Die Energiewende ist nicht der einzige menschliche Eingriff in den Klimahaushalt. Auch Flächenversiegelung mit entsprechend veränderter dortiger Strahlungsbilanz, Abholzung und anderen Sünden beeinflussen das Klima. Aber es gibt zunehmend auch Wiederbegrünungsmaßnahmen, gerade in trockenen Regionen wie in der Sahelzone, in der Wüste Tharr (Indien) sowie in der Gobi (China). Hoffentlich greifen diese nachhaltig.
Zur Energiebilanz in DE im Frühling: Die Photovoltaik hat in den letzten 3 Monaten (März, April, Mai) für die betreffende Monate Rekordstrommengen erzeugt. Der Mai 2026 war sogar der ertragreichste Monat überhaupt und hat den Juni 2025 abgelöst. Grund ist v.a. der weiterhin anhaltende PV-Zubau. Auch waren alle 3 Monate überdurchschnittlich sonnig, aber nicht wirklich herausragend. In jedem Monat gab es neben sonnigen Phasen auch Phasen unbeständigen Wetters, gerade sogar im Mai mit seinem Kälteeinbruch während der 1. Maihälfte. Den Frühling kann man in der Summe aber als sehr sonnig sehen, weil alle 3 Monate überdurchschnittlich sonnig waren.
Wenn aber der Juni ähnlich sonnig wird wie der Mai, könnte der jetzige Rekord nicht lange halten.
Weniger gut ist es bei der Windenergie: V.a. der Mai war windarm wie ein typischer Sommermonat. Beim Zubau sieht es besser aus: In diesem Jahr sind schon mehr Offshore-Windräder aufgebaut wie im gesamten Vorjahr. Bei den Windrädern an Land nimmt der Zubau nur etwas zu.
Allerdings kommt es immer öfter zu Abriegelungen von PV- und Windanlagen, um die Netzstabilität zu gewährleisten. D.h. eigentlich ist noch spürbar mehr an PV- und Windstrom möglich. Z.B. könnte man gezielt mehr Speicher in der Nähe solcher Anlagen bauen. Wo Gasspeicher und Windräder oder große PV-Parks nahe beieinander sind, sollte man Power-to-Gas gezielt anbauen.
Nun, der Ausbau von Großspeichern nimmt ebenfalls zu.