#1

Rückgang der Inflation - Ende der Krise?

in Deutschland 31.10.2023 11:40
von Findus | 3.471 Beiträge

Nein, die Krise ist noch nicht vorbei, doch es gibt positive Zeichen. Im Oktober ist die Inflation überraschend stark gesunken.
Die Inflation hat sich auf durchschnittlich 3,8 Prozent abgeschwächt. Das ist der niedrigste Wert seit August 2021. Preisdämpfend hat sich dabei vor allem die sinkenden Energiepreise ausgewirktk (Rückgang der Teuerung auf 3,2%). Wermutstropfen ist jedoch, dass die Lebensmittelpreise weiterhin steigen.

Unklar bleibt, ob angesichts der aktuellen Entwicklung der Leitzins in der ersten Jahreshälfte 2024 nochmals erhöht wird.


Anthea hat sich bedankt!
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#2

RE: Rückgang der Inflation - Ende der Krise?

in Deutschland 31.10.2023 14:23
von Anthea | 13.334 Beiträge

Der Grund sind die gesunkenen Energiepreise. Jedoch die Lebensmittelpreise sind teilweise noch zu hoch. Aber ein guter Anfang. Wobei man jetzt vllt. sagen kann nach dem Liedtext: "Von nun an geht' s bergab". Im positiven Sinne.


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#3

RE: Rückgang der Inflation - Ende der Krise?

in Deutschland 15.06.2024 15:00
von Findus | 3.471 Beiträge

Und inzwischen ist die Inflation soweit angeklungen, dass die EZB erstmalig den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte gesenkt hat. Weitere Schritte der EZB bleiben abzuwarten. Während es für den Sparer oder die private Altersvorsorge eine eher traurige Zinssenkung ist, können die Staatsfinanzen sich erholen.
Doch weshalb folgt kein Umschwenken Lindners auf mehr staatliche Investitonen um die Wirtschaft anzukurbeln? Der FDP-Finanzminister bleibt der Schulenbremse gemeinsam mit Friedrich Merz treu und behindert so die wirtschaftliche Erholung.


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#4

RE: Rückgang der Inflation - Ende der Krise?

in Deutschland 13.12.2024 12:04
von fjodorov (gelöscht)
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Am Donnerstag kam es in Deutschland erneut zu einer Dunkelflaute. Die Strompreise schossen daraufhin nach oben. Der Preis pro Megawattstunde lag am Donnerstag bei 936 Euro. Nun gibt es Kritik aus Schweden.Auch am heutigen Freitag, 13. Dezember, erzeugt Deutschland wieder zu wenig Strom. Zwischen 7 und 8 Uhr verbrauchte die Bundesrepublik knapp 64 Gigawattstunden, erzeugte aber nur knapp 49 Gigawattstunden. Rund ein Viertel ihres Stromverbrauchs deckte sie durch Importe aus dem Ausland.Der Strommangel in Deutschland und in der Nordsee hat die Strompreise in Südnorwegen auf den höchsten Stand seit 2009 gehoben – fast 20 Mal so hoch wie noch in der Vorwoche. Die schwedische Energieministerin Ebba Busch regt sich laut der Zeitung „Aftonbladet“ über die deutsche Energiepolitik auf. So führt sie aus, dass die Entscheidung Deutschlands, seine Kernkraftwerke abzuschalten, erhebliche negative Auswirkungen auf die Strompreise in Schweden habe. „Ich bin sauer auf die Deutschen“, sagte sie. „Sie haben eine Entscheidung für ihren eigenen Bereich getroffen, zu der sie das Recht haben. Aber es hatte sehr große Konsequenzen“, so Busch.

Der Strompreis in Deutschland hat ein historisches Hoch erreicht. Am Donnerstagabend (zwischen 17.00 und 18.00 Uhr) lag der Preis für eine Megawattstunde an der Börse bei 936 Euro. Selbst auf dem Höhepunkt der Energiekrise waren die Preise nicht höher als 900 Euro gestiegen.

Diese Entwicklung hat erhebliche Auswirkungen auf Großverbraucher, die ihren Strom am tagesaktuellen Markt beziehen. Ein Beispiel hierfür ist das Elektrostahlwerk der Firma Feralpi in Riesa, Sachsen, das aufgrund der gestiegenen Stromkosten bereits am Mittwoch seine Produktion eingestellt hat, wie der Werksdirektor dem „Handelsblatt“ berichtete. Auch der Metall-Betrieb Anke GmbH in Essen lässt nach „Bild“-Angaben seine Öfen während der Preis-Spitzen abkühlen.

