Zitat von Dr. Yes im Beitrag #135
Kai Hafez hat in dem von dir verlinkten Interview deutliche Kritik an der israelischen Regierung geübt - und hat seine Professur an der Uni Erfurt immer noch.
Das spricht doch absolut dafür, dass der mutige Professor übertreibt, es entgegen seiner Behauptung mit der Presse-und Meinungsfreiheit in Deutschland bestens bestellt ist.

Andererseits - Im Alter von 62 Jahren und am Ende seiner Karriere kann man schon mal ein Risiko eingehen. Dafür gibt es genügend Beispiele.
Wie kommt es aber, dass "Reporter ohne Grenzen" in Sache Nahostberichterstattung von "Druck in deutschen Redaktionen" spricht? Druck erzeugt Angst, oder liege ich damit falsch?
Zitat: "Journalistinnen und Journalisten berichteten über ein Klima der Angst und Unsicherheit, wenn es um die israelische Kriegsführung im Gazastreifen und Menschenrechtsverletzungen durch die israelische Armee gehe."
Es ist von rassistischen Vorfällen und Mobbing die Rede, wenn israelische Kriegsverbrechen thematisiert werden.
Wer hat schon Bock auf die Antisemitismuskeule? Am wenigsten Jener, der am Anfang oder Mitte seiner Karriere steht.
Der Druck werde durch Interventionen der israelischen Botschaft ausgeübt, wenn nicht in den Redaktionen Informationen des israelischen Militärs eins zu eins übernommen werden - und das werden sie meist. (Ausnahmen bestätigen die Regel)
..und die Rede ist nicht begrenzt auf die "Scheiß" von Bild oder Springer-Presse!
https://www.deutschlandfunk.de/reporter-...tionen-104.html