#16

RE: Solidarität liebender Gottgläubiger?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 14.07.2017 07:41
von thunibert (gelöscht)
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Zitat von Andreas1975 im Beitrag #15
Schade!
Ich habe den Eindruck das es nach wenigen Beiträgen nicht mehr um das eigentliche Thema geht sondern um ein allgemeines Bashing der kath. Kirche.

Übrigens wurde die Unfehlbarkeit nicht nur dem Papst zugesprochen.
Fegefeuer gibt es auch so nicht mehr.

Aber das gehört auch nicht zum Thema.


Das Thema ist die Sexualität und die ist in der Natur der Menschen fest veranlagt. Man kann sagen, es ist einerseits die allgemein übliche "Fortpflanzungsmethodik" und andrerseits eben auch Genuss, wie essen und trinken auch ein Genuss sein kann.

Wenn sich eine Religion gegen die Sexualität der Menschen wendet, so wird da etwas zu zerstören versucht, das unbezwingbar ist. Askese ist das Motto und die Realität ist meist von Verfehlungen begleitet, denn niemand kann Sexualität abschalten. Wenn man es mal plakativ und trotzig sagen will, auch der Papst war mal ein pubertärer Junge und ist in irgend einer Form mit seiner Sexualität umgegangen.


Göttliche umarmen schnell.
Leben windet sich, Schicksal wird geboren.
Und im Innern weint ein Quell
(frei nach Rilke)
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#17

RE: Solidarität liebender Gottgläubiger?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 14.07.2017 08:46
von Anthea | 12.418 Beiträge

Zitat von Andreas1975 im Beitrag #15
Schade!
Ich habe den Eindruck das es nach wenigen Beiträgen nicht mehr um das eigentliche Thema geht sondern um ein allgemeines Bashing der kath. Kirche.

Übrigens wurde die Unfehlbarkeit nicht nur dem Papst zugesprochen.
Fegefeuer gibt es auch so nicht mehr.

Aber das gehört auch nicht zum Thema.


Na ja, "bashing" sehe ich in dem Falle als Kritik aus Verärgerung an. Wegen der Starr- und Sturheit bei gewissen Fragen, wo sich die Kirche nicht bewegt.
Dass Menschen ein gestörtes Verhältnis zu einer solchen Organisation entwickeln, das ist verständlich. Besonders dann, wenn ersichtlich ist, dass sie gar nicht wirklich Gottes Wort weitergibt, sondern eigene Interpretationen "glaubhaft" machen will.
Und "Deus lo vult" ist somit sehr suspekt.

Aber du hast ja durchaus Recht: Das Thema verläuft sich vom eigentlichen Inhalt fort.

Ich denke, dass trotz aller gegenteiligen Beteuerungen doch insgeheim bei vielen noch eine geheime Abwehrhaltung gegenüber Homosexuellen besteht. Ich denke, Männer sind da intoleranter als Frauen.

Warum sollte einem Homo Paar verwehrt werden, sich bei einer kirchlichen Trauung vor Gott das Versprechen von Liebe und Zueinanderstehen verwehrt werden?


---


Will man einen Freund haben, so muss man auch für ihn Krieg führen wollen: und um Krieg zu führen, muss man Feind sein können. Friedrich Wilhelm Nietzsche


zuletzt bearbeitet 14.07.2017 09:12 | nach oben springen

#18

RE: Solidarität liebender Gottgläubiger?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 14.07.2017 10:37
von Andreas1975 | 217 Beiträge

Zitat von Anthea im Beitrag #17
Zitat von Andreas1975 im Beitrag #15
Schade!
Ich habe den Eindruck das es nach wenigen Beiträgen nicht mehr um das eigentliche Thema geht sondern um ein allgemeines Bashing der kath. Kirche.

Übrigens wurde die Unfehlbarkeit nicht nur dem Papst zugesprochen.
Fegefeuer gibt es auch so nicht mehr.

Aber das gehört auch nicht zum Thema.


Na ja, "bashing" sehe ich in dem Falle als Kritik aus Verärgerung an. Wegen der Starr- und Sturheit bei gewissen Fragen, wo sich die Kirche nicht bewegt.
Dass Menschen ein gestörtes Verhältnis zu einer solchen Organisation entwickeln, das ist verständlich. Besonders dann, wenn ersichtlich ist, dass sie gar nicht wirklich Gottes Wort weitergibt, sondern eigene Interpretationen "glaubhaft" machen will.
Und "Deus lo vult" ist somit sehr suspekt.

Aber du hast ja durchaus Recht: Das Thema verläuft sich vom eigentlichen Inhalt fort.