Wie lange werden Energiegroßverbraucher in D noch zu halten sein?Aber die Lösung naht.Habeck hat ja den Vorschlag gemacht zusätzliche Gaskraftwerke zu bauen die nur bei Bedarf angeschaltet werden.Während ihrer Ruhezeiten sollen die Betreiber aber Zahlungen vom Bund erhalten um die Gaskraftwerke vorhalten zu können.Eine tolle Idee ,wie sie wohl nur vom derzeitigen Wirtschaftsminister kommen kann.



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#5

RE: Rückgang der Inflation - Ende der Krise?

in Deutschland 13.12.2024 15:44
von Dr. Yes | 3.135 Beiträge

An der Strombörse werden 25% des Stroms gehandelt, der Rest geht über langfristige Lieferverträge. An der Börse gibt es je nach Angebot und Nachfrage große Schwankungen. Da kann man Schnäppchen machen, das ist dann in Ordnung und darüber regt sich niemand auf. Manchmal wird's aber auch teuer.
Gaskraftwerke sind derzeit das Mittel der Wahl, um Verbrauchsspitzen auszugleichen. Lindner setzt ja auf Kernkraft und Kernfusion. Da hätte er in seiner Zeit in der Regierung schon mal anfangen sollen.


Ще не вмерла України і слава, і воля


zuletzt bearbeitet 13.12.2024 15:47 | nach oben springen

#6

RE: Rückgang der Inflation - Ende der Krise?

in Deutschland 13.12.2024 17:40
von Dr. Yes | 3.135 Beiträge

Ich empfehle, mal darüber nachzudenken, warum der Strom an der Strombörse zeitweise unschlagbar günstig ist.


Ще не вмерла України і слава, і воля


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#7

RE: Rückgang der Inflation - Ende der Krise?

in Deutschland 13.12.2024 17:52
von Anthea | 13.334 Beiträge

Zitat von Dr. Yes im Beitrag #6
Ich empfehle, mal darüber nachzudenken, warum der Strom an der Strombörse zeitweise unschlagbar günstig ist.


Vielleicht haben die heimlich (und vernüftigerweise!) etwas Strom von Putin erworben


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#8

RE: Rückgang der Inflation - Ende der Krise?

in Deutschland 13.12.2024 17:58
von Dr. Yes | 3.135 Beiträge

Zitat von Anthea im Beitrag #7
Vielleicht haben die heimlich (und vernüftigerweise!) etwas Strom von Putin erworben
Der war gut. hahaha.gif - Bild entfernt (keine Rechte)


Ще не вмерла України і слава, і воля


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#9

RE: Rückgang der Inflation - Ende der Krise?

in Deutschland 13.12.2024 20:34
von Meridian | 3.150 Beiträge

Ja, der Donnerstag war einer der windärmsten Tage überhaupt. Die WEA haben in DE zeitweise nicht einmal 0,5 GW geleistet bei einer Nennleistung von knapp 72 GW (onshore und offshore, Stand Okt. 2024). Und die Photovoltaikanlagen kamen zur Mittagsspitze auf 3-4 GW (bei einer Nennleistung von ca. 96 GW), wobei sie derzeit eh nur 8h pro Tag überhaupt aktiv sind.

Solche Tage gibt es im Winter. Das muss man wissen. Machmal öfter, manchmal weniger oft. Und wenn solche Tage noch werktags fallen, ist die Energieknappheit noch stärker. Aber die Wetteraussichten sehen anders aus: schon heute hat der Windstrom leicht auf 7 GW zugenommen, morgen werden aber bereits über 30 GW erwartet, und für die nächsten Tage, vermutlich sogar bis Weihnachten sieht es recht windig, teils auch stürmisch aus. Orkane, die zum Abschalten von WEA führen, werden bislang nicht erwartet. Solche Starkwindwetterlagen führen häufig dazu, dass die WEA den Strombedarf für DE zu 50% und mehr abdecken.

Trotz der Dunkelflaute "führen" die Windenergieanlagen in Deutschland bei der Stromproduktion im Dezember wegen vorangegangener Tage mit mehr Wind. Braunkohle und Gas holen derzeit auf, aber die Aufholjagd dürfte morgen zu Ende gehen.

