#16

RE: Vermögensakkumulation

in Deutschland 28.01.2018 13:37
von fagussylvatica | 142 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #13
Das dumme ist, dass wir eine arbeitsteilige Gesellschaft sind. Ronald Mc Donald kann vielleicht Fritten und Hamburger als Francise-System verkaufen. Eine Windenergieanlage will aber geplant werden. Dann kommen rechtliche Fragen ins Spiel. Eine gute Erfindung will durch ein Patent gesichert sein. Der Verkauf von Lizenzen erfordert einen gut ausgearbeiteten Vertrag. Irgendwer muss auch die Lizenzgebühren abrechnen.


Du kannst diese Dinge recht simpel lösen. Ein gutes Vertragswerk ist hinreichend. Eine Einmalzahlung ist hinreichend. Du kannst jede Idee auf diesen Punkt verkürzen. Ein Künstler macht im Kern nichts anderes. Da gibt es keine Arbeitsteilung.

Zitat von Findus im Beitrag #13
Die Gewerkschaften ... Was ist das für eine dumme Frage, warum die Auftauchen? Die Tarifpartnerschaft und das Aushandeln von Löhnen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden ist der Teil unserer sozialen Marktwirtschaft, der für sozialen Frieden sorgt. Sie feiert in diesem Jahr ihren 100-jährigen Geburtstag.
So viel Verständnis für soziale Marktwirtschaft sollte doch vorhanden sein?!?


Mir ist bewußt warum diese auftauchen. Ich habe aber gefragt welchen Mehrwert diese bei der Vermögensakkumulation haben. Ich sehe keinen. Unternehmen werden mit und ohne Gewerkschaften groß. Ich suche nach dem Grund für Deinen hier wertfreien Einwand.


Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. -Willy Brandt-


zuletzt bearbeitet 28.01.2018 13:38 | nach oben springen

#17

RE: Vermögensakkumulation

in Deutschland 28.01.2018 13:48
von Findus (gelöscht)
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Zitat von fagussylvatica im Beitrag #16

Du kannst diese Dinge recht simpel lösen. Ein gutes Vertragswerk ist hinreichend. Eine Einmalzahlung ist hinreichend. Du kannst jede Idee auf diesen Punkt verkürzen. Ein Künstler macht im Kern nichts anderes. Da gibt es keine Arbeitsteilung.


Sobald eine Aufgabe oder ein Produktionsablauf in Teile zerlegt wird, liegt Arbeitsteilung vor. Dabei ist es egal, in wie viele Teile die Arbeit zerlegt wird, ob zwei oder 1.000 Personen an der gleichen Aufgabe zusammenarbeiten oder ob Leistungen nur im eigenen Betrieb erbracht werden oder nicht. Arbeitsteilung ist Arbeitsteilung.
In manchen Bereichen erbringt sogar der Kunde einen Teil der Leistung selbst. Kurz: Um die Tatsache der Arbeitsteilung kommst du nicht herum. Auch beim Künstler nicht. Mittelalterliche Bänkelsänger sehe ich jedenfalls nicht mehr in unseren Straßen rumziehen

Zitat von Findus im Beitrag #13

Mir ist bewußt warum diese auftauchen. Ich habe aber gefragt welchen Mehrwert diese bei der Vermögensakkumulation haben. Ich sehe keinen. Unternehmen werden mit und ohne Gewerkschaften groß. Ich suche nach dem Grund für Deinen hier wertfreien Einwand.


Sozialen Frieden als Vorteil am Produktionsstandort. In kaum einem Land gibt es weniger Arbeitsniederlegungen als in Deutschland. Betriebswirtschaftlich gesehen sinken damit die Kosten einer Arbeitsstunde.


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#18

RE: Vermögensakkumulation

in Deutschland 28.01.2018 13:51
von fagussylvatica | 142 Beiträge

Zitat von Meridian im Beitrag #14
Kleine Anmerkung von mir:

Windräder im Ausland produzieren lassen, bringt nichts. Denn im Gegensatz zu Photovoltaikanlagen, die fast alle aus China kommen, ist der äußerst aufwendige Transport von Windrädern das Haupthindernis. Insofern ist die deutsche Windindustrie bislang vor der chinesischen Billigkonkurrenz geschützt. Beim Export von Windrädern muss natürlich auch Enercon sich der Konkurrenz anderer Unternehmen stellen, die ebenfalls exportieren.


