Ehrliche Kameradschaft endet nie.
Ich lebe in Hamburg. Er im Allgäu – in der Pampa. Ein Hilferuf, und er ist da. Genauso wie ich es für ihn tun würde.
Ich bin Mathematiker. Logisch, diszipliniert, analytisch.
Er ist Visionär, voller Ideen und Kraft. Der beste Schütze im Regiment. Ich hätte ihm im Einsatz ohne Zögern mein Leben anvertraut.
Wir waren oft gemeinsam in den USA. Wochenlang. Meist fernab des Luxus, immer unter Menschen. Wir gingen in Harlem in eine Gospelkirche. Ich klimperte spontan am Klavier, und er sang – nicht immer schön, aber mit Herz. Ich sagte: „Tobi, du triffst sicher mit dem Gewehr. Jetzt wirst du lernen, Töne zu treffen.“ Und er tat es.
Ich erinnere mich, wie wir in Key West am Strand schliefen, unter Sternen, ohne Plan – einfach wir. Ich erklärte die Sternzeichen. Er hörte zu.
1993 bat er mich um 10.000 D-Mark für ein Windkraftprojekt. Ich dachte: „Der spinnt.“ Ich irrte mich. Heute ist er Multimillionär. Unsere Freundschaft aber misst sich nicht in Geld. Niemals.
Hätten wir eine Grenze überschritten? Ich riss mich zusammen. Ich war ranghöher – ein No-Go. Disziplin war wichtiger. Doch eines war immer da: Liebe. Reine, kameradschaftliche, tiefe Liebe. Keine Nacht vergeht, ohne dass ich an ihn denke.
Er ist Teil meines Herzens. Und er weiß es.
In saecula saeculorum. Amen.