#406

RE: Einfach neue Handelswege

in Naher und mittlerer Osten 20.06.2026 16:55
von Dr. Yes • | 3.841 Beiträge

Zitat
Nach einem online gestreamten Konzert ohne Kopftuch ist die iranische Sängerin Parastu Ahmadi zu 74 Peitschenhieben verurteilt worden. Das entschied laut Medien ein Gericht in der Provinz Ghom. Auch acht Mitglieder ihrer Band und ihres Produktionsteams erhielten die gleiche Strafe sowie ein zweijähriges Berufs- und Reiseverbot. Ihnen wird vorgeworfen, "vulgäre und unmoralische Inhalte" verbreitet zu haben.
Ahmadi streamte im Dezember 2024 ein Konzert mit ihrer Band aus einer Karawanserei auf Youtube und verstieß damit gleich gegen mehrere Gesetze im Iran: Öffentliche Auftritte von Sängerinnen sind in der Islamischen Republik verboten, zudem trat Ahmadi ohne Kopftuch und in einem Kleid auf.
https://www.n-tv.de/der_tag/Saengerin-na...id30986807.html

Wie sagte schon der bekannte Philosoph Dragoslav Stepanović: "Lebbe geht weider."


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#407

RE: Einfach neue Handelswege

in Naher und mittlerer Osten 20.06.2026 18:34
von Domingo • | 675 Beiträge

Der Machtkampf zwischen Netanjahu und Trump hat begonnen.Die Straße von Hormus ist wieder dicht da Israel weiter im Libanon bombt.Es wird interessant wie Trump jetzt reagieren wird.Er könnte alle Unterstützung für Israel sperren,immerhin hat Netanjahu ihn öffentlich bloßgestellt.Wird er es tun?Die Evangelikalen in den USA sitzen ihm im Nacken um ihm zu zwingen das nicht zu tun.Andererseits ist Trump ein Egomane der meint,seine Intentionen und nur diese seien zu beachten.Es wird spannend denn die international verfügbaren Ölreserven nähern sich dem Ende.Die Europäer glauben ja,wenn die einzige Kraft die den Libanon noch verteidigt,die Hisbollah,vernichtet wird dann wird alles gut.Im Grunde genommen geben sie damit Israel einen Freifahrtschein den gesamten Libanon zu zerstören.Das würde kein gutes Ende nehmen denn kein Staat in der Region kann ein Interesse daran haben die flüchtenden Libanesen aufnehmen zu müssen von den infantilen Europäern ganz zu schweigen.Parallel dazu hat ja die EU beschlossen ab 2027 keinerlei Gas mehr aus Russland zu beziehen.Jetzt wäre eigentlich der richtige Zeitpunkt für Russland diesem Wunsch der EU sofort nachzukommen.


„Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“
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#408

RE: Einfach neue Handelswege

in Naher und mittlerer Osten 20.06.2026 18:47
von Dr. Yes • | 3.841 Beiträge

Zitat
Die Europäer glauben ja,wenn die einzige Kraft die den Libanon noch verteidigt,die Hisbollah,vernichtet wird dann wird alles gut.Im Grunde genommen geben sie damit Israel einen Freifahrtschein den gesamten Libanon zu zerstören.

Quelle? Ach, vergiss es.

Zitat
Parallel dazu hat ja die EU beschlossen ab 2027 keinerlei Gas mehr aus Russland zu beziehen.Jetzt wäre eigentlich der richtige Zeitpunkt für Russland diesem Wunsch der EU sofort nachzukommen.

Was das mit dem Iran zu tun hat, verstehst wieder nur du. Aber Putin braucht unser Geld nötiger denn je. Er muss mittlerweile schon Erdölprodukte importieren.