Da wiederspreche ich Dir. Alle Hersteller transportieren über den Seeweg recht problemlos. Enercon hat dafür sogar eine Bahntrasse in den Hafen Emden verlgen lassen und nutzt diese nun für den unkomplizierten Transport. Vestas, ein dänischer Hersteller und Weltweit die Nummer 1 am Markt, produziert im Kern fast nur in Aarhus und hat in Deutschland lediglich eine Produktionsstätte nahe der polnischen Grenze und dennoch in den letzten Jahren hierzulande extrem stark vertreten. Von Aarhus werden -wie bei Enercon auch- die Anlagen weltweit exportiert.

Nur der Landtransport zum Aufstellort ist stets eine Hürde. Aber den trifft jeden- ob Vestas, GE, Siemens, Goldwind oder Enercon.

Ergänzend:

Der entscheidene Marktvorteil von Enercon ist bis heute nicht die Konstruktion und die Leistungsfähigkeit- da sind die anderen nicht weit weg (im Off- Shore- Bereich sondern meilenweit voraus) und in Preis- Leistung sogar weiter vorn. Das entscheidende Plus ist nach wie vor das getriebelose Antriebskonzept- da hält Wobben seit Mitte der 90er alle Patente und das ist bis heute sein ganz entscheidender Produktvorteil. Die Anlagen sind effizienter und langfristig günstiger zu betreiben. Ein simpler Angebotsvergleich der handvoll Wettbewerber reicht.


Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. -Willy Brandt-


zuletzt bearbeitet 28.01.2018 13:53 | nach oben springen

#19

RE: Vermögensakkumulation

in Deutschland 28.01.2018 13:59
von fagussylvatica | 142 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #17
Sobald eine Aufgabe oder ein Produktionsablauf in Teile zerlegt wird, liegt Arbeitsteilung vor. Dabei ist es egal, in wie viele Teile die Arbeit zerlegt wird, ob zwei oder 1.000 Personen an der gleichen Aufgabe zusammenarbeiten oder ob Leistungen nur im eigenen Betrieb erbracht werden oder nicht. Arbeitsteilung ist Arbeitsteilung.
In manchen Bereichen erbringt sogar der Kunde einen Teil der Leistung selbst. Kurz: Um die Tatsache der Arbeitsteilung kommst du nicht herum. Auch beim Künstler nicht. Mittelalterliche Bänkelsänger sehe ich jedenfalls nicht mehr in unseren Straßen rumziehen


Geistige Arbeit, gleich ob Ingenieur, Anwalt oder Künstler, teilst Du nicht auf. Da brauchst Du nicht die Bänkelsänger zu bemühen, da reicht ein runde Blick in die Gegenwart zu Beuys, Baselitz oder Richter. Oder eben nach Aurich.

Zitat von Findus im Beitrag #17
Sozialen Frieden als Vorteil am Produktionsstandort. In kaum einem Land gibt es weniger Arbeitsniederlegungen als in Deutschland. Betriebswirtschaftlich gesehen sinken damit die Kosten einer Arbeitsstunde.


Das ist Vergangenheit. Wir liegen gleichauf mit den USA und schlechter als unsere unmittelbaren Nachbarn wie Polen, Schweden oder Österreich. Nur weil die Franzosen und die Griechen immer gleich den Generalstreik ausrufen und scheinbar das ganze Land lahm legen schießen diese immer weit nach oben raus.

In den USA gibt es zum Beispiel kaum Gewerkschaften. Und ergänzend hinreichend Vermögensakkumulation. Ich sehe den Zusammenhang daher immer noch nicht.


Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. -Willy Brandt-


zuletzt bearbeitet 28.01.2018 14:00 | nach oben springen

#20

RE: Vermögensakkumulation

in Deutschland 28.01.2018 14:09
von Findus (gelöscht)
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Zitat von fagussylvatica im Beitrag #19

Geistige Arbeit, gleich ob Ingenieur, Anwalt oder Künstler, teilst Du nicht auf. Da brauchst Du nicht die Bänkelsänger nehmen, da reicht ein Beuys, Baselitz oder Richter.


