#1

Shell Jugendstudie

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 15.10.2019 19:34
von Findus | 2.444 Beiträge

Überraschungen bei der heute veröffentlichten Shell - Jugendstudie. Einerseits nahmen im Vergleich zur letzten Studie aus dem Jahr 2015 Ängste der jungen Generation vor Umweltzerstörung, Klimawandel, Terror und Zuwanderung zu, andererseits blickt die junge Generation wie bereits 2015 positiv in die Zukunft.
Positiv ist, dass das politische Interesse der Jugend weiterhin wächst. Überraschend für die Jugendforscher finden traditionelle Rollen- und Familienbilder eine hohe Zustimmung der Jugend.

Weitere Infos: https://www.tagesschau.de/inland/shellstudie-101.html


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#2

RE: Shell Jugendstudie

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 15.10.2019 19:38
von Athineos | 551 Beiträge

Der Wermuthstropfen dabei ist, dass die extrem rechten Rattenfänger nichts an Attraktivität bei Jugendlichen verloren haben.


Μολών λαβέ!
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#3

RE: Shell Jugendstudie

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 15.10.2019 19:40
von Findus | 2.444 Beiträge

Habe zwar noch nicht reingelesen, aber hier gibt es eine Zusammenfassung der Shell-Jugendstudie.


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#4

RE: Shell Jugendstudie

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 15.10.2019 22:50
von moorhuhn | 1.486 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #1
Überraschend für die Jugendforscher finden traditionelle Rollen- und Familienbilder eine hohe Zustimmung der Jugend.


Dazu möchte ich auf folgenden Beitrag verweisen. Es ist ein Kommentar, der im Duktus überwiegend wohl nicht die "Jugendforscher" bestätigt.
Egal, in einigen Beschreibungen finde ich mich wieder. Vor allem, was die Akzeptanz und die gehorsame Gefolgschaft von/zu immer neuen Trends und Möglichkeiten angeht.
Ich bin gerne bereit, mich zurückzuziehen und mein Restleben gelassen und entschleunigt zu genießen.
Was mich allerdings etwas irritiert, ist der Platzverweis auf die Beraterbank und indirekt wohl auch die Aufforderung, den finanziellen Backround für die jugendliche Entfaltung- heute hier, morgen da- bereitzustellen. Letzteres kann ich ja noch nachvollziehen, aber wie bitte soll ich beraten, wenn ich von der neuen Welt so gar keine Ahnung habe?

https://www.welt.de/debatte/kommentare/a...ueckziehen.html


Der frühe Vogel kann mich mal !
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#5

RE: Shell Jugendstudie

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 16.10.2019 00:11
von Findus | 2.444 Beiträge

Keine Sorge, du wirst noch gebraucht, moorhuhn. Zum einen findet sich für jede junge Generation im Laufe der Jahre eine ältere Paten-Generation. Hat bisher (bis auf die 1970er) immer geklappt. Zum anderen hilft digitales Mittelmaß auch nicht immer weiter. Dann werden deine sozialen Kompetenzen wieder benötigt.


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#6

RE: Shell Jugendstudie

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 16.10.2019 00:12
von Gelöschtes Mitglied
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Mal ehrlich - eigentlich kann ich in dieser Studie nichts aber auch gar nichts wirklich überraschendes entdecken.

Die beschriebenen Trends sind kein Alleinstellungsmerkmal der Jugendlichen, vielmehr sind auch die Jugendlichen Spiegel der gesamtgesellschaftlichen Veränderung, die die letzten 50 Jahre stattgefunden hat.

Warum sollte das auch anders sein - letzten Endes misst die Studie in regelmäßigen Abständen Antworten zu typischen Fragestellungen in einem Kreis von jungen Menschen. Wer vor 10 Jahren gemessen hat, hat gerade die Anfänge der Smartphone-Zeit mit gemessen. Vor 20 Jahren stand das Internet noch in den Kinderschuhen. Und vor 30 Jahren war gerade der Wechsel von der Zeit des kalten Krieges zum einigen Deutschland.

