreten sehen. Eine fundamentale Religionskritik, basisdemokratische Bestrebungen und die Forderung von Frauen- und Schwulenrechten auch für Türkischstämmige finden sich ja tatsächlich nur in der AfD, während die Altparteien einen großen Unterschied machen zwischen emanzipierten metrosexuellen Autochthonen und steinzeitverhafteten Mega-Chauvis aus dem Orient, die das Gutmenschentum wie heilige Kühe verehrt und von jeder Kritik abschirmt.
Es gibt jedenfalls ne Menge Aspekte der alten Rechts-Links-Zuordnung, die heute nicht mehr so funktionieren wie vielleicht noch vor 30 Jahren. Das beweisen schon die nachgewiesenen Wählerwanderungen, die ja durchaus mit dem Fakt korrespondieren, daß die übergroße Mehrheit der Deutschen keinen Bock mehr darauf hat, ständig mit dem Islam belästigt zu werden und sich auf immer größere Masseneinwanderungen Inkompatibler einstellen und diese auch noch finanzieren zu müssen. Man kann jedenfalls davon ausgehen, daß die AfD mit einer 30prozentigen Zustimmung rechnen dürfte und damit die SPD als Volkspartei ablösen könnte, wenn die ständigen Diffamierungsversuche der Altparteien irgendwann einmal nicht mehr greifen und kein Mut mehr dazu gehört, sich als liberaler Konservativer, säkularer Demokrat und selbstdenkender Bürger zu bekennen. Aber natürlich muß sich diese Partei auch erst mal selbst finden und gewisse Elemente eliminieren, die ihren Kritikern heute noch als willkommene Angriffsflächen dienen. Die Behauptung "gemeingefährlicher Bestrebungen der AfD" (man erinnere sich an die Bismarckzeit) wird sich jedenfalls nicht ewig aufrechterhalten lassen. Und dann gibt´s ne schwarzblaue Koalition und alles wird gut. Und vielleicht wird man in naher Zukunft die 5 Prozent-Klausel der SPD zuliebe in eine 3 Prozenthürde umwandeln, aus Respekt vor der langen Geschichte der heute so heruntergekommenen Sozialdemokratie. >&´)


"Die Kröte hat einen schlechten Leumund." >&´)


zuletzt bearbeitet 14.10.2017 13:22 | nach oben springen

#17

RE: FDP neben AfD

in Deutschland 14.10.2017 13:32
von merte | 446 Beiträge

Also, ich hab da grad das Ergebnis des 24.09.17 angesehen, ja, entweder stimmt das Ergebnis nicht, oder dein Betrag stammt aus Absurdistan!

Einzig verloren haben CDU und SPD, und weder Grün noch Rot!
Etwas mehr Hintergrund, bitte!


Ich bin verantwortlich für Das was ich schreibe, nicht für Das, was ihr darunter versteht(verstehen wollt!


zuletzt bearbeitet 14.10.2017 13:33 | nach oben springen

#18

RE: FDP neben AfD

in Deutschland 14.10.2017 13:43
von Luftdrache (gelöscht)
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Wir sollten nicht vergessen, dass die größten Wählerwanderungen bei den letzten Wahlen von der CDU / CSU zur AfD gingen.
Im Gegensatz zu deinen Mutmaßungen spielen Wählerwanderungen von den Grünen zur AfD faktisch keine Rolle (Auswertung Forschungsgruppe Wahlen zur Bundestagswahl). Auf die Linkspartei bezogen gab es nur in Ostdeutschland minimale Wählerwanderung zur AfD.



zuletzt bearbeitet 14.10.2017 13:43 | nach oben springen

#19

RE: FDP neben AfD

in Deutschland 14.10.2017 14:17
von Martin | 343 Beiträge

Natürlich stellen ehemalige Unionswähler den größten Posten, weil die CDU/CSU sich unter Merkel zur neuen SPD entwickelt und damit ihr gesamtes konservatives Spektrum vor den Kopf gestoßen hat. Dessen ungeachtet kam aber fast die selbe Anzahl von links der Union, wie diese Grafik hübsch vermittelt:



Die NPD wird hier übrigens gar nicht dezidiert aufgeführt, da deren marginale Stammwählerschaft sich auch kaum für ein demokratisches Engagement gewinnen lässt. Die angeblichen rächzpopelistischen "Nazi"-Wähler kamen also allesamt aus den Reihen der Christdemokraten, Sozis und Linksgrünen. Schon komisch, nicht? >8´)


"Die Kröte hat einen schlechten Leumund." >&´)


zuletzt bearbeitet 14.10.2017 14:18 | nach oben springen

#20

RE: FDP neben AfD

in Deutschland 14.10.2017 14:30
von Luftdrache (gelöscht)
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Das sagt letztlich nur aus, dass Wählerwanderungen stattgefunden haben. Nicht aber, wie stark oder schwach diese ausfielen.
Betrachte die Wählerwanderungen mal aus Sicht der Grünen:
https://img.shz.de/img/incoming/origs179...5155016-lay.jpg

Relevant sind die Wählerwanderungen zu Linkspartei und FDP.
Deutlich sind aber auch die Wählerstimmen, die die Grünen von der SPD gewonnen haben.
Im Saldo ein Plus an Stimmen.

Setze Zahlen mal mit den Wählerwanderungen von und zu der Union ins Verhältnis:
https://www.shz.de/deutschland-welt/bund...id17921181.html
980.000 Wähler an die AfD verloren. Aber noch deutlicher mit über 1,3 Mio Wählerstimmen an die FDP.

Da sind 40.000 Wählerstimmen von den Grünen marginal.

Weiter zeigen die Grafiken ja nur, welche Wähler gewandert sind. Bei den leichten Zugewinnen der Grünen bei einer zugleich höheren Wahlbeteiligung haben die Grünen deutlich ihren mehrheitlich festen Stamm an Wählern erreicht.



zuletzt bearbeitet 14.10.2017 14:30 | nach oben springen

#21

RE: FDP neben AfD

in Deutschland 14.10.2017 16:49
von Till (gelöscht)
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Zitat von Martin im Beitrag #16
Das wäre problematisch, ja. Allerdings sind viele ehemalige Linken- und Grünenwähler deshalb zur AfD abgewandert, weil sie ihre aufklärerischen und humanistischen Ideale in ihren bisher präferierten Parteien nicht mehr vertreten sehen. Eine fundamentale Religionskritik, basisdemokratische Bestrebungen und die Forderung von Frauen- und Schwulenrechten auch für Türkischstämmige finden sich ja tatsächlich nur in der AfD, während die Altparteien einen großen Unterschied machen zwischen emanzipierten metrosexuellen Autochthonen und steinzeitverhafteten Mega-Chauvis aus dem Orient, die das Gutmenschentum wie heilige Kühe verehrt und von jeder Kritik abschirmt.
Stuss.

Zitat
Es gibt jedenfalls ne Menge Aspekte der alten Rechts-Links-Zuordnung, die heute nicht mehr so funktionieren wie vielleicht noch vor 30 Jahren. Das beweisen schon die nachgewiesenen Wählerwanderungen, die ja durchaus mit dem Fakt korrespondieren, daß die übergroße Mehrheit der Deutschen keinen Bock mehr darauf hat, ständig mit dem Islam belästigt zu werden und sich auf immer größere Masseneinwanderungen Inkompatibler einstellen und diese auch noch finanzieren zu müssen.

Stuss. Wählerwanderungen gibt es bei jeder Wahl. Noch nie etwas von Stammwählern und Wechselwählern gehört?

Zitat
Man kann jedenfalls davon ausgehen, daß die AfD mit einer 30prozentigen Zustimmung rechnen dürfte und damit die SPD als Volkspartei ablösen könnte, wenn die ständigen Diffamierungsversuche der Altparteien irgendwann einmal nicht mehr greifen und kein Mut mehr dazu gehört, sich als liberaler Konservativer, säkularer Demokrat und selbstdenkender Bürger zu bekennen.

Der typische AfD-Wähler ein liberaler Konservativer, säkularer Demokrat und selbstdenkender Bürger? Selten so gelacht. Den typischen AfD-Wähler sieht man bei Pegida- und Anti-Merkel-Demos.

