#1

Perspektiven für die "Dritte Welt"? - 40 Jahre Nord-Süd-Komission

in International 19.07.2017 20:13
von Luftdrache (gelöscht)
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Wie steht es eigentlich mit der Solidarität gegenüber der Dritten Welt? Unvergessen ist die Arbeit der 1977 gegründeten „Unabhängige Kommission für Internationale Entwicklungsfragen“. Besser ist sie bekannt unter dem Namen Nord-Süd-Komission und stand in der Zeit ihres Bestehens unter der Leitung Willy Brandt's.
1980 legte die Komission den Vereinten Nationen ihren 1. Bericht mit dem Titel „Das Überleben sichern. Gemeinsame Interessen der Industrie- und Entwicklungsländer“ vor. Zwei Jahre später folgte der zweite Bericht mit dem Titel „Hilfe in der Weltkrise“.
Der Bericht greift vor allem die Situation der „Dritten Welt“ (heute: Entwicklungsländer) auf, fordert die Unterstützung der DritteWelt- Lnder und schlägt alternative Möglichkeiten vor, die internationale Wirtschaft zu gestalten.
Angesichts des in den 1980ern aufkommenden Neoliberalismus wurden die Vorschläge der Komission nicht umgesetzt – sie seien zu „sozialistisch angehaucht“.
Die Probleme der Entwicklungsländer sind bis heute ungelöst. Zur Armut kamen weiter Umweltzerstörung und die negativen Folgen des Klimawandels hinzu. Während manche Lännder im Meer versinken, herrscht in anderen Entwicklungsländern Dürre und Hungersnot. Seitdem die Nord-Süd-Komission ihre Arbeit aufnahm sind 40 Jahre vergangen.
Wie steht es heute mit der Solidarität gegenüber der Dritten Welt? Welche Antworteen bietet das Zeitalter der Globalisierung?



zuletzt bearbeitet 19.07.2017 20:13 | nach oben springen

#2

RE: Perspektiven für die "Dritte Welt"? - 40 Jahre Nord-Süd-Komission

in International 24.08.2018 20:08
von Findus (gelöscht)
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Gibt es heute denn den Begriff "Dritte Welt" noch?


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#3

RE: Perspektiven für die "Dritte Welt"? - 40 Jahre Nord-Süd-Komission

in International 24.08.2018 22:57
von Gelöschtes Mitglied
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#4

RE: Perspektiven für die "Dritte Welt"? - 40 Jahre Nord-Süd-Komission

in International 25.08.2018 08:48
von Findus (gelöscht)
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Danke für Zahlen und Spiegel-Artikel.
Trotzdem sind z.B. so viele Menschen wie noch nie auf der Flucht. Bald 70 Millionen Menschen.
Ich mag mich mit einem "Die Welt wird besser" oder "Die Welt wird immer schlechter" nicht anschließen. Das Eingangszitat auf der Statistik-Seite "the world is changing" drückt glaube ich gut aus, warum es geht - die Welt verändert sich einfach.
Wir haben eine Reihe von Problemen auf der Welt gut abgearbeitet. Trotzdem gibt es heute neue Probleme, auf die uns noch die Antworten fehlen. Die Welt wird nicht besser oder schlechter, sondern einfach nur anders.

Vielleicht müsste man heute mehr auf Sachverhalte schauen, wie den der Erntehelfern auf den italienischen Tomatenfeldern: https://www.tagesschau.de/ausland/italien-erntehelfer-101.html. Lohn gekürzt, kaum Arbeitssicherheit und stundenlanges schuften in einem Knochenjob.



zuletzt bearbeitet 25.08.2018 09:01 | nach oben springen

#5

RE: Perspektiven für die "Dritte Welt"? - 40 Jahre Nord-Süd-Komission

in International 25.08.2018 23:20
von Gelöschtes Mitglied
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Mir geht es auch nicht darum, die Probleme in der Welt klein zu reden. Die Herausforderungen, beispielsweise durch den Klimawandel, aber auch durch die noch immer steigende Zahl der Weltbevölkerung sind unglaublich groß!

Wenn wir als Menschen agieren, dann sind die Herausforderungen nicht kleiner geworden - das größte Problem ist dabei nach wie vor, dass wir gerade nicht als Menschheit einheitliches Recht und einheitliche Kriterien anwenden! Es gibt sie nicht, diese Weltregierung. Vieles - zu vieles - läuft weitgehend unreguliert und chaotisch ab. Und auch wenn es in der Breite erkennbare Fortschritte in vielen Details gibt - dass Millionen Menschen Hungern und in Armut leben ist im Kopf nicht auszuhalten!

Es wäre an der Zeit für eine Reform der UNO! Das Ziel sollte nicht nur Frieden sein, sondern darüber hinaus auch tatsächlich Menschenwürde für alle. Es sollte so etwas wie eine Weltregierung geben, die bezogen auf diese Ziele auch Exekutive Möglichkeiten hat.


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#6

RE: Perspektiven für die "Dritte Welt"? - 40 Jahre Nord-Süd-Komission

in International 26.08.2018 10:11
von Findus (gelöscht)
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Es ist noch ein langer Weg zu einer Weltregierung. Immerhin hat das jähr 2018 den ernsthaften Vorschlag in die politische Diskussion gebracht. Ein erster Meilenstein des langen Weges (war hier auch in einem anderen Thema bereits angesprochen).
Bis es eine Weltregierung gibt, sehe ich genau so wie du die UNO als wichtige Institution, ein friedliches und würdiges Leben für alle Menschen zu gewährleisten.
Es ist bedrückend zu sehen, wie in den aktuellen Jahren versucht wird, in Programme und Hilfsmöglichkeiten der UNO einzugreifen. Man denke etwa an das Aussetzen amerikanischer Zahlungen für UN - Programme oder blockierendes russisches Veto im Syrien-Konflikt. Es kompensiert auch niemand fehlende Gelder.
Dann die neuen Herausforderungen. Tuvalu ist dem Untergang im Meer geweiht. Trotzdem gibt es meines Wissens kein richtiges UN-Klimaprogramm.
Es könnte so einfach sein, aber leider scheint der Gedanke einer Welt heute weiter entfernt als vor vielleicht 30 Jahren. Auf Obama folgte eben ein Trump, auf Kern eben ein Kurz oder auf Renzi eben ein Conte.


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