Es dürfte allgemein bekannt sein,dass die USA von einer Fentanylschwemme überrollt werden.Was weniger bekannt sein dürfte ist der Fakt,dass diese Opiodkrise ganz bewusst von der US-Pharmaindustrie losgetreten wurde.Am Anfang der neuen Krise stand das verschreibungspflichtige Schmerzmittel Oxycontin (Eigenschreibweise OxyContin), das die Familie Sackler mit ihrem Unternehmen Purdue Pharma 1996 auf den nordamerikanischen Markt brachte und als schmerzstillend und mit einem angeblich sehr geringen Suchtpotenzial verbunden aggressiv bewarb. Curtis Wright, der als Abteilungsleiter bei der Food and Drug Administration (FDA) die Zulassung in den USA erteilte, verließ ein Jahr nach der Zulassung die FDA und wurde dann mit einer Einstiegs-Bonuszahlung von 400.000 US-Dollar bei Purdue Pharma angestellt. Purdue Pharma behauptete, das Abhängigkeitsrisiko von Oxycontin liege unter einem Prozent. So wendete Purdue Pharma jährlich neun Millionen US-Dollar für Essenseinladungen an Ärzte auf, um diese zu umwerben und daraufhinzuarbeiten, dass diese Oxycontin auch bei moderaten Schmerzen in hohen Dosen und über lange Zeiträume verschreiben.
Der Hauptbestandteil von Oxycontin, der Wirkstoff Oxycodon, ist seit 1929 in Deutschland nur auf Betäubungsmittelrezept erhältlich. Purdue und andere Pharmaunternehmen erreichten hingegen in den USA durch Lobbyarbeit und aggressives Marketing, dass Opioide, die zuvor vorwiegend bei Schwerkranken und Sterbenden angewendet worden waren, in den USA nun auch bei alltäglichen, vorübergehenden Schmerzen verschrieben wurden. Ein erheblicher Anteil der so Behandelten entwickelte eine Abhängigkeit und stieg anschließend oftmals auf illegale, billigere Opioide um.
Eine typisch kapitalistische Herangehensweise,nicht die Gesundheit sondern ausschließlich der Profit steht im Vordergrund.Im Jahr 2007 wurden Purdue Pharma und drei Manager für die aggressive Vermarktung von Oxycontin in einem Vergleich zu einer Strafzahlung von 634,5 Millionen US-Dollar verurteilt obwohl es bis 2017 Einnahmen von 35 Milliarden US-Dollar verzeichnet hatte.Die geplante Insolvenz des Unternehmens wurde vom Gericht verworfen.An die Gewinne von 35 Mrd. wird man mit Sicherheit nicht herangehen davon kann man in diesem Wirtschaftssystem ausgehen.Mittlerweile sterben pro Jahr über 100 000 US-Bürger an Drogen,die statistische Lebenserwartung sinkt.Wie im kapitalistischen Wirtschaftsbetrieb Politik und Unternehmen Hand in Hand arbeiten um wenigen auf Kosten der Allgemeinheit einen extremen Reichtum zu bescheren,zeigt diese Opiodkrise und auch auch die Coronapandemie.
Wieder ein langer Abschnitt aus einer nicht genannten Quelle (Wikipedia). Und leider wurde vergessen, einige Fakten zu erwähnen, was ich hiermit nachhole.
Zitat
Amerikanische Bundesstaaten machten Schäden in Höhe von 2,2 Billionen Dollar gegenüber dem Pharmakonzern Purdue Pharma geltend, den sie für die Opioid-Krise in den Vereinigten Staaten hauptverantwortlich machen. Laut Wall Street Journal verlangen Bundesstaaten ebenso von Pharmahändlern Schadensersatz in Höhe von 26 Milliarden Dollar. Ihnen werde vorgehalten, dass sie auffällige Bestellmuster nicht den Behörden gemeldet haben. In einigen Verkaufsbezirken schnellten Bestellungen nach oben, was ein Indiz für illegale Geschäfte und Verschreibungspraktiken durch kriminelle Ärzte ist.