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#409

RE: Einfach neue Handelswege

in Naher und mittlerer Osten 21.06.2026 07:56
von Alya II. • | 830 Beiträge

Zitat von Dr. Yes im Beitrag #406

Zitat
Nach einem online gestreamten Konzert ohne Kopftuch ist die iranische Sängerin Parastu Ahmadi zu 74 Peitschenhieben verurteilt worden. Das entschied laut Medien ein Gericht in der Provinz Ghom. Auch acht Mitglieder ihrer Band und ihres Produktionsteams erhielten die gleiche Strafe sowie ein zweijähriges Berufs- und Reiseverbot. Ihnen wird vorgeworfen, "vulgäre und unmoralische Inhalte" verbreitet zu haben.
Ahmadi streamte im Dezember 2024 ein Konzert mit ihrer Band aus einer Karawanserei auf Youtube und verstieß damit gleich gegen mehrere Gesetze im Iran: Öffentliche Auftritte von Sängerinnen sind in der Islamischen Republik verboten, zudem trat Ahmadi ohne Kopftuch und in einem Kleid auf.
https://www.n-tv.de/der_tag/Saengerin-na...id30986807.html
Wie sagte schon der bekannte Philosoph Dragoslav Stepanović: "Lebbe geht weider."



Danke für das Zitat des Philosphen Stepanovic, da ich an dieser Stelle als irrelevant betrachte. Interessanter wäre es zu erfahren, was DU damit beabsichtigst zu sagen.
Eine Rechtfertigung des Krieges gegen den Iran, der - auch - mit der Begründung des Regimewechsels geführt wurde. ?
Bedauern darüber, dass der Krieg beendet wurde, ganz zum Missfallen des Kriegsverbrechers Netanyahu, dem die Menschrenrechte so sehr am Herzen liegen.?

Beweis der Notwendigkeit, den Krieg gegen dieses Regime, gegen den Iran weiterzuführen?

Die Mullahs gingen gestärkt aus diesem Krieg hervor, Dank all den "Menschenrechtlern", die Netanyahu und sein Regime ungebrochen unterstützen.


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#410

RE: Einfach neue Handelswege

in Naher und mittlerer Osten 21.06.2026 11:16
von Domingo • | 675 Beiträge

Der Iran muss nicht zwingend gegen Israel militärisch vorzugehen um dessen Krieg gegen den Libanon zu beenden.Ich glaube auch nicht daran dass es das tun würde.Die erneute Sperrung von Hormus dürfte ausreichen um sein Ziel zu erreichen.Die Ölreserven der USA reichen unter diesen Umständen noch 2 Wochen,dann wird es sehr ernst für Trump.


„Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“
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#411

RE: Einfach neue Handelswege

in Naher und mittlerer Osten 21.06.2026 15:21
von Dr. Yes • | 3.841 Beiträge

Zitat von Alya II. im Beitrag #409
Danke für das Zitat des Philosphen Stepanovic, da ich an dieser Stelle als irrelevant betrachte. Interessanter wäre es zu erfahren, was DU damit beabsichtigst zu sagen.
Eine Rechtfertigung des Krieges gegen den Iran, der - auch - mit der Begründung des Regimewechsels geführt wurde. ?
Bedauern darüber, dass der Krieg beendet wurde, ganz zum Missfallen des Kriegsverbrechers Netanyahu, dem die Menschenrechte so sehr am Herzen liegen.?

Beweis der Notwendigkeit, den Krieg gegen dieses Regime, gegen den Iran weiterzuführen?

Die Mullahs gingen gestärkt aus diesem Krieg hervor, Dank all den "Menschenrechtlern", die Netanyahu und sein Regime ungebrochen unterstützen.
Ich wollte nur mal wieder etwas zum Thema Iran beitragen, ohne Ukraine und russisches Erdgas. Ich hätte natürlich auch mit Miss Sophie sagen können, "the same procedure as every year". Offenbar ist im Iran wieder Alltag eingekehrt.

Eine Begründung für die Notwendigkeit eines Regimewechsels liefert das Mullah-Regime im Iran täglich selbst. Das ist allerdings keine Rechtfertigung für den Angriffskrieg; das war das Dümmste, was Trump machen konnte. Wir brauchen eigentlich nur auf unsere eigene Geschichte zu schauen: Ein Regimewechsel war im Dritten Reich mehr als notwendig; trotzdem hat es vier Jahre Krieg und gewaltiger Zerstörungen bedurft, um ihn durchzusetzen, und das britische "moral bombing" hat das Nazi-Regime eher noch gestärkt.
Es wird viel Blutvergießen im eigenen Volk geben, wenn es die Mullah-Herrschaft beenden will (verstehe im Nachhinein gar nicht, warum das im Fall des Schahs letztlich vergleichsweise einfach war), und die Iraner müssten aufpassen, dass sie nicht wieder vom Regen in die Traufe kommen wie schon mit ihren Ayatollahs.

