Zitat von Luftdrache im Beitrag #11
Zitat von fjodorov im Beitrag #10
Ich frage mich allerdings weshalb die SPD weiterhin auf einer Privatisierung der Rente beharrt,wohl wissend dass davon lediglich die Versicherungskonzerne profitieren werden.Auch wenn ich die "neuen" Regelungen aus dem Hause Nahles zur Leiharbeit betrachte kann ich keine Änderung des neoliberalen Weges erkennen.Natürlich kann man den Verursacher des SPD-Niedergangs jetzt in den Wahlkampf einbinden,dass steht dieser Partei natürlich frei,allerdings fragt man sich ob man überhaupt regieren will,denn einen Schröder kann man kaum als SPD-Zugpferd sondern eher als Bremsklotz ansehen.Auch die Liebäugelei mit der FDP,mit der man soziale Gerechtigkeit umsetzen will-da greif ich mir irritiert an den Kopf-bedeutet für mich,dass die SPD hinter dem Nebelvorhang "Soziale Gerechtigkeit" lediglich ein weiter so beabsichtigt.
Wer von den Linken holt den ernsthaft die SPD da ob, wo sie ist? Bei den Schelten, die Sarah Wagenknecht in Richtung Sozialdemokratie austeilt ist es auch kein Wunder, wenn die Linkspartei eben auch nicht der Traumpartner der SPD ist.
Könnte es nicht einfach sein, dass Schulz verzweifelt nach Optionen sucht? Nach dem gescheiterten Ballon Rot-rot-grün - was bleibt der SPD?
Uns muss klar sein, dass die Linkspartei ein Vakuum, dass eine von Mutti in der nächsten GroKo marginalisierte SPD hinterlässt nicht von der Linkspartei aufgefangen würde, sondern dass das Stimmen sind, die im Nirvana sang und klanglos verschwinden.
Mich wundert es in diesem Kontext auch, dass niemand über die mangelnde Integrationsfähigkeit der Linkspartei in neue Wählerschichten hinein spricht.
Faktisch fehlt eine Partei zwischen SPD und Linkspartei!
Weshalb soll eine andere Partei denn die SPD abholen und wohin?Weil die SPD orientierungslos ist?Dass aber ist ein Problem der SPD und nicht der Linkspartei.Vielleicht wird andersherum ein Schuh draus und die SPD ist (in ihrem jetzigen Zustand) kein Traumpartner der Linkspartei auch wenn manche führenden Mitglieder der Linken dass anders sehen.
Sehen Sie,letzten Freitag hat die SPD die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung im Bundestag abgelehnt.Auf ihrem jetzt stattgefundenen Parteitag wurde wiederum die Abschaffung derselben gefordert.Was will sie denn nun?Die Nutzung von Staatstrojanern hat die SPD ebenfalls letzte Woche im Bundestag beschlossen. Heute sagt Schulz unter dem Applaus der Delegierten: Jeder, der Grundrechte der Verfassung infrage stellen wolle, habe in der SPD eine entschiedene Gegnerin.
Die Ehe für alle steht jetzt im Wahlprogramm der SPD,während ihrer Regierungsbeteiligung hat sie aber zigmal einen Beschluss des Bundestags mit der CDU zusammen vertagt.Der geplanten Privatisierung der Autobahnen hat auch die SPD zugestimmt.Glaubwürdigkeit sieht anders aus.
Die Marginalisierung der SPD,von der Sie schreiben,verantwortet diese Partei selbst,wer sich als Wurmfortsatz der CDU begreift muss sich nicht wundern dass sich die eigentliche Klientel abwendet.