#1

Sterbehilfe

in Medizin und Psychologie 10.04.2026 22:46
von Domingo | 398 Beiträge

Vor 25 Jahren wurde in den Niederlanden Sterbehilfe legalisiert.Die Zahl der Menschen die dies in Anspruch nehmen ist seit dem stark angestiegen.Während früher fast nur schwere körperliche Krankheiten als Begründung für die Sterbehilfe angegeben wurden sind es jetzt auch psychische Krankheiten.Selbst Demenzkranken wird die Sterbehilfe gewährt,in welchen Stadium wurde in dem Bericht nicht erwähnt (DLF).Wenn ich aber höre,das 25% der Anträge von Angehörigen gestellt werden macht mich das sehr misstrauisch und bestärkt meine Ablehnung einer solchen Maßnahme.


„Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“
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#2

RE: Sterbehilfe

in Medizin und Psychologie 11.04.2026 11:41
von Anthea | 13.427 Beiträge

Unter strengen Auflagen halte ich Sterbehilfe für eine gute Sache. Man stelle sich hierbei einen Menschen vor, der unerträglich leidet und für den es keine Hoffnung auf Besserung gibt. Es müsste natürlich immer der Wunsch nach Sterbehilfe von ihm persönlich kommen, was heißt, dass er im Besitz seiner geistigen Fähigkeiten würde sein müssen.


Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi


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#3

RE: Sterbehilfe

in Medizin und Psychologie 11.04.2026 13:43
von Domingo | 398 Beiträge

Zitat von Anthea im Beitrag #2
Unter strengen Auflagen halte ich Sterbehilfe für eine gute Sache. Man stelle sich hierbei einen Menschen vor, der unerträglich leidet und für den es keine Hoffnung auf Besserung gibt.

Ich bin da sehr skeptisch.Es gibt sehr gute Schmerzmittel die auch das vorhersehbare Ende erleichtern und auch beschleunigen.Wenn ich höre dass auch an Demenz erkrankte Sterbehilfe in Anspruch nehmen können,frage ich mich ob diese Menschen überhaupt in der Lage sind ihren Zustand wirklich zu erkennen.Ich kenne mich ganz gut mit davon Betroffenen aus.Als Gesunder weiß man natürlich das in deren Leben,nach unseren Maßstäben,kaum noch Sinn vorhanden ist aber dennoch gibt das niemanden das Recht über das Leben oder den Tod dieser Menschen zu entscheiden.Schwieriges Thema aber ich neige dazu Sterbehilfe eher abzulehnen weil damit auch einem möglichen Missbrauch Tür und Tor geöffnet werden.


„Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“
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#4

RE: Sterbehilfe

in Medizin und Psychologie 11.04.2026 16:24
von Dr. Yes | 3.530 Beiträge

Mit Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht lässt sich alles ziemlich eindeutig regeln, und dann kommen natürlich die Angehörigen ins Spiel. Mich würde es wundern, wenn in den Niederlanden Angehörige "einfach so" über Sterbehilfe entscheiden können. Die kann meines Erachtens nur in besonders schweren Fällen erlaubt sein, wenn nur noch mit Apparaten ein Weiterleben, das dann eigentlich kein Leben mehr ist, möglich ist.


Ще не вмерла України і слава, і воля


zuletzt bearbeitet 11.04.2026 16:26 | nach oben springen


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