Zuerst macht eine Trennung zwischen Hand- und Kopfarbeit keinen Sinn. Nehme doch den Anwalt. Ohne eine Schreibkraft geht kein Brief aus seiner Kanzlei hinaus. Nehme den Künstler. Ohne eine Kraft im Hintergrund ist von der Eintrittskarte bis zur Beleuchtung nichts organisiert.
In beiden Fällen ist ein Arbeitsprozess "rechtliche Vertretung eines Mandanten" oder "Durchführung eines Variete Abend" in verschiedene Arbeitsschritte aufgeteilt
Selbst geistige Arbeit muss aufgeteilt werden. Man denke etwa an die Entstehung eines neuen Software-Programms. Mehrere Programmierer arbeiten an einem Teil des Programms und kennen nur die Schnittstelle zu den relevanten benachbarten Prozesses. Kurz: Arbeitsteilung in einer geistigen Tätigkeit. Würde die Arbeitsteilung hier nicht stattfinden, würde das Produkt nicht in den kurzen Zeiträumen fertig werden, die die von dir ja selbst beschriebene globalisierte Welt erfordern würde. In Folge wäre das Unternehmen ohne Arbeitsteilung nicht marktfähig.

Zitat von Findus im Beitrag #17

In den USA gibt es zum Beispiel kaum Gewerkschaften. Und ergänzend hinreichend Vermögensakkumulation. Ich sehe den Zusammenhang daher immer noch nicht.


In den USA gibt es dafür skandalöse Armut und Kriminalität. Ob das besser ist... Ich weiss ja nicht...


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#21

RE: Vermögensakkumulation

in Deutschland 28.01.2018 14:17
von fagussylvatica | 142 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #20
Zuerst macht eine Trennung zwischen Hand- und Kopfarbeit keinen Sinn. Nehme doch den Anwalt. Ohne eine Schreibkraft geht kein Brief aus seiner Kanzlei hinaus. Nehme den Künstler. Ohne eine Kraft im Hintergrund ist von der Eintrittskarte bis zur Beleuchtung nichts organisiert.


Jetzt reden wir über die Nachverwertung. Sorry. Der Bauer auf dem Feld der seinen Salat erntet braucht keine Kassierin im Supermarkt- das kann er auf dem Wochenmarkt selbst regeln. Gleiches gilt für Künstler. Weiter gibt es reichlich Anwälte die ihre Kanzlei ohne Schreibkraft betreiben müssen. Da wird nicht diktiert, da wird selbst geschrieben. Das hatten wir im Themenkomplex in dem ich die 3,8 Mio Kleinunternehmer als Zielgruppe für die SPD empfohlen habe. Ich könnte Dir hier mehr als nur einen Fall schildern in der Anwalt alles do it yourself macht- einschließlich der Gänge zur Post für das Einschreiben.

Es geht definitiv ohne Arbeitsteilung.

Zitat von Findus im Beitrag #17
In den USA gibt es dafür skandalöse Armut und Kriminalität. Ob das besser ist... Ich weiss ja nicht...


Das hat mit Besser oder Schlechter nichts zu tun. Ich lebe gern hier und sehne mich nicht nach Cowboytum- mir geht es schlicht und ergreiffend um den Komplex der Vermögensakkumulation und der Besteuerung von Vermögen bzw. Einkünften aus Vermögen. Und hier haben die von Dir angeführten Gewerkschaften keinerlei Auswirkungen. Sie sind -was diesen Sachverhalt angeht- vollkommen überflüssig.


Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. -Willy Brandt-
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#22

RE: Vermögensakkumulation

in Deutschland 28.01.2018 14:20
von Meridian | 2.884 Beiträge

Zitat
Der entscheidene Marktvorteil von Enercon ist bis heute nicht die Konstruktion und die Leistungsfähigkeit- da sind die anderen nicht weit weg (im Off- Shore- Bereich sondern meilenweit voraus) und in Preis- Leistung sogar weiter vorn. Das entscheidende Plus ist nach wie vor das getriebelose Antriebskonzept- da hält Wobben seit Mitte der 90er alle Patente und das ist bis heute sein ganz entscheidender Produktvorteil. Die Anlagen sind effizienter und langfristig günstiger zu betreiben. Ein simpler Angebotsvergleich der handvoll Wettbewerber reicht.