Die beschriebenen Veränderungen könnte man in ähnlicher Weise auch bei den älteren Generationen ausmessen. Die Politisierung der Gesellschaft findet nicht nur bei Jugendlichen statt - sondern immer wieder in der Gesamtgesellschaft, wenn Themen hoch kommen, die quer durch die Gesellschaft bewegen. Von denen haben wir heute halt mehr, als vor 30 Jahren.

Die stärkere Werteorientierung der Jugendlichen gegenüber früheren Generationen ist ein Ausdruck, dass es der Gesellschaft insgesamt gut geht. Vor 30 Jahren war eine hohe Jugendarbeitslosigkeit noch immer normal. Als Jugendlicher musstest du dich schon selbst kümmern, dass du einen Job gefunden hast. Heute - bei einigermaßen vernünftigem Schuldurchlauf, sucht die Wirtschaft nach den Jugendlichen, weil es weniger Jugendliche gibt, die geburtenstarken Jahrgänge langsam aber sicher in die Rentenjahre kommen, und weil es heute mehr Arbeitsplätze zu besetzen gibt als jemals zuvor.

Warum also sollte man sich um seinen Job sorgen? Die freie Zeit nutzt man, um sich stärker mit Sinnfragen zu beschäftigen - und richtet sich damit mehr auch nach Werten aus.
Nur - auch diese Grundbewegung ist längst kein Alleinstellungsmerkmal der Jugendlichen, sondern man findet dies in der Breite der Gesellschaft.


Aus solchen Jugendstudien wird dann gerne auch so etwas gebildet wie "Generation X", "Generation Y", "Generation Z".....
Immer verkennend, dass sich gar nicht das Verhalten jedes einzelnen Jugendlichen verändert hat, sondern es noch immer in jeder Generation jede Ausprägung gab und gibt - dass sich aber lediglich im statistischen Mittel Verschiebungen ergeben hat.

Die Shell-Studie sagt nichts über den Einzelnen Jugendlichen aus, der dann vor dir sitzt. Der eine in Springerstiefel, der nächste betend in der Moschee, und die Dritte arbeitet ehrenamtlich in einem Altenheim mit. Und: Gemeinsam mit ihren Eltern und Großeltern schwänzen sie Freitags die Schule und demonstrieren fürs Klima.

Dass wir als Menschheit nicht auf Dauer so weiter machen können wie bisher, ist nicht neu. Spätestens seit dem Bestseller "Die Grenzen des Wachstums" ist dies bekannt - und selbst der Zeitraum, ab dem es ernst wird, war schon in den 80ern klar - nur war 2020 und 2030 noch weit weg.....

Ich halte solche Studien für wichtig, aber regelmäßig auch für überbewertet. Und die Kommentare dazu, die daraus gleich fordern: "Kinder an die Macht" sind noch immer von der gleichen Naivität wie schon der Song von Grönemeyer. Klingt theoretisch erst mal gut - aber weil die Welt komplexer ist, ist es schon auch gut, wenn der ein oder andere Erwachsene noch ein wenig hilft.....


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#7

RE: Shell Jugendstudie

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 16.10.2019 00:48
von moorhuhn | 1.486 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #5
Keine Sorge, du wirst noch gebraucht,


Manchmal würde ich die jungen Wilden gerne auf solche Statements festnageln und meine vorsintflutliche Ruhe genießen.
Aber dann sitzen sie sie vor mir, 5!!! der räuberischen Erpressung und gefährlichen Körperverletzung angeklagten Teenager zwischen 17 und 20, allesamt ohne Schulabschluss und jeglicher Perspektive, wie es in ihrem digitalen Leben so weitergehen könnte.


Der frühe Vogel kann mich mal !
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#8

RE: Shell Jugendstudie

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 16.10.2019 01:35
von Gelöschtes Mitglied
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Kriminelle gab es auch in jeder Generation. Und der absolute Anteil ist über die Generationen hinweg sogar leicht rückläufig. Das macht keinen jungendlichen Fehltritt besser - relativiert aber die Relevanz bezogen auf das Große Ganze.



zuletzt bearbeitet 16.10.2019 01:35 | nach oben springen

#9

RE: Shell Jugendstudie

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 16.10.2019 13:08
von heiner | 881 Beiträge

