#1

Stillos

in Amerika 30.09.2017 08:36
von Anthea | 12.430 Beiträge

Vorbei sind für Frau Merkel die Zeiten eines ihr gegenüber charmanten Obamas.
Trump passt da so gar nicht mehr in das Bild.
Denn die mindeste Höflichkeit lässt er vermissen. So schreit SPON:

"Diesmal stieß er Bundeskanzlerin Angela Merkel vor den Kopf, die nach den Wahl zwar nicht als strahlende Siegerin dasteht, aber immerhin als Siegerin. Nun ist es unter befreundeten Staaten gute Sitte, nach einer Wahl eine Gratulation auszusprechen, einfach um die Verbundenheit zu unterstreichen. Trump hat damit jedoch ungewöhnlich lange gewartet - nämlich bis gestern. Anfang der Woche noch hatte das Weiße Haus auf die Frage, warum der US-Präsident der Regierungschefin von Europas führender Wirtschaftsnation noch nicht zum Wahlsieg gratuliert habe, ausweichend geantwortet. Grund seien "logistische" Dinge."

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...-a-1169055.html

Welche "Logistik", muss man sich da fragen? Gratulationen und Kondolationen erst ein paar Tage später, damit man sicher sein kann, ob denn alles so seine Richtigkeit hat..... kein falsches Wahlergebnis oder Scheintod?
Ich denke mal, er wollte damit einfach nur demonstrieren, wie unwichtig er Frau Merkel an sich selbst gemessen sieht.


---


Jeder Tag ist der Anfang des Lebens. Jedes Leben ist der Anfang der Ewigkeit.
Rainer Maria Rilke


zuletzt bearbeitet 30.09.2017 08:36 | nach oben springen

#2

RE: Stillos

in Amerika 30.09.2017 10:08
von antenna (gelöscht)
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Zitat von Anthea im Beitrag #1
Welche "Logistik", muss man sich da fragen



Mit Sicherheit hat das keinen einzigen logistischen Grund, Anthea. Sitte hin, Sitte her, wer sollte diesem Mann gute Sitten beibringen? Die Barbie-Puppe an seiner Seite, die modisch moeglicherweise stilsicher ist - aber sonst?

Es ist weder ueberraschend noch verwunderlich, dass dieser Mann, der America great machen moechte es anders nicht schafft als sich zu erhoehen, indem er andere "erniedrigt", klein haelt. Sei es mit Taten oder Gesten wie diese verspaetete lauwarme Gratulation. Allerdings frage ich mich, wo seine republikanischen Freunde bleiben, die ihm Manieren beibringen sollten. Dieser Mann scheint allerdings beratungsresistent zu sein.



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#3

RE: Stillos

in Amerika 30.09.2017 10:55
von Meridian | 2.869 Beiträge

G. W. Bush hat Schröder bei seiner überraschenden Wiederwahl 2002 gar nicht gratuliert. Er hat wohl fest mit einem Wahlsieg Stoibers gerechnet. Der Wahlkampf war ja von Schröders Weigerung, beim Irakkrieg mitzumachen, geprägt. Der schnelle und effiziente (genauer: effizient medien-trächtige) Einsatz beim Elbehochwasser 2002 haben die Umfragen kurz vor der Wahl regelrecht hoch gespült.

Ich weiß nicht, was schlimmer ist: gar nicht gratulieren oder Tage später. Man kann es so sehen: GW Bush zeigte offen, dass er Schröder nicht mochte (die beiden haben sich bald gegenseitig gefressen), während Trump dann nach Tagen doch gratulierte. Vielleicht wäre es ehrlicher gegenüber ihm selber gewesen, wenn er Merkel nicht gratuliert hätte. Aber nein, dann besteht die Gefahr, dass immer noch treue Deutschland sich von Amerika abwendet...



zuletzt bearbeitet 30.09.2017 10:58 | nach oben springen

#4

RE: Stillos

in Amerika 30.09.2017 12:15
von antenna (gelöscht)
avatar

Zitat von Meridian im Beitrag #3
Ich weiß nicht, was schlimmer ist: gar nicht gratulieren oder Tage später.


Weder das eine noch das andere hat mit Offenheit noch mit Ehrlichkeit zu tun. Bush hatte, aus seiner Sicht der Dinge Grund, die Wiederwahl Schroeders zu missbilligen. Die stets artige Merkel hat sich jedoch aller US-Ehre verdient gemacht.
Ihr erst mal oeffentlich den Handschlag zu verweigern und nun eine verspaetete Gratulation, das hat die treue Frau nun wirklich nicht verdient.



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#5

RE: Stillos

in Amerika 18.10.2017 18:39
von Meridian | 2.869 Beiträge

Nächste Stillosigkeit von Trump:

https://www.welt.de/politik/ausland/arti...f-zusammen.html

Unmöglich, dieser Kerl! Nicht einmal kondolieren kann er. Kann er überhaupt etwas?


Erinnert mich an einen Bundeswehrwitz.

Dem Rekruten Müller in der BW ist der Vater verstorben. Der UvD (Unteroffizier vom Dienst) bekam den Auftrag, das dem Rekruten mitzuteilen, aber bitteschön sensibel. Das Wort "sensibel" kannte der UvD nicht, und er teilte dem Rekruten die traurige Nachricht auf die übliche Weise beim Morgenappell mit: "Rekrut Müller! Vortreten! Ihr Vater ist verstorben! Wegtreten!"

Rekrut Müller bekam einen Zusammenbruch, von dem er sich erst allmählich erholte. Schlimmer ist noch, dass 1 Woche später auch seine Mutter verstarb. Der UvD soll es ihm erneut mitteilen, und man legte ihm ins Herz, es wirklich sensibel zu tun.

Beim nächsten Morgenappell rief der UvD: "Alle Vollwaisen vortreten! Los, Rekrut Müller! Du auch! Du bist es jetzt seit gestern!"


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#6

RE: Stillos

in Amerika 18.10.2017 18:50
von Martin | 343 Beiträge

Immerhin hat das Trumpeltier einen exquisiten Geschmack, was seinen Einrichtungsstil betrifft. Dieser billige Abklatsch eines Hamburger Hotels lässt noch nicht einmal ansatzweise erahnen, mit welch subtiler Opulenz und brachialem Charme der Präsident zu beeindrucken weiß..:


"Die Kröte hat einen schlechten Leumund." >&´)


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