@fagus

Danke für die Antwort. Dennoch stehen in DE bislang keine (oder kaum?) chinesische Windräder.

Zum getriebelosen Konzept: Siemens ebenfalls getriebeloses Konzept und das sogar mit einem "normalen Generator" und nicht dem schweren Ringgenerator von Enercon dürfte für Enercon eine Konkurrenz sein. Doch Siemens verwendet seine getriebelosen Anlagen hauptsächlich im Offshore-Bereich, wo Enercon gar nicht vertreten ist. Als elektrische Permanenterreger für die Generatoren verwendet Siemens allerdings extrem starke Magnete mit einer Neodym-Verbindung. Neodym (Nd) ist zwar nicht giftig, aber extrem umweltschädlich abzubauen, da es nur zusammen mit Uran und Thorium vorkommt. Hauptsächlich in China abgebaut, werden dort U und Th einfach zurückgelassen und verseuchen das umgebende Grundwasser radioaktiv.* Der Vorteil der getriebelosen Siemens-WEA ist nunmal eine sehr leichte Gondel (v.a. bei den sehr leistungsstarken Offshore-Anlagen bemerkbar) und damit auch Materialeinsparung bei Fundament und Turm.

Enercon verwendet nach eigenen Angaben keine Seltenen Erden für seine Windräder.

*Wie schon in einem anderen Thread angemerkt: Wer nun skandiert, dass Windkraft radioaktiv macht, dem sei, gesagt, dass Nd grundsätzlich in Handys, Tablets, Laptops und Elektromotoren vorkommt. Hier ist es sogar schwer zu recyceln (in den Leiterplatten zusammen mit vielen anderen Elementen verbaut), während das Nd der Windräder (dort in relativ großen Neodym-Eisen-Bor-Magneten enthalten) vergleichsweise leicht wieder zu gewinnen ist.


Die äußere Welt ist der Spiegel deines Inneren.
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#23

RE: Vermögensakkumulation

in Deutschland 28.01.2018 14:23
von Findus (gelöscht)
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Zitat von fagussylvatica im Beitrag #21
Jetzt reden wir über die Nachverwertung. Sorry. Der Bauer auf dem Feld der seinen Salat erntet braucht keine Kassierin im Supermarkt- das kann er auf dem Wochenmarkt selbst regeln.


Er arbeitet aber heute auh nicht mehr wie im Mittelalter auf einer kleinen Scholle, durch die er sich selbst versorgen kann und seinen Zehnten entrichtet.
Mit derart geringen Produktionsmengen wäre ein Hof heute nicht mehr lebensfähig. Mit wachsender Hofgröße braucht der Bauer Mägde und Knechte - teilt also wieder Arbeit!

Zitat

Gleiches gilt für Künstler.



Führe es aus. Wie organisiert der Künstler seinen Variete Abend alleine und in einer Form, dass er das Jahr über genügend Einnahmen hat?

Zitat
Weiter gibt es reichlich Anwälte die ihre Kanzlei ohne Schreibkraft betreiben müssen.



Ich weis nicht, in welchen Anwaltskanzleien du verkehrst. Eine gute Seele für Büro und Empfang hat es aber immer noch gegeben. Schließlich gibt es auch dann Klientenanliegen, wenn der Anwalt z.B. vor Gericht ist.

Du kannst es drehen und wenden wie du willst, wenn du nicht zu mittelalterlichen Produktionsformen zurückkehren willst, wirst du immer Arbeitsteilung finden. Arbeitsteilung ist das, was uns vom Mitelalter unterscheidet.



zuletzt bearbeitet 28.01.2018 14:28 | nach oben springen

#24

RE: Vermögensakkumulation

in Deutschland 28.01.2018 14:47
von fagussylvatica | 142 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #23
Er arbeitet aber heute auh nicht mehr wie im Mittelalter auf einer kleinen Scholle, durch die er sich selbst versorgen kann und seinen Zehnten entrichtet. Mit derart geringen Produktionsmengen wäre ein Hof heute nicht mehr lebensfähig. Mit wachsender Hofgröße braucht der Bauer Mägde und Knechte - teilt also wieder Arbeit!. Gleiches gilt für Künstler. (...) Ich weis nicht, in welchen Anwaltskanzleien du verkehrst. Eine gute Seele für Büro und Empfang hat es aber immer noch gegeben. Schließlich gibt es auch dann Klientenanliegen, wenn der Anwalt z.B. vor Gericht ist.

