Ja, der Donnerstag war einer der windärmsten Tage überhaupt. Die WEA haben in DE zeitweise nicht einmal 0,5 GW geleistet bei einer Nennleistung von knapp 72 GW (onshore und offshore, Stand Okt. 2024). Und die Photovoltaikanlagen kamen zur Mittagsspitze auf 3-4 GW (bei einer Nennleistung von ca. 96 GW), wobei sie derzeit eh nur 8h pro Tag überhaupt aktiv sind.
Solche Tage gibt es im Winter. Das muss man wissen. Machmal öfter, manchmal weniger oft. Und wenn solche Tage noch werktags fallen, ist die Energieknappheit noch stärker. Aber die Wetteraussichten sehen anders aus: schon heute hat der Windstrom leicht auf 7 GW zugenommen, morgen werden aber bereits über 30 GW erwartet, und für die nächsten Tage, vermutlich sogar bis Weihnachten sieht es recht windig, teils auch stürmisch aus. Orkane, die zum Abschalten von WEA führen, werden bislang nicht erwartet. Solche Starkwindwetterlagen führen häufig dazu, dass die WEA den Strombedarf für DE zu 50% und mehr abdecken.
Trotz der Dunkelflaute "führen" die Windenergieanlagen in Deutschland bei der Stromproduktion im Dezember wegen vorangegangener Tage mit mehr Wind. Braunkohle und Gas holen derzeit auf, aber die Aufholjagd dürfte morgen zu Ende gehen.
Fazit:
Der Alarm, der wegen der Dunkelflaute geschlagen wird, ist nicht unbegründet. Unsere Energieversorgung sollte so ausgerichtet sein, dass sie auch einen Winter, in dem Dunkelflaute-Wetter vorherrschend ist, ohne Probleme überstehen kann. Aber ich habe auch das Gefühl, dass manche, die von einer Katastrophe profitieren könnten, es schade finden, wenn das Katastrophenszenario nicht eintritt.