#1

Was ist Lohngerechtigkeit?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 30.09.2017 11:03
von Anthea | 12.282 Beiträge

Die Vorstellungen mancher Menschen, was de facto sie verdienen und meinen, was sie verdienen müssten kraft ihrer Leistung schwanken zuweilen beträchtlich. Wohl vergessend, dass zwar jede Arbeit wertvoll ist und getan werden muss, jedoch deshalb nicht gleicher Dotierung wie eine andere unterliegen muss. Von der Logistik her gesehen müssen Rädchen ineinandergreifen, große, kleine in einer Symbiose. Und wenn eines streikt, dann steht vielleicht alles still. Wir sehen das, wenn Mitarbeiter gewisser Branchen streiken, sei es das Bodenpersonal am Flughafen, die Bahnmitarbeiter etc.

Wenn man sich die Dotierungen in den Branchen betrachtet, dann sieht man natürlich Unterschiede. Ebenfalls spielt der Grad der Bildung eine Rolle. So wird jemand, der studiert hat, in der Bezahlung und seinem Anspruch an Dotierung höher angesiedelt als jemand mit einem anderen Schulweg. Gelernte, d.h. mit abgeschlossener Berufsausbildung (vorm. Lehre genannt) sind anders zu sehen als ungelernte Hilfskräfte in einer Branche. Obwohl diese durchaus für einen Betrieb effizienter sein können aufgrund höheren Engagements und Einstellung zur Arbeit schlechthin.

https://www.absolventa.de/karriereguide/...hschnittsgehalt

Wie also sollte eine gerechte Bezahlung aussehen? Tarifverträge geben eine Antwort in ihren Unterteilungen u.a. ausgerichtet an Berufsjahren (Erfahrung). Ausbildungsvergütungen in den einzelnen Branchen sind auch unterschiedlich. Wobei dann bei Betrachtung sich niemand wundern muss, dass das Bäckerhandwerk auszusterben droht.

https://www.bibb.de/dokumente/pdf/a21_da...undesgebiet.pdf

So verzichten z.B. Hauptschulabsolventen auf eine Ausbildung und arbeiten lieber ungelernt, sich meistens von Aushilfsjob zu Aushilfsjob hangelnd ohne Aufstiegschancen und tatsächliche Zukunftsperspektive. Und verzichten somit auf ihren Traumberuf, weil es ihnen zu lange dauert, bis sie „richtig Geld“ verdienen können. Diese Einstellung ist nicht selten. Und erzeugt auf Dauer unzufriedene Menschen.

Was also ist „Lohngerechtigkeit“? Es heißt immer, dass es darum geht, dass Menschen ihr „Auskommen“ haben. Das ist in Deutschland gewährleistet. Dass sie mit den Bezügen „auskommen“ müssen liegt jedoch in der persönlichen Verantwortung. Ich habe jedenfalls gelernt, dass man nur das ausgeben kann, was man zur Verfügung hat. Somit wurde auf etwas gespart, wenn man einen Wunsch hatte. Das war vernünftig. Heutzutage ist es leicht, an etwas zu kommen, dass man sich eigentlich gar nicht leisten kann. Und dann greift die Schuldenfalle.

Dass staatlicherseits etwas getan werden muss, damit eine vernünftige Relation zwischen Verdienst und Lebenshaltungskosten wie Miete u.a. besteht, das ist sicherlich unerlässlich. Somit sollten sich die Ansprüche von beispielsweise Bauherren hinsichtlich ihrer zu erzielenden Mieten bzw. Gewinne nach unten hin orientieren. Damit dann die Schere zwischen Arm und Reich sich wieder schließen kann.


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Jeder Tag ist der Anfang des Lebens. Jedes Leben ist der Anfang der Ewigkeit.
Rainer Maria Rilke


zuletzt bearbeitet 30.09.2017 11:03 | nach oben springen

#2

RE: Was ist Lohngerechtigkeit?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 30.09.2017 22:40
von Luftdrache (gelöscht)
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Der Lohn ist zu aller erst einmal auf einer abstrakten Ebene eine bestimmte Menge Geld, ein Preis, den ein Arbeitnehmer für seine Arbeit bekommt.
Bei Lohnformen wie dem Akkordlohn ist die Quantität ein entscheidender Faktor zur die Entlohnung. In der heutigen Dienstleistungsgesellschaft spielen aber eher Mindestlohn oder Tariflohn eine Rolle. Qualität und Quantiät der Arbeit werden bei diesen Lohnformen nicht direkt sichtbar. Allenfalls wenn ein Tariflohn Leistungsbestandteile enthält, wird Qualität und Menge der Arbeit begrenzt ein- und wertgeschätzt.
Die zunehmende Zahl kleiner Selbstständiger vor allem in den kreativen Berufen fällt nicht unter den Lohn.

