Liebe Gemeinde,
hier mein Erlebnis von heute, was ich schnell zusammen tuckerte.
Ein ganz normaler Einkauf
(nach wahren Begebenheiten, leider.)
Es war gegen 14:20 Uhr, als ich beschloss, zu REWE zu gehen. Das Wetter war freundlich. Sonne. Cirrusbewölkung. 24 Grad. Ich trug T-Shirt und kurze Hose – ein dem Wetter angemessenes Ensemble.
Kaum hatte ich jedoch die Hälfte des Weges zurückgelegt, wandelte sich das meteorologische Szenario dramatisch. Der Himmel verfinsterte sich binnen Sekunden. Ein Platzregen brach los – in einer Intensität, die jedem mitteleuropäischen Sommergewitter zur Ehre gereicht hätte.
Fußgänger flohen in panischer Hast unter dürftig belaubte Bäume. Kinder weinten. Hunde zogen sich beleidigt zurück. Zwei ältere Damen schimpften in norddeutschem Dialekt auf den ganzen Klimawandelquatsch.
Ich hingegen blieb stehen. Und grinste.
„Herr, wasch meine Sünden ab“, dachte ich.
Ein innerlich gesprochenes Stoßgebet – halb Mystik, halb Improvisation.
Dann geschah etwas Merkwürdiges:
In meinem Kopf erklang Musik. Zuerst nur leise, dann lauter, triumphaler, ekstatischer:
„It’s Raining Men! Hallelujah!“
Die Weather Girls hatten die Kontrolle über mein Unterbewusstsein übernommen.
Ich fing an zu hüpfen. Durch Pfützen. An Menschen vorbei.
Ein nasser, tanzender Mann in kurzen Hosen, auf dem Weg zum Supermarkt – von innen erleuchtet und von außen durchnässt.
Beim REWE angekommen, war ich tropfnass. Eine Verkäuferin musterte mich wie ein zoologisches Sonderexemplar. Ich kaufte ein.
Als ich wieder hinaustrat, schien – wie zur Belohnung – die Sonne.
Ich sah zum Himmel und sagte still:
„Ich weiß, dass Du Humor hast.“
Bitte vergesst nie die Weather Girls.
Alles Gute aus Hamburg !