Die Jugend als schlechter denn zuvor einzustufen ist üblich. Richtig ist das nicht, sie sind heute, ähnlich wie wir 1968 waren, durchaus bereit ihre Zukunft neu zu definieren. Klar liegt ihnen am Herzen, die nahe Zukunft, nach den Möglichkeiten, Abgasfrei zu realisieren. Dass es E-Mobilität gibt & Abgasfreie Heizungen, dass Solardächer, Strom produzieren, ohne Abgase, all das wissen sie & sie wollen das draus machen was ihrer Zukunft gut tut. Eine tolle Generation, Enkel im besten Sinne & ich liebe Sie von ganzem Herzen.


dass ein Traum nicht wahr ist, sehe ich ein, dass er wahr werden kann, auch.
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#10

RE: Shell Jugendstudie

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 16.10.2019 17:53
von Findus | 2.444 Beiträge

Zitat von heiner im Beitrag #9
Die Jugend als schlechter denn zuvor einzustufen ist üblich. Richtig ist das nicht, sie sind heute, ähnlich wie wir 1968 waren, durchaus bereit ihre Zukunft neu zu definieren. Klar liegt ihnen am Herzen, die nahe Zukunft, nach den Möglichkeiten, Abgasfrei zu realisieren.


Beides kann man nicht in die Jugend interpretieren. Für eine Nachfolgegeneration der 68er ist die heutige Jugend zu konservativ. Gleichfalls beschreibt die Shell-Jugendstudie sehr positiv eine Jugend, in die man seine Hoffnung setzen kann. Aber bitte keine romantische Verklärung.



zuletzt bearbeitet 16.10.2019 17:55 | nach oben springen

#11

RE: Shell Jugendstudie

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 17.10.2019 10:22
von heiner | 881 Beiträge

Da hat es mit dem Verständnis nicht richtig geklappt. Keineswegs wollte ich der Jugend Heute ein Fortführung der "68-Intention" andichten, im Gegenteil. Junge Menschen haben meist ein feines Gespür für das was sie sich in den nächsten Jahren & Jahrzehnten nicht wünschen.
Als ich 1968 im Alter von 20 Jahren sagte:" Es kann nicht sein, dass man mich zur Bundeswehr holt, wo ich noch nicht mal wählen darf", da war ein großes Thema aufgemacht worden, Freiheit, Teilhabe, Gleichberechtigun & ein Ende der "Weiter so - Republik".
Als Greta, in ihrer jugendlichen Aktivität, bemerkte dass sich die Regierenden nur sehr verhalten um Umweltprobleme kümmern wollten, das "nicht erreichen" fest vereinbarter Ziele mit einem Schulterzucken vom Tisch gewischt wurde, hat sie gemeinsam mit ihren Mitschülern zu einer "Aktion Schulstreik" aufgerufen & damit zu Protokoll gegeben, mit einem "weiter so" sind wir nicht einverstanden, wir streiken so lange bis etwas wirksames passiert (z.B. Ende der Verbrennung wo immer möglich).
Damit macht die aktuelle "Jugendbewegung" etwas, das dem entspricht was uns aktiviert hat, die Sorge um Zukunft. Nicht mehr & weniger hatte ich sagen wollen & dass die Jugend nun progressiv oder Konservativ ist, das ist ne Aussage die niemals stimmen kann, denn Menschen sind keine Herdentiere, sie sind als Gruppe nicht homogen.


dass ein Traum nicht wahr ist, sehe ich ein, dass er wahr werden kann, auch.
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#12

RE: Shell Jugendstudie

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 17.10.2019 19:33
von Findus | 2.444 Beiträge