Die Frage nach dem gerechten Lohn ist damit jedoch noch nicht beantwortet. Verschiedene Prinzipien der politischen und wirtschaftlichen Diskussion ringen um gesellschaftliche Bedeutung.
Da wäre das von Anthea vorgestellte Prinzip, dass in einer arbeitsteiligen Gesellschaft jede Aufgabe wichtig ist und erfüllt werden muss. Wird sie nicht erfüllt, sind andere Aufgaben negativ davon betroffen. Dies ist ein Plädoyer für zumindest ein im Großen niviliertes Mittelstandsniveau bei der Entlohnung. Dem diamentral entgegen steht das liberale Leistungsprinzip ("Arbeit soll sich lohnen").
Eine dritte Sichtweise sind die Bedürfnisse des Einzelnen. Ein Familienvater mit 2 Kindern hat mehr Menschen im Haushalt zu versorgen, als ein alleinstehender Mann. Damit benötigt er mehr Lohn aus seiner Arbeit, um seine gerechten Bedürfnisse decken zu können.

Anthea weist zurecht darauf hin, dass es bei der Lohngestaltung in Deutschland große Unterschiede gibt. Diese Unterschiede sind es, die aus sich selbst heraus die Frage nach dem gerechten Lohn aufwerfen! Sind diese Lohnunterschiede gerecht? Und wenn ja, in welchem Umfang? Gibt es eine moralische Grenze des Leistungsprinzips? Usw.

Blicke ich auf unsere Gesellschaft, so ist der Konsens der 1980er Jahre, die nivilierte Mittelstandsgesellschaft, bereits lange Geschichte. In den wirtschaftsliberalen 1990ern haben Reichtum und Armut zugenommen. Neben den alten Menschen sind heute insbesondere junge Menschen Opfer prekärer Arbeitsverhältnisse. Der Druck, auch ohne ein Auskommen durch den Lohn eine schlecht bezahlte Arbeit anzunehmen ist vorhanden. Viele Menschen müssen zum Monatsende jeden Cent dreimal umdrehen. Eine ganze Reihe Menschen benötigt zusätzlich Sozialleistungen wie Wohngeld, Kindergeldzuschuss oder aufstockendes Arbeitslosengeld II.
Lege ich den alten Ausspruch, dass wer Arbeitet sein Auskommen haben muss, zugrunde, so ist für diese Menschen der Arbeitslohn nicht gerecht!

Der Liberalismus und die Marktwirtschaft versprechen, uns alle gut und bestens zu versorgen. Der gerechte Lohn muss also moralisches Ziel von Wirtschaftsethik sein, sonst wäre dieses Versprechen eine Lüge. Dementsprechend kann auch auf dieser Basis nur argumentiert werden, dass das Lohnniveau für wenigstens gering entlohnte Tätigkeiten deutlich steigen muss!


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#3

RE: Was ist Lohngerechtigkeit?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 20.10.2017 20:06
von MaMi (gelöscht)
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Die Verknüpfung zwischen der Höhe des Lohns und den persönlichen Lebenshaltungskosten kommt aus der klassisch marxistischen Denktradition, weil Karl Marx in seiner ökonomischen Theorie darauf indirekt anspielt.

Wenn der Bauer, der jährlich 1000 Tonnen Kartoffeln erntet, weniger bekommt als der Bauer, der jährlich nur 100 Tonnen Kartoffeln erntet, nur weil der erste Bauer alleinstehend ist, der zweite Bauer aber Frau und 8 Kinder zu versorgen hat, dann baut der erste Bauer auf Dauer auch keine 1000 Tonnen Kartoffeln mehr an und der zweite Bauer muss sich überlegen, wie er mit seinem eigenen Ertrag zurecht kommt.

Manches, was wir fälschlicherweise als Lohngerechtigkeit interpretieren und fordern, ist ohne mittel- oder unmittelbare Sklaverei nicht möglich.