Du kannst es drehen und wenden wie du willst, wenn du nicht zu mittelalterlichen Produktionsformen zurückkehren willst, wirst du immer Arbeitsteilung finden. Arbeitsteilung ist das, was uns vom Mitelalter unterscheidet.


Ich denke Dir fehlt es in diesem Punkt schlicht an der Bereitschaft jenseit der Arbeitsteilung zu denken oder aber Erfahrung und Lebenspraxis. Das ist nicht weiter tragisch. Mir geht es an anderer Stelle sicher ebenso, hilft uns aber hier und jetzt nicht weiter.

In meinem Bekanntenkreis gibt es sowohl einen Biogärtner der sein Glück in der Kultivierung von Kräutern sieht und seine Eigenproduktion auf niederrheinischen Wochenmärkten vermarktet, als auch gleich zwei Anwälte die sich nach ihrem Studium selbstständig gemacht haben. Da gab es keine Schreibkraft und einer der beiden arbeitet bis heute ohne Assistenz als Fachanwalt bundesweit für einen großen deutschen Dienstleister in der Aus- und Weiterbildung. Ich selbst habe mich nach meinem Studium ohne einen Mitarbeiter ebenfalls am Markt etablieren müssen. Da gabe es keine Hilfe und die brauchte es noch nicht. Die Arbeit hat schlicht nicht zum teilen gereicht.

Zu Beuys, Richter und Baselitz habe ich keinen persönlichen, wohl aber interssensbegründeten Kontakt. Ich bin mir daher sehr sicher, das Beuys zum Zeitpunkt seiner erste Austellungen auf dem Hof der Brüder van der Grinten in Kranenburg keinerlei Enturage nutzen konnte. Das war alles sein Werk- einschließlich des Auskehrens der Schweinekoben. Da kannst Du Dich gerne im Museum Moyland in Kalkar erkundigen.

In diesem Sinne komme ich zurück auf den Eingangsbeitrag.


Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. -Willy Brandt-
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#25

RE: Vermögensakkumulation

in Deutschland 28.01.2018 14:49
von Findus (gelöscht)
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Beenden wir die Diskussion. Ich denke, du kannst das Argument der Arbeitsteilung einfach nicht entkräften.

Lassen wir an dieser Stelle für die anderen Leser einfach den Dissens stehen, auf dass sie sich ihr eigenes Bild über unser beiden Argumente bilden. Ich glaube, dieses kleine "Streitgespräch" ist ganz interessant



zuletzt bearbeitet 28.01.2018 14:54 | nach oben springen

#26

RE: Vermögensakkumulation

in Deutschland 28.01.2018 14:56
von fagussylvatica | 142 Beiträge

Zitat von Meridian im Beitrag #22
Danke für die Antwort. Dennoch stehen in DE bislang keine (oder kaum?) chinesische Windräder.


Ich denke das ist mit dem für alle gut fassbaren Produkt "Auto" gut vergleichbar. Bei Investitionsgütern bekommen die Chinesen nur schwer Boden unter den Füssen. Das erging den Japanern und später den Koreanern aber nicht anders. Heute haben die ihren festen Marktanteil im Bereich der PKW und mittelfristig wird es chinesischen Unternehmen ähnlich ergehen.

Heute spielen in Deutschland nur die europäischen Anbieter und begrenzt GE eine Rolle. In der Türkei und in Nordafrika sieht es hingegen deutlich anders aus. Hier schlägt der unverschämt niedrige Preis der Chinesen jede Türe für die anderen Anbieter zu.

Was das getriebelos Konzept betrifft, bin ich mir sehr sicher, daß Siemens an dieser Stelle sogar Patente von Enercon nutzt und dafür bezahlt. Ich würde das bei nächster Gelegenheit versuchen zu hinterfragen. Anders als bei Daniel Roßmann wo der Kontaktfaden derweil doch recht dünn ist, kann sich die Buche bei Gelegenheit über Schwiegerpapa bei Wobbens zum Tee einladen. Ich gebe Dir dann ein Feedback. :)


Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. -Willy Brandt-
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#27

RE: Vermögensakkumulation

in Deutschland 28.01.2018 14:56
von fagussylvatica | 142 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #25
Beenden wir die Diskussion. Ich denke, du kannst das Argument der Arbeitsteilung einfach nicht entkräften.


