#31

RE: Bildungswesen - Reformstau und offene Fragen

in Schule und Bildung 26.06.2017 14:19
von Thats me | 90 Beiträge

Nicht du!,
sondernLichtdrache verwechselte/vermischte das ;) Das ergibt sich auf seine Antwort auf deinen Beitrag zu Schulbegleitern.
Da antwortete er mit Bezugnahme auf Schulsozialarbeiter.

Wegen des Zitierens, wäre es gut, wenn du das nutzt. Sonst sind deine Beiträge schwer zu lesen, weil man chlecht differenzieren kann, was ein Zitat und was deine Antwort ist.

Entweder oben rechts Zitate vormerken und nach Klick auf Anworten einfügen.
oder
Unter jeweiligem Beitrag auf Antworten klicken und dann unterhalb auf "diesen Beitrag zitieren".
Wäre hilfreich.


Der Fehler im System ist der Mensch


zuletzt bearbeitet 26.06.2017 14:28 | nach oben springen

#32

RE: Bildungswesen - Reformstau und offene Fragen

in Schule und Bildung 26.06.2017 19:48
von Luftdrache (gelöscht)
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Das mit den aufgeteilten Beiträgen ist nicht schlecht. Macht mir das Antworten jedenfalls ein wenig leichter

Zitat von Thats me im Beitrag #26
Zitat von Luftdrache im Beitrag #20Ich habe durchaus manchmal das Gefühl, dass ein Problem ist, dass wir nur noch „Spezialisten“ haben. Neben all diesen Experten scheint mir der ein oder andere Generalist zu fehlen, der die entworrenen Fäden des Spezialistentums wieder zu einem Faden zusammendreht.Daher kann ich eigentlich den erst einmal allgemeinbildenden Ansatz von Schule gut nachvollziehen.Meine Gedanken:[1] Wir sind eine arbeitsteilige Gesellschaft. Anders geht das nicht.


Eine arbeitsteilige Gesellschaft bleiben wir auch weiter. Doch schau dir diverse Produktionsketten an. In der Autoindustrie gibt es beispielsweise das Modell der Inselfertigung, in der Reihum jeder alle Aufgaben des Autobaus im Kleinteam übernimmt, also auch in allen Produktionsschritten einsetzbar ist.
Oder nimm das Sozialwesen: Der Sozialarbeiter hat zwar sein Tätigkeitsfeld, aber wenn er gut arbeiten will braucht er doch den Blick auch auf das große Ganze.
Der Trend ist in den letzten Jahren durchaus an einigen Stellen einen Schritt zurück vom immer weiter ausufernden Spezialistentum gegangen.

Zitat
[2] Es kann nicht jeder alles können, daher/trotzdem ist eine gewisse Grundbildung für alle nötig. -> Wo man diese ansetzt und was man da hinein nimmt, ist ein gewisses Problem. Sicher ist, dass diese Grundbildung -> dynamisch sein muss und sich dem Fortschritt anpassen muss. Das Wissen ist inzw. so groß, dass man manches weg -> streichen muss.



Das Wissen hat im Vergleich sicherlich zugenommen. Umso wichtiger ist es statt allein über Inhalte zu reden auch darüber zu reden, wie man das eigenständige Lernen als Solches beibringen kann.

Zitat

[3] Wichtiger als alles zu wissen ist, zu wissen woher man es bekommt, wo es steht und welche Quellen sich am besten eignen. -> Internet, Bibliothek... Wobei generell noch erforderlich wäre, dass Information aus Wissenschaft frei zugänglich sind -> und das Cpyright/Patentrecht angepasst wird.



Das ist einer dieser modernen Wahrheiten. Doch auch was man aus wissenschaftlichen Quellen findet, muss man sich gedanklich aneignen können. Auch hier die Frage: Wie lernt Mensch eigentlich?

Dein Bildungskonzept ist sehr umfangreich. Dass muss ich genauer lesen. Antwort folgt noch...


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#33

RE: Bildungswesen - Reformstau und offene Fragen

in Schule und Bildung 26.06.2017 20:18
von Luftdrache (gelöscht)
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Zitat von Thats me im Beitrag #27

Auch darf man nicht vergessen, dass m.W. bei jedem Studium zunächst sämtliche Grundlagen in den Grundlagensemestern wiederholt, bzw. vermittelt werden. Auch in Berufsschulen hat man wieder Mathe, Deutsch etc.


Nicht wirklich. Mehr als Vorkurse vor dem Studienbeginn gibt es nicht, Grundlagen zu wiederholen.
Warum auch? Zu den Basics sollte ein Abitur ja wenigstens befähigt haben.