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#4

RE: Was ist Lohngerechtigkeit?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 28.10.2017 18:29
von fjodorov (gelöscht)
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Man kann Lohngerechtigkeit auch anders definieren nämlich in der Beziehung von Produktivität und Lohnentwicklung.Wenn man diese beiden Komponenten in D in Beziehung setzt kann von Lohngerechtigkeit keine Rede sein.Besonders seit der Einführung der Agenda 2010 stehen beide Komponenten in keinem vernünftigen Zusammenhang mehr.Seit 1991 ist die Produktivität je Erwerbstätigenstunde um über 36 Prozent angestiegen. Ihr inflationsbereiniger (realer) Stundenlohn allerdings wuchs im genannten Zeitraum nur um knapp 16 Prozent.Ab dem Jahr 2003, verstärkt aber ab 2005 ist der reale Stundenlohn für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sogar rückläufig ist – zunächst verhalten, dann sehr deutlich.Beide Werte,Produktivität und Reallöhne,fallen insbesondere ab Ende der 1970er / Anfang der 1980er Jahre auseinander, während sie sich zuvor noch halbwegs parallel entwickelt hatten (mit einem ersten Einbruch Mitte der 1970er Jahre allerdings). Dies ist ziemlich genau der Zeitraum, in dem sich in Deutschland und weltweit eine angebotsorientierte, neoliberale Wirtschaftspolitik durchsetzte. Ab jener Zeit begann man, die Beschäftigten und ihre Gewerkschaften systematisch zu schwächen, Löhne zu drücken und eine wachsende soziale Ungleichheit hinzunehmen. Das unzureichende Wachstum der Löhne führt unmittelbar zu einem Rückgang der Lohnquote und damit spiegelbildlich zu einer Zunahme der Kapital- und Gewinneinkommen.Unter diesem Gesichtspunkt kann und sollte man Lohngerechtigkeit sehen.


"Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen"

Jean Jaurès (1859-1914)
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#5

RE: Was ist Lohngerechtigkeit?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 21.07.2023 19:02
von denker_1 | 1.591 Beiträge

Die so genannte "unqualifizierte" Arbeit ist endlich mal genau so gut zu betzsahlen, wie die der Priviligierten, der "hochqualifizierten"!!!

DENN, die "unqualiitzierte" Arbeit ist oft genung die dreckigste, kraftraubendste, monotonste, ... die deshalb NIEMAND wirklich gerne erledigt. Das gehört endlich mal wertgeschätzt, denn auch dese Arbeit muss von irgendwem erledigt werden, egal wie viel Bildungsaufwand dafür nötig oder auch nicht nötig ist.

In diesemn Sinne wurden die Pyramiden Ägyptens nicht vom Architekten und auch nicht von klugen Matematikern gebaut, die ihre Berechnungen bequem im Schatten, Luft von Sklaven zugefächelt, ausgeführt haben, sondern von den "Unqualifizierten" Hilfsarbeitern, die im Schweiße ihres Angesichts die tonnenschweren Steine in dieser glühenden Sonnenhitze aufgeschichtret habden, die sind es die danach hätten leben sollen wie der Pharao, die haben die eigentliche Leistung erbracht.


Oder man bewertet wirklich mal jedwede Arbeit als Teilleistung für das Gesamtergebnis, jeder gibt schließlich seine Lebenszeit dafür. Der Anreiz zur Weiterbildung kommt dann aus dem Interesse für die Tätigkeit und dem Bedürfnis, mit der besseren Ausbildung ein größeres Spektrum an Einsatzmöglichkeiten für das jeweilige Projekt zu erhalten.



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#6

RE: Was ist Lohngerechtigkeit?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 22.07.2023 22:03
von Findus | 2.444 Beiträge

Auch das ist einmal wieder falsch. Natürlich ist qualifzierte Arbeit mit einem höheren Lohn verbunden - die Leistung die erbracht wird ist ungleich komplexer.
Wenn es um Gerechtigkeit geht, geht es doch um folgendes: Jeder der das Talent hat, muss die Möglichkeit haben auch einen höheren Bildungsweg zu gehen.

Ein anderes von dir beschriebenes Problem ist gut geregelt, das der Arbeit unter ungünstigen Bedingungen. Dies gleichen Tarifverträge tatsächlich mit großzügigen Zulagen aus. Ein Müllwerker verdient daher gar nicht mal so schlecht.