Zitat
Aber natürlich muß sich diese Partei auch erst mal selbst finden und gewisse Elemente eliminieren, die ihren Kritikern heute noch als willkommene Angriffsflächen dienen.

Ohne diese "gewissen Elemente" wäre die AfD nicht die AfD, m.a.W. für eine bestimmte Klientel völlig uninteressant. Das wissen auch Gauland und Co. Bernd Lucke ist in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, und Frauke Petry wird es genau so ergehen.

Zitat
Die Behauptung "gemeingefährlicher Bestrebungen der AfD" (man erinnere sich an die Bismarckzeit) wird sich jedenfalls nicht ewig aufrechterhalten lassen. Und dann gibt´s ne schwarzblaue Koalition und alles wird gut. Und vielleicht wird man in naher Zukunft die 5 Prozent-Klausel der SPD zuliebe in eine 3 Prozenthürde umwandeln, aus Respekt vor der langen Geschichte der heute so heruntergekommenen Sozialdemokratie. >&´)

Die AfD wird irgendwann wieder verschwinden wie NPD, REP, DVU usw., wenn das abgehängte Prekariat merkt, dass sie gar nicht seine Interessen vertritt, und die "Protestwähler" merken, dass sie zu einer seriösen politischen Arbeit nicht in der Lage ist.



zuletzt bearbeitet 14.10.2017 16:55 | nach oben springen

#22

RE: FDP neben AfD

in Deutschland 14.10.2017 18:54
von Martin | 343 Beiträge

Zitat von Till im Beitrag #21
...Stuss....etc...

Als Vertreter des intellektuellen Prekariats wirst du dich noch wundern über die Langlebigkeit und das Wachstumspotenzial der AfD... >&´))


"Die Kröte hat einen schlechten Leumund." >&´)


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#23

RE: FDP neben AfD

in Deutschland 14.10.2017 19:25
von Luftdrache (gelöscht)
avatar

Morgen jedenfalls hat die AfD kein Wachstumspotenzial. Sind nur 6 bis 7 Prozent je prognostiziert worden.


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#24

RE: FDP neben AfD

in Deutschland 14.10.2017 20:25
von Martin | 343 Beiträge

Da heißt es also Daumen drücken!

Aber wird schon gutgehen, keine Sorge. Und wenn sie erst mal drin sind im Landtag, dann bleiben sie dort auch.
>8´ )


"Die Kröte hat einen schlechten Leumund." >&´)


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#25

RE: FDP neben AfD

in Deutschland 14.10.2017 20:32
von merte | 446 Beiträge

Na ja, im Landtag ganz sicher, nur in welcher Fraktion, das ist immer sone Frage, gell!

:-]


Ich bin verantwortlich für Das was ich schreibe, nicht für Das, was ihr darunter versteht(verstehen wollt!
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#26

RE: FDP neben AfD

in Deutschland 14.10.2017 20:42
von denker_1 | 1.591 Beiträge

Zitat von Martin

Die NPD wird hier übrigens gar nicht dezidiert aufgeführt, da deren marginale Stammwählerschaft sich auch kaum für ein demokratisches Engagement gewinnen lässt. Die angeblichen rächzpopelistischen "Nazi"-Wähler kamen also allesamt aus den Reihen der Christdemokraten, Sozis und Linksgrünen. Schon komisch, nicht? >8´)



Das glaube ich in Ostdeutschland, wo schon vorher Pegida sehr star war ganz und gar nicht!


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#27

RE: FDP neben AfD

in Deutschland 14.10.2017 22:30
von Martin | 343 Beiträge

In Ostdeutschland wurde bekanntermaßen die Linke als Kümmererpartei von der AfD abgelöst. Wer das untere abgehängte Drittel der Gesellschaft als "Pack" zu diskreditieren versucht, hat jedenfalls auch die Folgen zu tragen und darf sich nicht wundern, daß die außerparlamentarische Opposition in die Parlamente drängt.


"Die Kröte hat einen schlechten Leumund." >&´)


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#28

RE: FDP neben AfD

in Deutschland 14.10.2017 22:41
von Till (gelöscht)
avatar

Pack bleibt Pack, auch wenn's im Parlament sitzt.


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