Zitat von Thats me im Beitrag #27
Siehe oben.Zusätzlich bundesweit gleiche Lehrpläne. Zukünftig besser noch "EU-Grund-Lehrpläne" (Nationale Besonderheiten, z.B. in Fach Recht, Kultur etc. können ja abweichen.)


Und da ginge die Diskussion los. Jeder Kultusminister hält seinen Lehrplan für den Richtigen.

Zitat
Ich kann dir sagen, dass medizinisches Fachpersonal nötig ist. Denn es gibt ja viele versch. Behinderungen. Körperl. und geistige. Und Ergotherapeuten sind für beides ausgebildet und zudem auch in der Lage Diagnose bez. Entwicklungsstand und Wahrnehmung zu erstellen.Sie sind pägagogisch, sonderpädagogisch, medizinisch, psychologisch und handwerklich geschult!Sonderschullehrer deshalb, weil die speziell in Methodik und Didaktik für Kinder mit Defiziten ausgebildet sind.Das braucht es, wenn behinderte integriert werden sollen.



Im großen ein überzeugendes Argument. Mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass die Professionen diagnostizieren sollten, die für das Diagnostizieren ausgebildet und auch tatsächlich gesetzlich vorgesehen sind. Letztlich also Psychologen bzw. entsprechende Fachärzte.
Von den verschiedenen Lehrkräften, Pädagogen und weiteren helfenden Professionen an Förderschulen sollte dafür der Blick auf den Entwicklungsstand des Schülers sich in guten Förder- bzw. Entwicklungsplänen wiederfinden.

Zitat
Nein, das hast du erneut falsch verstanden und viel zu eng interpretiert. Nochmal ;)Sie meinte damit, dass viele Kids massive Defizite im Sozialverhalten haben, keine Konfliktlösungsstrategien, erhöhtes Aggressionspotenzial etc., dass ein Lehrer viel Zeit damit beschäftigt ist, Probleme und Konflikte der Schüler untereinander zu lösen, für Ruhe im Unterricht zu sorgen, sich Respekt und Aufmerksamkeit zu verschaffen.Also die Alltagsprobleme. Nicht aber die Begleitung in der Familie, intensive Betreuung und Angebote!



... oder auch in der Schule.

Zitat
erst mal Ruhe rein bringen, damit überhaupt ein Unterricht möglich ist und nicht dauernd gestört wird.Die Lehrer können sich diesen sozialen Problemen der Kids nicht entziehen, die bringen das doch mit in die Schule. Bis der die Arbeit der Sozialarbeiter greift, dauert es. Er kann dan deeskalierend, unterstützend, fördernd etc. tätig werden, aber das Verhaltensproblem während des Unterrichts bleibt zunächst.



... und ich führe den Gedanken fort: Führt höchstwahrscheinlich zur Suspendierung des Schülers als disziplinarische Maßnahme. Eine Lösung ist nicht erreicht, statt dessen ist Schule in dem Moment dabei ein Teil des Problems zu werden.

Zitat
Meine Erfahrungen und Eindruck ist ein anderer. Das ist mir auch zu pauschal. sicher gibt es einige überhebliche Lehrer. Die Mehrheit fühlt sich glaube ich eher überfordert, zu wenig verstanden, massiven Vorurteilen ausgesetzt, allein gelassen und haben das Gefühl, dass ihre Arbeit nicht gedankt und nicht die entsprechende Anerkennung erhält.Das ist teilweise auch so.



Ein Lehrer ist heute genauso "Dienstleister" wie fast 70% aller anderen Berufe auch.
Anerkennung ist also etwas, dass sich auch diese Profession wie alle anderen erarbeiten muss. Das geht nicht von Oben, sondern nur in der Bildungspartnerschaft mit Schülern und Eltern.

Zitat
Auch wenn es vermutlich noch viel zu viel schlechte Lehrer gibt, die einfach nur ihre Zeit absitzen und herunter reißen..Der Auftrag der reinen Wissensvermittlung mit ein bisschen Pädagogik, reicht längst nicht mehr aus. Sie müssen abfedern und auffangen, was Eltern, Gesellschaft (Umgebung, sozialer Stand) und Politik versäumt haben.



Die UN hat doch bereits festgestellt: Über den Bildungserfolg entscheidet der Geldbeutel der Eltern. In dem Maß, wie Schule - unabhängig von einzelnen Lehrer - als gesellschaftliches Teilsystem Soziale Ungleichheit reproduziert, schafft Schule sich ihre eigenen Probleme.
Es ist also auch dort nicht alles Gold was glänzt, nur weil ein bildungslastiger Name über dem Gebäude prangt.