Deutschland ist am Ende eine Nivellierte Mittelstandsgesellschaft und hat wenig mit dem "Klassenstaat" zu tun, den du fälschlich unterstellst. Marx wäre kein Freund eines bedingungslosen Grundeinkommens gewesen. Dahrendorf schon.



zuletzt bearbeitet 22.07.2023 22:05 | nach oben springen

#7

RE: Was ist Lohngerechtigkeit?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 22.07.2023 22:16
von Dr. Yes | 1.241 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #6
Auch das ist einmal wieder falsch. Natürlich ist qualifzierte Arbeit mit einem höheren Lohn verbunden - die Leistung die erbracht wird ist ungleich komplexer.
Da sitzen dann Investmentbanker in ihren Bankentürmen und denken angestrengt darüber nach, wie man anderen das Geld aus der Tasche ziehen kann. Eine sehr komplexe Tätigkeit, die sehr gut bezahlt wird. Nur, wie wichtig ist diese Tätigkeit für die Gesellschaft? Wichtiger als die eines Müllmanns oder einer Krankenschwester?


Ще не вмерла України і слава, і воля
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#8

RE: Was ist Lohngerechtigkeit?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 23.07.2023 02:01
von Atue (gelöscht)
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Alle bisherigen Antworten finde ich nicht ausreichend.

Auch beim Arbeitsmarkt handelt es sich um einen Markt. Und Löhne und Einkommen entwickeln sich nach den typischen und wohl bekannten Marktgesetzen.

Lohngerechtigkeit bildet sich nicht entlang des Marktgeschehens ab, sondern allenfalls dergestalt, dass gleiche Arbeitsplätze, die von unterschiedlichen Menschen erfüllt werden, gleich bezahlt werden sollten.



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#9

RE: Was ist Lohngerechtigkeit?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 23.07.2023 02:07
von Atue (gelöscht)
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Zitat von Findus im Beitrag #6
Auch das ist einmal wieder falsch. Natürlich ist qualifzierte Arbeit mit einem höheren Lohn verbunden - die Leistung die erbracht wird ist ungleich komplexer.
Wenn es um Gerechtigkeit geht, geht es doch um folgendes: Jeder der das Talent hat, muss die Möglichkeit haben auch einen höheren Bildungsweg zu gehen.



Diese Aussage ist einfach falsch. Ein höherer Lohn wird nicht für qualifiziertere Arbeit bezahlt - sondern dann und genau dann, wenn es notwendig ist. Der hoch qualifizierte Sinologe, der am Arbeitsmarkt nicht benötigt wird, wird in der Sozialhilfe landen. Weil es keine Jobs für ihn gibt.

Ist das gerecht? Na klar - es wäre gesellschaftlich ziemlich ungerecht, ihm nur deshalb einen guten Lohn zu bezahlen, weil er lange studiert hat......

Die Gesellschaft als solches kann wenig dafür, wenn Menschen sich auf die falschen Jobs und Ausbildungen hin engagieren.....

Da ist schon auch Eigenverantwortung relevant! Wer glaubt, wirklich gut in einem Exotengebiet zu sein - der sollte das studieren und seinen Weg gehen - und der wird auch seinen Weg finden!

Wer aber in einem Exotenthema nur mal eben durchschnittliche Leistungen hat - kann in der Sozialhilfe enden.


Es ist nicht Aufgabe des Staates, für jeden Einzelnen den ultimativen Weg zum maximalen Einkommen zu finden. Das ist schon auch Aufgabe des Einzelnen!


Ich bin immer wieder überrascht, wie viel Staat faktisch FDP-Begeisterte fordern.......da ist Anspruch und Wirklichkeit bei der politischen Überzeugung irgendwie verloren gegangen.



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#10

RE: Was ist Lohngerechtigkeit?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 23.07.2023 16:54
von Findus | 2.444 Beiträge

Zitat von Atue im Beitrag #9
Diese Aussage ist einfach falsch. Ein höherer Lohn wird nicht für qualifiziertere Arbeit bezahlt - sondern dann und genau dann, wenn es notwendig ist. Der hoch qualifizierte Sinologe, der am Arbeitsmarkt nicht benötigt wird, wird in der Sozialhilfe landen. Weil es keine Jobs für ihn gibt.


Das wiederum ist falsch. Die Statistik zeigt deutlich auf, das Bildung vor Armut schützt.
Zwar gibt es keine Garantie, im erlernten Beruf oder im Wunschjob zu arbeiten, die Statistik weist jedoch sehr deutlich aus, das höher qualifizierte Kräfte üblicherweise immer eine für sich passende Jobnische finden.
Aus diesem Grund war der zuletzt wenig beachtete Ansatz der Sozialdemokraten gut, jedem Beschäftigten Zeit für die Weiterbildung zu fördern. So könnte man auch zum Studium kommen.

Gleichmacherei hat nicht funktioniert. Im Realsozialismus hat am Ende der Arzt im Hotel geputzt, da es dort mehr zu verdienen gab als in einer Klinik. Wenn das dein Ziel ist, bitte, weiter so. Folge der Wagenknecht'schen Logik weiter.