Wie gesagt, Trumps und Netanjahus Krieg gegen den Iran ist das Gegenteil von hilfreich. Zur Beurteilung des Mullah-Regimes brauchen wir allerdings auch kein Whataboutism bezüglich Israel; wie ich zu dem Faschisten-Regime dort stehe, sollte dir bekannt sein.


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zuletzt bearbeitet 21.06.2026 15:22 | nach oben springen

#412

RE: Einfach neue Handelswege

in Naher und mittlerer Osten 25.06.2026 06:51
von Findus • | 3.612 Beiträge

Im Herbst sind Mid-Term - Wahlen.
Das schlecht ausgehandelte Abkommen führt selbst in den Reihen der Rrpublikaner zu deutlocher Kritik.


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#413

RE: Einfach neue Handelswege

in Naher und mittlerer Osten 26.06.2026 14:08
von Domingo • | 675 Beiträge

Ich glaube nicht an ein dauerhaften Vertrag im Rahmen des MoU zwischen dem Iran und den USA,soll heißen nach dem Krieg ist vor dem Krieg.Keine einzige Forderung des Iran werden die USA erfüllen,es geht nur darum für die USA Zeit zu gewinnen um ihre militärischen Arsenale wieder aufzufüllen.Verträge,die die USA abschließen,haben ohnehin nur eine geringe Halbwertzeit,sie werden bei Bedarf nicht umgesetzt sondern zurückgenommen.Punkt 1 des MoU ist sowieso fraglich,Israel will die eroberten Gebiete im Libanon nicht aufgeben,damit dürften weitere Verhandlungen kaum Sinn machen denn ob die USA Netanjahu den Stinkefinger zeigen und die Unterstützung für das Regime in Tel Aviv einstellen werden ist mehr als fraglich.Es ist nicht ausgeschlossen aber wenig wahrscheinlich.Aber auch die anderen Punkte sind im Grunde für die USA kaum annehmbar,würden sie doch als Verlierer dastehen.Eines hat dieser Krieg aber gezeigt,die Anwesenheit der USA in der Golfregion ist für die dortigen Länder nicht nur nicht notwendig sondern eher gefährlich.Das wird Konsequenzen haben.


„Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“
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#414

RE: Einfach neue Handelswege

in Naher und mittlerer Osten 26.06.2026 16:35
von Dr. Yes • | 3.841 Beiträge

Lesenswert ist die Einschätzung von Thomas Jäger, Professor für Internationale Politik an der Universität Köln, zur Lage am Persischen Golf:

https://www.n-tv.de/politik/Jaeger-Trump...id31004192.html

Kernthese:

Zitat
Mit dem Angriff auf den Iran in der Art und Weise, wie es geschah, hat Trump einen ... 46 Jahre alten Bluff ruiniert. ...
Die Doktrin des damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter besagt: "Wer den Persischen Golf schließt, bekommt es mit den USA militärisch zu tun." Das steht da seit 1980 drin und der Bluff hat 46 Jahre lang gewirkt.


Wie sich die Lage jetzt darstellt, ist die Sicherheit in der Golfregion weder mit den USA noch ohne sie gewährleistet. Ein Regime wie das des Iran wäre ohnehin nur durch massive Verletzung des Völkerrechts zu bezwingen. Trump versucht, nach vier Monaten Krieg zu retten, was zu retten ist, und etwas durch Verhandlungen zu erreichen, wohl wissend, dass sein "Ausflug" in den Iran bei seinen Anhängern überhaupt nicht gut ankommt. (Im Gegensatz zu Putin, der auch nach vier Jahren Krieg zu keinen Verhandlungen bereit ist, dem Verträge ohnehin am Allerwertesten vorbeigehen und der immer öfter laut über den Einsatz von Atomwaffen nachdenkt, muss sich Trump Wahlen stellen.) Der Iran geht aus dem Krieg gestärkt hervor und wird in der Region seine Muskeln spielen lassen, auch über seine Verbündeten Hamas, Hisbollah, Huthi. In der Straße von Hormus wird nichts mehr so sein wie vor dem Krieg.

https://www.n-tv.de/mediathek/videos/pol...id31016354.html
.