Humor hast Du ja.


Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. -Willy Brandt-
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#28

RE: Vermögensakkumulation

in Deutschland 28.01.2018 14:57
von Findus (gelöscht)
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Danke, gleichfalls


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#29

RE: Vermögensakkumulation

in Deutschland 28.01.2018 15:02
von sagittarius (gelöscht)
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Der auf der einen Seite wachsende Reichtum bei wenigen verbindet sich mit wachsender Armut auf der anderen Seite.Das lässt sich aus dem Armuts-und Reichtumsbericht der Bundesregierung unschwer entnehmen.Für die Profiteure des neoliberalen Kapitalismus ist das sicher kein Kritikpunkt.Für die Gesellschaft und auch die Gesamtwirtschaft stellt sich das aber als ein Problem dar.Das Auseinandriften der Gesellschaft wird (und tut es bereits) Kräfte an die Oberfläche spülen,die sich diese Situation zu nutze machen um politischen Einfluß zu gewinnen.Ein Hitler hätte wohl nur geringe Chancen gehabt an die Macht zu gelangen,wenn die Deutschen damals nicht massenhaft verelendet gewesen wären.Heute sind europaweit Tendenzen zu beobachten,dass sich rechte Parteien als Vertreter des kleinen Mannes darstellen und zunehmend Erfolg damit haben.Das ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen,dass sich immer mehr Menschen vom wirtschaftlichen Erfolg des Gemeinwesens ausgeschlossen fühlen und es real auch sind.
Der wirtschaftliche Aspekt des Ausblutens der Mittelschicht (von der Unterschicht ganz zu schweigen) ist nicht zu unterschätzen.Unser Wirtschaftsmodell beruht auf Verschuldung,verbunden damit ist die Zinsproblematik.Auch wenn aktuell die Zinsen niedrig sind,ein Ergebnis des großen Raubzuges der Oligarchie in die Geldbörsen der Bevölkerungen-gern als Finanzkrise 2008 umschrieben,wird das auf Dauer nicht so bleiben.Dieses Verschuldungsmodell bedarf aber (um die damit verbundenen Zinslasten bedienen zu können) eines stetigen Wirtschaftswachstums.Das kann man einerseits durch wachsende Exporte gewährleisten,dafür ist D ein Paradebeispiel,oder durch wachsenden Konsum im Inland.Letzteres fällt durch die Marginalisierung großer Teile der Bevölkerung größtenteils weg.Die niedrige Inflationsrate zeigt das deutlich.Momentan wird das durch den steigenden Export ausgeglichen.Wie man aber beobachten kann,wird der Widerstand im Ausland gegen dieses Geschäftsmodell Deutschlands immer größer.Ob man das auf Dauer durchhalten kann,erscheint fraglich.Die Nebenwirkungen sind nicht unbeträchtlich.Wenn das Exportstandbein wegbrechen sollte,der innere Konsum durch die Umverteilung des Geldes nach oben keinen Ausgleich schaffen kann,hat Deutschland ein handfestes Problem.Schon aus dieser Sicht heraus ist die Vermögensverteilung nicht nur ungerecht sondern auch eine wirtschaftliche Frage.



zuletzt bearbeitet 28.01.2018 15:04 | nach oben springen

#30

RE: Buchgeld

in Deutschland 28.01.2018 17:04
von Jackdaw | 454 Beiträge

Zitat von Findus im Beitrag #6
Als wenn Buchgeld die einzige Form von Vermögen ist
Als ob nicht jede Form von Vermögen, wenn es denn als Grundlage für die Besteuerung dienen soll, erst einmal in "Buchgeld" umgewandelt würde, um überhaupt bezifferbar/quantifizierbar zu werden… 
das selbstgenutzte Wohnungseigentum wäre dann übrigens ein ganz besonderer Problemfall, denn sein "Verkehrswert" oder "Schätzwert" wächst zumeist ja, während es weiterhin keine Einnahmen erzielt, wohl aber mit Kosten verbunden ist… 


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