PS: WIr haben Fachkräftemangel.



zuletzt bearbeitet 23.07.2023 16:56 | nach oben springen

#11

RE: Was ist Lohngerechtigkeit?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 23.07.2023 17:17
von Meridian | 2.839 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #10


PS: WIr haben Fachkräftemangel.




Es mangelt allmählich an allem. Auch Handwerker und in manchen Städten an Friseuren (Wartezeiten so lange, dass man am besten nach seinem Besuch beim Friseur den Folgetermin ausmacht - oder sich lange Haare wachsen lässt). Und bei der Bahn höre ich immer mehr von Zugausfällen infolge Personalmangel. Das muss nicht einmal der Lokführer sein, sondern auch ein Stellwerker. Aber auch beim LKW-Transport höre ich von Personalmangel. Mangeln tut es an der Autobahn auch an genügend Parkmöglichkeiten, wo die LKW-Fahrer ihre vorgeschriebenen Pausen einhalten müssen. Doch für den Bau weiterer Parkplätze mangelt es wiederum an Planern und Arbeitern (also hoch- und niederqualifiezierten Kräften). Und bei den Behörden mangelt es auch an Kräften, die alle solche Planungen genehmigen müssen (oder auch nicht). Ergebnis ist, dass man auf Genehmigungen ewig warten kann.

Ich werde das Gefühl nicht los, Deutschland arbeitet für ein Land mit 100 - 150 Mio Einwohnern. Doch wir haben "nur" 83 Mio.


Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.
(Benjamin Franklin)
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#12

RE: Was ist Lohngerechtigkeit?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 23.07.2023 19:23
von Findus | 2.444 Beiträge

An allen Ecken und Enden fehlen qualifizierte Kräfte. Den Facharbeiter würde ich hier definitiv zu den gut qualifizierten Kräften zählen.

Die Ampel hat ein Gesetz zur Einwanderung von Fachkräften gemacht. Opa sein klein Häuschen will schließlich auch modernisiert und altengerecht umgebaut werden.
Warum nicht zusätzlich noch eine Initiative zur Weiterbildung? Gute Handwerker werden gebraucht! Wäre doch mal was, wenn sich alle Weiterbilden und in den Burgerbratereien niemand mehr arbeitet


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#13

RE: Was ist Lohngerechtigkeit?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 25.07.2023 23:18
von Atue (gelöscht)
avatar

Zitat von Findus im Beitrag #10
Das wiederum ist falsch. Die Statistik zeigt deutlich auf, das Bildung vor Armut schützt.


Das mit dem Lesen von Statistiken üben wir noch ein wenig. Zeig mal die Statistik auf, die belegt, dass JEDER der einen hohen Bildungsabschluss hat, automatisch vor Armut geschützt ist?



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#14

RE: Was ist Lohngerechtigkeit?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 26.07.2023 18:53
von Findus | 2.444 Beiträge

Wenn du mir deine (gegenteilige) Statistik vorlegst, das massenhaft Akademiker in der Sozialhilfe landen, dann sehr gerne (dein Beitrag #9). Mit großen Sprüchen und keine Belege liefern hast immerhin du angefangen.

Dein hochbezahlter Sinologe landet am Ende nicht in der Sozialhilfe. Statt ner Unikarriere wird er eine Lücke bei Verlagen, in Redaktionen oder in der Wirtschaft finden. Bei Japanologen ist z.B. bekannt, dass die sich alle in Düsseldorf als regionalem Zentrum der japanischen Wirtschaft in Europa sammeln. Die chinesische Wirtschaft ist an deutlich mehr Orten vertreten.



zuletzt bearbeitet 26.07.2023 18:55 | nach oben springen

#15

RE: Was ist Lohngerechtigkeit?

in Alles rd. um Familie, Jugend, Kriminalität, Gesetze, Sozialstaat uvm 26.07.2023 22:34
von Atue (gelöscht)
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Zitat von Findus im Beitrag #14
Wenn du mir deine (gegenteilige) Statistik vorlegst, das massenhaft Akademiker in der Sozialhilfe landen,


Wie du selbst weißt, ist deine Aussage mindestens eine glatte Übertreibung - eigentlich aber auch eine klare Verdrehung der Fakten. Ich habe von einem beispielhaften Schicksal geschrieben - was ja schon ausreicht, deine falsche Interpretation der Statistik zu zeigen.

Bleib mal sachlich - oder hast du es inzwischen so nötig.



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