Vor einem US-Bundesgericht bekannte sich Purdue im November 2020 schuldig, gegen mehrere Bundesgesetze verstoßen zu haben. Unter anderem gestand das Unternehmen die Verschwörung zum Betrug ein. Danach handelte das Unternehmen einen Plan aus, der seine Auflösung in den USA bis zum Jahr 2024 und eine neue Unternehmensgründung vorsah. Die Sackler-Familie sagte fast sechs Milliarden Dollar (5,6 Milliarden Euro) über einen Zeitraum von 18 Jahren für die Entschädigung von Opfern und Angehörigen zu. Im Gegenzug wurde ihr Immunität vor Zivilklagen zugesagt. ... Im August 2023 wurde das Konkursverfahren auf Antrag des Justizministeriums durch den Obersten Gerichtshof der USA ausgesetzt. Im Jahr 2024 entschied der Oberste Gerichtshof mit einer knappen Jury-Mehrheit (fünf gegen vier Richterstimmen), das Insolvenzverfahren zu verwerfen, und begründete dies mit dem Umstand, dass die Sacklers für die Entschädigungsvereinbarung „nichts auf den Tisch zu legen eingewilligt haben, was sich ihren vollen Vermögenswerten annähert“. Auch sei der im Insolvenzplan vorgesehene Schutz vor Zivilklagen von Opfern unangemessen.
Der Fall ist also noch gar nicht abgeschlossen. Und es sollte sich herumgesprochen haben, wie wenig zimperlich US-amerikanische Gerichte im Fall von Entschädigungszahlen in der Vergangenheit waren.
Was das Ganze mit Corona zu tun hat, weiß nur der Schreiber.
Ще не вмерла України і слава, і воля
Zitat von Dr. Yes im Beitrag #2
Was das Ganze mit Corona zu tun hat, weiß nur der Schreiber.
Was diese Frage für eine Berechtigung hat wäre erklärungsbedürftig. Am besten auch mit Entschuldigung versehen nach dem Motto: Da habe ich mich geirrt.

Das hier ist ein völlig neues Thema in einem eigenen Thread im Forum Amerika!
Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi
Zitat von Anthea im Beitrag #4Zitat von Dr. Yes im Beitrag #2
Was das Ganze mit Corona zu tun hat, weiß nur der Schreiber.
Was diese Frage für eine Berechtigung hat wäre erklärungsbedürftig. Am besten auch mit Entschuldigung versehen nach dem Motto: Da habe ich mich geirrt.
Das hier ist ein völlig neues Thema in einem eigenen Thread im Forum Amerika!



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Ще не вмерла України і слава, і воля
Wie im kapitalistischen Wirtschaftsbetrieb Politik und Unternehmen Hand in Hand arbeiten um wenigen auf Kosten der Allgemeinheit einen extremen Reichtum zu bescheren,zeigt diese Opiodkrise und auch auch die Coronapandemie.
Keine Ahnung was daran erklärungsbedürftig sein soll.
Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne, und nicht der Beständigkeit.
Mahatma Gandhi
Also dann nochma gaanz langsam: Es ging um den Satz
Zitat von fjodorov im Beitrag #1Im Fall von Oxycontin geht es um kriminelle Machenschaften, die - entgegen dem Eindruck des Eröffnungsbeitrags - in Amiland immer noch die Gerichte beschäftigen. Was das mit der Coronapandemie zu tun hat, habe ich nicht verstanden.
Wie im kapitalistischen Wirtschaftsbetrieb Politik und Unternehmen Hand in Hand arbeiten um wenigen auf Kosten der Allgemeinheit einen extremen Reichtum zu bescheren,zeigt diese Opiodkrise und auch auch die Coronapandemie.
Ще не вмерла України і слава, і воля
Es ist bekannt, wie Hand in Hand die Industrien gehen. Da habe ich ein Video gesehen, dass Fettleibigkeit oft als ein Ausdruck für "Freiheit" in Amerika ist. (Und Westerhagen hat doch mal ein einem Lied gesungen "Ich bin froh, dass ich kein Dicker bin, denn dünn bedeutet frei zu sein...") Ungeniert wirbt die Pharmabranche für Medikamente gegen die typischen Krankheiten bei Fettleibigkeit, wobei das Dick-Sein gleichzeitig beworben wird.
Nun, wenn die Leute es mit sich machen lassen... 
Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.
(Benjamin Franklin)
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