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#34

RE: Bildungswesen - Reformstau und offene Fragen

in Schule und Bildung 26.06.2017 20:20
von Luftdrache (gelöscht)
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Zitat von Thats me im Beitrag #28
Stopp! Du verwechselt gerade Schulsozialarbeit und Schulbegleiter ;)


Hab es gerade gelesen. Danke

Zitat

Wobei es da m.W. leider kein Qualitätsmanagement und Anforderungsprofil gibt.Bei uns in NDS sind das normale Arbeitslose, die evtl. einen kurzen Kurs belegen und dann auf die Kids losgelassen werden, damit das politische Ziel proforma, schnell und billig als erfüllt abgehakt werden kann.



Das ist auch in NRW so.


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#35

RE: Bildungswesen - Reformstau und offene Fragen

in Schule und Bildung 26.06.2017 20:22
von Luftdrache (gelöscht)
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Zitat von Thats me im Beitrag #29
Hier mal den Umfang der Ausbildung zur Ergo (wahllos eine Schule im Netz ausgesucht). Ich hatte in meiner Ausbildung (80 er J.) 52 Schulfächer und ca. 1200 Prüfungsfragen als Orientierung zur Vorbereitung auf das Examen und die Ausbildung war sehr teuer. shocked] [...]


Ich verstehe bei dem Curriculum langsam den Vorteil des Ergotherapeuten, den du uns hier nahebringen willst.
Danke für den Einblick, der ist sehr erhellend


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#36

RE: Bildungswesen - Reformstau und offene Fragen

in Schule und Bildung 26.06.2017 22:50
von Hamlets Gummibärchen (gelöscht)
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Zitat von Luftdrache im Beitrag #32

Das Wissen hat im Vergleich sicherlich zugenommen. Umso wichtiger ist es statt allein über Inhalte zu reden auch darüber zu reden, wie man das eigenständige Lernen als Solches beibringen kann.
?

Dein Bildungskonzept ist sehr umfangreich. Dass muss ich genauer lesen. Antwort folgt noch...



Nicht falsch, sondern völlig richtig. Ich finde immer noch, daß die Schule - und in meiner Schulzeit 1956-1968 klappte das - das Lernen zu lehren hat und ein Gespür dafür zu vermitteln, wie vielfätig die Welt ist. Oder kurz gesagt: daß die Welt nicht an der eigenen Nasenspitze aufhört. Dafür, daß sie mir dies vermitteln konnten, danke ich heute noch manchen Lehrern



zuletzt bearbeitet 26.06.2017 22:52 | nach oben springen

#37

RE: Bildungswesen - Reformstau und offene Fragen

in Schule und Bildung 27.06.2017 01:10
von Thats me | 90 Beiträge

Zitat von Luftdrache im Beitrag #32
Das Wissen hat im Vergleich sicherlich zugenommen. Umso wichtiger ist es statt allein über Inhalte zu reden auch darüber zu reden, wie man das eigenständige Lernen als Solches beibringen kann.

Ist in meinem Konzept beinhaltet. Lehrer sollten das können und dieses Gebiet ist auch schon voll erforscht.

Zitat

Das ist einer dieser modernen Wahrheiten. Doch auch was man aus wissenschaftlichen Quellen findet, muss man sich gedanklich aneignen können. Auch hier die Frage: Wie lernt Mensch eigentlich?

Unterschiedlich, da es verschiedene Lerntypen gibt. Das wurde bereits in den 90ern in der Schule meines Sohnes gelehrt.
Nannte sich "Lernen lernen", da lernten die Kids, welcher Lerntyp sie sind und welche Methoden es gibt.

Zitat
Dein Bildungskonzept ist sehr umfangreich. Dass muss ich genauer lesen. Antwort folgt noch...


Das freut mich, da bisher niemand was dazu sagte. Ich bin gespannt auf das Feedback.
Über @moorhuhns Meining hätte ich mich gefreut, aber die ist ja jetzt in Urlaub.


Der Fehler im System ist der Mensch
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#38

RE: Bildungswesen - Reformstau und offene Fragen

in Schule und Bildung 17.07.2017 14:01
von Luftdrache (gelöscht)
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Hallo Thats Me,

danke für dein grob umrissenes, interessantes Schulkonzept. Wie sollte sie also sein, die ideale Schule?