Fazit:
Der Alarm, der wegen der Dunkelflaute geschlagen wird, ist nicht unbegründet. Unsere Energieversorgung sollte so ausgerichtet sein, dass sie auch einen Winter, in dem Dunkelflaute-Wetter vorherrschend ist, ohne Probleme überstehen kann. Aber ich habe auch das Gefühl, dass manche, die von einer Katastrophe profitieren könnten, es schade finden, wenn das Katastrophenszenario nicht eintritt.


Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.
(Benjamin Franklin)


zuletzt bearbeitet 13.12.2024 20:36 | nach oben springen

#10

Die Gier der Milei-Kapitalisten

in Deutschland 14.12.2024 08:14
von Findus | 3.471 Beiträge

Nun, der Punkt ist ja schon fast eher, dass es einige Firmen gut fanden, am Strommarkt der letzten Wochen für zu Verdienen und die Preise zu treiben.
Ohne Spekulation am Strommarkt auch mehr Stabilität in den Netzen.


zuletzt bearbeitet 14.12.2024 08:15 | nach oben springen

#11

RE: Die Gier der Milei-Kapitalisten

in Deutschland 14.12.2024 20:30
von Dr. Yes | 3.135 Beiträge

Heute haben bei uns ein paar Leute gefeiert. Auf dem Balkon. Mit einem Heizpilz.

Ich sag's ja immer wieder: Die Energiepreise bei uns sind noch zu niedrig ...


Ще не вмерла України і слава, і воля


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#12

RE: Die Gier der Milei-Kapitalisten

in Deutschland 18.12.2024 15:02
von Dr. Yes | 3.135 Beiträge

Ein interessanter Artikel zu jüngsten "Dunkelflaute".

https://www.fr.de/hintergrund/erstaunlic...google_vignette

Zitat
Am Montag war die Welt wieder in Ordnung. Die Megawattstunde kostete gegen 23 Uhr nach Angaben des Fraunhofer ISE-Instituts gerade mal 16,59 Euro. Und zwar im sogenannten Day-Ahead-Geschäft, wo Strommengen für den nächsten Tag gehandelt werden. Erstaunliche 936 Euro waren es hingegen am 12. Dezember um 17 Uhr gewesen. Und der Rekordpreis von 1156 Euro wurde tags zuvor ebenfalls um 17 Uhr verzeichnet ...

Ein Auf und Ab an der Strombörse ist der Normalzustand. Es hängt stark davon ab, wie viel elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen gerade zur Verfügung steht. Vorige Woche herrschte hierzulande eine sogenannte Dunkelflaute. Ein Hochdruckgebiet namens „Ernst“ sorgte landesweit einerseits für Windstille, und Hochnebel ließ andererseits keine Sonne durch. Insgesamt lag der Anteil der Erneuerbaren deshalb am vorigen Mittwoch und Donnerstag zwischen 21 und 22 Prozent. In so einer Situation müssen die fossilen Kraftwerke in die Bresche springen, um die Versorgung zu sichern.
...
Zu einer hohen Nachfrage am frühen Abend kam ein ungewöhnlich knappes Angebot an elektrischer Energie. Nach Informationen des RND waren nur knapp zwei Drittel der Steinkohlekraftwerke am Netz. Ähnlich sah es bei der Braunkohle aus. Bei den Gaskraftwerken war es sogar nur gut die Hälfte der vorhandenen Kapazitäten.
...
Hanns Koenig vom Beratungsunternehmen Aurora Energy spricht gleichwohl von „höchst erstaunlichen Preisspitzen“. Nach seinen Worten sollte die Leistung der Erzeugungsanlagen eigentlich nicht so knapp sein. Ab einem durchschnittlichen Preis von 650 Euro pro Megawattstunde müsse jedes thermische Kraftwerk in den Markt gehen und Geld verdienen.
...
Die BnetzA ist inzwischen dabei, die Preiskurven genau unter die Lupe zu nehmen. Der Verdacht: Betreiber von Kohle- und Gaskraftwerken haben bewusst weniger Energie über die Börse offeriert, als sie eigentlich anbieten könnten – was gegen das Regelwerk für den Strommarkt verstoßen würde.


Sollte die Bundesregierung unter Druck gesetzt werden? Wäre jedenfalls nicht neu. Schon nach dem rot-grünen Atomausstieg haben die Energieerzeuger gemauert. Erst nach Merkels Ausstieg vom Ausstieg vom Ausstieg ging es plötzlich.
...


Ще не вмерла України і слава, і воля


zuletzt bearbeitet 18.12.2024 15:03 | nach oben springen


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