So nennt Richard David Precht die Liebe.
Das eigentlich größte aller Themen? Nach der Frage des woher und wohin des Kommens und Gehens eigenen Weges? Oder vor dieser Frage? Egal, wo der Einzelne ihren Stellenwert sieht, es ist ein umfassendes Thema. DIE Liebe.
Glaube, Hoffnung und Liebe – das größte aber ist die Liebe… wenn man es religiös betrachtet. Und philosophisch bemühten und bemühen sich weiterhin viele daran.
"Die Liebe ist das Begehren und das Begehren ist der Mangel" – so Sokrates bei der Beschreibung des Eros. Und sobald dieser Mangel behoben sei, verschwinde auch das Gefühl. Schopenhauer erkannte später deprimiert: „Unser Leben schwingt, gleich einem Pendel, zwischen dem Schmerz und der Langeweile“. Wo unweigerlich man an Faust denkt: "So taumel ich von Begierde zum Genuss, und im Genuss verschmacht ich nach Begierde."
Aristoteles schrieb über eine weitere Form der Liebe: Philia. „Lieben heißt sich freuen“. Eine gewissermaßen freundschaftliche Form der Liebe, wie z.B. auch diejenige innerhalb einer Familie.
Spinoza artikuliert die Liebe als Sinnenfreude: Begierde ist die Essenz des Menschen selbst. Sie entsteht nicht aus Hunger, sondern aus Appetit. Denn Schönes kann man immer genießen.
Es gibt so viel zu schreiben über die Liebe. Spinoza p.e. würde es so ausdrücken: „Es ist schön, dass es dich gibt“.
Egal, wie Precht die Liebe nennt, ob ordentlich oder unordentlich. Sie ist für jeden anders fühlbar. Und für jeden auch nicht wirklich erklärbar – woher sie kommt und wohin sie geht…
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