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zuletzt bearbeitet 26.06.2026 16:37 | nach oben springen

#415

RE: Einfach neue Handelswege

in Naher und mittlerer Osten 26.06.2026 19:16
von Alya II. • | 830 Beiträge

Äusserst hörenswert sind Michael Lüders Ausführungen zum Thema Iran:

"Nach dem Krieg ist vor dem Krieg".

https://www.youtube.com/watch?v=TKuV9Cp5Ylo



Zitat von Dr. Yes im Beitrag #414
Ein Regime wie das des Iran wäre ohnehin nur durch massive Verletzung des Völkerrechts zu bezwingen.


Was sind die Gründe, weshalb die USA und Israel das Regime des Iran bezwingen sollten?
Die USA und Israel haben bei Beginn des Krieges Ende Februar das Völkerrecht massiv verletzt, Von Gaza und dem Libanon ganz zu schweigen. Im Libanon durch massenhafte Vertreibungen, unbefristete Rückkehrverbote und Angriffe auf zivile Ziele (wie Krankenhäuser und Rettungskräfte) und mehr als viertausend zivile Opfer sind seit März d. J. im Libanon zu beklagen.

... und der Iran lässt nun "die Muskeln spielen"


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#416

RE: Einfach neue Handelswege

in Naher und mittlerer Osten 26.06.2026 20:01
von Domingo • | 675 Beiträge

Zitat von Alya II. im Beitrag #415
Was sind die Gründe, weshalb die USA und Israel das Regime des Iran bezwingen sollten?

Darauf könnte es mindestens zwei Antworten geben.Zum einen weil die USA der Meinung waren und sind,der Iran,RU und China wären eine Troika die es zu zerschlagen gilt,also ein Versuch die BRICS+ zu zerstören.Zum anderen kann Israel einen souveränen Staat wie den Iran in seinem Einflussgebiet nicht akzeptieren.Alle anderen Anrainer sind mittelbar über ihre engen Verbindungen mit den USA auch mit Israel verbunden.Das wird sich aber nun ändern.


„Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“
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#417

RE: Einfach neue Handelswege

in Naher und mittlerer Osten 26.06.2026 22:01
von Dr. Yes • | 3.841 Beiträge

Zitat von Alya II. im Beitrag #415
Was sind die Gründe, weshalb die USA und Israel das Regime des Iran bezwingen sollten?
Ich habe das ganz allgemein gesagt. Dem Mullah-Regime mit seiner Gestapo und SS müsste man nun wirklich keine Träne nachweinen, genauso wenig der Hamas, der Hisbollah oder den Huthi, allesamt Organisationen, die mit Menschenrechten nichts am Hut haben. Ja, und ich brauche keine ständige Belehrung, dass Israel diesbezüglich in nichts nachsteht. In diesem Thread geht es nun mal um den Iran und um die Zukunft am Persischen Golf, die die Golfstaaten wohl stärker betrifft als die USA. Es soll niemand so tun, als seien die Mullahs Chorknaben und Opfer irgendwelcher Umstände. Sie haben den völkerrechtswidrigen Krieg Putins gegen die Ukraine massiv unterstützt und werden auch die neu erlangte Stärke zu nutzen wissen. Die Straße von Hormus wird zukünftig öfter in den Schlagzeilen stehen.


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zuletzt bearbeitet 26.06.2026 22:05 | nach oben springen

#418

RE: Einfach neue Handelswege

in Naher und mittlerer Osten 27.06.2026 10:40
von Alya II. • | 830 Beiträge

Zitat von Dr. Yes im Beitrag #417
Zitat von Alya II. im Beitrag #415
Was sind die Gründe, weshalb die USA und Israel das Regime des Iran bezwingen sollten?
Ich habe das ganz allgemein gesagt. Dem Mullah-Regime mit seiner Gestapo und SS müsste man nun wirklich keine Träne nachweinen, genauso wenig der Hamas, der Hisbollah oder den Huthi, allesamt Organisationen, die mit Menschenrechten nichts am Hut haben. Ja, und ich brauche keine ständige Belehrung, dass Israel diesbezüglich in nichts nachsteht. In diesem Thread geht es nun mal um den Iran und um die Zukunft am Persischen Golf, die die Golfstaaten wohl stärker betrifft als die USA. Es soll niemand so tun, als seien die Mullahs Chorknaben und Opfer irgendwelcher Umstände. Sie haben den völkerrechtswidrigen Krieg Putins gegen die Ukraine massiv unterstützt und werden auch die neu erlangte Stärke zu nutzen wissen. Die Straße von Hormus wird zukünftig öfter in den Schlagzeilen stehen.



