#1

Propaganda – gestern und heute

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 29.07.2017 12:49
von Anthea | 12.274 Beiträge

Denn: Wie sag ich’s meinem Kinde? So, dass es gar nicht die wirkliche Intention bemerkt, die hinter „Bewerbung“, sprich: Propaganda steht?

Kämpfen in einem Krieg, zum Beispiel. So was wie z.B. Soldaten nach Afghanistan entsenden und denen weismachen, dass es sich lediglich um eine humanitäre Aktion handeln würde. Durch diese Humanität sind dann 55 (?) Soldaten ganz „human“ ums Leben gekommen…

„Die höchste Erfüllung des Mannes ist ein früher, heldenhafter Tod“. Das schrieb Irene Betz 1936. Rilkes „Cornet“ galt da als Vorbild. Sterben mit der Fahne in der Hand in unverbrüchlicher Treue zum Vaterland. Somit hieß auch das nach §86a verbotene Lied der Hitlerjugend: „Unsere Fahne flattert uns voran…“

Heute sind die Propagandareden zeitlich angepasst. Von „sterben“ ist tunlichst nicht die Rede. Das bemerken die Angehörigen dann noch früh genug, wenn sie an einer Gangway auf die „Heimkehr“ des Mannes, Sohnes, Bruders warten, wo dann die Kriegsverantwortlichen, wenn auch „nur“ zweiter Rangordnung - denn „sich einmischen“ oder mit Waffen versorgen ist ja nicht direkt „Kriegstreiberei“ (Ironie) - mit betroffenen Heuchel-Mienen stehen… War ja alles nicht so gewollt, dumm gelaufen!

Dulce et decorum est pro patria mori" schrieb Horaz

Hört sich ja toll und edel an. Aber für besser halte ich allemal, was Aristoteles schrieb:
"Einen Fehler durch eine Lüge zu verdecken heißt, einen Flecken durch ein Loch zu ersetzen."

Oder auch Konfuzius: "Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten."

Wird es jemals möglich sein, in die „Essighirne“ der Helden in spe hereinzubekommen, dass Kriege nur Leid und Tod bedeuten? Dass tatsächlich eines Tages Wahrheit wird: Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.

Das aber wird die Waffenindustrie zu verhindern wissen…



---


Träume, als lebtest du ewig - lebe, als stürbest du heute. James Dean


zuletzt bearbeitet 29.07.2017 12:49 | nach oben springen

#2

RE: Propaganda – gestern und heute

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 29.07.2017 15:14
von antenna (gelöscht)
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Zitat von Anthea im Beitrag #1
Heute sind die Propagandareden zeitlich angepasst.


Zeitlich und kulturell angepasst. Mit Fahnen und Gesang ueber das Vaterland laesst sich heute niemand mehr locken.
Heute geht es um unsere freiheitlichen Werte, die es zu verteidigen gilt. Um die "Befreiung" unterdrueckter Voelker, deren Diktator auf unseren Bodenschaetzen sitzt. So war es am Hindukusch, so im Irak und anderswo.

"Die totale Manipulation ist moeglich. Die westliche Propaganda ist so professionell, dass die Tatsachen fuer das, was wir denken sollen, kaum noch eine Rolle spielt."

http://www.nachdenkseiten.de/?p=27891



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#3

RE: Propaganda – gestern und heute

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 29.07.2017 16:49
von heiner | 881 Beiträge

Zitat von antenna im Beitrag #2
Zitat von Anthea im Beitrag #1
Heute sind die Propagandareden zeitlich angepasst.


Zeitlich und kulturell angepasst. Mit Fahnen und Gesang ueber das Vaterland laesst sich heute niemand mehr locken.
Heute geht es um unsere freiheitlichen Werte, die es zu verteidigen gilt. Um die "Befreiung" unterdrueckter Voelker, deren Diktator auf unseren Bodenschaetzen sitzt. So war es am Hindukusch, so im Irak und anderswo.

"Die totale Manipulation ist moeglich. Die westliche Propaganda ist so professionell, dass die Tatsachen fuer das, was wir denken sollen, kaum noch eine Rolle spielt."

http://www.nachdenkseiten.de/?p=27891


Der Sturm auf Afghanistan, der war alles andere als durch Propaganda perfekt vorbereitet.

Ein 9/11 Terrorist sei aus Saudi Arabien gekommen, einer aus Deutschland und die "Mudschaheddin" waren in die Islamschule gegangen.

Dass die Nato nun Afghanistan überfallen und über Jahrzehnte besetzt halten sollte, das ergab sich aus den holprigen Versatzstücken der Propaganda, nicht logischerweise.


Le Poète est semblable au prince des nuées
Qui hante la tempête et se rit de l'archer;
Exilé sur le sol au milieu des huées,
Ses ailes de géant l'empêchent de marcher.

Charles Baudelaire
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