Den Begriff Jugendbewegung finde ich gut gewählt, lieber heiner. FFF ist nicht "die Jugend", sondern ein Teil der Jugend die sich für ihre Ziele engagiert. Wenig überraschend vorrangig Schüler von Gymnasien. Du hast auch Recht, wenn du sagst, dass es für die Bewältigung des Klimawandels egal ist, ob die Jugend bewahren will, weil sie progressiv ist oder weil sie konservativen Werten folgt.
Nettes Thema für das Umweltforum - unter dem Forum Familie, Jugend und Sozialstaat trotzdem nicht das Anliegen der Themeneröffnung. Die Shell-Jugendstudie zeigt uns alle paar Jahre, wie sich die Lebenswelten der Jugend verändert haben. Und da finde ich es dann doch überraschend, dass Jugend heute wieder recht traditionelle Vorstellungen von Partnerschaft und Familie besitzt. Bemerkenswert ist die Orientierung auf Sekundärtugenden wie Fleiß und Pünktlichkeit, die die Shell-Jugendstudie auch beschreibt. Das sind gesellschaftlich interessante Aspekte. Was bedeutet eine konservative Jugend nach einer früher eher progressiven Orientierung der jungen Menschen?
Das sind interessante Fragen, jedoch kann auch aus wirklich jedem Thema "Klimawandel" gemacht werden. Ist legitim, verzeih mir jedoch, wenn es mich unter dem Stichwort "Familie, Jugend, Sozialstaat" eher nicht interessiert von Greta zu lesen. Mich interessieren da eher die gesellschaftlichen und sozialen Entwicklungen.
Das ist einer der Momente, wo aus meiner Sicht durch den Trend alles nur noch durch die Brille "Klima" zu betrachten dann schnell einem das Thema "Klima" überdrüssig wird und man davon ein wenig Pause braucht. Die Shell-Jugendstudie ist schließlich eine Jugendstudie und keine Klimastudie. Und der dauernde Verweis auf das Thema "Klima" wird der Arbeit der Sozialwissenschaftler schlicht nicht gerecht. Sieh doch mal stattdessen so etwas wie die sozialwissenschaftliche Schönheit der Jugendstudie.



zuletzt bearbeitet 17.10.2019 19:35 | nach oben springen

#13

RE: Shell Jugendstudie

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 18.10.2019 17:20
von heiner | 881 Beiträge

In dieser Studie geben immerhin ca. 75% der jungen Leute an, dass ihnen die Umwelt & das Klima besonders wichtig sind. Nachdem "Rechts" aus allen Rohren gegen FfF schießt, scheint mir das kein Indiz dafür zu sein, dass die Jugend heute, eher konservativ wäre.


dass ein Traum nicht wahr ist, sehe ich ein, dass er wahr werden kann, auch.
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#14

RE: Shell Jugendstudie

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 18.10.2019 17:34
von Findus | 2.444 Beiträge

Zitat von heiner im Beitrag #13
In dieser Studie geben immerhin ca. 75% der jungen Leute an, dass ihnen die Umwelt & das Klima besonders wichtig sind. Nachdem "Rechts" aus allen Rohren gegen FfF schießt, scheint mir das kein Indiz dafür zu sein, dass die Jugend heute, eher konservativ wäre.


Angst vor dem Klimawandel und klimabewusste Einstellungen heißt aber dennoch nicht, dass FFF als Bewegung mehr als nur einen Teil der Jugend darstellen würde. "Die" Jugend hat es - wenn wir mal ehrlich sind - zu keiner Zeit gegeben.
Und auch "Konservativ" scheint mir ein weiter Begriff zu sein. Es tut mir leid, aber die Studie beschreibt die Jugend als konservativ und an vielen traditionellen Werten orientiert. FFF ist eben auch hier nicht "die" Jugend, sondern eben nur eine Bewegung die so breit sein will, dass selbst für die Junge Union Platz dort drin ist.
Red doch mal über was anderes als FFF.



zuletzt bearbeitet 18.10.2019 17:35 | nach oben springen

#15

RE: Shell Jugendstudie

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 18.10.2019 18:08
von heiner | 881 Beiträge

Um ehrlich zu sein bin ich kein sehr großer Freund von solchen Studien, zuweilen werden die vom Ergebnis her entwickelt. Was mir auffällt & auch gefällt, das ist diese FfF-Bewegung & sie machen genau das, was ich auch gerne gemacht hätte, als ich die Kanzlerin sah, wie sie mehr oder weniger beiläufig erwähnte dass man die Ziele verfehlt. Klar können wir auch über andere Themen diskutieren, hier bot sich diese sehr vordergründige Aktion junger Leute, unter dieser Überschrift an.


dass ein Traum nicht wahr ist, sehe ich ein, dass er wahr werden kann, auch.
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