Danke, Dr. Yes, daß du endlich mit offenen Karten spielst. Komme mir nicht um die Ecke damit, daß es hier nicht um Israel ginge .. wobei du bei jeder, aber auch wirklich jeder passenden und unpassenden Stelle mit Putin kommst. So viel dazu.
Israel macht für uns die "Drecksarbeit" im Libanon, im Iran, am Golf und dass das Regime pardon "Mullah Regime" gleichzusetzen ist mit Gestapo und SS, wissen wir sattsam, genau wie Hamas, Hizbollah usw, "die mit Menschenrechten nichts am Hut haben", diese Belehrung deinerseits - geschenkt.
Die Zionisten. und nicht nur sie, waren immer gut darin, ihre Feinde zu dämonisieren. Stimmt, allesamt sind das keine "Chorknaben", dazu brauche ICH wiederum keine Belehrung.
Bist du sicher, für alle Menschen des Nahen und Mittleren Ostens zu sprechen, wenn du behauptest, niemand würde denen nachweinen.? Ich würde behaupten wollen, alle wären froh darüber, wenn endlich der Wertewesten Israel die rote Karte zeigen würde, das Völkerrecht zu beachten und sich auf die Grenze von 1967 zurückzuziehen. Dann nämlich wären sowohl Hamas als auch Hizbollah obsolet. Aber nein, der Westen schaut weiterhin dem brutalen Siedlerkolonialismus Israels zu, nicht nur das, es liefert Waffen, um Tatsachen zu schaffen. Der Gipfel der Bosheit ist, mit dem Finger auf die Organisationen zu zeigen, die Menschenrechte verletzen, leider immer vergessend, daß die Hizbollah:.

Die israelische Invasion und die darauffolgende Besetzung des Südlibanons im Jahr 1982 waren der entscheidende Katalysator für die Entstehung der Hisbollah. Historiker und Nahostexperten sind sich weitgehend einig, dass sich die Organisation als direkte Reaktion auf diese militärische Intervention formierte.
Die Gründung der Hamas war im Jahr 1987, als die Palästinenser in Gaza und im Westjordanland den Aufstand gegen die Besatzung wagten.

...und was werden künftig die Kinder und Jugendlichen machen, die diesen Krieg in Gaza überleben werden? Die alles verloren haben, ihre Familie, ihr Hab und Gut, jegliche Perspektive, ihre Gesundheit?. Werden wir denen auch erzählen über Menschen- und Völkerrecht?

Über die Hilfe des Irans an Putin im Ukraine - Krieg kann ich mich nicht mehr und nicht weniger aufregen als über die deutsche Hilfe an die Ukraine. Beides ist zu verurteilen. Keine Seite schert sich um die Menschen in der Ukraine, noch um das Völkerrecht, (nur dort, wo es ihm passt). Mit Russland und dem Iran, da haben sich zwei international isolierte Regime gesucht und gefunden. Diese basiert vor allem auf geopolitischem Zweckprgamatismus im gemeinsamen Kampf gegen die westliche Hegemonie. Das muss man nicht gutheissen, ist aber verständlich, auch angesichts des einseitigen US - Ausstiegs, der auch von Deutschland scharf kritisiert wurde und eine diplomatische Lösung verunmöglichte.

Man muss kein Prophet sein zu um zu wissen, dass die Strasse von Hormus öfter in den Schlagzeilen stehen wird, schliesslich ist sie das wichtigste Faustpfand in den Händen des Iran.
Über die Zukunft am Persischen Golf kann man nur spekulieren. Die Golfstaaten haben ihre Lektion erhalten. Die USA und Israel auch.