Zitat von Thats me im Beitrag #27

1. Offene und altersübergreifende Klassen, bzw. Fächer.
-> Klassenzimmer je Unterrichtsfach, hierbei Unterteilung in Klassenstufe z. B. Stoff für 6-8 J. Kl. 1-3, 4-6, 7-9 usw.
da es auch von den entwicklungspsychologischen Entwicklungsstufen abhängt, wie und wie schnell der Stoff gelernt wird und diese Stufen auch sehr individuell sind. (formales Denken, abstraktes Denken etc.)
-> Vorteil, Kind kann sein Tempo selbst bestimmen und somit das zu lernende auch eher begreifen, verinnerlichen und umsetzen.
-> Schnell lernende Kids werden nicht gehemmt, langsame gehen nicht unter, fallen nicht durch's Raster.


Die Frage scheint mir zu sein, wie diese drei Jahre genutzt werden. Reden wir von einem gegliederten Schulsystem oder haben wir eine Regelschulform? Was soll in den Jahrgangsstufen denn erreicht werden?
Mir scheint der Altersunterschied gerade zwischen den Klassen 1 und 3 unter entwicklungspsychologischen Aspekten noch relativ groß zu sein. Der Nachteil einer Altersmischung ist letztlich, dass gerade die Belange der jüngsten – hier der Erstklässer – gegenüber den Belangen der höheren Jahrgänge zu wenig Aufmerksamkeit erfahren. Vielleicht wäre eine Zusammenfassung in jeweils zwei Jahrgänge sinnvoller?
Wie wird mit den unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten allgemein in einem inklusiven Schulsystem umgegangen?

Zitat

2. Individualisierte Lehrpläne
Dies ergibt sich u. A. aus 1. und in Ergänzung mit kombinierten Test (Wahrnehmung, o.g. Entwicklungsstufen, Wissensabfrage..)
-> Das ist m.E. weniger aufwändig als es scheint, da Kids ganz genau spüren, was sie am besten können, sie am meisten interessiert und entdecken durch äußere Anreize/Angebote, ihre neuen Ressourcen und Talente. zudem gibt es längst standardisierte Tests. Intrinsische Motivation ist der beste Lernmotor, der jedoch durch vorsichtige und richtig ansetzende externe Motivation gesteigert werden kann.

Die Fächer und Lehrplan wird dem Kind angepasst. Z. B. in Form von abzuarbeitenden Wochen- bzw. Zeitplänen (Wochen, Monat) wo das Kind selbst bestimmen kann, wann es welches Fach besucht.



Dein Hinweis auf eine intrinsische Lernmotivation halte ich für wichtig. Da kommen wir auch zu Fragen wie der nach der Gestaltung von Lernmaterialien.
Verstehe ich das richtig, individualisierte Lehrpläne anhand regelmäßiger Lerntestungen? Widerspricht das nicht ein wenig deiner Grundannahme, dass die Schüler genau wissen, was sie können, was sie lernen müssen und was sie besonders interessiert?
Ich glaube, in den ersten Schuljahrgängen würden es Wochenpläne sein – ja durchaus heutzutage bereits eingesetzt. Höhere Schuljahrgänge könnten mit steigenden Kompetenzen auch Monatspläne bearbeiten.

Zitat

3. Allgemeinunterricht
Um den kommt man nicht umhin, um sicher zu stellen, dass alle Kids ein Basisgrundwissen erlangen. Auch wirkt es einer zu starken Gruppenbildung entgegen.
Dies erfolgt dann altersbezogen, also z. B. 6-8 J. Im selben Muster, wie die Einteilung unter 1.
Hier werden dann auch allgemeine soziale Skills/Fächer angeboten und durchgeführt. Kommunikationslehre, Sozialer Umgang, Rollenspiele, Strategien der Konfliktbewältigung, Achtsamkeitsübungen, ....



Basiswissen, ja, dass muss sein. Grundkenntnisse und Grundfertigkeiten werden grundlegend benötigt!
Soft-Skills im Rahmen des Unterrichts entwickeln... Interessant. Und irgendwie weitab der Lebenswelt der Kinder. Ist das nicht ein wenig über-pädagogisiert? Wäre hier nicht die Peer-Group ein weit wichtigerer Sozialisationsakteuer als ein Trainer, dessen Anliegen im Zweifel in der Freizeit wieder vergessen werden?