Ich denke, dass trotz aller gegenteiligen Beteuerungen doch insgeheim bei vielen noch eine geheime Abwehrhaltung gegenüber Homosexuellen besteht. Ich denke, Männer sind da intoleranter als Frauen.

Warum sollte einem Homo Paar verwehrt werden, sich bei einer kirchlichen Trauung vor Gott das Versprechen von Liebe und Zueinanderstehen verwehrt werden?


---






Weil es eventuell theologisch für die kath. Kirche nicht erklärbar ist, daß das Sakrament der Ehe auch für Gleichgeschlechtliche Paare möglich ist. ?

Gegenfrage: Warum sollte es einem Homo Paar ermöglicht werden sich das gegenseitige Sakrament zu geben?


Die kath. Kirche ist in sich schon sehr konservativ und Neuerungen brauchen lange. Aber man kann stehen wie man möchte, diese Kontinuität, das festhalten an Traditionen und nicht das hinter her laufen zum Zeitgeist spricht auch viele Menschen an. Es gibt eine vermeintliche Sicherheit.

Meiner Meinung kann die kath. Kirche zulassen zum Sakrament wenn sie möchte. Sollte dieses das Kirchenvolk anders sehen wird sich da eventuell auch was ändern. Ich denke aber das diesem nicht so ist.
Diese Forderung kenne ich nur von Menschen die der Kirche fern stehen.

Ich kenne einen kath. Chorleiter. Für ihn gibt es wichtigerer Themen! Er wird seinen Partner standesamtlich Heiraten. Fertig.

Auch bei meinen Bekannten sind da andere Themen wichtig. Wie die Zulassung zur Kommunion von geschiedenen, die Öffnung des Diakonat der Frau, besser sogar noch die Weihe zur Priesterin, Neugliederungen der Seelsorgeeinheiten, Priestermangel, Einbindung der Laien, ...... etc.


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#19

RE: Solidarität liebender Gottgläubiger?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 14.07.2017 18:15
von Anthea | 12.418 Beiträge

Zitat

Auch bei meinen Bekannten sind da andere Themen wichtig. Wie die Zulassung zur Kommunion von geschiedenen, die Öffnung des Diakonat der Frau, besser sogar noch die Weihe zur Priesterin, Neugliederungen der Seelsorgeeinheiten, Priestermangel, Einbindung der Laien, ...... etc.





Dass es wichtigere Themen gibt denke ich auch. Und stoße da wieder auf solch ein Unding: Die Sache mit der Zulassung zur Kommunion für Geschiedene. .
Bei solchen Dingen werde ich wütend. Ich denke an den Fall des geschiedenen Chefarztes einer katholischen Einrichtung und dessen "Diffamierung". Anders kann ich das nicht nennen.


Will man einen Freund haben, so muss man auch für ihn Krieg führen wollen: und um Krieg zu führen, muss man Feind sein können. Friedrich Wilhelm Nietzsche


zuletzt bearbeitet 14.07.2017 18:18 | nach oben springen

#20

RE: Solidarität liebender Gottgläubiger?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 14.07.2017 19:42
von antenna (gelöscht)
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Ich finde die Erklaerung mit Fragezeichen von Andreas recht plausibel, naemlich dass es eventuell theologisch fuer die katholische Kirche nicht erklaerbar ist, dass das Sakrament der Ehe auch fuer gleichgeschlechtliche Paare moeglich ist.

Es ist Sache der Politik, dem Zeitgeist und dem Wandel der Gesellschaft gerecht zu werden, nicht unbedingt und in jedem Fall aber dem Credo einer katholischen Kirche, deren Authentizitaet zutraeglich.

Wie bereits gesagt, gibt es viele andere Baustellen, an denen die Konservativen arbeiten muessten. Zum Beispiel sich von der Enzyklika Humanae Vitae 1968 verabschieden, mit der Geburtenkontrolle durch kuenstliche Verhuetungsmittel abgelehnt wird.
Kontrolle der Geburtenraten zum Mittel der Armutsbekaempfung sollte ein Thema fuer die katholische Kirche sein, und die Kondomaechtung sind Themen, die von der kath. Kirch endlich zeitgemaess beantwortet werden muessten.
Und wie Anthea bereits sagte, ist die Exkommunikation fuer Geschiedene ein Thema, zu dem Anpassung an den Zeitgeist der katholischen Kirche gut anstehen wuerde.



zuletzt bearbeitet 14.07.2017 19:43 | nach oben springen

#21

RE: Solidarität liebender Gottgläubiger?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 16.07.2017 14:06
von Luftdrache (gelöscht)
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Seit 2016 können sich gleichgeschlechtliche Paare in Berlin und Brandenburg immerhin bereits evangelisch trauen lassen: https://www.rbb-online.de/politik/beitra...hen-1-juli.html


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