#1

Mit offenen Karten oder...

in Amerika 23.07.2018 20:26
von gun0815 (gelöscht)
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"Im Westen nichts Neues!"

Da hat der Chef-Stratege aber einen kucken lassen. Ganz offen spricht er von der Unterstützung rechter Parteien und Gruppierungen in Europa. Das hätte man sich zu besten Kaltkriegszeiten nicht mal im Ansatz träumen lassen.

Aber fangen wir am Anfang an. (Links kommen am Ende des Beitrages)
Es ist nicht neu, dass die USA ganz vorn und die Briten in zweiter Reihe schon immer die "rechte Seite" bevorzugt haben. Ging gleich nach dem 2.WK los. Nicht nur, dass man sich um Spezialisten (Gehlen, Globke) bemühte, nein, auch rechte Gruppen und Ableger die im Geiste Nachfolger des besiegten Regimes waren wurde hofiert und unterstützt. Alles unter dem Deckmantel einer Guerilla-Truppe genannt "Stay Behind".
Der Auftrag dieser von Geheimdiensten und NATO unterstützten Truppe hatte durchaus strategische Legitimität, nur schien die Umsetzung etwas heikel. Denn man bediente sich bei eher rechts orientierten, die auch mit genügend Motivation an die Umsetzung herangingen.

Nach dem Bekanntwerden durch den Italienischen Politiker Andreotti 1990 läuteten bei den Diensten in Europa die Glocken! Die anschließenden Recherchen des Herrn Ganser und die darauf folgende Doktorarbeit und das Buch "Geheimarmeen in Europa" haben aufgezeigt, warum die Glocken so laut läuteten. Innerhalb der offiziellen Organisation gab es nämlich eine Art "Darkside" dieser welcher. Diese machte sich vor allem durch Manipulationen der Wähler in den europäischen Länder einen Namen. Dies wurde durch sogenannte "False Flag-Aktionen" erreicht. Anschläge und Morde wurde Linken Gruppen und Organisationen in die Schuhe geschoben. Berühmtes und zu gleich trauriges Beispiel soll hier der Anschlag auf den Bahnhof in Bologna dienen.

Nun zu Heute...
Da stellt sich dieser Bannon hin und faselt ganz offen von der Unterstützung Rechter in Europa. Kontakte zu den neuen Regierungen in Ungarn (war ja klar), Polen (Piss läßt grüßen) und natürlich Italien (ich spare mir hier einen Kommentar) wurde schon aufgenommen und sie riechen nach Erfolg.

OK, so offen hat das selbst der Bush nicht getan und dessen Strategen auch nicht. Is auch schwierig, da man nun eingestehen muß, dass man sich eher nach Rechts orientiert. Links galt immer als "kommunistisch" und dies löste bei den rechtskonservtiven Brüdern immer gleich Krämpfe, Unwohlsein und gelegentlich auch Ausschlag aus. Denn "Sozial" kostet und bringt keine schnellen Gewinne, was deutliche Anzeichen für "geht gar nicht" sind. Außerdem passt "Sozial" so gar nicht in die Neocon-Ecke. ...es sei denn, es ist privatisiert und wirft anständig Gewinn ab.

Aber wir sehen, es ist Programm und mMn. ist es ein Zeichen oder vielmehr eine Offenbarung der eigentlichen Ziele der Strategen der dominanten US-Administration.

Die Zeiten ändern sich. Das Heute ist offener als es noch zu Zeiten des Kalten Krieges war und es ist auch nicht mehr verwerflich die Rechten zu hofieren.

Was denkt ihr? Ist das die Rettung durch die wirklich kompetenten Ideologen der Rechten Staubhirn-Fraktion? Oder gehen wir zehn Schritte zurück, was die gesellschaftliche Evolution angeht?
Ich tendiere zu zweitem, denn wir hatten dies bereits und es ist mit Krachen gescheitert. Wer nun die Fehler der Vergangenheit wiederholen will und wieder sehr viele Menschen in den Tod schickt, wer nicht aus gemachten Fehlern lernt und immer wieder das gleiche versucht, obwohl die "blutige Nase" schon zum Dauerzustand geworden ist, den sollte man in genau die Ecke schieben, in die er hingehört: Neonazi!

Nein! Bannon kann wollen was er will, wenn die verbliebenen Vernunftbegabten sich mal einig sind, dann ist der Plan von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Leider sehe ich realistisch viel Zustimmung. Denn auch viele Lobbyisten mögen das billige "Rechts". Links hat immer schon etwas mehr gekostet, weil es nachhaltig auch mehr bringt. Aber in Zeiten des "schnellen Dollars" braucht man dies nicht.

Rechts ist IN? Quark! Es war nie OUT! ...und so langsam sollten das auch mal die letzten Hoffenden begreifen.

Bannon ist nur der Trottel, der sich vor ein Mic stellt und es laut ausposaunt. Neu ist es nicht, es ist jetzt nur offizielle Ansage. In so fern: Im Westen wirklich nichts neues!

Stay Behind
Anschlag von Bologna
Die Zeit - Bannon unterstützt Rechte

Nun denn, findet ihr das gut, dass dieser Vollhorst Staubhirne den Arsch wischen will und uns somit gesellschaftlich um Jahrzehnte zurück wirf oder soll der Typ einfach bleiben wo er ist und in seiner gepolsterten Zelle liebe die Wände beschmierenl, als sich zum Deppen zu machen?

mfg


Wer in Grenzen denkt, denkt begrenzt!


zuletzt bearbeitet 23.07.2018 20:44 | nach oben springen



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