Zitat
4. Revisionen, Supervisionen
Hier werden dann die jeweiligen Zeitpläne des Kindes kontrolliert und mit ihm besprochen, Ziele formuliert, Feedback gegeben, obige Test gemacht, ausgewertet, besprochen.
Auch gibt es turnusmäßige Konferenzen der Lehrkräfte zur Evaluation der Zusammenarbeit, Verbesserungen, Umstrukturierungen, Austausch der v. den Lehrern ausgearbeiteten Skripte, Unterrichtsvorbereitungen und - planungen.
Schülerakten (Stand d. Kindes, Defizite, Kompensation, Förderkonzepte..)



Gut gemeint. Und sicher nicht falsch, einen Anlass zu haben, sich über Lernstand usw. auszutauschen. Sicher eine gute Sache, gemeinsam Unterricht zu reflektieren und Unterrichtskonzeptionen ausarbeiten zu können.
So wie du den Punkt beschreibst, ist der Lehrer der Experte über den schulischen Weg seines Schülers. Mehr oder weniger demokratisch oder mit autoritärer Entscheidungsgewalt. Ein Expertenstatus bringt immer eine Machtasymetrie mit sich.

Eine demokratische / freie (über ein passendes Adjektiv müsste ich noch ein wenig nachdenken) Schule müsste anerkennen, dass jeder Schüler der eigentliche Experte für sich selbst und für seinen schulischen Werdegang ist bzw. von Anfang an gefördert werden muss, diese Rolle eigenverantwortlich für sich selbst auszufüllen.

Zitat
6. Materialausstattung, Praxisbezug
Labore, Garten, Aquarien, Unterricht in Natur, Naturbeobachtungen, themenbezogene Besuche in Institutionen, praktische Übungen (Verträge lesen und abschließen, Einkaufen, Produktvergleiche, Reisen planen, Geldeinteilung, Bankgeschäfte..)



Durchaus. Theorie und Praxis sollten Hand in Hand gehen und es kann nur gut für die Motivation sein zu wissen, wofür man z.B. Integralrechnung lernt.

Zitat
7. Interessensgruppen, Freizeitangebote, AGs
Kletterwand, Instrumente, Theater, Tanz, Experimente, Sport, Forschungsprojekte, Literatur.....



Gerne :)

Zitat

8. Verschiedene Berufsgruppen im Unterricht
Stamm ist natürlich Lehrer, Sonderschullehrer, Sozialarbeiter, Therapeuten, da ja auch Inklusion beinhaltet sein soll.



Das ist Integration, nicht Inklusion. Inklusion bedeutet so viel Normalität wie möglich. Statt Sonderpädagogen gäbe es einen Inklusionsberater, der versucht Sonderpädagogik, Therapeuten usw. soweit wie möglich überflüssig zu machen.

Zitat
9. Schülerkiosk, Selbstverwaltung durch Schüler
Die Kids sollen in ihre Schule eingebunden werden und sich für sie verantwortlich fühlen. Auch die Pflege der Einrichtung (Toiletten, Material, Klaasenräume). Daher gibt es auch dahingehende Aktionswochen, wo alles gestaltet, renoviert, verschönert wird.



Nichts gegen Verantwortung für das schulische Umfeld. Aber: Wenn das die ganze Partizipation für Schüler ist, dann sind das kaum wirklich relevante Sachen.

Zitat
Eine Schülerfirma vermittelt viele wichtige Fähigkeiten, wirtschaftliches und selbstverantwortliches Handeln, ist praxisbezogen.



Ja, wieder ein Element mit viel Praxisbezug.


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#39

RE: Bildungswesen - Reformstau und offene Fragen

in Schule und Bildung 29.10.2017 09:47
von Findus (gelöscht)
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Zitat von Gast im Beitrag #9
Das Akzeptieren, dass die über die Bildungspolitik gesetzten Bedingungen so sind, wie sie sind.


Es ist nicht alles Gold was glänzt. Aber warum am Status Quo des willkürlich dreigliedrigen Schulsystems festhalten?
Es gibt mit Stadtteil-Schulen und Gesamtschulen ja immerhin konzeptionell ausbaufähige Alternativen.


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#40

RE: Bildungswesen - Reformstau und offene Fragen

in Schule und Bildung 28.07.2018 14:59
von Findus (gelöscht)
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Warum lernen Spaß machen darf und wo die Unterschiede zwischen Kompetenzvermittlung und Förderung von Fähigkeiten in der Schule ist.... Ein eindrucksvoller Plädoyer Prof. Harald Lesch, warum Schule wieder Menschen bilden sollte:



zuletzt bearbeitet 28.07.2018 15:00 | nach oben springen


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