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#419

RE: Einfach neue Handelswege

in Naher und mittlerer Osten 27.06.2026 12:06
von Domingo • | 675 Beiträge

Zitat von Alya II. im Beitrag #418
"Mullah Regime" gleichzusetzen ist mit Gestapo und SS, wissen wir sattsam, genau wie Hamas, Hizbollah usw,


Nur stimmt das alles nicht.Die geistlichen Führer des Iran,gern als Mullahs bezeichnet,haben infolge dieses Krieges längst an Einfluss verloren und mussten in die zweite Reihe treten.Den ersten Platz haben nun die Revolutionsgarden eingenommen,also die Militärs.Wer aufmerksam aktuelle Bilder aus dem Iran betrachtet wird feststellen,dass längst nicht alle Frauen tief verschleiert oder mit Kopftuch zu sehen sind.Das bedeutet nicht,dass die Religion keine Bedeutung mehr hat aber sie ist nicht mehr das bestimmende Element der iranischen Gesellschaft.Das durch den Krieg zum bestimmenden gewordene Element ist das Bewusstsein der nationalen Identität Irans.Jeder im Iran, dem das selbständige Denken nicht abhanden gekommen ist,weiß wozu eine ausländische Intervention führen würde-Libyen lässt grüßen.Zu den Befreiungsbewegungen in Gaza und dem Libanon ist nur soviel zu sagen-natürlich wäre es im Interesse Israels wenn diese sich entweder selbst auflösten oder zerschlagen werden könnten.Dann hätte das israelische Militär freie Hand bei der Endlösung der Araberfrage und dem Endsieg.Aber das wird nicht geschehen.Übrigens wurde kürzlich im DLF die UPA ,jene Militärorganisation in der faschistisch besetzten Ukraine die für die Ermordung Tausender Polen und Juden verantwortlich war,zu Partisanenkämpfern geadelt.Da man nicht umhin konnte auf das Zerwürfnis zwischen Polen und der Ukraine wegen der "Heiligsprechung" dieser Organisation durch Selenskyj einzugehen,wurden deren Kämpfer zu Partisanen gekürt,ein Begriff den man selbstverständlich für Hamas und Hisbollah niemals verwenden würde.


„Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“
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#420

RE: Einfach neue Handelswege

in Naher und mittlerer Osten 27.06.2026 12:56
von Dr. Yes • | 3.841 Beiträge

Zitat von Alya II. im Beitrag #418
wobei du bei jeder, aber auch wirklich jeder passenden und unpassenden Stelle mit Putin kommst
Du scheinst mich mit einem anderen User zu verwechseln. Musst nur den nächsten Beitrag lesen.
Zitat von Alya II. im Beitrag #418
dass das Regime pardon "Mullah Regime" gleichzusetzen ist mit Gestapo und SS, wissen wir sattsam
Die Revolutionsgarden sind die SS, die Religionspolizei die Gestapo. Dass die im Moment mehr zu sagen haben als die religiösen Führer, ist wohl normal in Kriegszeiten, macht die Sache für das Volk, insbesondere die Frauen, aber nicht besser. Wobei ich dir recht gebe: Die sogenannten Befreiungsbewegungen würden dem Mullah-Regime viele Tränen nachweinen. Die wären natürlich obsolet, wenn Israel endlich das Völkerrecht anerkennen würde, aber es ist naiv anzunehmen, Hamas und Hisbollah würden dann auch von der Bildfläche verschwinden. Ihre Aufgabe bliebe, das Volk vor der Hegemonie des Wertewestens zu schützen, wie es die Mullahs im Iran praktizieren.
Zitat von Alya II. im Beitrag #418
Über die Hilfe des Irans an Putin im Ukraine - Krieg kann ich mich nicht mehr und nicht weniger aufregen als über die deutsche Hilfe an die Ukraine.
Na gut. Der Iran hat Shahed-Drohnen an Russland geliefert, mit denen die ukrainische Zivilbevölkerung terrorisiert wurde, Deutschland Gepard-Panzer, mit denen diese abgeschossen wurden.
Zitat von Alya II. im Beitrag #418
Man muss kein Prophet sein zu um zu wissen, dass die Strasse von Hormus öfter in den Schlagzeilen stehen wird, schliesslich ist sie das wichtigste Faustpfand in den Händen des Iran.
Über die Zukunft am Persischen Golf kann man nur spekulieren. Die Golfstaaten haben ihre Lektion erhalten.
Und da fängt mein Unverständnis an. Wenn es den Mullahs wirklich um das palästinensische Volk ginge, könnten sie ihre neu gewonnene Macht in den Verhandlungen einsetzen, eine endgültige Lösung zu finden. Davon höre ich allerdings nichts.


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